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Ich liebe den Geruch von Entwickler am Morgen

...es sei denn, das Amaloco ist in der Zwischenzeit schlecht geworden und ich muss erst mal eine Tüte Fomadon P anrühren, weil, der muss ja auch mal weg, bevor er mir noch in der Tüte schlecht wird. Ist mir ja noch nie passiert, dabei war aus der Flasche noch gar nicht so richtig viel raus. Ein Glück, dass ich mir ja immer angewöhnt habe, erst mal ein Stück Leader zu testen. Wobei die Farbe, die da aus dem Fläschchen raus kam, schon sehr darauf hin deutet, dass das nicht mehr gut ist.

Am Wochenende war TRM-Orga und ich habe mal wieder im schönen Bockum, oder wie heißt das sauerländische Dorf kurz hinter Sundern noch mal, zwei Filme durch meine F801 gejagt. Weil, man kann ja nie genug Fotos haben. Dieses Mal vor allem völlig ohne Schnee, wenn man mal von dem Reste-Schlotz absieht, der da am Straßenrand vor sich hin schmolz und dabei immer graubrauner wurde. ;-)


Jedenfalls: Während ich dann zwischendurch mal die Wäsche vom Wochenende aufgehängt habe, konnte der Entwickler dann auch ein bisschen abkühlen. Der wird ja bei 40°C angerührt, aber bei 20° benutzt. Gut, dass mein Wasser fürs Zwischen-Spülen und Stoppen eh ein bisschen zu kalt geraten war, da konnte ich das als Wasserbad verwenden. Und dann ab damit in die bereitstehende Paterson-Dose. Sowieso ganz komisches Gefühl: Sonst habe ich diesen Pulver-Entwickler-Kram (egal von welchem Hersteller) immer erst mal so einen Tag oder länger stehen lassen, damit der so richtig gut durchmischt ist und auch die Temperatur stimmt und alles. Jetzt einfach so: "Rein damit, wird schon gehen!" Und die Ergebnisse unter der Dusche sehen auch tatsächlich brauchbar aus:


Hab den Fomadon P eh immer ganz gerne benutzt, weil der im Gegensatz zum ID11 und D76 scheinbar weniger Verlängerungszeiten will. Da steht im Beiblatt nur was von 5% nach dem 5ten Film. Kommt mir ja auch komisch vor, aber ich glaube, ich hatte bisher die letzten Filme tatsächlich gar nicht verlängert, weil ich das Beiblatt beim letzten Mal wohl weg geworfen hatte. Hat auch gut funktioniert. Das Zeugs ist also scheinbar doch nicht genau das gleiche, auch wenn das behauptet wird. Ich mein, ich könnte ja auch einfach mal one-shot damit entwickeln, aber das gibt dann so viel flüssigen Abfall. Einer der Gründe, weshalb ich dein Rodinal-Verschnitt so selten verwende, dass der auch schon ganz dunkel geworden ist. Aber im Gegensatz zum Amaloco funktioniert das letztens noch hervorragend. (Es gibt ja so wilde Storys, dass Leute wohl Rodinal aus den 1950ern noch verwendet haben und das noch ging. Scheint unverwüstlich zu sein, das Zeugs. So riecht es ja auch.)

So, und zu viel mehr bin ich heute nicht gekommen. Nachdem J heute Nacht auch noch den Super Bowl geguckt hat und ich irgendwann nach der Halbzeitshow uns Bett gegangen bin, habe ich so ca. 5 Stunden Schlaf gehabt. Ein Wunder, dass ich überhaupt irgendwas brauchbar entwickelt bekommen habe! ;-)

Samstäglicher Ausflug in die Stadt mit anschließender Filmentwicklung

Da das Paket, auf das ich warte, noch immer nicht versandt ist, musste ich heute nicht den ganzen Tag zu Hause bleiben, um auf die Post zu warten, um unleserlich zu unterschreiben, sondern konnte morgens Besorgungen in der Stadt machen. Habe die Olympus OM-2 Spot/Program mit genommen, einen Foma 400 eingelegt, den Belichtungsmesser auf 800 gestellt und dann einmal quer durchs Dorf fotografiert und den Film direkt ganz voll gemacht mit regnerischer Winterstimmung. You've gotta lean into it, sozusagen: Wenn das Wetter scheiße ist, kann man trotzdem (oder gerade deswegen) spannende Fotos machen, wenn man den Film entsprechend misshandelt. Diesem Motto folgend habe ich ihn dann nachher in Rodinal eingelegt - genauer gesagt in Fomadon R09, weil, das hab ich halt rum stehen, und das, wie ich feststellen musste, schon letztes Frühjahr abgelaufen ist; geht aber noch immer ganz hervorragend. Da habe ich schon Adonal benutzt, das war brauner.


Raus gekommen sind auf jeden Fall Bilder. Ob die so schön grainy geworden sind, wie ich es mir erhoffe, konnte ich beim unter der Dusche trocknenden Film noch nicht feststellen. Ich brauche mal eine Lupe. Aber der erste Eindruck ist schon mal ganz gut. Aber ich glaube, die 11:30 Minuten bei 19,5°C und 1+25 waren doch noch immer ein bisschen zu kurz. Ich hätte es gerne noch knallig-knackigeren Kontrast gehabt. Noch ein bisschen dichter, um die Highlights so richtig poppen zu lassen! Aber ich glaube, man sollte den Foma auch nicht allzu sehr triezen, der ist ja nicht der am besten pushbare Film in meinem Kühlschrank.


Ich hab die Bilder vom Filmstreifen ausnahmsweise mal nicht invertiert und bearbeitet, damit man da einen entsprechenden Eindruck von bekommt, wie das ungefähr aussieht. Ich meine zu sehen, dass das ganz OK wird. Mal sehen, was der Scanner dann dazu sagt. Aber da weiß ich noch nicht, wann ich dazu komme: Morgen ist Spielenachmittag bei D angesagt, da schaffe ich das vorher nicht. Und bald ist schon das Orga im Sauerland. Ich hoffe, da liegt nicht zu viel bzw. viel zu viel Schnee. Letzteres für die Fotos, aber ich weiß noch nicht, ob wir selber fahren und ich hab ja nur noch Ganzjahresreifen...

Sigma 400mm in Seelscheid (Teil 2 - Zu Hause und am Friedhof)

22.1.: Und dann sind da noch mal ungefähr genau so viele Fotos, die ich nach dem Einkaufs-Spaziergang durchs Dorf gemacht hatte. Ja, ich mache zu viele. Nein, das ist mir egal. ;-) Hier jedenfalls noch eine weitere Auswahl von Bildern, die ich mit meinem "neuen" Sigma gemacht habe. (Habe an dem Tag kein anderes Objektiv benutzt. Schon erstaunlich, wie man sich auf eine einzige Brennweite konzentrieren kann, selbst bei sowas langem wie 400mm.)

Die ersten paar Fotos habe ich hinten raus aus dem Fenster geschossen, bevor ich kurz nach vorne in den Vorgarten gegangen bin. Aber dafür ist dieses Objektiv dann doch zu lang. Man kann zwar ganz schöne Bilder von Dingen machen, die weit weg sind, aber alles unter - sagen wir - mal 5 bis 10 Meter ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. (Apropos, wo sind die Spatzen eigentlich alle? War der Winter wirklich so kalt?)


So habe ich dann in Ermanglung naher Motive irgendwann auch die Gärten der Nachbarn ins Visier genommen, ganz ohne mich groß bewegen zu müssen. Oder den Strom auf dem Dach. Bei der verlorengegangenen Parkscheibe, die ich auf der Straße gefunden habe, war's schon schwierig.

Dann habe ich auf dem Heimweg noch einen kurzen Stopp auf dem Friedhof eingelegt. Man muss ja schauen, wie die Blumen und das andere Gemüse den Winter so überstanden haben, jetzt da die Sonne endlich mal wieder ein bisschen raus kommt. Als erstes habe ich aber diese Filz-Katze am Rückspiegel mitgenommen. Weil: Details! Hoffentlich hat's keiner gemerkt, sonst haben die direkt wieder Angst! "Horst, da läuft wär mit soooo'nem [zeig] Objektiv durch'n Vorgarten! Tu doch was, Horst! Das ist bestimmt wieder einer von diesen Einbrechern!" (Warum heißt der treu-doofe deutsche Ehemann bei mir eigentlich immer Horst? ;-) Muss an mir liegen, ich kenne gar keinen Horst...)


Jedenfalls ist diese Brennweite hervorragend geeignet, das ein oder andere architektonische Detail der evangelischen Kirche einzufangen, weshalb ich am Ende des Artikels auch noch mal darauf zurück komme. Aber bis da hin müsst ihr euch erst mal durchklicken, denn ich habe auch diesen Eintrag in zwei Teile getrennt, weil ich so viele Bilder gemacht habe. Also: KLICK! "Sigma 400mm in Seelscheid (Teil 2 - Zu Hause und am Friedhof)" vollständig lesen

Sigma 400mm in Seelscheid (Teil 1 - Entlang der Zeithstraße)

22.1.: Wenn ich ein neues Spielzeug habe, gehe ich manchmal ein bisschen über Bord, wie der Engländer sagt. ;-) So auch, als ich das Sigma Tele bekommen habe. Man muss das ja einfach mal ausprobieren. Daher vorweg eine kleine Warnung: Die folgenden Fotos sind nun nicht unbedingt das perfekte Anwendungszenario für diese Brennweite, aber das sind auch in erster Linie Testbilder. Einfach mal gucken, was das Objektiv kann. Außerdem habe ich ganz ähnliche Bilder mit dem AT-X auf der Sony gemacht, sodass wir hier ein bisschen vergleichen können. Zugegebenermaßen war an diesem Tag, den ich hier heute vorstellen möchte, das Wetter deutlich besser.


Was sofort auffällt: Weniger Vignetierung und besserer Kontrast. Und Schärfe ist auch besser und weniger CA. Das alles erwarte ich aber auch von einem etwa gleich alten Festbrennweiten-Tele. Sigma ist dabei nun aber auch einer der besseren Dritt-Hersteller; Tokina ist zwar OKish, aber halt doch nicht in der gleichen Liga. Was dem Sigma natürlich fehlt, das ist die variable Einsatzfähigkeit; es ist einfach nur eine Tele mit der einen einzigen Brennweite. Und 400mm ist LANG! Man vergisst schnell, wie lang 400 sind. Immerhin das 8-Fache einer 50mm Normalbrennweite. Diese Bilder sind hier also hauptsächlich von der anderen Straßenseite aufgenommen und ich war teilweise noch immer zu nah dran! ;-)


Ein weiterer Vorteil des AT-X ist, dass es einen sehr viel kürzeren Minimalabstand hat. Die Skala des Sigma fängt bei 4 Meter an! Definitiv kein Makro! Und mit 72mm Fiterdurchmesser wird es auch schwer werden, eine passende Nahlinse zu finden! Wer hier irgendwas in Makro machen möchte, braucht wohl einen Verlängerungs-Tubus. Gut, die Dinger sind ja auch nicht so teuer. (Allerdings teurer als das, was ich für dieses Objektiv bezahlt habe. Muss ich da eigentlich zwei Stunden virtuellen Lohn mit einrechnen, die ich eigentlich verdient hätte, während ich diesen Schlodder von Beschichtung von dem Teil runter gewischt habe?)

Weil ich tatsächlich wieder viel zu viele Bilder gemacht habe, trenne ich den Eintrag an dieser Stelle mal wieder auf. Wer also mehr Bilder sehen will oder lesen, wie ich weiter über technische Details daher fabuliere - wofür eine KI benutzen, wenn man selber halluzinieren kann? -, dann bitte auf den "erweiterten Eintrag" klicken. Ach ja, es sind übrigens so viele Bilder, dass ich gleich zwei Einträge gebaut habe. Wie man am Titel auch schon erkennen kann! Einen mit Bildern aus dem Dorf entlang der Zeithstraße, einen mit Bildern vom Friedhof. Immer ein sehr ergiebiges Ziel. Anyways: CLICK! "Sigma 400mm in Seelscheid (Teil 1 - Entlang der Zeithstraße)" vollständig lesen

Schwarz-weiß und analog, Teil 327: Canon T70 im Bonn (hauptsächlich hochkant)

Kentmere 400 #15, 26. Oktober 2025
  • Canon T70, Canon FD 50mm 1:1.8, Tokina 80-200mm 1:4
  • Entwicklung: D-76 Stock #8 21° 15:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #18, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Mehr Fotos, die ich mit der T70 geschossen habe: Nachdem wir in Mondorf waren, sind wir scheinbar rüber nach Bonn gefahren. Ich weiß gar nicht mehr, was der Anlass war. Ist aber auch nicht so wichtig. Interessanter ist, wie sich die 1980er Canon hier so in der "großen" Stadt geschlagen hat. Langer Rede kurzer Sinn: Lasst uns anfangen!

Geparkt wie immer auf der beueler Seite unter der Brücke, die ich dann auch gleich mal ins Visier genommen habe. (50mm, 1/1000s, f/4.) Die übliche Ansicht des Rheins, die ich ja auch immer mal wieder dabei habe. Die Kamera macht hier alles richtig und die Struktur der Stahlträger unter der Brücke kommt recht gut raus.

Am Anleger der Wasserschutzpolizei waren diverse Fahnen gehisst, die ich auch mal versucht habe, die im Rauschen des Films aber leider ein bisschen absaufen. (50mm, 1/1000s, f/6,7.) Was der schwarze Balken oben im Bild macht, weiß ich allerdings nicht. Habe ich da versucht, wie ich es immer mal wieder tue, mit dem Objektivdeckel das Gegenlicht ein bisschen abzublenden? Dafür ist es aber ein sehr gerader Streifen geworden. Muss also irgendwas anderes vor die Linse


Und dann mussten wir natürlich die Treppe hoch und da habe ich mal das Geländer genauer unter die Lupe genommen. (50mm, unbekannte Werte.) Man beachte unten die leere Amaretto-Flasche (Hmm, Amaretto!) und oben die Person, dick verpackt gegen den Wind! Aber Grundsätzlich mal eine Übung im Fluchtpunktfinden. ;-)

Die Amaretto-Flasche habe ich dann aber noch mal in groß mitgenommen. (50mm, 1/250s, f/8.) Hmmm! Amaretto! Könnte ich auch noch mal ein Fläschchen ran schaffen. Ich trinke ja so gut wie nie Alkohol, aber für Amaretto mache ich gerne eine Ausnahme! Jaja, ich weiß: Pervers! ;-) Besonders diese billige Discounter-Ware. Aber Hauptsache süß und Mandeln!

Dann war da noch das Rathaus. (50mm, 1/500s, f/8.) Wetter war ja nicht so prickelnd, wie man sieht. Trotzdem war der 400er Kentmere vielleicht ein bisschen übertrieben. Der kribbelt so heftig. Aber das ist umgekehrt auch ganz gut so, denn so musste ich die asiatischen Touristen nicht unkenntlich machen. Die beiden waren aber auch wirklich süß, wie sie da standen und mit ihren Handys Selfies mit Rathaus im Hintergrund machten. Aber Hauptsache, ein Andenken mit nach Hause nehmen. Der eigentliche Sinn von Fotos! ;-)


Im Gegensatz zu mir, der wieder seltsame Bilder in seltsamen Winkeln von seltsamen Laternen macht. (50mm, 1/1000s, f/4.) Aber ich bin halt etwas seltsam und mag solche eher abstrakten Bilder. Vor allem, wenn ich sie selber gemacht habe! ;-) Spannender wäre hier allerdings vielleicht eine sehr viel kleinere oder eine sehr viel größere Blende gewesen. in f/4 ist das irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Wenn ich schon hier war, warum nicht auch mal das Geländer am Rathaus selber mitnehmen? (50mm, 1/1000s, f/3,5.) Das ist ganz witzig geworden mit der unscharfen Uni im Hintergrund und vorne auch etwas unscharfem Geländer. Habe ich auch etwas länger dran ausmessen müssen, dass die Säule genau so auf der gleichen Höhe in der Schärfe ist.

Und dann hinter der Uni hinaus auch noch ein bisschen Bilder machen, weil. (50mm, unbekannte Werte.) Gerade scharf genug, dass die Blätter im Vordergrund eben nicht scharf sind. Die Bilder mit dem 50er Canon machen sowieso über alles einen ganz guten Eindruck.


Über dem Einfang zum ehemaligen Studentenbüro (jetzt ist da glaube ich irgendwo die Zahlkasse) findet man diesen Atlanten, der den Balkon hoch hält. (50mm, 1/125s, f/4.) Ist mir früher nie aufgefallen, dass der dieses sanfte Lächeln im Gesicht hat, obwohl er eine eher schwere Last auf dem Rücken mit sich rum tragen muss. ;-)

Quer über den Vorplatz hinweg habe ich dann mal ein Portrait der Uni-Kirche gemacht, gegens Licht und bei der kleinstmöglichen Blendenöffnung, weil ich es kann! ;-) (50mm, 1/125mm, f/22.) Physik ist witzig: Bei f/22 ist das Objektiv deutlich weicher, als man es erwarten würde. Licht ist eine Welle ist ein Teilchen ist eine Welle ist ein Teilchen. Wir leben schon in einer verrückten Welt!

Und dann ist da noch die "Mensa" am Hofgarten. Also, die Container-Sammlung, weil: Deutsches Bildungssystem! (50mm, 1/500s, f/8.) Ist auch nicht besser als der Rest der deutschen Infrastruktur. Wie lang steht dieses Provisorium jetzt schon da rum? Ich weiß nicht, ich glaube, da habe ich noch studiert. Komm, ich fang' gleich wieder an, diese gemeingefährlichen sozialdemokratischen Vorstellungen zu verbreiten!

Dann lieber Maria und ihr Kind angucken. (50mm, 1/500s, f/8.) Regina Pacis. Königin des Friedens. Ich finds aber nett, dass die bei der Renovierungsvorbereitung extra nur für mich ein feinmaschiges Netz davor gehängt haben, damit ich die trotzdem noch einigermaßen fotografieren kann. Ja, wahrscheinlich ist das nur feiner, damit die Kack-Tauben die arme Frau nicht zuscheißen können. Und mal ganz am Rande, ich würde dem Neugeborenen nicht die Weltenkugel als Rassel in die Hand drücken. Würde allerdings den Zustand der derzeitigen globalen Politik erklären.


Vor der Mensa lag auf einem der Lampen-Dingse noch dieser Lappen rum und ich hab mir gedacht, mach'n Foto, schön weit offen, mit den Reihen von Uni-Fenstern im Hintergrund, sieht bestimmt interessant aus. (50mm, 1/1000s, f/2,8.) Und ja: Sieht interessant aus. Was hatten wir da eigentlich für ein Wetter? Das war doch ein 400er, oder? Das sind ja wohl so ungefähr drei bis vier EV von gutem Wetter entfernt! (Ein Fotografenhirn fängt irgendwann an, anders zu denken, stelle ich immer wieder fest!) ;-)

Immer auf der Suche nach dem ungewöhnlichen Winkel und dem seltsamen Subjekt, habe ich dann diesen Starkstromstecker mit genommen, der die Mensaküche mit Energie versorgt, nehme ich an, zumindest. (50mm, 1/250s, f/9,5.) Da waren sie wieder, die f/9,5, die die Halbautomatik so gerne nimmt. Passt aber hier auch ganz gut. Hätte vielleicht sogar noch ein bisschen mehr sein können, denn das unscharfe Kabel stört mich tatsächlich ein kleines bisschen. Aber: Wenn die Auflösung des Films ein bisschen höher wäre, könnte man auch noch lesen, was auf dem Stecker drauf steht, wer den hergestellt hat.

Die Kirche war an jenem Tag ein gern genommenes Motiv, jetzt mal von schräg unten. (50mm, 1/1000s, f/11.) Kurz vor 10? So spät schon? Zusammen mit den Wolken erklärt das auch, weshalb die Belichtungen so sind, wie sie sind. Aber schön eingefasst von Uni-Gebäude und Laub.

Corona ist jetzt schon so lange her, dass die andere Bier-Firma ja eigentlich keine Werbung mehr braucht, aber egal. Wenn da eine Flasche steht, nehm ich sie mit! ;-) (50mm, 1/1000, f/4.) Ich mein, eigentlich war das ja gut, dass das Wetter so bedeckt war, denn so konnte ich wenigstens auf f/4 runter. ich glaube, der 400er war eh Verschwendung, den hatte ich ja eigentlich nur eingelegt, weil ich hin und wieder auch mal das Telezoom benutzen wollte, was ich da nie getan habe.


Noch mal der Kirchturm, dieses Mal mit direkter Sonne im Bild und trotzdem nur mit minimalem Lens Flare. (50mm, 1/1000s, f/16.) Ganz schick so. Erstaunlich, dass das kein Loch in den Film gebrannt hat. ;-)

Das Bild mit den Stühlen hat es tatsächlich in meinen diesjährigen Kalender geschafft. (50mm, 1/250s, f/3,5.) Weiß nicht, ist wieder eines dieser Herbstfotos, die mich einfach ansprechen. Die Geschäftigkeit des Sommers ist vorbei, die Bürgersteige werden hochgeklappt, die Rattanstühle gehen zurück in den Keller. Hätten gerne noch ein paar mehr Blätter rum liegen können.

Und dann verkaufen einem die Bären noch das Münster! (50mm, 1/125s, f/19.) f/19 ist ja schon 'ne eher ungewöhnliche Blende. Aber schon spannend, dass auch bei der kurzen Entfernung (der vordere Bär war scharf gestellt) auch noch das Münster einigermaßen scharf ist. Gut, f/19 ist ja auch echt viel.

Das Münster von der anderen Seite, passt leider nicht komplett in das Sichtfeld des 50ers. (50mm, unbekannte Werte.) Muss auch ziemlich weit geschlossene Blende gewesen sein, denn die Blätter im Vordergrund sind ja schon recht scharf. f/11 vielleicht? Oder irgend was krummes in der Gegend, was sich die Automatik da wieder ausgedacht hat. Ist mir so auch noch nie aufgefallen, dass die da so weit oben noch Natursteine in den Pfeilern verbaut haben... Welche römische Anlage haben die da wohl wieder für recycelt? Kaum zu glauben, dass die mitten im Mittelalter solche Klötze in die Gegend gesetzt haben. Gloria deo! Gloria in excelsis deo! Menschen sind seltsam...


Ich mein, welche anders Spezies käme auch auf die Idee, eine überdimensionierte, wandelnde Handtasche mitten in die Stadt zu stellen? (Kunst!) (50mm, 1/1000s, f/4.) Immer, wenn ich an dem Ding vorbei komme, muss ich einfach ein Foto machen, weil das so surreal ist. Ich mein, in s/w kommt auch diese knallorange Farbe gar nicht rüber! Ich weiß nicht, ob wir hier ein Konsumkritik haben oder nur einfach einen Künstler mit einem seltsamen Sinn für Humor, aber ich bin dabei! ;-)

So, und zum Ende noch mal ein Schild: Andere Seite benutzen, sonst fällt euch die Unirenovierung auf den Kopf! ;-) (50mm, 1/1000s, f/6,7.) Ich weiß ja auch nicht, was ich mit Schildern habe. Ist so ein Ding. Dieses hier ist aber besonders gelungen, finde ich: Schicke Halb-Unschärfe im Hintergrund. Und das Licht der trüben Sonne spiegelt sich im Fußgänger-Verboten. Gut.

Puhja, das ist die Stelle, an der ich normalerweise sage: "Als nächstes..." Ich weiß gerade gar nicht, ich hab noch keinen weiteren s/w-Artikel in die Pipeline gepackt. Ich glaube, der Weihnachtsmarkt und Linz sind als nächstes schon dran. Das Jahr ging rapide zu Ende. Und wir haben jetzt erst Ende Januar, ich habe tatsächlich mal (fast) den ganze Stapel abgearbeitet. Gut, ich habe in '25 scheinbar auch weniger analog fotografiert, als ich sonst schon mal gemacht habe. Merkt man auch an den ganzen, kurz vor'm umkippen stehenden Entwicklerresten im Keller! Naja, schaumama, ob ich in '26 wieder mehr dazu komme. ;-)