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Neue Reifen

Nachdem ich heute mal wieder einen sehr langen Tag hinter mich gebracht habe, möchte ich noch kurz jemanden vorstellen: Gestatten: Meine neuen Reifen!


Ich habe keine Ahnung, ob die was taugen. Der Herr in der Werkstatt hat die "Mittelklasse" bestellt. Da (a) meine alten Reifen ~10 Jahre alt waren und sich auch dementsprechend angefühlt haben, (b) ich ja nicht mehr so viel fahre und (c) ich zwar jetzt wieder 2 Jahre TÜV habe, aber keine Ahnung, wie lange das noch weiter geht, habe ich mich für die Ganzjahresreifen entschieden. Erschien mir am sinnvollsten.

Bleibt die Frage, was ist "Maxxis Premitra"?! Noch nie von gehört! Und da man ja bei irgendwelchen Testberichten grundsätzlich nie genau die Größe findet, die man selber fährt, ist auch das Internet nicht hilfreich. Da gehen die Bewertungen je nach dem von "Gut" bis "Ausreichend". Naja. Wir werden sehen, wie sich mein alter Civic so fährt, wenn es in einem halben Jahr wieder Winter wird. Gestern im strömenden Regen fuhr er sich eigentlich ganz normal. (Dabei fällt mir ein, ich muss die Muttern noch nachziehen. Das war mir gestern einfach zu nass...) (Ja, während ich das geschrieben habe, ist aus gestern heute geworden.) (Ja, ich habe mal wieder den Haken für Veröffentlichen nicht rein gesetzt. Es war wirklich ein langer Tag und ich bin noch immer ein bisschen post-Corona-geschädigt, huströchel.)

Heroisches Linux-Gaming (mit Protonen-Dampf)

Ich bin in den letzten Jahren ja zum totalen Playstation-Spieler geworden. Also, wenn ich denn überhaupt mal dazu komme, was zu spielen. Liegt daran, dass ich ja jahrelang keinen PC hatte, der auch nur ansatzweise irgendwas spielen konnte. Seit einem Jahr habe ich aber zumindest die nötige CPU-Power. Der Ryzen 5600G, den ich vor mittlerweile über einem Jahr in mein Gehäuse eingebaut habe, hat zudem erschreckend brauchbare 3D-Leistung. Ich mein, für meine Zwecke: Leute, die jetzt 4k-120Hz-First-Person-Shooter spielen wollen, lachen sich wahrscheinlich gerade krumm. Aber für eine Runde Civilization oder mit den Zügen rum fahren oder sogar auch mal das ein oder andere Tomb Raider Level reicht es.

Letzteres war dann übrigens auch mal wieder der Grund, sich vor etwa einem Monat mit Gaming unter Linux zu beschäftigen, denn die Remastered Version von den ersten drei Spielen von damals aus den 1990ern ist erschienen. Schließlich finde ich es ziemlich hinderlich, ständig das Windoof starten zu müssen, wenn ich eigentlich alles andere mit dem Pinguin erledige. Windows saugt ja schon länger extrem, aber mit 11 haben sie ja irgendwie den Vogel der Unbedienbarkeit abgeschossen. Aber bevor das jetzt wieder in einen Windows-Rant ausartet, ich wollte über die Möglichkeiten reden, die einem ein modernes Linux so bietet.


Leider produzieren ja die wenigsten Spiele-Studios angepasste native Linux-Versionen ihrer Spiele. Die Tomb Raiders waren da eine angenehme Ausnahme. Alle drei der Reboot-Spiele sind auch nativ unter Linux verfügbar und laufen auch extrem gut. Aber bei vielen anderen Dingen ist man auf Wine angewiesen. Oder Proton, die fürs Spielen angepasste Version von Wine. Das letzte Mal, als ich das unter Gentoo in Angriff genommen hatte, war das ja immer noch ein bisschen Frickelei gewesen, aber mittlerweile bin ich echt erstaunt: Es läuft mehr oder weniger alles out-of-the-box, oder sollte ich out-of-the-emerge sagen?

Für Steam gibt es ja schon länger einen offiziellen Client, aber für die vielen, vielen Gratis-Spiele, die ich mittlerweile bei Epic angesammelt habe, muss man auf eine Dritthersteller-Software zurück greifen: Heroic. Und auch das funktioniert erschreckend reibungslos. So sehr, dass ich mir echt überlege, dass das gar nicht so schlimm wäre, demnächst komplett auf Windoof zu verzichten. Bis jetzt habe ich jedenfalls noch kein Spiel, dass ich tatsächlich spielen wollte, gefunden, das nicht auf Anhieb laufen würde. Die Windows-Simulation von Wine/Proton scheint mittlerweile echt weit gekommen zu sein.

Ich mein, dass Tomb Raider III läuft, das habe ich ja eigentlich erwartet. Auch in der Remastered-Version ist das jetzt nicht unbedingt ein besonderer Resource-Verschwender. Eher sehr genügsam. Aber Civ ist da schon ein bisschen heftiger. Und hat mehr grafische Effekte. Läuft aber wunderbar. Dieser Heroic-Launcher unterstützt neben Epic noch anderer Stores (GoG und Prime), was ganz praktisch sein könnte, wenn man da Spiele hat. Habe ich aber nicht. Wie gesagt, aus dem PC-Gaming bin ich ziemlich raus seit einigen Jahren und ich spiele wenn dann hauptsächlich irgendwelche Simulationen. Alles, was man besser mit Tastatur und Maus als mit einem Controller gesteuert bekommt.


Civ war ein bisschen verwirrt, weil es die Grafikkarte anhand des Linux-Strings nicht erkennen konnte und daher nicht wusste, welche Standard-Einstellungen es verwenden soll. Aber nach ein bisschen manueller Nachjustage läuft es ziemlich problemlos. Tomb Raider I-III Remastered hingegen läuft einfach. Gut, das würde wahrscheinlich auch auf einem Taschenrechner laufen, wenn er einen 64-Bit-Prozessor hätte. (Warum ein solcher überhaupt nötig ist, um diese EXE auszuführen, wundert mich allerdings schon ein bisschen.)

Fazit: Vielleicht ist so ein Steam-Deck - das ja auch komplett auf Windoof verzichtet - doch keine so dumme Idee. Allerdings auch nicht ganz günstig. ;-) Und bei aller Kritik, die ich an Steam habe, mit deren relativ restriktiven DRM-Politik, so haben die doch scheinbar recht viel Entwicklungsarbeit in Proton rein gesteckt und so dafür gesorgt, dass man auf das große blaue Betriebssystem aus Redmond mehr oder weniger verzichten kann. Ist natürlich nicht ganz uneigennützig: Die investieren lieber in eine Alternative, als für jedes ihrer Hardware-Geräte Lizenzgebühren blechen zu müssen.

Dass auch die Epic Spiele so problemlos laufen, hat mich allerdings schon ein bisschen überrascht. Der Heroic Games Launcher sieht an manchen Stellen noch immer ein bisschen altbacken aus, tut aber genau das, wofür er gedacht ist, nämlich Spiele herunterladen, installieren und starten, die eigentlich für Windows gebaut wurden. Auch dieses Projekt profitiert von der Arbeit, die eine ganze Schar von Programmierern in Wine und Proton gesteckt haben. Überhaupt sollte man die Genialität dieser beiden Projekte nicht unterschätzen; ich weiß ja nicht, wie das heutzutage ist, aber Früher™ hat Microsoft ja nur extrem widerwillig die eigenen Funktionsaufrufe öffentlich dokumentiert, sodass da sicher noch immer einiges an Reverse Engineering drin steckt!

75 Jahre Grundgesetz

Heute mal wieder ungewöhnlich politisch. Der Anlass: Heute vor 75 Jahren wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland erlassen und trat um Mitternacht in Kraft. Aus diesem Anlass meinen ja wieder Hinz und Kunz, ihren Senf abgeben zu können. Warum also nicht auch ich?

Wenn man mal so drüber nachdenkt, sind 75 Jahre gar nicht so lang. Die Altvorderen sind älter das das. Und doch scheint einem 1949 so weit entfernt zu sein. Und doch so nah. Wenn ich mir die politische Landschaft zZt so anschaue, mit der Zersplitterung der Gesellschaft - rechten Horrorphantasien auf der einen und dem großen Bruder im Osten blind Ergebenen auf der anderen Seite, zwischendrin Wutbürger, Aluhutträger, Reichsbürger und Esoterik-Gläubigen -, könnte man meinen, es wäre wieder Weimar. Dazu ist gerade Europa-Wahlkampf und überall sehe ich zerrissene und besprühte Wahlplakate... Früher war das mal das ein oder andere österreichische Schnurrbärtchen, aber die Parolen, die manche Leute heutzutage wieder in aller Öffentlichkeit kundtun, da kann einem schon Angst und Bange werden. Das Internet, diese Große Leere, in die heutzutage alle hinein schreien, hat die Menschen scheinbar komplett entfiltert und radikalisiert.


Man mag ja nicht immer mit den Aussagen mancher Parteien übereinstimmen, aber das geht dann doch ein bisschen weit. Leider ist das sogar noch eher harmlos, da habe ich dieses Jahr sehr viel schlimmere Verunstaltungen und Diffamierungen sehen müssen. Leute, beruhigt euch mal wieder! Auch Politiker sind Menschen und sollten wie solche behandelt werden! Gewalt gegen Andersdenkende hat in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz!

Aber ist dem wirklich so? Denn gleichzeitig scheint der Zusammenhalt der Leute, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, immer stärker zu werden. Das habe ich Anfang des Jahres gesehen, als überall gegen die völkischen Wahnvorstellungen der Blauen demonstriert wurde. (Ich wusste gar nicht, dass sich die sogenannten bürgerliche Mitte so mobilisieren lässt.) Das sieht man, wann immer mal wieder irgendwo Landunter ist und alle mit anpacken. (Vom kleinen Handwerker bis zum Fabrikchef machen alle mit.) Und das sind nur die Dinge, die man im Fernsehen sieht. Nebenbei engagieren sich so viele Menschen (ehrenamtlich neben ihrem Beruf oder in ihrem Beruf) politisch oder sozial, dass ich mich manchmal frage, wie die diese ständigen Anfeindungen durchhalten. (Ich würde gerne aus den eMails zitieren, die unser Bürgermeister wohl tagtäglich bekommt, aber ich möchte hier keine Hate Speech verbreiten.)

Wie steht es also um unser Grundgesetz und den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Ich glaube, gar nicht so schlecht, wie viele glauben. Ja, wie leben in erstaunlich totalitären Zeiten, aber wir haben zum Glück eine recht liberale und flexible Verfassung, die die Zeiten recht gut überstanden hat. Nach den Irrungen und Wirrungen zwischen Weimarer und Bundesrepublik ist das eine echte Errungenschaft. Das entschiedene "Nie Wieder" zieht sich als Leitfaden quer durch das Grundgesetz. Und auch, wenn viele Menschen unzufrieden sind oder sich abgehängt fühlen, ist das doch noch immer etwas, worauf sich die große Mehrheit der Gesellschaft verständigen kann.


Das Grundgesetz: Einfach mal wieder rein lesen. Mein erstes Exemplar habe ich in den 1990ern in der Schule bekommen. Ist schon ein bisschen veraltet. Dieses Exemplar hat gerade die Schwiegermutter hier abgegeben, sie hat es von der AWO bekommen.

In diesem Sinne: Wenn in zweieinhalb Wochen Wahlen sind, geht hin und macht euer Kreuzchen! Besonders die Jugend, die dieses Mal schon mit 16 wählen darf, möchte ich dringend dazu auffordern. Einfach schon als Gegengewicht zu den alten, weißen Säcken wie mich! Demokratie lebt vom Mitmachen!

Meisterinnen-Waffeln

Die Frau verbietet mir ja immer, Waffeln zu machen, wenn die Bayern nicht gerade eine Meisterschaft oder irgendsowas gewonnen haben. Über die genauen Zusammenhänge bin ich nicht informiert, ich habs ja nicht so mit Fußball, aber es muss was mit dem Muster ihres Waffeleisens zu tun haben. Die Forschung zu dem Thema ist noch nicht abgeschlossen! ;-)

Jedenfalls: Nach anderthalb Wochen Corona und Löcher in die Decke starren und vor allem nicht einkaufen gehen, war der Inhalt des Kühlschranks dann doch ein bisschen karg. Aber Mehl und Zucker hat man ja immer im Haus und die Butter kann man sich bei der Schwiegermutter klauen! :-D Es blieb uns also schon kaum noch was anderes übrig, als Waffeln zu machen. Und siehe da: Zu unserem Glück hat Bayern München ja doch noch einen Meistertitel errungen. Also, die Frauen-Mannschaft, jetzt. (Frauschaft?) Na, dann mal herzlichen Glückwunsch! ;-)


Eigentlich mache ich ja keine Einträge über Essen mehr. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, besonders wen es so lecker Ausnahmen sind. Eigentlich sollten ja Erdbeeren auf die Waffeln, weil es ist ja auch gerade Zeit für Erdbeeren, aber die waren offenbar alle schimmelig und/oder matschig. Insofern tun es auch die Heidelbeeren. Oder sind es Blaubeeren? Oder gar Waldbeeren? Alles gelogen, die kamen aus der Qualzucht in Hintertupfingen (Chile, glaube ich, also auch eher suboptimal; aber wenn die Flugzeuge mich schon die ganze Nacht wach halten, möchte ich manchmal auch was davon haben).


Sehen richtig gut aus, muss ich ja sagen, aber ich kann keine Sahne mehr vertragen. Die ganze Nacht grummeln in den Eingeweiden gehabt. Oder lag es vielleicht an der Zucker-Überdosis? Wie das immer so ist, kam zu erst gar nichts aus unserem Zuckerpott raus, dann alles. War dann ein bisschen schwierig, das da wieder raus zu schaufeln, ohne alles mit Zucker zu verseuchen bzw. den Zuckerpott noch mehr zu verkleben. Könnte also ein bisschen mehr gewesen sein als die 165g im Rezept. (Was für eine krumme Zahl ist das eigentlich?)

Egal, jetzt sind noch immer so vier oder fünf übrig. Mal sehen, was ich damit den Tag über mache. Essen, nehme ich an! ;-)

Mit der Frankencanon und der Pest über'n Hausberg

"Wie viele Fotos kann man mit der Kombination aus einem 40 Jahre alten Tokina Zoom und einer recht neumoischen Canon Digitalkamera machn?" - "Ja." Also, am Ende sind es für jedes Jahr circa ein Bild geworden. ;-)

Aber von Anfang an: Ich bin noch immer verseucht. Ich weiß nicht, wie der P das angeblich innerhalb von vier Tagen wieder los war, der hat 'n anderes Virus abbekommen oder was weiß ich. Ich bin noch immer so verschleimt, dass ich mir wie eine Schnecke vorkomme. Frische Luft soll in solchen Fällen ja wunder wirken, auch wenn ich mir nicht so sicher bin, ob die Pollen da draußen eine gute Idee waren. Egal, ich also gestern Nachmittag mal eben vor die Tür und einmal über den Hausberg. Man muss ja seine schimmeligen alten Knochen bewegen und außerdem sind in der Zimmerdecke mittlerweile genügend Löcher (vom rein starren).


Und da habe ich mir gedacht, um das Ganze ein bisschen aufzulockern: "Nimmst Du die Kamera mal mit einem anderen als dem normalen Objektiv mit. Hast ja den Adapter für Nikon." Und meine Wahl fiel auf das RMC Tokina 100-300mm 1:5 vom Flohmarkt. Das hatte ich ja letztens mal in einem kleinen Shoot-out auf der D800, wo es eigentlich ganz gut funktioniert. Auf der Canon hat es natürlich die zusätzliche Herausforderung, dass diese keine >o< Anzeige im Sucher hat, die mir sagt, wann das Bild scharf ist. Und Live View ist da auch nur mäßig hilfreich, insbesondere bei diesen Brennweiten - effektiv sind 100-300mm ja auf der Canon-Crop-Kamera 160-480mm. Das ist VIEL.


Ich habe dementsprechend versucht, mit der Belichtungszeit möglichst nicht unter 1/400s zu fallen, was natürlich entsprechend höheres Rauschen verursacht, wenn ich die Empfindlichkeit der Kamera hoch stellen muss. Es war zwar sonniges (sehr blaues) Wetter, aber in den Schatten unter den Bäumen musste ich dann doch schon auf ISO 1600 hoch gehen. Das Ding hat halt doch nur f/5 weit offen und so richtig brauchbar werden die Bilder eigentlich erst ab f/8 und aufwärts.

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