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Alice, Bob und Socke

Heute war ein Scheißtag: Schlecht geschlafe, Kopfschmerzen und Magenrotation. Außerdem ist mein Päckchen noch immer nicht gekommen, auf das ich jetzt schon seit Samstag warte. Deswegen gibt es jetzt ein paar Doodles, weil ich keine Lust habe, die Fotos vom Abendspaziergang umzurechnen und hochzuladen. Bin ich gerade irgendwie nicht in der Lage zu. Zu platt im Kopf.

Jedenfalls. Zuersteinmal haben wir hier Alice und Bob beim Handshake. Also, beim Handshake mit Worten. Die haben nämlich gar keine Hände, nur Füße. Zumindest in meinem Bild. Denkste, mir wäre eingefallen, wie der/die Dritte im Bunde hieß, wenn man Protokolle designt? Mein Kopf ist heute echt ein großes, schwarzes Loch ohne Boden.


Und dann habe ich noch den Kater gezeichnet. Hatte mal Lust, ein paar andere Tools zu testen, deshalb sieht das jetzt mehr nach Wasserfarbe aus. Habe da das Airbrush-Tool genommen und mit dem Smudge nachbearbeitet. Und dann noch ein Layer drüber, wo ich noch mal in dünn geairbrusht habe.


Ist ganz nett geworden, oder? Also, für meine eingeschränkten künstlerischen Fähigkeiten sollte es für eine überdurchschnittliche Bewertung schon irgendwie reichen. Selbst 30 Jahre später kann ich nur sagen: Dieser Kunstunterricht hat mir ja jegliche Perspektive geraubt, mich demotiviert und mich hyper-kritisch meiner eigenen Fähigkeiten gegenüber gemacht. So motiviert man seine Schüler, echt jetzt! :-/

Egel, Schwamm drüber, den digitalen. Hauptsache, mir gefällts.

Schwarz-weiß und analog, Teil 147: Mit einer Beltica durch Lanzenbach

Film: Fomapan 100 #32, Kamera: Belca Beltica, Januar 2022

Navigation: 147 148, 149

Nach der Erfahrung mit der Praktica in den letzten s/w-Artikeln, kommen wir nun zu einer Kamera, die im gleichen Paket gelegen hat und die mindestens genauso misshandelt war: Eingetrockneter Verschluss, rundrum ziemlich abgenudelt und überhaupt mit einem Eindruck versehen, als hätte sie Jahrelang auf einem verstaubten Dachboden gelegen. Zudem Pilz in den Linsen, der sich schon in die Beschichtung gefressen hatte: Keine guten Voraussetzungen.

Um so erstaunter war ich von dem Ergebnis, das ich hier mit diesem Film vorstellen möchte. Ich nehme hier jetzt vielleicht das Fazit schon vorweg, das ich eigentlich immer erst am Ende abgebe, wenn ich die Bilder alle beschrieben habe, aber warum nicht mal umgekehrt: Alle Bilder sind leicht unscharf. Es liegt nicht an mir, ich schwöre! Denn ich habe hier zum ersten Mal mit dem Ultraschall-Entfernungsmesser gearbeitet, den ich mir extra für diesen Zweck zugelegt habe! Kameras ohne Entfernungsmesser habe ich ja mittlerweile einige und immer mit der digitalen die Entfernung auszumessen, ist manchmal auch etwas doof. Was die allgemeine Schärfe angeht: Auch Bilder, die bei Unendlich gemacht wurden, sind leicht unscharf. Ich gehe also mal davon aus, das sind die Auswirkungen des Pilzes. Der hat die Linsenoberflächen angeraut und jetzt ist nix mehr mit alles in einen Punkt bündeln. Andererseits, vielleicht sahen die Bilder aus dieser Kamera schon immer so aus, wer weiß? Es ist die erste Belca, die ich gesehen habe!

Kommen wir also zu den Fotos: Da wäre zum Ersten der Trecker, der bei uns gegenüber vom Ende der Straße steht. (1/200s, f/4, inf.) Wie man sieht: Objektiv stand auf Unendlich und der Trecker ist nun wirklich weit genug weg gewesen, dass er bei f/4 eigentlich scharf sein sollte. Ist er aber nicht. Wir können uns bei diesem Film also tatsächlich auf das echte unscharfe und kontrastarme Retro-Feeling gefasst machen. ;-) Wobei, der Kontrast ist erstaunlicherweise eigentlich ganz OK: Es war halt ein nur ein Januar-Morgen, wenn auch sonnig und nahe der goldenen Stunde.

Ohne Foto vom Jesus komme ich ja kaum mal nach Hause, so auch an diesem Tag. (1/200s, f/8, ca 3m.) Wie man sieht, auch auf f/8 abgeblendet wird das Bild nicht richtig scharf. Immerhin ist hier so ziemlich alles gleich unscharf, von der Spitze des Daches bis runter zu den Balken hinter dem Schatten des Kreuzes, sodass ich davon ausgehe, dass das einfach das Beste ist, was ich von diesem sehr simplen und doch sehr angefressenen Objektiv zu erwarten habe. Simpel, weil: Drei Linsen, drei Gruppen, die vorderste ist die einzige, die fokussiert; also so ziemlich das minimalste Design, das überhaupt geht.



Und wie man sieht, ich muss mich erstmal daran gewöhnen, dass der Sucher eine gewisse Parallaxe aufweist, die man zwar korrigieren kann, aber vielleicht ist der auch etwas verbogen. Jedenfalls hätte das Fahrrad etwas weiter mittig sein sollen. (1/100s, f/5,6, ca 2m.) Hier kann man sehen, dass ich mit dem Fokus einigermaßen richtig lag, denn das Vorderrad ist schon ein bisschen unschärfer als der Rest. Schild und Sattel liegen zumindest ungefähr in der Fokusebene, das gefrostete Gras im Hintergrund dagegen schon nicht mehr. Insgesamt aber kein Bild, auf das ich besonders stolz bin: Zu unruhig, nicht gut eingemessen. Naja, ich übe ja noch mit dieser Kamera.

Dann ein Foto, bei dem ich mir gedacht habe: Bringen wir es hinter uns uns testen mal, wie schlimm es im schlimmsten Fall werden kann! Strommasten gegen die Januarsonne! (1/100s, f/16, inf.) Also, eins muss man der Kamera lassen: Sie macht sehr interessante Sonnenstrahlen. Die sehen echt klasse aus, die habe ich so mit noch keiner anderen Kamera abgebildet bekommen. Das simple Objektiv-Design hat zudem den Vorteil, dass es nur ein einziges kleines Pünktchen mit Flare gibt, genau gegenüber der Sonne. Zudem: Bei f/16 sieht man endlich zumindest sowas Ähnliches wie Schärfe im Bild: Strommasten und -leitungen sehen einigermaßen scharf aus, die Schatten der Grasbüschel ebenso. Auch die kahlen Äste am Horizont sind recht gut abgebildet. (Und ich habe das Bild etwas stark komprimiert, da sind ein paar viele Artefakte im Farbverlauf im Himmel. Macht nix. ;-))

Richtig gut geworden ist der einzelne Pylon auf der Wiese genau 180° am gleichen Standort wie das letzte Bild mit den Masten. (1/200s, f/4, ca 1,50m.) Hier ballert die Sonne voll rein, sodass zumindest der Kontrast sehr gut geworden ist. Das hilft auch dem Schärfeeindruck. Was auch hilft: Die relativ weit offene Blende und das dadurch provozierte Bokeh im Hintergrund, das gar nicht mal so schlecht aussieht. Sollte mich nicht verwundern: Unscharf kann die Kamera ja offensichtlich! ;-) Aber das Loch im Pylon kommt gut scharf rüber, erstaunlich besser als alles andere, was wir bisher gesehen haben. Und zusätzlich kann man feststellen, dass ich mit solchen primitiven Suchern noch viel mehr Probleme habe, die Kamera gerade zu halten, als ich sonst sowieso schon habe! :-D


Silhouettenbilder scheinen mit der Kamera ganz gut zu gehen, denn auch die Straße beim Grabmalebildhauer sieht ganz gut aus. (1/200s, f/8, inf.) Auch hier wieder der eine einzige kleine Ghost genau gegenüber der Sonne, die hinter den Bäumen dieses Mal nur vier, sehr asymmetrische Strahlen ausbildet. Bei f/8 sind wir ansonsten scheinbar noch immer im brauchbar scharfen Bereich. Die Sonnenlichtspiegelung auf der Straße war übrigens der Grund, dass ich dieses Bild gemacht habe.

Das nächste Bild war nicht ganz leicht einzumessen, so ist der Tränkeanhänger leider ein bisschen weit an den unteren Rand gerutscht und dafür oben das Band vom Weidezaun uns Bild geraten. (1/50s, f/8, inf.) Wie gesagt: Sehr simpler Aufklapp-Sucher. Nicht ganz so leicht! ;-) Dafür ist das Bild ansich aber ziemlich gut gerworden, wenn auch etwas wackelig bei der langen Belichtungszeit. Hier haben wir aber mal die Möglichkeit, eine andere Eigenschaft des Objektivs zu begutachten: Der Zaun ist in natura zwar auch ein bisschen nach unten durchgebogen, aber so schlimm? Ich glaube, wir haben es hier doch mit ein bisschen Pincushion-Verzerrung zu tun. Mal bei den anderen Bildern drauf achten. ;-)


Straßenschilder haben ja diese besondere Folie drauf, die dafür sorgt, dass möglichst viel Licht zurück geworfen wird, damit man die auch nachts noch sehen kann. So auch hier: Land- und Forstwirtschaft frei! (1/100s, f/8, ca 3,50m.) Ein ganz witziges Bild ist das geworden, auch wenn ich mit mehr Überbelichtung im Schild gerechnet hätte: Die Sonne stand nämlich genau an der richtigen Stelle und mit bloßen Augen konnte man sich das kaum anschauen!

Was wäre der Waldweg nach Hennef ohne die Bank unterm Baum? Um ein Motiv ärmer, das steht fest. (1/50s, f/2,9, 5m.) Wollte jedenfalls auch mal die Offenblende testen und diese Gelegenheit bot sich hier. Vielleicht habe ich es etwas übertrieben, 1/100s hätte auch gereicht, dann wäre es auch nicht so verwackelt. Trotzdem kann man glaube ich erkennen: Auch bei Offenblende ist diese Kamera nur unwesentlich unschärfer als sowieso schon. Dafür aber ein insgesamt ganz schönes Bild bekommen, das genau so auch schon 70 Jahre alt sein könnte. (Gut, damals gab es hier noch den Bahndamm der Siegtalbahn und daher wohl auch kaum eine Bank an dieser Stelle, aber Sie wissen, was ich meine.)


Schön ist auch immer wieder der Blick zur einsamen Scheune. (1/200s, f/4, inf.) Auch mit dieser Kamera liegt diese durchaus friedlich hier im Hanfbachtal. Bei f/4 sollte man erwarten, dass die Äste im Vordergrund entscheidend unschärfer wirken als das eigentliche Motiv bei Unendlich. Ja: Erahnen lässt sich das. Aber auch hier: Insgesamt ist das Bild eher mäßig scharf und wirkt, als hätte ich es einmal durch den Gauss-Filter im Gimp gejagt.

Fazit: Liegts am Pilz oder ist die Kamera grundsätzlich nicht das schärfste Messer im Block? Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber andererseits erhält man hier mit jedem Foto das echte Retro-Gefühl. Diese Bilder stammen nicht von 1950, aber sie wirken so! Und das ist doch eigentlich genau das, was der Vintage-Kamera-Tester haben will, oder? Naja, vielleicht nicht ganz so extrem. ;-) Trotzdem, ich bin erstaunt, dass hier noch so brauchbare Bilder raus kommen, nachdem ich die Kamera überhaupt erst mal mit meinem sehr beschränkten Wissen wiederbeleben musste.

Cachen am Dornheckenseeparkplatz

Vorneweg, falls sich wer wundern sollte, dass ich (fast) alle Bilder heute mit dem 85mm Nikkor gemacht habe: Ja, ich bin dumm, ich habe die Kamera gegriffen, wie sie da in der Tasche lag, und sie zu der analogen gestopft, ohne zu überprüfen, welches Objektiv vorne drauf war, in der Annahme, es sei das 50er. Mein Fehler! ;-) Hat aber auch den Vorteil, dass ich dieses tolle Stück Technik mal wieder ausgiebig benutzt habe. Im Wald ist das jetzt nicht unbedingt die beste Brennweite, da möchte man doch meist was "Normaleres" haben, aber es ging. Auf jeden Fall habe ich tolles Bokeh bekommen, wie man gleich schon auf dem ersten Foto mit den Schildern für die Versorgungsleitungen sehen kann.



Die Bilder vom Tor gefallen mir allerdings noch ein klein bisschen besser, weil die Sonne da so schön rein geschienen hat. Das hebt den Rost und die blätternde Farbe besonders hervor.

Ach ja, und bevor ich das vergesse: Wir haben eine Dose gesucht. Ja, wir waren irgendwie schon ewig lang nicht mehr richtig Geocachen, das musste noch mal sein. Eigentlich wollten wir ja eine Runde um die Seen machen, aber dann lag das Listing genau am Parkplatz und da haben wir uns gedacht: Warum nicht? Es war übrigens der Reloaded vom Ennert-Multi, ich glaube, den Besuch bei den Stationen hätten wir uns sparen können, der lag ziemlich genau an der gleichen Stelle, wenn ich mich recht erinnere.



Und ich hab noch mal wieder ein paar Blumen am Wegesrand fotografiert. Habe ich auch schon länger nicht mehr. Alles andere habe ich hauptsächlich mit der Olympus OM-2 gemacht, die ich mit einem Kentmere geladen hatte. Da bin ich auch mal gespannt, der Film hat doch ein klein bisschen bessere Dynamik und Schärfe als der billige Foma. Nicht, dass ich den nicht mehr mögen würde, aber irgendwie habe ich den Kentmere im Sommer glaube ich lieber. Der fängt die warme Stimmung besser ein. Der Foma passt besser zum Herbst und Winter, finde ich, der ist kratziger. Machen diese Wörter im Zusammenhang mit Fotografie Sinn? Ich weiß es nicht, aber das ist das, was mir in den Kopf kommt, wenn ich die Resultate anschaue. Den Farbfilm in der Chinon mache ich dann übrigens beim nächsten Trekdinner voll, dann passen die Bilder dadrauf auch thematisch zusammen. Und Apropos Farbfilm: Ich habe den 13 Jahre überfälligen und um eine EV überbelichteten Film vom dm gestern Vormittag zu Ende gescannt und bearbeitet und er sieht ziemlich gut aus. Etwas rotlastig, vielleicht, aber das kann auch vom Scanner bzw. meinen Einstellungen kommen.

Jetzt hab ich schon wieder so viel über Fotografie geredet, ich wollte doch mal wieder was zum Geocachen sagen! Der Rundweg führte uns jedenfalls auch am Foveaux-Häuschen vorbei. Immer wieder erstaunlich, wenn hinter der Kurve plötzlich so ein klassizistisches Dingsbums aus dem Wald auftaucht. Mit dem Portrait-Tele habe ich es allerdings nicht wirklich drauf bekommen, schade. (So im Nachhinein hätte ich ja auch mal ein Handy-Foto machen können. Die Weitwinkel-Bilder, die das macht, sind ja ganz in Ordnung.) Jedenfalls sind wir hier eigentlich nur noch vorbei gegangen, um zu überprüfen, was ich anhand der Routenführung im c:geo schon an Werten berechnet hatte. Haben ziemlich genau gestimmt, nur einen Wert mussten wir tatsächlich bestätigen, weil die Rechnug genau in der Mitte zwischen zwei möglichen Werten raus kam.



Die Dose lag dann eher in Richtung Parkplatz, sodass man alles, was jetzt folgt, schon als Rückweg bezeichnen kann. Da sind wir an diesem alten und zugewucherten Sportplatz/Pferderennbahn vorbei gekommen. Leider habe ich auch hier nicht die besten Fotos machen können, das 85er ist dann doch zu sehr Tele. Muss ich wohl auf den s/w-Film warten. ;-) Da war jedenfalls eine Frau mit großem Pony oder kleinem Pferd mit Ausritt beschäftigt und drehte ihre Runden auf dem mit Gestrüpp übersäten Platz und guckte argwöhnisch, was ich denn wohl für Fotos mache. ;-)


Dann schließlich noch die Dose eingesammelt und von dort aus zurück zum Auto und heim. Die schwüle Hitze war nämlich ziemlich unerträglich. Und es soll nächste Woche noch wärmer und noch feuchter werden. Bald haben wir hier tropische Verhältnisse, zumindest im Sommer. Immerhin, im Garten unterm Sonnenschirm kann man es gut aushalten und die Pfirsiche sehen wirklich hervorragend aus, da muss ich gleich mal schauen, ob schon welche reif sind und ob ich Kuchen backen kann... ;-)

Am Mittwoch auf dem Ölberg

So, jetzt also mal endlich die Fotos vom Mittwoch. Wird ja auch langsam mal Zeit. Ich bin da irgendwie nicht zu gekommen. Schlimm. Schlimm, schlimm. Dabei sind das gar nicht so viele. Also, schon, aber verhältnismäßig habe ich mich tatsächlich zurückgehalten. Das lag aber zum großen Teil daran, dass es so diesig war. Das machte es nämlich wenig sinnvoll, in die Ferne zu fotografieren und hat allen restlichen Bildern diesen leichten Grauschleier verpasst. Aber man muss ja echt froh sein, wenn es überhaupt mal wieder regnet. (An dem Abend haben wir tatsächlich ein paar Tropfen abbekommen, aber so richtig Regen gab es ja erst nachts. Wobei das bei Weitem nicht genug war. Es müsste noch mal so einen richtig verregneten Sommer geben, damit sich die Natur mal erholen kann. Und am Besten gleich noch einen verregneten Herbst und Winter gleich noch mit dazu.)

Wie auch immer. Wir also vom üblichen Parkplatz los und auf den Ölberg gelaufen. Während des Aufstiegs haben wir uns erstmal an der Bank beim Wegkreuz ausgeruht, es war nämlich einigermaßen schwül. Selbst hier im Wald war es nur gerade so auszuhalten. Zum Glück ging wenigstens etwas Wind.


Unterwegs gab es dann auch wieder diverse Anzeichen zu sehen, dass es zu trocken ist: Frisch abgefallene Blätter, die einfach total vertrocknet sind, zum Beispiel. Die Bäume werfen in ihrer Not das Laub weg, damit sie nicht endgültig verdursten. Und selbst die Baumpilze fallen vom Totholz. Wie gesagt, viel zu trocken.

Der nächste Halt war dann bei diesem seltsamen Gebäude mitten im Wald, von dem ich mal wieder vergessen habe, wofür es da ist, falls ich es denn überhaupt je wusste. Da habe ich rostige Metallkisten und Gitter vor dem Fenster fotografiert. Wobei ich mir mittlerweile fast sicher bin, dass das nicht das erste Mal war. War ich wieder etwas übereifrig.


Die Bank hier ist jedenfalls recht fotogen. Nur wie gesagt, weil es so diesig war, sind die Bilder alle etwas blaustichig geworden. Wobei hier wenigstens zeitweise die Sonne mal zwischen den Wolken hervor gebrochen kam und die Szenerie etwas besser ausgeleuchtet hat.

Nicht alle Blätter und Pilze sind übrigens kurz vor dem Eingehen: Mitten im Wald, wo noch genug Schatten herrscht und ich die Blende weit öffnen muss, gibt es noch sattes Grün. Zudem, je weiter man nach oben kommt, desto mehr Kühle weht einem um die Nase und die Schwüle lässt langsam etwas nach. Bis man schließlich den Sendemast und das Ausflugslokal oben auf dem Berg erreicht, wo der Wind alles so richtig im Griff hat und es tatsächlich fast angenehm ist, selbst wenn die Sonne raus kommt.


Der Haushund hat uns freudig begrüßt, allerdings nur kurz, denn er war hauptsächlich damit beschäftigt, genau zu untersuchen wo die Ausflügler vor uns mit ihrem eigenen Wauwau lang gegangen waren. Der Hund ist ein Nasentier, das lernt man ja schon in der Schule. Schnüffel schnüffel schnüffel. Frage mich immer, was die alles mit ihrer Nase wahrnehmen, was wir nicht mal mit unseren Augen sehen können. Vielleicht sogar, wen da den Gottschalk an den Laternenmast geklebt hat! :-D

Wie diesig es wirklich unten im Tal und in Richtung der Eifel war, konnte man dann von hier oben ganz hervorragend sehen. Um aus den Bildern von den Sehenswürdigkeiten überhaupt etwas raus zu bekommen, musste ich heftig an Kontrast und Kurve manipulieren. Da wären tatsächlich mal RAW-Fotos sinnvoll gewesen... also, wenn die Bilder in irgendeiner Art und Weise interessant und nicht das 42ste Exemplar des gleichen Motivs wären! ;-)


Aber mit der entsprechenden Grafikbearbeitung kann man doch erstaunlich viel von Drachenfels und -burg erkennen. Da bin ich schon einigermaßen erstaunt, denn die originalen Bilder bestehe eigentlich nur aus einer grauen Suppe. Hinten raus in die Eifel konnte man die Regenschauer zwar nicht wirklich sehen, aber doch erahnen, was da für ein Wetter herrschte: Waschküche.

Wir haben uns dann jedenfalls auf den Klappstühlen niedergelassen und den Rest des faulen Nachmittags genossen. Leider gab es nur zuckerfreie Cola. Die Lieferung mit der "richtigen" wurde schon sehnsüchtig erwartet. Dafür hatten wir einen freien Blick auf den Hubschrauber, der die ganze Zeit durchs Siebengebirge gekreuzt ist. Ich frage mich, ob die auf der Suche nach Feuer waren. Nachdem hier in den letzten Tagen die Waldbrandwarnstufe auf Unendlich gestiegen ist, sind die wahrscheinlich etwas vorsichtiger geworden. Stimmt, ich wollte mir ja auch mal den Wald beim Kurpark angucken gehen, ob und wenn ja wie sehr es da wirklich gebrannt hat. Oder ich muss mal die Tageszeitung vom Tag danach suchen, da war doch bestimmt ein Bericht drin.


Ansonsten die üblichen Motive hier oben abgegriffen. Für einen Wochentag fand ich war hier oben recht viel los. Die Leute mit dem Hund und ein Pärchen älterer Herrschaften und ganz hinten an der besten Stelle, von der man den freien Blick nach Bonn hat, war auch besetzt. Zwischendurch kam auch der Kellner immer wieder raus und hat den großen Sechsertisch mit einem Reserviert-Schild versehen und richtig eingedeckt. Scheint sich also tatsächlich zu lohnen, den Laden aufzuschließen.

Als die Blagen dann endlich vom Felsen verschwunden sind, konnte ich da auch mal ein paar Bilder machen. Aber wie gesagt, die Ausbeute ist eher mager bei dem Wetter. War schon ganz gut, dass ich die analoge Kamera zu Hause gelassen hatte. Hab so schon zu viel Kram den Berg hoch geschleppt. Also eigentlich alles wie immer! ;-)


Aber selbst hier oben hat die Hitze und Dürre Opfer gefordert: Während die Bäume mit eher ledrigen Blättern wie Eiche und Buche relativ grün sind und kaum Schaden genommen haben, sind die eher buschigen Gemüse alle kurz vor dem Verdursten. Die Eberesche zB lässt alle Blätter hängen und die Beeren verschrumpeln in der Sonne langsam. Würde mich interessieren, wie es jetzt nach dem Regen aussieht, den wir dann in der Nacht gekriegt haben. War aber auf keinen Fall genug, wenn das angekündigte Wetter tatsächlich real wird: Es soll kommende Woche eigentlich wieder nur Sonne und Temperaturen bis 30 Grad geben...

Dinos im Einkaufszentrum

Da waren wir heute im Zoogeschäft, um kleine zirpende Viecher für meines Bruders kleine grüne Viecher zu kaufen, die ich Anfang nächster Woche verfüttern gehe, und da haben wir und gedacht: Auf dem Rückweg können wir ja ins Einkaufszentrum gehen und mal schauen, was es so neues gibt. Let's go to the mall und so. Und da steht draußen vor der Tür mal wieder der T. Rex rum und guckt die Einkäufer böse an. Und ich hab meine Kamera nicht dabei! Einmal hab ich meine Kamera nicht dabei! Mensch, Mensch, Mensch! Sind dann aber erstmal rein, weil wir uns ja umgucken wollten. Danach aber: Alles ausgestorbene Viehzeugs angeschaut, die wir finden konnten.


Oben vor dem Elektronikladen hatten sie einen großen Sandkasten aufgestellt, wo die Blagen sich die Socken voller Sand laden könne. Oder die Schuhe, aber die haben manche offenbar abgelegt, bevor es zum Spielen in den Jurassic Sand ging. Danach konnten wir dann den Inhalt von Dinoeiern ganz genau anschauen. Sehr detailgetreu.

Ansonsten waren die Dinos ganz weit runtergesetzt! "Big Dinos, Small Price!" Aber was die alleien an Unterhalt kosten: Jeden Tag 'ne lebende Kuh oder wie war das noch mal in dem Film? Oder war das 'ne Ziege? Hm, der wird doch bestimmt irgendwo gestreamt, müsste ich noch mal genau verifizieren! ;-)


Und bei der Dame im Hintergrund stelle ich mir vor, wie die gerade so: "Haaach, was sind die kleinen Dinos niiiiiedliiaaaaargh!" Oder so ähnlich! ;-) Aber der Dino hat ja gerade einen Fisch aus Plastik gefangen, da ist die vielleicht auch wieder eher uninteressant. Aber, ich sag mal, ich hab mal einen gefangen, der war soooooo groß! :-D


Aber mal ernsthaft, ich fand es aber auch ganz gut, dass man zu den ausgestellten Viechern auch ein paar Hintergrunddaten dazu bekommen hat. Und nachgeblidete Fundstücke. Alles mit Plaketten dabei. OK, Originale können die hier natürlich nicht ausstellen, da ist das hier so wohl das nächstbeste, um den Kindern (und den dazugehörigen Eltern) auch ein bisschen Hintergrundwissen zu vermitteln. Und Wissen ist Macht. Selbst wenn es unnützes Dinosaurier-Wissen ist!

Niedlich fand ich auch die Kleinen, die sie überall mit dazu gestellt hatten. Allerdings sehen die auch alle sehr bissig aus. Natürlich möchte man auch immer wieder die riesigen Zähne zeigen, die diese Urzeitechsen hatten, aber die sind sicher nicht die ganze Zeit mit offenem Maul rumgelaufen.


Von oben konnte man dann auch noch in das Nest der Pterodactyli gucken. Ziemlich großes Ei und das Junge war auch schon mindestens so albatrossgroß. Dass diese riesigen Viecher überhaupt fliegen konnten!

Dann haben wir uns aber irgendwann doch mal auf den Weg machen müssen, denn die kleinen zirpenden Tierchen, also die lebenden in meinem Kofferraum, denen wurde es langsam etwas warm, trotz Kühlakku und Isotüte, die man ja wegen des Sauerstoffs nicht ganz zu machen kann. Deshalb nur noch ganz schnell an den restlichen Dinos vorbei und dann raus.


Um den T. Rex ohne Leute zu fotografieren, mussten wir wir allerdings noch ein bisschen warten. Alle Kinder wollten unterm Dino in den Schatten und alle Eltern wollten Fotos davon. Na, das wird ja gut funktionieren, vor allem mit so billigen Schrotthandys. Also so einem wie meinem! ;-) Wobei ich ja immer wieder verstaunt bin, wie brauchbar auch die Zoomlinsen-Bilder, die ja doch eher kleine Sensoren haben, sind.


So, und jetzt muss ich mal endlich nach den Fotos vom Mittwoch gucken. Die müssen auch mal kleingerechnet werden und sowas. Aber um auch noch einen Text dazu zu schreiben, ist es mir glaube ich etwas zu spät. Mal sehen, vielleicht gleich während der Fußbällin, die Schwedinnen spielen gegen die Belgierinnen. Nein, ich fange jetzt nicht wieder an, überall -innen anzuhängen! :-D