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Schwarz-weiß und analog, Teil 325b: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Zurück in Aachen: Ich habe noch die andere Hälfte vom Film aus dem letzten Oktober zu betexten. Wo war ich also stehen geblieben? Am Markt. Hinterm Rathaus. Da waren wir seltsamer Weise nur relativ selten bisher. Direkt mal ein Grund, Fotos vom diesem windgetriebenen Fahrrad zu machen, das hier rum steht! ;-) (P, 1/125s, f/4,5, 105mm.) In real war das noch viel viel schlimmer: Nicht nur, dass es mit Windkraft angetrieben wird, es ist auch noch extrem viel bunter! So mit Regenbogenfarben! OH! MEIN! GOTT! Das wird doch nicht so ein wokes Dingsbums sein?!? ;-) Sorry, ich bin wieder albern. Wobei, so regenbogig sieht das auf der Aufnahme gar nicht aus. Vielleicht erinnere ich mich auch falsch und es war einfach nur GRÜN! Schlimm genug! :-D


Dann doch lieber ein guter Deutscher sein und Sangria aus der Pappverpackung saufen. (P, 1/180s, f/4,5, 105mm.) Deswegen ist das auch so schief. Nicht etwa, weil ich mich nicht auf den Beinen halten konnte, als ich da in der Hocke und auf den Knien kniend fast umgefallen bin. Es war der Alkohol-Duft! ;-) Ja. Nein. Nicht wirklich. Besonders spannend finde ich, dass das da vor der Tür stand und hinter der Scheibe kann man rechts noch die letzte Ecke des Gehwägelchens erkennen. Ich vermute, wenn man das Zeug gesoffen hat, geht man nachher am Stock! :-D

"STOP IT! THAT'S SILLY!" Also, lieber was ernsthaftes. Da hätte ich zB das Türmchen auf dem Turm im Angebot. (P, 1/500s, f/11, ~45mm.) Wohin man in Aachen geht, man sieht irgendwelche historischen Gebäude. Hier hat man nach dem Krieg entweder alles historische wieder aufgebaut oder es ist einfach nicht so viel kaputt gegangen. Wenn ich das mit Köln vergleiche... Nun ist Aachen auch nicht ganz so riesig, vielleicht liegt es auch daran, dass wir hier eher in der Provinz sind.

Diesen überlebensgroßen Köter konnte ich allerdings nicht links liegen lassen, historisch hin oder her. (P, 1/180s, f/4,5, ~75mm.) Auf jeden Fall der Beweis dafür, dass man dieses Objektiv auch durchaus für Portrait-Arbeiten nutzen kann. Die Separation zum Hintergrund ist ausreichend. Wer mehr braucht, muss mehr rein zoomen und dafür ein paar Schritte zurück treten. Ein furchtbar hässliches Dings, jedenfalls. Nun gut, aber es gibt Menschen, die sich solche Tiere in Echt anschaffen und ins Haus holen. Jedem Tierchen, wie der Rheinländer sagt. ;-)


Vor dem Rathaus steht dann noch irgendsoein Kaiser auf seinem Podest, Aachen halt, dem ollen Karl kann man hier ja kaum entkommen. (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Habe ihn genau so angepeilt, dass ihn der Turm im Hintergrund ein bisschen überragt. Überhaupt, was hat der eigentlich alles an? Waren Ritterrüstungen damals überhaupt schon Mode? Und was der da alles mit sich rum schleppt, da wollte einer ganz sicher gehen, dass wir alle verstehen, dass der Herr nicht nur König der Deutschen ist, sondern auch heiliger römischer Kaiser: Erst mal die Krone, dann das Zepter und dann auch noch der Reichsapfel. Hm, lecker, Apfel. Der viele wallende Bart hat mich ja erst zweifeln lassen, ob das nicht Barbarossa sein soll, aber der würde wohl kaum auf dem Karlsbrunnen rum stehen, gell? ;-)

Wo die weltliche Macht steht, da ist die kirchliche nicht weit. So auch irgend so ein Heiliger oder Bischof oder sowas, keine Ahnung, ich bin nicht katholisch, ich fotografiere hier nur. Könnte auch ein Apostel sein. (P, 1/250s, f/5,6, 105mm.) Er guckt jedenfalls etwas krötig in die Welt hinaus. Seltsame Augen hat er, die folgen einem praktisch über den ganzen Marktplatz. Immer so ein Prickeln im Genick!

Und hier dann noch mal eine Gesamtansicht des Gebäudes. (P, 1/500s, f/9,5, 35mm.) Die Kamera hat eine gewisse Vorliebe für diese Kombination aus Zeit und Blende, stelle ich fest. Das hatten wir glaube ich schon mehrfach. Gut, passt ja auch, aber wie gesagt: Ich habe lieber ganze Blendenstufen, auch wenn die Zeiten dann "krumm" werden. Dafür, dass der Kentmere 400 ja jetzt auch nicht der schärfste Film ist, den man kaufen kann, kann man doch recht viele Details erkennen. Mit einem besseren Scanner wäre das sicher noch besser.


Die Schirme sind übrigens so ein Kunstprojekt, wenn ich das richtig verstanden habe. (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Oder Protest gegen den Klimawandel der das schlechte Wetter oder was auch immer. Jedenfalls hängen die an mehreren Stellen da hinten in der Stadt rum. Der Vorteil eines Zooms ist, dass man immer genau den richtigen Winkel finden kann. Der Nachteil ist, dass der Hintergrund mir mindestens eine Blende zu hart ist. Ich hätte es gerne etwas unschärfer. Aber man kann nicht alles haben. ;-)

Noch mal ein Herz mit einem Xx-Gesicht. (P, 1/180s, f/4,5, ~60mm.) Das hatten wir doch anfänglich schon mal. Muss so ein aachener Dings sein. Wie bei uns die Gänse überall. Hier mit einem Ultra-Aufkleber statt Nase. Kenn mich nicht aus, welcher Verein ist das? Wo spielt Aachen eigentlich? Dritte Liga, soso. OK, aber nicht mehr lange, wenn die so weiter machen: Sind zZt gerade Siebzehnte. Autsch. Scheint vor allem eine Auswärtsmannschaft zu sein, da wären sie 6ter. ;-) Aber genug über Fußball, wir sind für Fotos hier.

Oder Kühe. (P, 1/125s, f/4,5, 105mm.) Mitten in der Stadt? MUH! Bin erstaunt, dass die Automatik das so gut hin bekommen hat, die Kuh ist ja doch recht hell im Vergleich zum schattigen Hintergrund. Jedenfalls sehr surreal, wenn man da um die Ecke kommt und einen plötzlich diese künstliche Kuh anguckt.

Noch mehr historisch signifikante Gebäudeteile, aka Turm. (P, 1/350s, f/8, 35mm.) Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Turm halt. Belichtung gut. Blende gut. Film gut. Alles gut. Nur halt nicht sonderlich interessant, mehr so ein Touristen-Schnappschuss. Gut, ich bin da ja auch eher Tourist, wenn es mich auch nur da hin verschlagen hat wegen des Steuerberaters.


Das interessante an Aachen ist ja, dass überall Figuren rum stehen, so auch dieser Hühner-Typ. (M, 1/1000s, f/4,5, 105mm.) Die Aachener haben scheinbar schon immer einen gewissen Humor gehabt. Leider ist das Original wohl im Krieg eingeschmolzen worden. Klar, Bomben sind ja wichtiger. :-/ Komm, hör auf, ich krieg gleich schon wieder 'n Anfall, wenn ich an Bezüge zur aktuellen Weltpolitik denke! Dann doch lieber noch die Figur auf ihrem Sockel ein bisschen bewundern.

Irgendwann haben wir uns dann auch langsam mal in die andere Richtung auf den Weg gemacht, soll heißen, wir sind wieder am Dom vorbei gekommen. (P, 1/500s, f/9,5, 35mm.) Da ist sie wieder, die gleiche Belichtung. Auch hier: Passt zur Architektur. Die Schirme und die Leute unten stören, allerdings nicht so viel wie das Werbeschild für den Autovermieter. Wenn ich die Kamera gerade gehalten bekommen hätte, dann wären wenigstens die Gesichter weg gewesen. Nun gut, die Auflösung reicht glaube ich nicht, dass die identifizierbar sind, deswegen lass ich sie mal ungeblurt.

Und dann steht da in einer Seitengasse irgendwo so eine Quietscheente rum, nur für mich und meine Kamera! ;-) (M, 1/500s, f/4,5, 105mm.) Ist das jetzt ein gutes Bild? Ich zweifle noch. Die Ente guckt raus aus dem Rahmen, der Hintergrund ist extrem unscharf, hmm... Hmm...... The jury is still out on that one! ;-)


Vor dem Dom, hinter dem Dom, Hauptsache noch mal das Rathaus vor die Linse genommen. (P, 1/350s, f/4,5, ~40mm.) Die von mir vergessen Fussel wirkt gigantisch in diesem Weitwinkel-Bild! Wieder viele Leute unten am Rand. Lässt mich fragen, ob der Sucher nicht alles anzeigt. Ich kann mich gerade nicht genau erinnern, wie die 5000 AF so ist, wenn man durch schaut. Oder ich war einfach viel zu konzentriert auf den Rest der Bildkomposition (und dass ich die Kamera mal gerade halte, ausnahmsweise), dass ich die einfach völlig ausgeblendet habe. Aber auch hier: Die Film-Auflösung ist so gering, dass die wahrscheinlich nicht automatisch wiedererkannt werden können. Außer dem einen vielleicht, der da in die Gegend pointet.

Am Kreislauf des Geldes sind wir auch vorbei gekommen, noch so eine Brunnen/Plastik-Kombination, die typisch für Aachen ist. (P, 1/250s, f/5,6, 105mm.) Joah, wie gesagt, man kann auch Portraits machen mit diesem Objektiv, das funktioniert auch mit 2/3 EV abgeblendet ganz gut, wenn man voll rein zoomt. Das Bokeh ist allerdings etwas kleinteilig und unruhig, der Baum im Hintergrund wäre weicher wahrscheinlich besser. Der Brunnen wird 2026 übrigens 50 Jahre alt. Schau mal einer guck...

Weil ich den Film nicht wieder mit drei Bildern unbenutzt mit nach Hause nehmen wollte, habe ich einfach mal ein bisschen in den Gegend hinein fotografiert und dabei diese Bausünden erwischt - es gibt sie also auch in Aachen. (P, 1/350s, f/9,5, ~45mm.) f/9,5 scheint die Kamera ja zu lieben. Aber für "Architektur" durchaus brauchbar, hatte ich ja oben schon gesagt. Als ob sie es wüsste, was ich da anpeile.


Die letzten beiden Bilder sind dann entstanden, als wir schon auf dem Rückweg zur Parkgarage waren: Eine Kuppel am Horizont, zB. (P, 1/500s, f/11, 105mm.) Wie so die Autiomatik da auf f/11 hoch gegangen ist, ich weiß es nicht, aber ich habe sie mal machen lassen, damit dieses Parkverbot im Vordergrund auch scharf wird, also zumindest so, dass man erkennen kann, was es ist. Die Ampel ist praktisch schon so scharf, wie es überhaupt nur geht, bei dieser Kombination aus Film, Kamera Optik und Scanner. Man erkennt jedenfalls schon das Muster im Glas, wenn man ran zoomt.

Und zum Schluss noch die Hausnummer 57. (P, 1/125s, f/8, ~50mm.) Die Farbspritzer haben mich zu dem Bild inspiriert. Was da passiert ist, würde ich ja auch gerne wissen. Und die nutzlosen Bohrlöcher im Hintergrund lassen mich vermuten, dass die originale 57 mal geklaut worden ist. Ich finde diese Art von Hausnummer ja ganz schlimm. War 'ne Zeit lang ja ganz furchtbar modern, aber ich find's... seltsam. Passt natürlich irgendwie zu dem faken Marmor der Wand.

Aber egal. Das war das letzte Bild. Nächstes Mal geht es weiter mit: Dem Mondorfer Hafen! Da habe ich die T70 ausprobiert. Man kann gespannt sein.

Schwarz-weiß und analog, Teil 325a: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Bin endlich mal wieder dazu gekommen, die vor längerer Zeit gescannten Bilder auszuschneiden und zu komprimieren. Da kann ich auch gleich mal ein paar raus hauen. Aus dem Film, den ich in Aachen verschossen habe, mache ich einfach mal zwei Einträge, denn es sind dann doch recht viele Bilder und ich habe keinen Lust, so viel auf einmal zu schreiben. Das hält mich nämlich immer davon ab, das zeitnah zu erledigen. So, in kleinere Aufgaben zerstückelt, ist das nicht so ein den-Stein-den-Berg-rauf-rollen! ;-)

Also, es war Oktober und wir waren wie jedes Jahr in Aachen und sind nachher noch ein bisschen in die Stadt gegangen, weil. Wie immer in der Parkgarage neben der Orthodoxen Kirche geparkt, gegenüber vom Gymnasium. Deswegen kommen da auch direkt die ersten Bilder her. So etwa dieses Bild von der Kirche, wie sie halb vom Parkhaus verdeckt wird. (P, 1/500s, f/11, 35mm.) Ja, ich hatte mal wieder eine Minolta mit und dieses Mal auch - ganz untypisch - ein Zoom drauf. Mir war nämlich aufgefallen, dass ich mit dem 35-105mm noch gar keine analogen Fotos gemacht hatte. Und da hab ich gedacht: Probiers aus! Ich muss zugeben: Mit dem Zoom habe ich im Weitwinkelbereich noch mehr Probleme, die Kamera gerade zu halten als sonst schon! ;-) f/11 passt hier gut zum Motiv. Ansonsten nicht viel zu berichten, es gibt bessere Bilder. ;-) Ach ja, und die Bilder sind - auch recht untypisch - recht häufig im P-Modus aufgenommen, da die alte 5000 AF ja keine Halbautomatik kann.

Gegenüber die Stühle vor der Schule (Kunst?) mitgenommen. (M, 1/500s, f/4, 35mm.) Die braunen Blätter an den herbstlichen Bäumen haben sehr interessantes Grau auf dem Kentmere produziert. Das hat so ein bisschen einen Infrarot-Vibe! Interessant! Hier direkt mal auf Manuell geschaltet, denn das funktioniert an dieser Kamera erstaunlich gut. Dumm nur, dass sie immer wieder auf P zurück springt, wenn man die Klappe zu macht.


Umgedreht und die Kirche ins Visier genommen. (M, 1/1000s, f/8, 105mm.) Auch im Tele-Bereich habe ich die Kamera schon mal gerader gehalten. ;-) Aber hier passt das schon fast zum Motiv. Zudem bin ich mal wieder erstaunt über die Schärfe, die dieses Zoom produziert. Das Internet sagt ja, dass der Look dieser relativ alten AF-Linse ein bisschen antik (im eher schlechten Sinne) wäre, aber auf s/w und Film gefällt sie mir eigentlich direkt ganz gut. Nun sind meine Ansprüche ja aber auch nicht so hoch! ;-) Schärfe ist jedenfalls erstaunlich gut. OK, sollte sie bei f/8 auch sein.

Als ich der Kirche dann schon fast den Rücken gekehrt hatte, noch eben schnell den Drachentöter eingefangen. (P, 1/2000s, f/5,6, 105mm.) Das Film ist dieses Mal irgendwie recht kribbelig geworden. Ich weiß nicht warum, ich habe bei der Entwicklung nichts anders gemacht als sonst. Liegt aber vielleicht auch ein bisschen am Wetter, wodurch ein bisschen mehr am Kontrast schrauben musste als sonst. Aber: Grain is good, oder wie war das! ;-)

Vor der Sparkasse stand schon das Fluchtfahrzeug bereit: Ein alter Motorroller! (P, 1/180s, f/4,5, 35mm.) Immer, wenn ich solche Geräte sehe, muss ich sie ja mit nehmen, aber hier gleich mit dem Geldautomaten daneben: Doppelt gut! ;-) Der Programm-Modus funktioniert in den meisten Fällen ja auch ganz brauchbar, muss ich zugeben. Der sucht sich eine ganz brauchbare Mischung aus Zeit und Blende raus, sodass ich nicht allzu oft manuell eingreifen musste.


Die Haustüre der Nummer 2 hatte dieses etwas gestonete Gesicht aufgemalt, da konnte ich auch nicht vorbei gehen. (P, 1/250s, f/5,6, ~80mm.) Schon wieder total schief und scheel. Scheibenkleister! Ja, liegt an den vielen gerade Linien der Tür, dass man das so sehen kann. Im mittleren Brennweitenbereich wie hier sind die Verzerrungen übrigens auch auf Film ganz gut kontrolliert, während man bei Weitwinkel und Tele schon einiges davon sehen kann. Die Bilder sind in der Beziehung sehr ähnlich zu dem, was ich auf der Digitalen Sony an Ergebnissen erhalten. Daraus schließe ich, dass die letztere keine digitale Korrektur durchführt.

Eines der besten Bilder auf diesem Film folgt: Die Kürbisse in der Auslage! (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Richtig cooles Foto. Muss ich nicht mehr zu sagen. Oder?

Ebenfalls die Artischocken. (P, 1/60s, f/4, ~50mm.) Wobei mir die seitliche Ansicht der Kürbisse noch besser gefiel, wegen der Unschärfe im Hintergrund, die hier natürlich nicht gegeben ist. Aber die unterschiedlichen Farben der Artischocken kommen hier sehr schön in den verschiedenen Grautönen durch.

Über allem thront der Dom. (M, 1/500s, f/8, ~40mm.) Jetzt nicht so wie in Köln oder sowas, aber immerhin sieht man ihn doch recht häufig durch Hauslücken und über den Dächern. Wieder schief wie bekloppt, aber was solls, ich finde es hier gar nicht mal so sehr ablenkend.


Die Fahnen vor der Souvenier-Geschäft: Auch gut getroffen. (M, 1/1000s, f/4,5, ~80mm.) Bei dem leichen Tele bekommt man doch schon ganz brauchbare Hintergrundunschärfe. Ja, ich sehe, was die Reviewer im Netz meinen, aber mich stört das nicht. Im Gegenteil: Die Bilder sehen mehr Retro aus, als sie es mit dem Equipment eigentlich sollten.

Der Ziegenbock! Määääh! (P, 1/500s, f/9,5, ~90mm.) Ich bin erstaunt, dass die Automatik hier richtig gute Werte genommen hat. Persönlich hätte ich ja eher wieder eine "gerade" Blende bevorzugt, also entweder f/8 oder f/11, aber so gehts auch. Aber vor allem, dass das Bild nicht über oder unter ist, erstaunt mich am meisten. Hätte ich es manuell gemacht, hätte ich ihm zur Vorsicht bestimmt eher eine halbe bis ganze Blende mehr Licht gegeben - wegen des hellen Hintergrunds -, aber das wäre hier gar nicht nötig gewesen. Manchmal funktioniert die Programm-Automatik erschreckend gut!

Den Tisch mit den Blättern drauf wollte ich auch nicht einfach so undokumentiert lassen. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Bei 50mm verhält das Zoom sich sehr ähnlich zu einem echten Nifty-Fifty, wenn auch eher langsam. Dafür gefällt mir die Art, wie es die Realität einfängt und auf Silber bannt, doch sehr gut. Ich mein, das ist jetzt Offenblende und ich sehe da auf der technischen Seite echt keine (großen) Probleme.


In einem der Schaufenster habe ich dann noch den Hund mitgenommen. (P, 1/130s, f/4, ~40mm.) His Master's Voice. Was ist da eigentlich draus geworden? Aha. Spannend! Jedenfalls: Durch die Scheibe ist die Bildqualität eher eingeschränkt, aber ich wollte den Hund nicht einfach so da stehen lassen! ;-)

Wir sind bei unserem Besuch der Innenstadt tatsächlich mal ein bisschen weiter vorgedrungen und haben auch mal Stellen gesehen, die wir sonst ignoriert haben, etwa diesen Engel mit Waagschale und Schwert. (P, 1/180s, f/5,6, 105mm.) Joah, das war wahrscheinlich die mittelalterliche Art, die Leute dazu zu bringen, auf dem Markt nicht zu bescheißen. Der Rache-Engel sieht alles und weiß alles und hat auch gleich das Messer dabei! Nicht wie die blinde Justizia! ;-)

Ansonsten: Noch ein bisschen Dom. (P, 1/150s, f/9,5, ~45mm.) Wie gesagt, ich hätte eine ganze Blende bevorzugt, aber bevor ich jetzt wieder mit der manuellen Einstellung rum fummel... Bis ich da fertig bin, ist der Dom verwittert! ;-) Ja, das ist mit der 5000 AF ein bisschen zeitaufwendiger. Ein bisschen! ;-) Aber immerhin hat sie eine manuellen Modus. Das war ja nur eine consumer grade Kamera, da war das nicht selbstverständlich.


Dat Menneken mit de Fische hab ich dann auch noch mal frontal mit genommen. (P, 1/180s, f/4,5, 90mm.) Mit dem 50er hätte ich sicher mehr Bokeh in den Hintergrund bekommen. Wobei ich mal so eine schöne Festbrennweite irgendwo zwischen 80 und 100 brauchen könnte, am Besten f/2 oder f/2,8. Das 85/1,8 Nikkor hat doch sicher ein Minolta-Äquivalent gehabt, oder?

Und zum Schluss noch: Kunst. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Was machen die da eigentlich? Will ich es wissen? Ne. ;-)

Nächstes Mal: Der zweite Teil des Films, nachdem ich hier ganz willkürlich schneide! ;-)

Erste Filmentwicklung des Jahres

Draußen ist eigentlich das perfekte Wetter für einen kleinen Spaziergang, aber ich habe noch immer Kopfschmerzen. Also habe ich gedacht, bekämpfe Gleiches mit Gleichem und atme noch ein paar Microphen-Dämpfe ein, dann geht das sicher besser! ;-) (Spoiler: Nein.) Aber apropos Microphen: Das Zeug habe ich scheinbar im Oktober 2023 angerührt. Das steht jedenfalls auf dem Aufkleber. Und das bedeutet, dass das jetzt über zwei Jahre alt ist! Da habe ich das lieber vorher mal ausgiebig getestet. Und warum habe ich dann nachher nicht auf meinen Test gehört? Weil ich dumm bin! Der Test hat ergeben, dass 15 Minuten gerade so gut sind, aber ausgerechnet hatte ich 13:30 Minuten. Und dann hab ich noch eine halbe Minute drauf gelegt, weil ich mein Bauchgefühl nicht total ignorieren wollte.


Zum Glück habe ich aber vorher noch bemerkt, dass mein Thermometer einen temporären Schaden hat! Das hat wohl zu viel auf dem Kopf gelegen. Jedenfalls ist ein beträchtlicher Teil des roten Alkoholgemischs nach oben gelaufen und da hängen geblieben. Somit war meine Temperaturmessung total am Popo, so viel wusste ich! Aber welche Temperatur hatte ich dann tatsächlich? Es ist bei diesen Temperaturen, die zZt aus der Leitung kommen (entweder so unter 10°C, wenn man es auf "kalt" stellt, oder irgendwo jenseits von 30°C, wenn man es auf warm stellt) ja schon eh nicht so einfach, 20°C auszumessen. Und wenn das Thermometer dann auch noch verstellt ist... Ich hab dann 22° geraten, das war ungefähr die Länge des oben fest steckenden Stücks Rot, während es unten rum "20" angezeigt hat. (Hö hö hö. untenrum 20 gemessen! Hö Hö! ;-)) Die Wahrheit war wahrscheinlich eher so bei 21°C. Das habe ich nämlich an dem, was nach der Entwicklung aus dem Jobo-Becher kam, gemessen, nachdem ich das Thermometer einmal ganz kurz mit sehr, sehr heißem Wasser bekannt gemacht hatte, damit die Säule bis ganz oben hoch anschlägt. Was man ja eigentlich nicht machen sollte. Aber es hat tatsächlich das feststeckende Stück oben "abgeholt", sodass ich dem Ding jetzt wieder einigermaßen trauen kann. Wo ist eigentlich das Fieberthermometer? Wenn man Baby-Fläschchen damit messen kann, warum nicht ein Tässchen Microphen? :-D

Jedenfalls: Das Ergebnis ist ein bisschen dünn geworden. Die 14 Min waren bestimmt die eine Minute zu wenig, wohl eher mehr. Hätte auch gut 16 Minuten vertragen können. Aber da kann ich beim Scannen sicher noch was raus holen. Mit Abzügen könnte es allerdings schwer werden. Muss ich mal schauen.


Ansonsten ist der erste Eindruck: Das lange Tokina-Tele funktioniert erstaunlich gut auf der analogen Minolta Dynax 7Xi. Ich mein, ja, die war damals ja auch so ziemlich die beste Minolta, die man Anfang der 1990er für Geld kaufen konnte, ohne einen Kleinkredit aufnehmen zu müssen. Es ist immer wieder traurig, dass man solch (semi-)professionelle Kameras heutzutage als Dreingabe hinterher geworfen bekommt. Die waren damals richtig, richtig teuer. (Boah, es ist schlimm: Wenn ich danach Google, halluziniert sich die KI erst mal wieder irgendeinen totalen Scheiß zusammen, es ist zum Kotzen! Wer hat eigentlich das Internet kaputt gemacht? Gut, einen "echten", unimaginierten Preis finde ich also auf die Schnelle nicht.) Und das AT-X war sicher auch nicht ganz günstig. Ich sag mal so: Ich würde für die Kombi ein kleines Vermögen im Bereich eines älteren Gebrauchtwagens als untere Grenze ansetzen, so rein aus dem Bauch heraus, und das merkt man auch alleine schon bei der Bedienung und der gesamten Haptik, selbst 35 Jahre später noch.

Ein richtiges Fazit gibt es aber erst, wenn ich die Bilder gescannt habe. Bis dahin also noch ein bisschen Geduld! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 324: Bödinger Sonnenschein

Fomapan 200 #14, September 2025
  • Ricoh KR-10x, Rikenon P 1.2 50mm
  • Entwicklung: Kodak D-76 Stock #6, 8:00 Minuten, 21,5°C, Adofix Plus 1+5 (?.), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Auch dieser Film geht zu Ende und ich habe nur noch diesen einen Eintrag zu dem Thema KR-10x zu verfassen. Heute geht es auf den Berg hoch und wir schauen uns mal wieder ein bisschen in Bödingen um. Gutes Wetter war ja, also warum nicht ein bisschen Film verschwenden? ("Unbekannte Zeit" heißt wie immer bei dieser Kamera hauptsächlich, dass ich den Automatik-Modus angeschaltet hatte und sie mir nicht verraten wollte, wie schnell oder langsam sie denn jetzt tatsächlich belichtet. Etwas irritierend, finde ich.)

An den Fußball erinnern wir uns sicher, oder? (Unbekannte Zeit, f/5,6.) Ist ja noch nicht so lange her. Hier unten auf dem Boden war das mit dem gerade Horizont so eine Sache, aber dafür habe ich den Fokus ausnahmsweise mal genau eingestellt und der Ball ist richtig gut scharf geworden. Manchmal findet auch ein blindes Huhn ein Korn. ;-)


Die binsenartigen Kolben am Ende der Straße habe ich natürlich auch noch in s/w mit genommen. (Unbekannte Zeit, f/5,6.) Das ist übrigens die Stelle, an der die Kamera einen leeren Frame produziert hat, deswegen der Sprung von #30 auf #32. Scheinbar ist da irgendwas im Inneren doch nicht mehr ganz so fit. Solange es nur hin und wieder ein verlorener Frame ist, sag ich ja nichts, aber ich fürchte fast, das ist ein Symptom einer fortschreitenden Alterung. Schade, denn die Kamera macht wirklich gute Bilder.

Und dann stand da dieses golfcartartige Etwas auf der Wiese, bewacht von ein bis zwei Hunden, die mich dann doch ein bisschen angekläfft haben, als ich dieses Bild gemacht habe. (Unbekannte Zeit, f/5,6.) Habe ich eigentlich nur f/5,6 gewählt? Ja. Es war sehr hell und ich nehme an, dass die Automatik hier auch die minimal möglichen 1/1000s eingespielt hat, bei all den Bildern, die wir bisher hatten. Hier wieder etwas unscharf, ich habe wohl in der Hitze des Gefechtes nicht korrekt auf den Fokus geachtet.

Dann ein Gegenlichtbild der Wallfahrtskirche. (Unbekannte Zeit, f/11.) Spannendes Flare, das praktisch den ganzen Frame ausfüllt. Hätte nicht gedacht, dass dieses Objektiv bei f/11 noch so ein großes Sechseck (?, es ist ja nicht ganz drauf) ins Bild malt. Sieht aber schon irgendwie cool aus!


Vor dem Eingang zum Vorplatz der Kirche habe ich dann mal wieder die tief roten Weinblätter an der Mauer mitgenommen. (Unbekannte Zeit, f/8.) Man kann tatsächlich jede einzelne Maserung und fast schon jede Zelle erkennen. Das ist schon eine Leistung für den billigen Foma-Film, der jetzt nicht das höchstmögliche Auflösungsvermögen besitzt. Spannend. Bei f/8 hat dieses Objektiv scheinbar auch seine größte Schärfe, würde ich jetzt mal behaupten, von dem, was ich bisher gesehen habe. Ist jetzt ein bisschen schwierig, weil ich scheinbar nicht so sorgfältig gearbeitet habe, wie ich das von mir selbst eigentlich fordere. Und ich kann der Kamera glaube ich nicht die Schuld geben, zumindest nicht die komplette!

Wie immer muss auch eine der Laternen vor der Kirche auf dem Film sein. (Unbekannte Zeit, f/8.) Auch hier bin ich erstaunt: Selbst die feinen Spinnwebenfäden sind noch gut erkennbar. Und auf den ersten Blick sieht das Bild ja mal wieder total schief aus, bis man merkt: Die Kirche im Hintergrund ist genau senkrecht, es muss also am Laternenpfahl liegen. Jetzt weiß ich leider aus dem Kopf nicht mehr, welche von denen das war, sonst hätte ich das bei unserem nächsten Besuch noch mal überprüft, ob die wirklich so pisa-mäßig da in der Gegend rum steht! ;-)


Auf dem Rückweg zum Auto habe ich dann mal wieder eines der in der Gegend stehenden Schilder mitgenommen. (Unbekannte Zeit, f/2,8.) Und wenn die Kamera mich die Blende öffnen lässt, mache ich das natürlich auch. Das Ergebnis ist leichte Unschärfe im Hintergrund, die allerdings ein bisschen unruhig-kribbelig wirkt. Da wird mir schon ein bisschen schwindelig, wenn ich da längere Zeit hin schaue. Gut, jetzt ist f/2,8 auch nicht wirklich die richtige Blende für den Effekt, den ich eigentlich erzielen wollte, aber ich habe den Eindruck, dass ich das bei anderen Objektiven schon besser gesehen habe. Liegt es an der nur sechseckigen Blende? Oder am Linsenaufbau selber? Da verstehe ich jetzt leider wieder nicht genug von der Technik, als das ich das sagen könnte. Man kann leider nicht alles wissen, was ich ehrlich gesagt sehr schade finde. ;-) Egal, freue ich mich lieber über ein einigermaßen rostig-moosig-flechtiges Schild, dass ich meiner Sammlung hinzufügen kann.

Dafür, dass die Kamera mir zwischendurch einen Frame geklaut hat, finde ich es nur in Ordnung, dass ich auf den 36er am Ende 38 Bilder (also, -1, also eigentlich nur 37) bekommen habe. So konnte ich am Ende noch diesen Apfel auf der Wanderbank einsammeln. (Unbekannte Zeit, f/4.) Leider hat diese im rechten Teil ein paar Kratzer abbekommen, wo die Welle geschrabbt hat, als ich den Aufspann-Hahn dann noch mal ziehen wollte und der Film nicht mehr nachgegeben hat. Aber was solls, das gehört zur Analogfotografie dazu. Wir merken uns allerdings: Diese Kamera gegen Ende des Films nicht mehr ganz so schwungvoll aufziehen! ;-)

So, und am Ende ist es Zeit für ein Fazit: Ja, gefällt mir ganz gut, was diese kleine, recht günstige Flohmarktkamera gemacht hat. Alles eigentlich in Ordnung. Das Fokussieren ist ein bisschen schwieriger, scheints, und die alte Mechanik könnte wohl mal ein bisschen Liebe in Form von CLA gebrauchen. Aber die Belichtungsmesser-Elektronik und die Berechnung der Zeiten scheint noch immer problemlos zu funktionieren. Ich hatte auf jeden Fall Spaß mit der Kamera, auch wenn sie mir nicht gesprächig genug ist: Ich würde gerne wissen, welche Zeit die Automatik zu verwenden gedenkt. Aber ansonsten: Keine Beschwerden. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 323: Einmal Oberpleis, bitte

Fomapan 200 #14, September 2025
  • Ricoh KR-10x, Rikenon P 1.2 50mm
  • Entwicklung: Kodak D-76 Stock #6, 8:00 Minuten, 21,5°C, Adofix Plus 1+5 (?.), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Eine mit Film bestückte Kamera nehme ich natürlich überall mit hin. So begab es sich, dass wir im Herbst in Oberpleis waren und ich ein paar s/w-Fotos mit nach Hause gebracht habe. Unterwegs hatte die Ricoh KR-10x allerdings eine kurze Ladehemmung, da wollte sie plötzlich nicht mehr auslösen und ich dachte schon, dass sie jetzt hinüber ist. Aber dann, fünf Minuten später ging sie plötzlich wieder. Woran es dann am Ende lag, weiß ich nicht. Altersschwäche, nehme ich an. (Im nächsten Artikel habe ich einen Frame verloren, weil sie da den Shutter nicht gespannt hatte, obwohl ich am Heble gezogen hatte. Nicht mehr die zuverlässigste Technik, scheints.)

Zuerst einmal haben wir hier die Kirche mitten im Dorf, wie immer, denn ganz in der Nähe hatten wir geparkt. (1/250s, f/8.) Sieht gut aus, muss ich nicht viel zu sagen. Jedes 50er macht bei f/8 gute Fotos. Also, ich kenne jedenfalls keines, das nicht wenigstens einigermaßen brauchbare Resultate liefert, wenn es sich nicht gerade um irgendeine Plastiklinse aus einem China-Knipsomaten handelt.

Ein paar Meter weiter habe ich dann die alte Villa im Park ins Visier genommen, wo jetzt wohl mehrere Arztpraxen drin sind. (1/500s, f/4.) Schönes Bild geworden, so quer durch die Nadeln der hier stehenden Bäume hindurch fotografiert. Sieht besser aus als im Original. Ist hier immer ein bisschen schmuddelig, habe ich den Eindruck, obwohl die Stadtreinigung durchaus bemüht ist. Die Leute hinterlassen nur schneller Dreck, als dass die den weg räumen könnten. Aber davon sieht man auf diesem Bild nichts, ist also ein gutes Beispiel dafür, was der Fotograf in seiner Komposition bewusst (oder manchmal auch unbewusst) ausblenden kann. Bilder formen Meinungen. (Und jetzt kommt als nächstes wieder so eine LLM-Hasstirade; denkt euch die einfach hier hin, ihr wisst ja, was ich sonst so schreibe. ;-))


Hier, in den näheren Ausläufern des nicht-mehr-ganz-aber-eigentlich-doch-Rheinlandes findet man verdammt oft Sticker des 1. FC. So auch am Bücherschrank. (1/250s, f/4.) Ich scheine auch endlich mal das mit dem korrekten Fokussieren hin bekommen zu haben, das ich in den ersten beiden Artikeln ja so bemängelt habe. Scheint also doch eher an meiner Brillenstärke als an der Kamera zu liegen. Hier jedenfalls perfekt gesetzt. Und ich finde, das Bild ist richtig spannend geworden mit der Unschärfe im Hintergrund, den großen Sechsecken, den sehr scharfen Ranken, die übers Dach ragen, und schließlich dem Aufkleber in der Mitte, der den ganzen Lokalstolz in eine Aussage zusammenfasst: Ein Dom, ein Verein! ;-) (Ich bin kein Fußballfan, ich kann nur raten! :-D)

Das Bobby-Car von der anderen "großen" Firma, das in einer der Straßen jenseits der Schule am Zaun hängt, hatte ich glaube ich auch schon mal. (1/500s, f/4.) Hier habe ich bewusst mal ein bisschen überbelichtet. Mir war gerade danach. So kommen die Strukturen der Reifen richtig gut raus. Die Schatten des Lenkrades gefallen mir auch gut. Nettes Bild. Ja, man hätte es auch bei f/2.8 machen können, wenn ich es eh eine Blende überbelichte, aber das bisschen mehr Schärfe im Subjekt ist schon passend und der Hintergrund ist noch immer mehr als befriedigend unscharf.


Bei der Kunst an der Gesamtschule habe ich wieder ein bisschen zu weit nach hinten fokussiert, was dem allgemeinen Eindruck aber nicht viel macht. (1/500s, f/4.) Hätte natürlich eigentlich auch direkt f/8 nehmen können, hätte zum Wetter gepasst und hier ist eh nicht viel Hintergrund zu sehen, der unscharf hätte werden können. Im Nachhinein hätte ich glaube ich noch ein bisschen mehr in die Knie gehen sollen. Hätte glaube ich einen interessanteren Winkel ergeben.

Ich glaube, hier war dann irgendwo die Ladehemmung und ich konnte den Mast vor der Schule nicht fotografieren. Das nächste Bild ist dann das Wegekreuz kurz vor der "Innenstadt", als die Kamera dann aus unerfindlichen Gründen doch wieder ging. (1/60s, f/8.) Ich habe den Eindruck, dass das ein ganz kleines bisschen verwackelt ist. Ich glaube, der Spiegelanschlag muss neu gepuffert werden. Das sieht nämlich mehr nach einem Zittern als nach einem Verreißen aus. Ist auch relativ subtil. Muss ich mal entsprechenden Schaumstoff besorgen. Kann ja auch nicht viel schwerer sein als Lichtdichtungen tauschen und ich habe da noch ein paar Kandidaten, wo das nötig ist.


Die Indianerin First Nation Angehörige hat es dieses Jahr tatsächlich sogar in meinen Weihnachtskalender geschafft. (1/1000s, f/2,8.) Weil mein Bruder ja immer meint, meine s/w-Fotos wären so deprimierend. Das trifft auf diese fröhliche Frau nun echt nicht zu. Weiß gar nicht, warum die sich so freut. Die weiß noch nicht, dass die Decken, die der weiße Mann ihr gebracht hat, mit Pocken infiziert sind. Irgendwie so. Kann man an dem Outfit erkennen, um welchen Stamm es sich handelt, oder ist das ein komplett der kolonialistischen Phantasie entsprungenes Produkt?

Von so viel Gedöns kriege ich Kopfaua, deswegen war es ganz gut, dass ich auf dem Weg zum Auto noch diese Apotheke gefunden habe. (1/500s, f/4.) Das A blättert schon ein bisschen und ich hätte ja echt mal den Fussel von der Katze weg retouchieren können, echt jetzt! ;-)

Nächstes Mal (und zum letzten Mal in diesem Film) geht es rauf nach Bödingen. Mal gucken, was ich da wieder fotografiert habe. (Kirche auf jeden Fall, Pferde nur, wenn sie nah genug für das 50er waren.) (Ich hab gerade mal gelupscht: Keine Pferde! Sowas! ;-))