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Schwarz-weiß und analog, Teil 336: Lanzenbach, Warth, Allner, Hennef und Eis, alles mit dem AI-S 50/1.4

Kentmere 100 #18, März 2026
  • Nikkormat FT, AI-S Nikkor 50mm 1:1.4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #3 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Das AI-S 50/1.4 macht sich ja besonders gut auf meiner Nikkormat, einer der Gründe, weshalb ich das mit genommen hatte. Weil, geile Kamera verlangt nach einem geilen Objektiv. Deswegen eine gute Kombination. Und dann habe ich die auch gleich mal getestet: Beim Radfahren durch den Frühling, am ersten Tag, als es so richtig warm wurde!

Angefangen hat alles wie immer mit dem Trecker, der auf der Wiese direkt am Ende unserer Sackgasse steht. (1/1000s, f/5,6.) Wie man an den Werten sehen kann, es war hell! Also, so Sunny Sixteen hell! Die Sonne kann schon was um diese Jahreszeit! Und das Objektiv macht so weit abgeblendet auch richtig gute Schärfe und steht dem modernen AF nicht nach. (Ich hatte ja eh schon spekuliert, ob das nicht eh der gleiche Aufbau nur mit modernerer Beschichtung ist.)

Auf dem Weg durch Geisbach habe ich dann noch mal wieder den Kaugummiautomaten vor dem kleinen Eisverkäuferladen mitgenommen, denn der hat mittlerweile einen Einbruchsversuch hinter sich. (1/1000s, f/2,8.) Hier im Schatten konnte ich die Blende direkt mal etwas weiter öffnen und im Hintergrund ein bisschen mehr Bokeh erzeugen. Und ich habe Vandalismus dokumentiert, der in s/w schon fast ästhetisch aussieht. Bleibt die Frage, wer für den Firlefanz da drin in kauf nimmt, wenn er erwischt wird, dafür verknackt zu werden, Jugendstrafe, Park putzen, Bänke wienern! Blagen, weißte! Ich mein, so'n Automat ist sicher nicht billig, der Schaden ist wahrscheinlich größer als der Wert des Temu-Inhalts! Wenn es wenigstens Kaugummis wären... Aber ich schweife ab...


In der Warth habe ich dann mal wieder das Kreuz vor der Kirche abgelichtet. (1/1000s, f/2,8.) Ein bisschen über, ich habe mal wieder etwas ungenau gemessen, das gebe ich zu, diese alten Match-Needle-Dinger sind für mich ja mehr so eine Orientierungshilfe als eine Vorgabe. Immerhin gibt die gute alte Quecksilberzelle auch nach was weiß ich wie langer Zeit noch Strom ab! Aber sieht gut aus, oder? Ich mag das Kreuz ja als Motiv sowieso sehr gerne, mit dem kleinen Turm dahinter, nett.

Dann noch die Fragen von Kindern und Eltern zugleich aushalten müssen: "Was Fotografierst Du da?" Ja, also, das nennt sich Tür und das ist dafür da, damit es in der Kirche nicht so zieht! :-D (1/250s, f/8.) Ja gut, ist jetzt vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich mache ständig solche Fotos. Das nennt sich Kunst, Menschenskind! ;-) Naja, oder zumindest sowas Ähnliches. Kunst ist es erst, wenn ich andere davon überzeugen kann, es mir für viel Geld abzukaufen, oder wie war das noch mal? ;-)

Besonders schlimm wurde das dann, als ich auch noch diesen Motorroller ins Visier nahm: "Was machst Du da?" Silberhalogenid belichten! ;-) (1/500s, f/8.) Der Soccermomvolvo im Hintergrund stört mich etwas. Oder was ist das? Was großes, schweres, soviel steht fest. Dann lieber ein Leichtkraftrad. Obwohl, bei einem Head On dann doch lieber den Volvo, glaube ich. Aber erstaunlich wie schwarz Schwarz sein kann, wenn man so die schattige Seite der Reifen betrachtet.


Der nächste Halt war dann bereits am Allner See: Gänse, die keinen Bock auf Fotos hatten und deswegen von mit weg schwimmen. (1/1000s, f/4.) Viel zu hell, der Dunst überm See ist doch sehr prominent! Andererseits hat das so eine leichte Hund-von-Baskerville-Stimmung. Wuff.

Das nächste Bild ist ein Fall von zum Richtigen Zeitpunkt den Finger am Auslöser gehabt: Die Gänse saßen da friedlich, bis so ein blöder Mensch sie fotografieren wollte, da sind sie plötzlich auf gesprungen und ich hab einfach abgedrückt! (1/1000s, f/4.) Selbst bei maximaler Geschwindigkeit, die diese Kamera kann, sind die Flügelspitzen tatsächlich noch immer ein bisschen verwischt. Auf jeden Fall erstaunlich, dass sich so große Tiere so plötzlich in die Luft erheben können. Braucht aber offensichtlich auch ein gewisses Maß an Anstrengung, die gucken beide etwas genervt, dass ich sie aufgeschreckt hatte. Gut, sie hätten ja auch sitzen bleiben können, ich wäre ja auch gar nicht näher gekommen!


Spezi gibt es auch von anderen Brauereien, das vergesse ich immer. (1/1000s, f/4.) Wollte das Teufelszeug ja immer mal probieren, aber J sagt immer: Mir kommt das nicht ins Haus. Die Markenindoktrinierung funktioniert bei ihr ja ganz gut! ;-) Aber so als Altglas auf dem Mülleimer machen die beiden Flaschen sich ja ganz gut. Prost! Ich hatte ja mal die Etiketten abgeglichen, ich glaube, da war im Großen und Ganzen eh das Gleiche drin. Aber ob es auch so schmeckt... man weiß es nicht! Im Hintergrund übrigens die Autobahnbrücke.

Am Ufer des Sees trieb dann noch dieser Fußball im Wasser, ich dachte erst, es wäre ein Straußenei. (1/1000s, f/2.) Hui, das bisher am weitesten offene Bild, hier zwischen den Ästen und Zweigen im Halbschatten. (Ich belichte ja eh immer lieber etwas reichlich und und entwickle dafür kürzer, zumindest bei diesem Sommerwetter und mit manuellen Kameras. Das hab ich noch so vom Foma drin, der das Licht ja liebt.) Spannendes Foto, das mit Reflexion und Unschärfe spielt.

Der Reiher war definitiv zu weit weg. (1/1000s, f/4.) Trotzdem wollte ich den nicht links (oder in diesem Fall rechts) liegen lassen. Und er ist ja auch trotzdem erstaunlich scharf geworden und wenn der Film höher auflösen würde und mein Scanner nicht so unscharf wäre, könnte man da glatt noch was raus vergrößern. Muss mal mit dem Vergrößerer einen Abzug mit Ausschnittvergrößerung versuchen. Wie hoch kann ich den eigentlich drehen? Hm...


Dann in der Stadt Stahlplatten fotografiert, die da in dem kleinen Park stehen, Kunst halt. (1/1000s, f/4.) Insbesondere zu beachten, das mit weißem Edding gemalte Schild mit Blume. Sowas ist meine Art von Humor. Das blöde weiße Haus im Hintergrund stört mich, vor alle der Volvo (schon wieder) in der Einfahrt. Aber OK, man kann sich nicht alles aussuchen, das ist hier Fotografie, keine Malerei. Ob die KI mir das weg rechnen kann? ;-)

Dann das alte Herrenhaus. (1/500s, f/8.) Immer ein Motiv wert. Und wie man sieht, ballerte hier die Sonne so, dass wieder Sunny 16 angesagt war. Also, umgerechnet auf f/8. Bei dem Wetter braucht man eigentlich keinen Belichtungsmesser. Das 50er ist jedenfalls auch architekturgeeignet. Geile kleines Objektiv, sagte ich das schon?

Dann noch schnell an der Kirche rein gefahren und von hinten dieses weit abgeblendete Bild gemacht, damit Turm und Mast beide scharf werden. (1/250s, f/8.) Hätte eigentlich tatsächlich mal f/16 testen sollen. Warum habe ich eigentlich nicht? Aber geht auch so ganz gut.


Dann noch den alten Kirchturm mit der Spitze des neuen dahinter herausragend. (1/250s, f/8.) 1744 ist auch lange her, muss man ja mal ganz offen sagen. 282 Jahre. Meine Güte. Macht man sich kaum Gedanken drüber, wie sich das Leben seitdem verändert hat. Das verändert die Perspektive auf eine gerade mal 60 Jahre alte Nikon doch gewaltig, und die halte ich ja eigentlich schon für "vintage". ;-)

Vor der Kirche dann noch ein paar narzissige Osterglocken eingesammelt, oder sind es osterglockige Narzissen? Man weiß es nicht. (1/250s, f/5,6.) Zum Blumemfotografieren ist glaube ich f/5,6 meine neueste Lieblingsblende. Hinterlässt eigentlich immer einen ganz guten Eindruck und macht den Hintergrund bei dieser Entfernung auch nicht zu scharf. Im Gegenteil gefallen mir die Blendenabbilder immer ganz gut. Nur den Schmutz weg reouchieren ist immer so schwierig in den Farbverläufen.


Und dann meldete sich J, dass sie mit der Arbeit fertig war und mich am Eiscafe im Blumenladen treffen wollte, woraufhin ich einen Früchtebecher und sie einen Amarettobecher hatte. (1/500s, f/8.) Hmm, lecker, das hat echt gut geschmeckt. Die machen da echt gutes Eis, aber leider auch nicht ganz billig. Auch wenn die Mehrwertsteuer gesenkt wurde, habe ich das Gefühl, dass das Eis trotzdem teurer geworden ist. Aber ich stelle fest: Buntes Eis in s/w macht sich trotzdem sehr gut!

Und 'ne Waffel! (1/500s, f/5,6.) Die war auch lecker, auch wenn ich den Fokus etwas zu weit hinten gesetzt habe. Die Mattscheibe ist in der Nikkormat das einzige, was ich ein bisschen zu bemängeln habe. Oder es liegt einfach wieder an mir und meiner Blindheit! ;-)

Nächstes Mal: Seelscheid mit der gleichen Ausrüstung. Aber ohne Eis. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 335b: Orga im Sauerland (Film 2)

Kentmere 100 #22, 6. Faburar 2026
  • Nikon F801S, AF Nikkor 50mm 1:1.4, Nikkor AI 35mm 1:2, Nikkor AI 200mm 1:4, Sigma Aspherical High-Speed Wide 28mm, Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #1+#2 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Im Sauerland, im Sauerland, da hatt' ich 'ne Nikon in der Hand! Weiter geht's, die nächste Runde rückwärts! Alle Mann einsteigen! ;-)

Als ich den Film wechseln musste, stand ich gerade in der Nähe der Kirche von Sundern und die Krähen flogen um den Turm herum. Außerdem hatte ich die Rutsche des Spielplatzes direkt neben mir, die in der Sonne leuchtete und rteflektierte, also in die andere Richtung: Ich hab hier nur ein hinterleuchtetes Bild mit einem hübschen Flareghost in der linken Ecke, Vielleicht hätte ich doch mal aufschreiben sollen, wann ich welches Objektiv verwendet habe. Sieht nach dem 50er aus. Oder? Kann auch das 35er sein. Ich glaube, das hatte ich sowieso hauptsächlich drauf. Egal, weiter an der Fabrik vorbei und noch schnell die Schaukelente mit genommen. Der unscharfe Zaun im Hintergrund macht sich richtig gut, finde ich.


Dann noch mal schnell das lange Sigma drauf gemacht, das kann man gut erkennen, die lange Brennweite macht so schnell keiner nach! Da haben wir zum Einen die Kapelle, von der ich gerade herunter kam, die aber weiterhin über dem Dorf thronte. Schon erstaunlich, so ein 400mm mörderschweres Glas! ;-) Eignet sich aber auch gut für hoch hängende Vogelhäuser. Oder Heilige auf der anderen Seite der Straße.

Apropos nah ran holen: Da sind dann noch die Vögel. Zum einen saß einer der Raben im Baum über mir, zum anderen zirkelte der Kollege die ganze Zeit um den Kirchturm und hin und wieder auch über mir. Der AF in dem Sigma ist ja eher für langsame Dinge gedacht, deswegen ist der letztere manuell. Leider ist der auch schnell und zickzack und daher unscharf! Aber trotzdem: Geiles Teil!


Für das Kriegsdenkmal bin ich dann aber eher wieder auf Portrait-Brennweiten umgestiegen. Die Herren sehen ja schon sehr leidend aus. Ja, Krieg ist Scheiße! Ich hoffe ja immernoch, dass das mal endlich in die dicken Köpfe der Entscheidungsträger wie der allgemeinen Bevölkerung rein geht, aber ich erwarte da ja nicht mehr viel. Vielleicht sind solche Denkmäler dann ja doch zu was gut und erinnern daran, dass so ein Krieg jeden treffen kann. Unter den vielen Namen auf dem hier findet sich sicher so mancher wieder. Und nach so viel tiefgreifender Dingsbums: Hier noch vier Schirmständer. ;-) Einfach, weil sie da waren.


Dann bin ich an der Seite hoch auf den Friedhof. An der Kapelle das Kreuz mitgenommen, mit einer "normalen" Brennweite, während ich für das freistehende mitten auf dem Friedhof mal wieder das Sigma drauf montiert habe und aus größerer Entfernung drauf gehalten habe: Macht interessante Unschärfe-Effekte mit dem Baum im Hintergrund! Cooles Bild! Dann weiter oben zur Tür raus und am alten jüdischen Friedhof angehalten. Was ich weiter oben zum Thema Krieg gesagt habe, gilt wohl auch für jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, weshalb auch diese Steine wichtig sind. Aber ich habe das Gefühl, auch hier sehen die meisten Leute nur noch, ohne zu verstehen. "Nicht zu hassen, zu lieben sind wir da." Joah.

Weiter hoch den Berg, ich wollte ja den dicken Frosch besuchen. Auf dem Weg dahin versperrten mir die Teenies mit ihren Mountainbikes den Weg, die hüpften da von Hügel zu Hügel (sah sogar gekonnt aus) und ich habe derweil deren Tasche mit genommen. ;-) Also, als Bild, nicht in Person. :-D Dann: Der Frosch. Sitzt noch immer ganz breitbeinig da und wartet auf Miss Piggy! Die wird dem aber was erzählen, da so zu manspreaden! Frogspreaden? ;-)


Dann wieder langsam Richtung Unterkunft. Denn die anderen waren ja sicher schon eine Stunde vor mir zu Hause, nicht dass sich we Sorgen macht! Wie immer den Basketballkorb mitgenommen, an sowas kann ich ja nicht vorbei gehen. Vor der Schule steht zudem noch diese Bronze von einem sich am Kopf kratzenden Kind. Ja, Schule ist schwer, da muss man sich schon manchmal wundern. Daneben dan noch Kunst aus Beton. Betonköpfe sozusagen. Die, in die man nichts rein kriegt. Auch eine interessante Metapher direkt neben einer Schule! ;-) Mit Bäumen und Kirche im Hintergund aber ein interessantes Motiv.

Im Dorf dann noch den Trecker mitgenommen, bevor ich für den Tag die Kamera weg gelegt habe. Das nächste Bild von der vernebelten Kapelle in der aufgehenden Sonne ist nämlich vom Morgen danach. Da bin ich einmal um das Haus geschlichen, um den Film noch voll zu kriegen, den wollte ich schließlich schnellstmöglich entwickeln. Da ist dann auch diese Sammlung auf dem Tisch bei rum gekommen. Sieht fast so aus, als hätte das jemand extra für mich arrangiert.


Dann noch mal den Trecker. Hatte ich den nicht schon bei unserer Ankunft? Hm. Hinten rum liegt jetzt schon, seit wir da hin kommen, diese Achse mit Bereifung rum. Austauschstück? Ist noch gut, kann man noch mal gebrauchen? Motiv! ;-) Im Garten stehen dann auch noch so kleinere Spielsachen rum, scheinbar kommen hier auch mal Famileien mit Kindern ins Haus.

Die freuen sich sicher auch über die Schaukel, die da im Garten hängt. Ein etwas älteres Modell, so ein bisschen vintage! Da steh ich ja drauf, kommt deshalb auch gut un s/w. ;-) Nebenan hingen dann noch die Traumfänger rum. Die sind auch immer witzig, vor allem wenn sie aus Wolle sind. Oder sind das Charms, die die Hexen in den Bäume gehängt haben? Aber Vorsicht damit, ein falscher Faden und BOOM! (Ich habe zu viel Pratchett gelesen.) Da es ja früher morgen mit Nebel war, konnte ich auch gut die Blende weit öffnen, was man gerade bei der Lampe im Hintergrund sehen kann. Aber auch beim Herrn Buddha. Der ist ja auch eher für seine Friedfertigkeit bekannt, dementsprechend passt der gut zu den Anti-Kriegs-Gedanken, die ich weiter oben hatte. Anderen ist der Erwachte sicher zu woke! ;-)


Und dann steht da noch ein metallener Rheier in der Gegend rum, bevor ich hinten rum das Grunstück verlassen habe, um noch einen letzten Blick auf das Dorf zu werfen. Der morgendliche Nebel hatte sich mittlerweile gelichtet, dafür konnte man den Dampf und Rauch sämtlicher Schornsteine sehen! Und als Ankündigung des kommenden Frühlings zum Schluss auch noch eine Hasel-Katze! Weil, da hatte ich auch schon Heuschnupfen. Das nimmt dieses Jahr ja kein Ende.

Joah, und das war dieser Besuch im Sauerland. Nächstes Mal geht es weiter mit ein paar Testfotos aus dem schönen Lanzenbach, die ich mit dem AI-S 50/1.4 gemacht habe. Hatte ich ja letztens hier vorgestellt. Geiles Objektiv!

Nikon F-401x

Was haben wir denn hier? Eine neue alte Nikon! Und zwar eine Nikon F-401X (in den USA auch als N5005 bekannt). Und bevor jetzt einer wieder was sagt: 3,50 Euro bei ehBlöd! (Gut, Versand kam noch drauf.) Damit war sie nur unwesentlich teurer als meine F601, die ich für einen 1 Euro bekommen habe. Sie wissen schon, die, die als defekt verkauft wurde und so aussieht, als hätte sie jemand überfahren, die aber trotzdem noch immer einwandfrei Bilder macht.

Warum ein F401? Weil ich hauptsächlich mal testen will, ob da die modernen AF-S G Objektive dran funktionieren. Also, Autofokus wird definitiv nicht gehen, denn die weiß nichts vom eingebauten Motor in diesen modernen Linsen. Aber diese Kamera hat sowohl einen Drehknopf für Zeit als auch einen für Blende: Es müsste/sollte/dürfte also möglich sein, damit korrekt belichtete Bilder zu machen, vor allem im A- und im M-Modus, was die F601 zB nicht richtig kann, bei der ich auf das Programm-Shift zurückgreifen muss, was manchmal etwas blöde ist. Ich muss jetzt allerdings gestehen: Ich habe es noch immer nicht probiert, was passiert, wenn ich zB das 50/1.8 G drauf mache. Und jetzt hab ich einen Film drin liegen, da kann ich das auch nicht so einfach, ohne mindestens einen Frame zu verschwenden! Also später mal testen. Oder wenn am Ende des Films noch ein Bild über ist, einfach mal drauf machen und gucken, was passiert!


Jedenfalls, ich habe als erstes mal das 50/1.4 AF drauf gemacht, das zeitlich recht gut dazu passt. Die Design Language ist da doch sehr passend. Auch wenn es damals wohl eher selten passiert ist, dass jemand so ein teures Semi-Profi-Objektiv auf eine Einsteigerkamera wie diese montiert hat. Aber es funktioniert einwandfrei und das ist ja auch zu erwarten. Macht ja auch Sinn, denn schließlich ist das (u.A.) mal wieder als Referenz in der Anleitung angegeben, wenn es um die verwendeten Blende/Zeit-Kombinationen geht.

Warum ist das nur eine Einsteiger-Kamera? Nun, sie spart sich zB sämtliche LCDs: Weder im Sucher noch oben auf dem Topdeck ist eine solche Anzeige zu sehen. Das bedeutet auch, dass man keine Ahnung hat, welche Werte die Kamera in den (Halb-)Automatik-Modi einspielt. Es gibt nur ein blinkendes + oder -, wenn man drüber ist. Bei manuellen Objektiven (AI und AI-S) gibt es auch als Fokussierhilfe nur einen Punkt, aber keine Pfeile. Diese lassen sich auch nur im M-Modus verwenden ohne Belichtungsmessung, da die Kamera keinen Blendenfühler hat, sondern sich vollständig auf die Rückmeldung über die Kontakte verlässt. Das spart einiges an Kosten am Body, macht die Verwendung solcher Objektive allerdings auch eher unhandlich, da man einen externen Messer benötigt. Aber da diese Kamera zum Einstieg gedacht war und somit wahrscheinlich für Personen, die eh noch keine Objektive aus früheren Zeiten hatten, ist das glaube ich auch OK so. Der Upgrade-Pfad für andere wäre wahrscheinlich eher die 801 gewesen, die aber auch entsprechend teurer ist, oder zB meine 601.


Daneben hat sie auch keine Abblendtaste, was für mich ja immer ein sicheres Zeichen ist, dass es sich um eine Amateur-Kamera handelt. Immerhin gibt es aber einen Auto Exposure Lock Button, neben dem Objektivanschluss, wo ich es zuerst für eine Abblendtaste gehalten habe. Der schaltet auch automatisch von Matrix-Messung auf mittenbetont um.

Ansonsten kommt die Kamera relativ schwer daher und liegt wertig in der Hand, im Gegensatz zu so manch anderer Einsteiger-Kamera. (Die F50, die ja in den 90ern raus kam, wiegt im Vergleich nichts!) Das Gewicht schätze ich bei dieser hier ähnlich ein wie bei der 601 oder der 801. Die Verarbeitung ist hier noch Nikon-typisch: Auch nach 35 Jahren sieht die Kamera aus wie neu, das Bajonett hat nicht mal groß Kratzer. (Aber vielleicht war auch immer nur das Standard-Objektiv verbaut oder eins mit Plastik-Ring.) Die Position der beiden Drehrädchen ist nicht so toll gelöst. Selbst ich mit meinen eher langen Fingern komme da nur schlecht dran und durch die fehlende Anzeige im Sucher muss man öfter mal die Kamera vom Auge nehmen um zu schauen, was man da eingestellt hat. Gut, 90% der Leute werden die eh immer im Programmmodus verwendet haben. Da muss man sich da nicht drum kümmern.


Den stellt man übrigens ein, indem man sowohl die Zeit als auch die Blende auf Automatik stellt. Macht Sinn. Wenn man nur eines der Rädchen auf A oder S stellt, bekommt man eine entsprechende Halbautomatik. Also eigentlich recht logisches Bedienkonzept. Bei den beiden Vorgängern (der 401 und der 401S) war übrigens eine durchsichtige Platte über diesen Rädern angebracht (bei der S bin ich mir nicht ganz sicher), diese hat sich Nikon hier gespart. Dadurch liegen die Räder praktisch frei. Ganz an der Seite befindet sich ein gutes altmodisches mechanisches Zählwerk. Zudem gibt es einen integrierten Blitz, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob der an dieser Kamera noch funktioniert. Ich hätte den mal ohne Film testen sollen; so habe ich irgendwo draußen in der Wildnis gestanden und wollte Aufhellblitzen und ich hatte den Eindruck, dass nichts passiert ist!

Überhaupt scheint die Kamera lange Zeit unbenutzt rumgestanden zu haben, was ihr nicht gut bekommen ist: Da sie mit vier Alkali-AA betrieben wird, kann man diese gerne mal vergessen und dann hat man den ausgelaufenen Siff im Gehäuse. Das hat bei dieser dazu geführt, dass beim Öffnen erst mal die Platte aus Metall, die den einen Kontakt darstellt, aus der Verankerung geflutscht ist und die Feder für den Riegel flöten gegangen ist. Deswegen das Gummiband, das jetzt die Tür geschlossen hält. Außerdem musste ich erst mal die Kontakte richtig reinigen und dann anrauen, damit der Strom richtig fließen konnte. Nebenbei hat der Filmtransport am Anfang ein bisschen gestreikt und wollte die Bilder nach Auslösung nicht vorspulen. Musste ich im Wechselsack den Film erst mal wieder raus pulen und dann habe ich den Transportspulenhaken ein bisschen mit Kontaktreiniger bearbeitet, damit der sich besser dreht und dann testweise meinen Filmrückholfilm zwei mal da durch gejagt. Danach der Verschluss vollständig ausgelöst. Bin jetzt mal gespannt, wie die ersten vier Bilder auf dem Film wohl aussehen, ob ich da jetzt Mehrfachbelichtungen oder überhaupt irgendwas drauf habe. Wir werden sehen.


Fazit: Brauche ich noch eine Nikon aus den 1990ern? Naja, was heißt schon "brauchen"? ;-) Aber dieses Teil ist für mich interessant, handelt es sich praktisch um das kleinere Modelläquivalent meiner 601. Das Laufwerk zB scheint das gleiche zu sein, nur der Funktionsumfang ist etwas billiger gehalten. Der Shutter ist mit 1/2000s brauchbar schnell und auch hier - denke ich - sind die gleichen Teile verbaut wie in der 601. Für 3,50 kann ich auch über die kleineren Probleme hinweg sehen. Mal sehen, was aus dem Film raus kommt. Den werde ich die Tage mal voll machen und dann auch möglichst schnell entwickeln. Habe hier eh noch einen rum liegen, der gemacht werden muss.

Filmentwicklung am Freitag - zweimal Kentmere 100

Heute war es mal wieder so weit, der April war nämlich sehr ergiebig was meine Schwarz-Weiß-Fotografie anbelangt: Ich habe einen Film halb in Köln, halb in der Wahner Heide verschossen, und einen zweiten als Test in eine noch nicht hier vorgestellte Kamera eingelegt und drei verschiedene Nikkor-Objektive damit getestet, eines davon das 50/1.8G. Wie immer bei den etwas besseren Filmen in letzter Zeit kam Fomadon P W37 zum Einsatz. Das Zeug ist ja eigentlich sowas wie ID11 oder D-76, aber scheinbar ist es wohl stärker gepuffert, was wohl die Entwicklung leicht verlängert. Was erklärt, weshalb ich die Negative immer ein bisschen dünn fand. Deswegen habe ich heute einfach mal 10:30 Minuten statt 9:00 genommen. Einen wirklich großen Unterschied sehe ich allerdings erst mal nicht. Nun ist der Film aber auch noch recht feucht und ich muss ihn mal neben meine Referenz-Entwicklung daneben legen.


Was man aber deutlich sehen kann, auch hier in den Fotos: Die alte, manuelle Konica hat deutlich dunklere Bilder produziert, habe ich den Eindruck. Woran auch immer das liegen mag, wahrscheinlich an meiner Vorliebe, den Belichtungsmesser bei solchen Kameras eher als Vorschlag zu sehen denn als absolutes Gesetz. ;-) Die Nikon (soviel sei verraten) macht da deutlich ausgeglichenere Bilder, sagen wir es mal so. Die (soviel sei ebenfalls verraten) macht auch viel mehr elektronisch und viel mehr (halb- bis komplett) automatisch. Wir befinden uns hier aber auch in einer völlig anderen Generation.


So, jetzt stinken meine Hände wieder nach Entwickler, obwohl in Handschuhe an hatte, und eigentlich wollte ich ja mal einen Toast frühstücken, aber das überlege ich mir noch ein bisschen. Vielleicht noch zwei mal die Hände waschen vorher, damit nicht alles so nach Hydrochinon und Metol stinkt. Hm, welches davon müffelt so? Wahrscheinlich das Natriumsulfit, das da eigentlich nur zur Haltbarmachung drin ist! ;-) (Wobei, wenn das Chinon und Metol an der Luft oxidieren, sollte das wahrscheinlich auch nach faulen Eiern muffeln.)

Aber egal. Mal sehen, wann ich den nächsten Film entwickle. Bei dem Sommerwetter ist ja eher Farbfilm angesagt. Ich hab da noch ein paar Diafilme, die ich mal testen müsste, die ich letztes Jahr vom Flohmarkt mitgenommen habe... Aber die kann ich nicht selber entwickeln. Wobei das als Referenz, ob die noch gut sind, vielleicht auch ganz sinnvoll wäre, die ins Labor zu geben. Aber mindestens einen davon würde ich gerne in normaler Farbchemie cross developen. Naja, mal sehen, was sich in näherer Zukunft ergibt. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 335a: Orga im Sauerland (Film 1)

Kentmere 100 #22, 6. Faburar 2026
  • Nikon F801S, AF Nikkor 50mm 1:1.4, Nikkor AI 35mm 1:2, Nikkor AI 200mm 1:4, Sigma Aspherical High-Speed Wide 28mm, Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #1+#2 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Heute schwarzweiß: Damit ich hier auch mal weiter komme! ;-) Schließlich habe ich noch genügend Filme in der Pipeline! Zum Glück habe ich mir keine Werte aufgeschrieben, sodass ich auch nicht zu jedem Foto was schreiben muss. Die F801 macht immer präzise und gute Belichtungen, die Nikon-Objektive sind eh alle hervorragend. Die einzige Unbekannte war das große, schwere Sigma-Tele, das ich hier auch mal auf einer Filmkamera zum Einsatz gebracht habe. Egal, weniger quatschen, mehr Fotos:

Als erstes haben wir hier das Moopsie, das uns beim Parken entgegen kam und ganz viel gestreichelt werden wollte. So ein liebes Tier! Und knuddelig! Und äußerst kompakt! ;-) Nebenan der Trecker, den ich glaube ich auch jedes Jahr fotografiere. Heute mit viel Sonne. Anders als sonst lag kein Schnee im Sauerland! Und die Helligkeit habe ich gleich mal ausgenutzt, um in der Hofeinfahrt den Strauß mit Trockenblumen abzulichten. Passt. Gefällt mir gut in s/w. Und der Kentmere eignet sich auch ganz gut dafür. Könnte etwas kontrastiger sein, aber da war auch nicht das Licht für.


Die Kapelle habe ich dann mal mit dem Sigma geschossen. 400mm sind schon eine unerhört lange Brennweite, wie man auch hier gut sehen kann. Aber das Tele funktioniert echt gut auf der F801. Sollte ja auch ungefähr die korrekte Generation von Kamera dafür sein. Deshalb habe ich gleich mal weiter gemacht und auch die Kirchturmuhr ins Visier genommen. Könnte auch einen Tacken schärfer sein, aber das war mir ja schon auf Digital aufgefallen: Es ist halt dann doch kein Nikkor! Aber für Film reicht es eigentlich. Das Veltins-Schild hingegen ist richtig scharf geworden. Ich habe ja den Verdacht, dass der leicht wackelige Fokusring für die Unendlichkeits-Probleme dieses Objektives verantwortlich ist. Und hier ist es eben nicht unendlich, sondern so 20 Meter oder so.

Und dann mal als Kontrast ein eher weitwinkliges Bild mit dem Kirchturm und dem Baum daneben. Voll in die Sonne, also Silhouette. Sehr schön geworden, finde ich. Eigentlich einen Abzug wert. Sollte ich einen machen, einen billigen Rahmen drum machen und in Sundern ins Haus hängen. Mal schauen, ob es einem auffällt! ;-) Vor der Kirche steht außerdem noch dieses Schild, das vor Schulkindern warnt. Macht ja auch Sinn: Schulkinder sind echt gefährlich! Mit ihrer verrohten Jugendsprache und diesem TockTick! :-D (Das war Satire, übrigens!) Dann noch an der Kirche selber den Gockel am Eingang erwischt. Noch ehe der Hahn kräht, sozusagen. Oder: Die Gallier kommen?!


Und dann: Die Feuerwehr. Die ist auch immer wieder eines meiner Motive. Als ob es hier im Rheinland keine Feuerwehren gäbe. Dabei haben wir drüben, wo Siegburg, Hennef und St. Augustin zusammenstoßen, doch so eine richtig moderne neue Feuerwache! Dann wieder rund um die Kirche und da noch den einen Grabstein mit genommen. Das andere stelenartige Dings gehört allerdings schon wieder nicht dazu, sondern zu unserem Aufstieg zur Kapelle oben auf dem Berg. Den gibt es dann aber erst im "erweiterten Eintrag", weil, das werden hier ja schon wieder viel zu viele Fotos! KLICK! "Schwarz-weiß und analog, Teil 335a: Orga im Sauerland (Film 1)" vollständig lesen