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Einmal mit dem Exakta-Zoom um die Siegburger Abtei

Weil wir zufällig in der Nähe waren, habe ich am Montag Abend vor einer Woche das Exakta, das ich am Sonntag vom Flohmarkt mitgebracht hatte, mit in Siegburg gehabt, als wir eine kleine Runde einmal um die Abtei auf dem Michaelsberg gedreht haben. Deswegen gibt es hier jetzt noch ein paar mehr Bilder, die zeigen, was das keine Exakta 70-210mm 1:4-5.6 MC Macro kann. Einfach auch, weil es im Netz scheinbar recht wenige Beispielbilder zu dem Teil gibt. Zu beachten ist heute allerdings, dass es nicht wirklich weniger bedeckt war als am Sonntag, und da es auch noch gegen Abend war, musste ich das ISO teilweise schon sehr hoch ansetzen, was bei der alten D800 ja doch schon ein bisschen auf Schärfe und Kontrast geht. (Ich habe am Ende sogar das Auto-ISO angeschlatet, damit ich nicht immer hin und her wechseln musste, wenn ich in den Schatten hinein fotografiert habe. Das hat dann bis jenseits von 4000 hoch gedreht!)


Am Anfang habe ich aber noch manuell an der ISO-Schraube gedreht, weswegen es auch vorkommt, dass ich manchmal ein kleines bisschen verwackelt habe. f/5,6 bei 210mm ist halt doch schon anspruchsvoller, als man denkt. ;-) Entlang des Abtei-Bergs bieten sich aber einige interessante Aussichten über Siegburg und die umgebenden Vorstädte (-Dörfer?), die ich gerne mit genommen habe. 210mm ist ja ungefähr die Brennweite, die ich normalerweise auch mit dem alten AI 200mm habe, von daher ist das einigermaßen vergleichbar. Wobei das aber durchweg weniger Chromatische Aberrationen hat als dieses kleine Zoom hier. Es ist zwar nicht völlig frei davon, aber gerade bei direkten Gegenlicht-Bildern wie da oben das eine von der Abtei gegen den grauen Himmel sieht man schon ganz deutliche Farbsäume. Mit dem passenden Photoshop-Filter lässt sich das heutzutage wahrscheinlich hervorragend korrigieren, aber ich habe kein Photoshop. (Ja, alle meine Bilder sind noch immer mit The GIMP bearbeitet. Das Adobe-Abo ist mir für privat viel zu teuer und für meine Auftragsarbeiten bin ich bisher auch immer mit dem Nikon-RAW-Dings zurecht gekommen.)


Aber genug Technik-Bla. Lieber Fotos gucken und sehen, dass der Goldregen bereits blüht. Tja, es war ja auch Ende April. als diese Bilder entstanden sind. Die Kastanien sind auch noch immer in voller Blüte gewesen. Beides Motive, die sich mit diesem Zoom recht gut einfangen ließen. Bei der rosa-roten Rose musste ich allerdings manuell mal wieder eine Blende unterbelichten, um die Details richtig raus zu bekommen. Ich weiß nicht, was das für eine Farbe ist, aber die passt scheinbar in keinen meiner Farbräume rein: Der Weißabgleich der Nikon ist von sowas immer total verwirrt, deren Display zeigt das viel zu pink an, mein Notebook verschluckt sämtliche Details und die anderen LCDs im Haus kämpfen heftig mit dem korrekten Farbton. Das muss irgendwo an einer der Ecken liegen, die von keinem dieser Geräte so richtig reproduziert werden kann. Dabei kann gerade diese Semi-Profi-Kamera das noch ganz gut! Handys kacken da meist total ab. Vor allem die modernen mit AI drin, die dann denken, sie müssten da noch eine Tonne extra Kontrast rein hauen, was genau das Gegenteil bewirkt.


Wenn man schon in Siegburg ist, darf das übliche Foto von der Siegessäule mit Victoria drauf ja auch nicht fehlen. Hier habe ich mal extra durch das recht dichte Blätterdach der umstehenden Bäume hindurch fotografiert, um die Qualität der Vordergrundunschärfe zu beurteilen. Auch hier schlägt sich das Objektiv ganz gut. Da habe ich echt schon hektischeres Chaos gesehen. Ich weiß auch nicht, warum viele Objektive Unschärfe im Vordergrund so ungern haben. Das macht für mich meist den Anschein, dass es ganz schnell woanders hin will, um was ganz anderes zu fotografieren. Gerade bei Zooms habe ich öfter diesen Eindruck, aber auch bei einigen Festbrennweiten. Hier sieht es ganz brauchbar aus, was vielleicht auch daran liegt, dass die Unschärfe sich bei f/5,6 natürlich schon prinzipbedingt einigermaßen im Zaum hält.

Bei dem Kormoran, der uns zufällig am Finanzamt begegnet ist, kann man sehen, wie wenig Vignettierung dieses Objektiv hat: Denn obwohl ich hier kräftig am Kontrast gedreht und den Hintergrund stark aufgehellt habe, ist der Abschattungs-Effekt an den Ecken recht mäßig. Das kenne ich sogar von einigen moderneren Objektiven aber anders! (Ich schau Dich an, Nikkor 24-120!) Also einigermaßen erstaunlich, dass das bei einem so alten Objektiv mit so einer kleinen Öffnung (52mm Filterdurchmesser) so gut kontrolliert ist.


Dann waren wir auch schon zurück am Parkplatz des Hotels unten am Fuße des Michaelsberges. Vorne vor dem Haupteingang habe ich noch ein bisschen Bilder vom Springbrunnen gemacht, dessen gurgelndes Wasser sich auch recht gut für ein, zwei Aufnahmen mit diesem Objektiv geeignet hat. Schnellere Belichtungszeit wäre natürlich noch schöner gewesen, aber ich wollte das ISO nicht schon wieder hoch drehen! ;-)

Alles in allem noch mal ein guter Test für dieses Exakta, das ich eigentlich für den Preis nur empfehlen kann. Selbst wenn man jetzt bei ehBlöd 25 Euro dafür ausgeben müsste, wäre es noch OK. (Viel höher würde ich dann allerdings nicht gehen.) Für 'n 10er ist es fast schon Diebstahl gewesen. Aber der Herr Verkäufer, von dem ich das Teil mitgenommen habe, sah jetzt nicht so aus, als würde er selber fotografieren. Zumindest nicht mit einer Nikon-Ausrüstung. Die habe ich übrigens ein bisschen vermisst, hätte zu diesem Objektiv doch gut so eine F601 wie meine dazu gepasst. Oder etwas zeitlich Äquivalentes.

Der lange Weg zum Aldi

So begab es sich dann gestern, dass es sehr warm und sehr sonnig war und ich einkaufen musste, aber nur Kleinigkeiten, sodass ich mir den Rucksack geschnappt habe und zu Fuß in die Stadt gegangen bin. Sind ja nur 3 Komma etwas bis zum Discounter, das ist bei flottem Gehen ja innerhalb von anderthalb Stunden machbar. Sogar mit Einkauf.

Natürlich hatte ich wie immer die Kamera dabei, um den Weg zu dokumentieren. Nicht, dass ich das nicht schon 100 Mal gemacht hätte. Aber es ist Frühling, es ist mittel-hell, durch den Staub in der Atmosphäre zudem leicht bläuliches Feeling über allem, sodass ich gedacht habe: Mal was anderes.


In dem Zusammenhang habe ich bei vielen dieser Blumenbilder auch mal die Blende weit gelschlossen. Ich glaube, das ist sogar irgendwo eins mit f/16 dabei. Hui, das ist wirklich ungewohnt. Da geht's rund! ;-) Naja, nicht wirklich, aber dafür, dass ich sonst immer bei f/4 arbeite, doch mal ganz was anderes. Und, ja, die Blumen sind dadurch alle viel schärfer, das gebe ich ja zu, aber mir fehlt dann doch ein bisschen das übliche Bokeh, das ich sonst so gerne im Hintergrund habe.

Egal, Hauptsache die Blüten der blühenden Bäume sind scharf. Moment, die habe ich doch mit dem kleinen 24mm gemacht, an dem ich die Blende nicht schließen kann, oder? Ich bin verwirrt. Es war nämlich sehr, sehr warm. Und das abendliche Unwetter kündigte sich schon in Form schwüler Feuchtigkeit an. Das ist ja nie so toll für meine Konzentration. Dazu dann noch die Pollen und der Saharastaub, die beide Augen und Ohren verstopft habe. Schönes Wetter, ja, aber nicht gut für mein allgemeines Befinden.


An der neuen Bank in den Serpentinen habe ich dann auch schon direkt mal eine kleine Pause eingelegt und ein wenig die Details im dick überpinselten Eisen mitgenommen. Was ich nicht dokumentiert habe: Die Holzplanken, auf denen man da sitzt, sehen schon wieder sehr durchgebogen aus, als ob schon wieder wer versucht hätte, die zu vandalisieren. Oder da saß nur eine sehr, sehr schwere Person, das ist natürlich auch möglich. ;-)

Auf dem Weiterweg habe ich dann noch nebenbei den Bauern beobachtet, wie er sein Feld pflügte. Die grob aufgebrochenen Erdbrocken glänzten in der Sonne vor sich hin und die Masten im Hintergrund fand ich auch sehr spannend. Hier hätte ich dann aber doch durchaus ein Tele brauchen können. Hatte zwar den Adapter dabei, aber nicht das kleine 135er E-Serien Nikon, das ich sonst schon mal mit nehme. War einfach zu unpraktisch, das auch noch mit zum Einkauf zu schleppen. Hm, vielleicht sollte ich doch mal über das Zoom nachdenken, das ich vom D noch hier liegen habe. Oder es ihm endlich mal zurück geben. (Wobei mir einfällt, dass ich das Weitwinkel noch gar nicht getestet habe.)


Jenseits des Bauern habe ich mich dann erst mal mit den Marienkäfer beschäftigt, die in den Bäumen ihr Unwesen trieben. Was den Bordercollie, der hinter mir spazieren geführt wurde, so irritiert hat, dass er kreuz und quer hin und her gesprungen ist und er kaum noch zu bändigen war. Neugierig und eine Bangbüx zugleich! Niedlich. ;-) Wenn er mal zwei Sekunden still gehalten hätte, hätte ich auch ein Foto davon, aber nein.


Und dann sind wir auch schon bei den auf-dem-Heimweg-Fotos angelangt. Da habe ich den Weg zwischen den Wohnhäusern genommen, nicht die Straße durchs Dorf, wie auf dem Hinweg. Öfter mal ein bisschen Abwechslung. Wieder bin ich mir sehr sicher, dass ich diese oder ähnliche Fotos von Löchern in Mauern und getaggten Zäunen schon mal gemacht habe. Ich brauche dringend mal neue Motive! ;-)

Was ich aber (dieses Jahr zumindest) noch nicht hatte: Bilder von Blumenkissen an Natursteinmauern. Das leuchtete mich so an, dass ich nicht dran vorbei gehen konnte. Ziemlich krasse Farbe, die auf dem Foto schon wieder gar nicht so krass rüber kommt. Liegt wahrscheinlich am hohen UV-Anteil, den selbst das Filter nicht ganz weg blocken kann und so den Sensor verwirrt.


Danach noch ein wenig die kleine Kapelle begutachtet, nachdem ich den Fußweg wieder verlassen hatte und dort wieder auf die besagte Straße durchs Dorf getroffen bin. Ich muss mal den Weg auskundschaften, der da am Briefkasten raus kommt; den habe ich zwar schon mal genommen, aber ich kann mich von der anderen Seite nicht mehr erinnern, wo da der Eingang ist.

So, und nachdem es gestern Abend ein unglaublich heftiges Unwetter gegeben hat, zumindest in Teilen des Landes, habe ich mich nicht getraut, das Notebook anzuschalten. Es war zwar kaum Gewitter dabei, aber man weiß ja nie. Deswegen gibt es diesen Eintrag erst heute kurz vor Arbeitsbeginn. Muss mich eh ein bisschen beeilen, muss heute Mittag mal wieder zum Kundenbesuch. Deswegen: Flott jetzt! ;-)

Flugplatz Hangelar

Heute mal eben in St. Augustin gewesen. Den Einkauf mit ein bisschen Gucken verbinden. Muss auch mal sein. Und vorher mal eben schnell am Flugplatz in Hangelar die täglichen Schritte erledigen. Geparkt auf dem P+R-Parkplatz an der Bahn und dann rüber über die Bahnlinie. Aber nicht, ohne vorher noch die Container und das Klohäuschen zu fotografieren. Und kurz dahinter den Basketball-Korb. Der sollte bekannt sein, den hatte ich schon mal hier drin.


Hatte heute wieder die Canon dabei, aber nebenbei auch das 135mm Nikon E, das ich schon öfter mal mit dem Adapter da drauf hatte. Das ist eine ganz gute Kombination, auch wenn das Scharfstellen auf der modernen DSLR-Mattscheibe, wie schon mal angedeutet, eher schwierig ist. Aber insgesamt habe ich es glaube ich ganz gut hin bekommen. Das Feuerwehrauto ist zwar ein bisschen unscharf, aber das merkt man auch erst, wenn man es auf eine viel zu große Größe aufzieht.

Den Rotor vom ADAC-Hubschrauber habe ich so abgeschnitten, weil der Rest vom Gerät hinter irgendwelchem hässlichen Kram hinter stand. Den hätten die ja mal besser platzieren können. Echt jetzt! Denkt denn hier keiner an die Fotografen?! ;-)


Dafür hatte ich aber einen einigermaßen freien Blick auf die geparkten und die startenden Privat-Flieger, die hier den Großteil des Verkehrs ausmachen. Bei dem Wetter und an einem Wochentag sind wahrscheinlich eher weniger Rundflüge unterwegs. Denke ich jedenfalls.

Die Antennen oben auf dem Tower finde ich außerdem sehr spannend. Kann jemand abschätzen, wie groß die Pinne sind? Nur, würde mich interessieren, auf welcher Frequenz die so senden/empfangen. Vor allem, so viele in so einer kreisrunden Anordnung. Kann man damit vielleicht Transponder in bestimmten Richtungen orten? Ich habe echt keine Ahnung und spekuliere mal wieder nur ins Blaue rein. Jemand eine Ahnung? Gibt es hier eigentlich mal sowas wie einen Tag der offenen Tür? Würde mich echt mal interessieren, wie die Abläufe auf so einem Flugplatz vonstatten gehen.

Dann haben wir noch die Runde komplettiert und sind am Spielplatz vorbei zur anderen Ecke der Richthofenstraße. (Ist das eigentlich noch zeitgemäß, Straßen nach "Fliegerassen" aus dem ersten Weltkrieg zu benennen?) Da kommt man an einem Spielplatz vorbei, der thematisch auch sehr ans Fliegen angelehnt ist...


Ansonsten interessierten mich aber die "großen" Flugzeuge mehr. Auch das eine, das da als Ausstellungsstück fest installiert ist. Davor steht eine Kastanie, die gerade in voller Blüte steht und dementsprechend ein interessantes Motiv abgibt. Zu kitschig? Mag sein, aber. Man nimmt, was man kriegt! ;-)

Danach dann durch das Wohngebiet zurück, weil wir eine Runde draus machen wollten. Da gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Vielleicht noch der Sportplatz, der da ist. Aber da war gerade Trainig, da wollte ich dann auch nicht mit der Kamera drauf halten. Da fühlen die sich nachher nur belästigt.


Dann auf dem Weg zum Auto vom Flugverkehr ablenken lassen, soll heißen: Ausfahrt verpasst. Dafür ein paar Detail-Bilder von Fluggeräten im Anflug mitgenommen. Die kommen da ja tatsächlich schon recht steil rein, wenn man das so sieht. Finde ich erstaunlich, dass die so viel Höhe runter nehmen, während sie anfliegen. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass sie gleich in der Hecke hängen! ;-)

Dann aber schließlich doch zurück zum Auto und zum Einkaufen in die Mall. Wo ich ganz nebenbei tatsächlich eine Shorts für relativ günstig ergattert habe. Bin ich ja mal gespannt, ob dieses Jahr dann warm wird. Wäre ja jetzt eigentlich logisch, dass das Kackwetter der letzten Wochen so weiter geht. In den letzten Tagen ist es echt richtig kalt geworden! Bin ich schon ganz froh, dass ich doch noch nicht die Winterräder runter und die Sommerräder drauf gemacht habe...

Schwarz-weiß und analog, Teil 258: Wahner Heide

Fomapan 400 #13, 5. September 2023
  • Nikon F90x, Nikon AF 50mm 1:1.4, Nikkor AI 35mm 1:2
  • Entwicklung: Adonal 1+25, 11:00 Minuten (Push +1), 20°C, Adofix Plus 1+7 (11.), 9:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Auf dem Film vom Ehemaligentreffen war noch gut ein Drittel frei, sodass ich ein paar Tage später kurzerhand mal eben in die Wahner Heide bin, um den voll zu machen, damit ich ihn auch entwickeln kann. Die kontrastreiche, körnige Entwicklung hat auch diesen Fotos ganz gut getan.

Vom Parkplatz aus kommt man ja als erstes mal an diesem alten Baum vorbei, der da bestimmt schon Jahrzehnte rum liegt. (1/6400s, f/4, 50mm.) Und das ist der Grund, weshalb ich so gerne die F90X benutze: Die geht hoch bis 1/8000stel und ich kann auch mit höher empfindlichen Filmen im Tageslicht arbeiten, ohne die Blende ganz zu machen zu müssen. OK, das war jetzt an dieser Stelle nicht ganz so dringend nötig, aber ihr kennt mich ja, ich gehe selten mal über f/4 raus! ;-)


Gegen's Licht habe ich dann allerdings mal wieder ein bisschen übertrieben, aber gut zu wissen, dass auch die schnellste Zeit in der Kamera einwandfrei funktioniert. (1/8000s, f/2,8, 50mm.) Silhouetten haben ja auch was für sich. ;-)

Apropos Silhouette, den kleinen Baum habe ich dann mal versucht, ähnlich hin zu bekommen, aber der hat noch erstaunlich viel Details in den Schatten. (1/640s, f/8, 35mm.) Hier habe ich auch mal kurz auf das 35er gewechselt, von dem ich ja trotz seines gammeligen Zustands immer wieder erstaunt bin, dass das so knackige Fotos produziert. Das Bild fängt die Herbststimmung an jenem Tag jedenfalls sehr gut ein.

Aber hauptsächlich mache ich die Blende ja immer so weit wie möglich auf, weil ich so bokeh-geil bin, wie man an diesem Wanderwegmarkierungspfosten erkennen kann. (1/5000s, f/1,4, 50mm.) Ahhh... weit offen... Da fühle ich mich heimisch. Cooles Bild, auch wenn das Objektiv so weit geöffnet nicht immer das schärfste Bild auf den Film wirft. Aber die Löcher im Blattwerk im Hintergrund sehen schon ziemlich Klasse aus.


Der obligatorische Shot vom Telegrafenturm darf auch nicht fehlen, wenn ich in der Heide bin. (1/8000s, f/4, 50mm.) Hier waren mehr als f/4 nicht drin, denn der Himmel war schon extrem hell. Aber die Blätter im Vordergrund sich auch so einigermaßen unscharf geworden, wie ich es mir gedacht hatte. Für das Wetter war der Film dann doch ein bisschen zu empfindlich.

Ein bisschen Borke vom Baum mit Flechtenflecken habe ich dann auch noch mit genommen, einfach weil ich mich da gerade hingesetzt hatte und das in Reichweite war. (1/200s, f/4, 50mm.) Wie man sieht, im Halbschatten der umstehenden Bäume war es sehr viel dunkler, da musste ich mit der Zeit deutlich nach oben gehen. Allerdings hätte ich den Spielraum doch noch ausnutzen sollen und vielleicht auf f/8 hoch gehen sollen, denn die Schärfe lässt auf diese Entfernung doch schon sehr schnell nach, sobald man die eigentliche Fokusebene verlässt, und ich hätte gerne alle Flechten und Moose scharf gehabt.

Im alten Sprengstoff-Bunker liegt noch immer das Bettgestell rum und ich möchte es eigentlich gar nicht wissen! ;-) (1/40s, f/8, 35mm.) Um alles scharf zu bekommen, habe ich aufs Weitwinkel gewechselt und die Blende mal für meine Verhältnisse sehr weit zu gemacht. (Wobei ich ja sagen muss, dass ich in letzter Zeit auch digital gerne mal mit geschlosseneren Blenden arbeite, besonders seit ich die kleine Canon übernommen habe. Weiß auch nicht so genau, woran das liegt. Da kommen doch häufiger mal Bilder mit f/8 oder gar f/11 vorbei... Aber auf Film muss man halt nehmen, was gerade zur eingelegten Empfindlichkeit passt.)


Dass hier in der Heide wieder vermehrt Aktivitäten sind, seit der verrückte Herr P sich die Ukraine als sein neuestes Projekt ausgesucht hat, sieht man auch an den Reifenspuren im Sand. (1/200s?, f/16, 50mm.) Hui, hier habe ich tatsächlich mal die Blende so weit wie möglich geschlossen, trotzdem ist der Horizont unscharf. Selbst die Spur ist nicht vollständig in focus. Aber der Verlauf von vorne, den ganz poppend scharfen Sandkörnern nach hinten ins Unendliche ist schon ganz gut geworden, ähnlich wie ich es mit vorgestellt hatte.

Das letzte, hochkante Bild habe ich da oben ein bisschen vorgezogen, weil die einfach als Dreierpack besser machen, finde ich, deshalb kommt jetzt noch mal der Bunker, und zwar einmal von außen (1/8000s, f/4, 50mm) und einmal von innen, das Bett in der Horizontalen (1/50s, f/5,6, 35mm), wie es sich gehört. ;-) Buah! Echt nicht dürber nachdenken! Da kriegt man doch Sand überall rein! :-D Gerade bei den Fotos von drinnen bin ich ja erstaunt, dass das mit dem billigen Foma und meiner eher schlampigen Entwicklung so knackig-kontrastige Bilder gegeben hat. Ich mein, ja, der Foma ist ja bekannt für seine Absaufenden dunklen Flächen, aber hier kommt alles doch richtig kräftig raus, finde ich.

Ein bisschen Gemüse am Wegesrand darf bei einem Besuch der Wahner Heide im Allgemeinen ja auch nicht fehlen. Da haben wir zum Einen diese Brombeeren in der Sonne. (1/2000s, f/4, 50mm.) Schön scharf kommen die im dunklen Hintergrund richtig gut zur Geltung.


Margariten-artigen weißen Blumen, die ich ziemlich genau für die hellen Blüten belichtet habe, was man auch direkt sieht, da sie kräftig aus dem fast schwarzen Hintergrund heraus poppen. (1/2500s, f/8, 50mm.) Sieht auch ziemlich genau so aus, wie ich mir das gewünscht hatte

Beim Heidekraut ist das ein bisschen schwieriger, die Blüten sind so klein, man will am Ende ja nicht nur helle Nadelstiche im Film haben. (1/2000s, f/4, 50mm.) Aber andererseits ist ein schön weichgezeichneter Hintergrund ja auch nicht falsch! ;-)


Und dann gibt es noch ein Farnblatt, das in der Sonne glänzt. (1/2000s, f/4, 50mm.) Auch hübsch. Es ging ja doch schon sehr auf den Herbst zu, da passt das schon gut dazu.

Schließlich zurück am Parkplatz noch die Schranke mitgenommen. (1/4000s, f/4, 50mm.) Die hat auch kräftig in der Sonne geglüht. Wenn ich das so sehe, könnte langsam mal ein bisschen Sommer werden draußen. Aber nur ein bisschen, nicht wieder so schwül wie letztes Jahr. Der Herbst war eigentlich ganz nett, wenn es nicht gerade geregnet hat wie junge Hunde.


Und das letzte Foto: Der Kater. Miau! (1/???, f/??, 50mm.) Da muss ich ja nicht viel mehr zu sagen. ;-)

Gutes Wetter in Siegburg, um die X100T zu testen

Heute (also, irgendwann vor 'nem Monat, oder so; ich verliere den Überblick bei meinen vielen vorgetippten Artikeln ;-)) nochmal mit der Velvia-Simulation unterwegs gewesen. Das perfekte Foto-Wetter ausnutzen, um die kleine X100T weiter auf Herz und Nieren zu testen. Und ich habe wirklich sehr schön Bilder aus Siegburg mit nach Hause gebracht.

Da sind zum Beispiel direkt am Anfang diese Obstbäume, die an dem neu gestalteten Hang unterhalb der Abtei stehen, wenn man vom Parkplatz hinterm Hotel los geht. Da konnte ich mal wieder mit der Naheinstellgrenze experimentieren. Sind richtig Klasse geworden! Hätte ich nicht erwartet, dass die Kamera die Belichtung so gut hin bekommt.


Dann wollte ich testen, wie die Blau-Wiedergabe so ist, was bei dem Wetter an jenem 25. Februar 2024 gar kein Problem war: So einen krass blauen Himmel kriegt man selten. Liegt vielleicht auch an den vielen kleinen, zerrissenen Wolken, die entsprechenden Kontrast geben. Das Bild vom Flugzeug ist zugleich noch ein Test für die Qualität der Optik, und ich bin erstaunt, wie gut man mit diesem leichten Weitwinkel ein so weit entferntes Objekt auflösen kann. Die Optik ist auf jeden Fall besser als die Auflösung des Sensors! Was mich fragen lässt, wie das wohl bei der aktuellen Version dieser Kamera mit ihren wahnsinnigen 40 Megapixeln wohl aussieht! Ich bin ja eigentlich der Meinung, dass man so eine hohe Auflösung eigentlich nicht braucht, aber ich arbeite ja meist mit SLRs, an denen man die Objektive tauschen kann - während man hier eben mit den 35mm Äquivalent zufrieden sein muss. (Es gibt übrigens auch in dem Bereich scheinbar Skalper: Bei ehBlöd bietet wer die X100IV für 3½-Tausen Euronen an! Alle bekloppt im Internet!) :-D


Dann jedenfalls den Berg hoch und noch einen Blick hinunter aufs Kreishaus gewagt. Hatte ganz vergessen, dass man von hier oben diese eher ungewöhnliche Perspektive auf die Stadt hat. Nebenbei die neuen Anker in der Wand bewundert, die den Berg sichern sollen, damit die Abtei nicht eines Tages auch unten in der Stadt liegt. Na gut, ich denke, so schlimm wird es nicht kommen, wahrscheinlich handelt es sich hauptsächlich um Sicherungsmaßnahmen für die Fußgänger, damit die keine Steine an den Kopf kriegen.

Da ich mich ja mal wieder nicht zurückhalten konnte, habe ich wieder so viele Fotos gemacht, dass sich ein "Erweiterter Eintrag" lohnt: KLICK! "Gutes Wetter in Siegburg, um die X100T zu testen" vollständig lesen