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Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO

Langer Name, langes Objektiv. Ich habe es wieder getan: Da kam diese eBay-Auktion vorbei: Ein Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO (das alte, 1988-1995er, NICHT das neuere, 1996-... Macro), ein echtes (vintage-retro?) Schmuckstück. Leider - wie immer bei Sigmas aus diesem Zeitalter - als "klebt, dass man es nicht benutzen kann" angegeben. Und "es lässt sich nicht zusammenschieben". Also, Ersteres krieg ich hin, das ist eine der leichteren Übungen. Und Letzteres? Das ist eine Festbrennweite, da kann also nichts wirklich wichtiges nicht zusammenschiebbar sein. Die Sonnenblende? Wahrscheinlich. Und das alles für 12 Euro "Sofortkauf als defekt"? Also, wenn da noch irgendwelche anderen Probleme an dem Teil dran sein sollten, dann werd ich die schon irgendwie geregelt bekommen. Ich mein: Zwölf Euro! Hallo?! Da kann ich nicht nein sagen! Gekauft.

Kam heute gut verpackt an. Und ja: Die Noppenfolie hat Abdrücke im Schlotz hinterlassen. Gut, dass es die Tage so kalt war, während das in der Packstation gelegen hat. Sonst hätte die Noppenfolie sich wahrscheinlich auf immer und ewig mit dem Lösungsmittel, das aus der Beschichtung ausschwitzt, verbunden und ich hätte die niemals mehr abbekommen!


Na, da hab ich ja ein paar Stunden zu putzen! Und ja, die Sonnenblende steckt bei ca. 4/5 fest. Scheint, als hätte das filzige Zeug innen sich mit dem Matsch am Tubus verbunden. Joah, das wiederum wird etwas länger dauern, bis ich das so hin bekomme, dass es sich wieder bewegen lässt. Ich mein, nach der ersten Reinigung geht es jetzt. Aber nicht ansatzweise gut. Ich hab Angst, dass ich bei der Kraft, die ich da anwenden muss, das irgendwann knack macht und es im Eimer ist. Im Gegensatz zum Rest des Tubus ist die Sonnenblende nämlich nur Plastik. Den Schlotz drumherum habe ich übrigens mit ganz normalem Spiritus ab gewischt. Die gesamte Beschichtung ist jetzt weg (außer unter dem Tesafilm, den ich über die Beschriftung geklebt hatte, damit die erhalten bleibt) und eine halbe Rolle Küchenrolle leer. So eine Sauerei hatte ich echt noch nicht. Was haben die da rein gekippt damals? Das ist ja furchtbar, meine Hände sind noch immer koomplett schwarz. (Also, "komplett". Sagen wir mal so: Ich sehe aus, als hätte ich irgendwo Fingerabdrücke abgeben müssen! ;-))

Aber bevor ich es grundgereinigt habe, habe ich es erst mal kurz mit in den Garten geschleppt und ein paar Bilder mit der D800 gemacht. Mechanisch und optisch ist es nämlich einwandfrei in Schuss, es hat sogar ein sauberes Hama-Haze-Filter drauf und sieht auch ansonsten gut behandelt aus.


Draußen ist bescheidenes Wetter, demnach kann man nicht das beste Ergebnis erwarten. Schließlich musste ich hoch bis auf ISO 800, denn hinterm Haus ist es doch sehr schattig. Aber dafür, dass die Bilder alle mit Offenblende entstanden sind: Ich kann mich nicht beschweren! Sieht einfach gut aus, nicht groß anders als eines der kleineren Objektive, die ich habe. Die Schärfe ist gut (für 1990er), der Kontrast ist gut (für 1990er) und auch die üblichen chromatischen Aberrationen, die man bei solch langen Brennweiten gerne hat, halten sich schwer in Grenzen. Mit dem Ding kann man durchaus mal ein paar Vögle beobachten gehen und Bilder mit nach Hause bringen, die vielleicht nicht die ganzen 36 MP der D800 ausnutzen, aber doch schon recht nah dran kommen. Ich sag's ja immer wieder: Festbrennweiten sind einfach grundsätzlich besser als Zooms. Ich mein, moderne Tele-Zooms, ich sag ja nix, die können schon einiges, was früher solchen Festbrennweiten vorbehalten war. Aber, ich wiederhole das jetzt noch mal: 1990er!


Ich habe an den Bildern auch nur ganz wenig (naja) an der Belichtung korrigiert. Ich werde mal schauen müssen, ob ich hiermit eher manuell belichten werden, zumindest auf größere Distanz. Wie immer bei diesen Brennweiten wäscht das Bild schnell aus, wenn man in die Ferne fotografiert: Man kann Objekte zwar näher ran holen, aber der ganze Schmutz in der Luft, den man mit den Augen nicht so wahrnimmt, wird halt auch mit vergrößert. Die Belichtungsmessung liegt da gerne mal eine Blende daneben. (Dass die Bilder vom Haus auf Kuhweid' da oben und der Futterbehälter so "flach" aussehen, liegt allerdings an der schmutzigen Fensterscheibe: Der Minimalfokus ist 4 Meter! Das Futterrohr konnte ich nicht von draußen fotografieren, so groß ist die Veranda nicht! ;-))


Ich bin jedenfalls total begeistert! Cooles Teil, dass ich da für den Schnäppchenpreis bekommen habe. Ist die schmutzigen Finger wert gewesen! ;-) Ich mein, ich hab da aber auch schon dran rum geschrubbt, dass es nur so gedampft hat. Ich bin noch immer ein bisschen betrunken von den ganzen Alkohol- und Spiritus-Dämpfen. Nachgerubbelt habe ich übrigens mit Isopropanol, das wischt auch noch den letzten Rest runter. Ich bin mal gespannt, ob ich bei der längeren Benutzung noch Stellen finde, die ich nicht erwischt habe! ;-) Hab schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass ich das für so wenig Geld bekommen habe. Die Verkäuferin wusste wohl auch nicht, was sie da hat!


Jedenfalls, Fazit: Cooles Teil. Freue mich drauf, damit mal ein bisschen vor die Tür gehen zu können und die Natur zu fotografieren. Dafür brauche ich aber besseres Wetter als heute (Dienstag, 21.1.). Ich werde berichten!

Schwarz-weiß und analog, Teil 325a: Aachen 2025

Kentmere 400 #14, 16. Oktober 2025
  • Minolta 5000 AF
  • Entwicklung: D-76 Stock #7, 16:00 Minuten, 20°C, Adofix Plus 1+5 #17, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Bin endlich mal wieder dazu gekommen, die vor längerer Zeit gescannten Bilder auszuschneiden und zu komprimieren. Da kann ich auch gleich mal ein paar raus hauen. Aus dem Film, den ich in Aachen verschossen habe, mache ich einfach mal zwei Einträge, denn es sind dann doch recht viele Bilder und ich habe keinen Lust, so viel auf einmal zu schreiben. Das hält mich nämlich immer davon ab, das zeitnah zu erledigen. So, in kleinere Aufgaben zerstückelt, ist das nicht so ein den-Stein-den-Berg-rauf-rollen! ;-)

Also, es war Oktober und wir waren wie jedes Jahr in Aachen und sind nachher noch ein bisschen in die Stadt gegangen, weil. Wie immer in der Parkgarage neben der Orthodoxen Kirche geparkt, gegenüber vom Gymnasium. Deswegen kommen da auch direkt die ersten Bilder her. So etwa dieses Bild von der Kirche, wie sie halb vom Parkhaus verdeckt wird. (P, 1/500s, f/11, 35mm.) Ja, ich hatte mal wieder eine Minolta mit und dieses Mal auch - ganz untypisch - ein Zoom drauf. Mir war nämlich aufgefallen, dass ich mit dem 35-105mm noch gar keine analogen Fotos gemacht hatte. Und da hab ich gedacht: Probiers aus! Ich muss zugeben: Mit dem Zoom habe ich im Weitwinkelbereich noch mehr Probleme, die Kamera gerade zu halten als sonst schon! ;-) f/11 passt hier gut zum Motiv. Ansonsten nicht viel zu berichten, es gibt bessere Bilder. ;-) Ach ja, und die Bilder sind - auch recht untypisch - recht häufig im P-Modus aufgenommen, da die alte 5000 AF ja keine Halbautomatik kann.

Gegenüber die Stühle vor der Schule (Kunst?) mitgenommen. (M, 1/500s, f/4, 35mm.) Die braunen Blätter an den herbstlichen Bäumen haben sehr interessantes Grau auf dem Kentmere produziert. Das hat so ein bisschen einen Infrarot-Vibe! Interessant! Hier direkt mal auf Manuell geschaltet, denn das funktioniert an dieser Kamera erstaunlich gut. Dumm nur, dass sie immer wieder auf P zurück springt, wenn man die Klappe zu macht.


Umgedreht und die Kirche ins Visier genommen. (M, 1/1000s, f/8, 105mm.) Auch im Tele-Bereich habe ich die Kamera schon mal gerader gehalten. ;-) Aber hier passt das schon fast zum Motiv. Zudem bin ich mal wieder erstaunt über die Schärfe, die dieses Zoom produziert. Das Internet sagt ja, dass der Look dieser relativ alten AF-Linse ein bisschen antik (im eher schlechten Sinne) wäre, aber auf s/w und Film gefällt sie mir eigentlich direkt ganz gut. Nun sind meine Ansprüche ja aber auch nicht so hoch! ;-) Schärfe ist jedenfalls erstaunlich gut. OK, sollte sie bei f/8 auch sein.

Als ich der Kirche dann schon fast den Rücken gekehrt hatte, noch eben schnell den Drachentöter eingefangen. (P, 1/2000s, f/5,6, 105mm.) Das Film ist dieses Mal irgendwie recht kribbelig geworden. Ich weiß nicht warum, ich habe bei der Entwicklung nichts anders gemacht als sonst. Liegt aber vielleicht auch ein bisschen am Wetter, wodurch ein bisschen mehr am Kontrast schrauben musste als sonst. Aber: Grain is good, oder wie war das! ;-)

Vor der Sparkasse stand schon das Fluchtfahrzeug bereit: Ein alter Motorroller! (P, 1/180s, f/4,5, 35mm.) Immer, wenn ich solche Geräte sehe, muss ich sie ja mit nehmen, aber hier gleich mit dem Geldautomaten daneben: Doppelt gut! ;-) Der Programm-Modus funktioniert in den meisten Fällen ja auch ganz brauchbar, muss ich zugeben. Der sucht sich eine ganz brauchbare Mischung aus Zeit und Blende raus, sodass ich nicht allzu oft manuell eingreifen musste.


Die Haustüre der Nummer 2 hatte dieses etwas gestonete Gesicht aufgemalt, da konnte ich auch nicht vorbei gehen. (P, 1/250s, f/5,6, ~80mm.) Schon wieder total schief und scheel. Scheibenkleister! Ja, liegt an den vielen gerade Linien der Tür, dass man das so sehen kann. Im mittleren Brennweitenbereich wie hier sind die Verzerrungen übrigens auch auf Film ganz gut kontrolliert, während man bei Weitwinkel und Tele schon einiges davon sehen kann. Die Bilder sind in der Beziehung sehr ähnlich zu dem, was ich auf der Digitalen Sony an Ergebnissen erhalten. Daraus schließe ich, dass die letztere keine digitale Korrektur durchführt.

Eines der besten Bilder auf diesem Film folgt: Die Kürbisse in der Auslage! (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Richtig cooles Foto. Muss ich nicht mehr zu sagen. Oder?

Ebenfalls die Artischocken. (P, 1/60s, f/4, ~50mm.) Wobei mir die seitliche Ansicht der Kürbisse noch besser gefiel, wegen der Unschärfe im Hintergrund, die hier natürlich nicht gegeben ist. Aber die unterschiedlichen Farben der Artischocken kommen hier sehr schön in den verschiedenen Grautönen durch.

Über allem thront der Dom. (M, 1/500s, f/8, ~40mm.) Jetzt nicht so wie in Köln oder sowas, aber immerhin sieht man ihn doch recht häufig durch Hauslücken und über den Dächern. Wieder schief wie bekloppt, aber was solls, ich finde es hier gar nicht mal so sehr ablenkend.


Die Fahnen vor der Souvenier-Geschäft: Auch gut getroffen. (M, 1/1000s, f/4,5, ~80mm.) Bei dem leichen Tele bekommt man doch schon ganz brauchbare Hintergrundunschärfe. Ja, ich sehe, was die Reviewer im Netz meinen, aber mich stört das nicht. Im Gegenteil: Die Bilder sehen mehr Retro aus, als sie es mit dem Equipment eigentlich sollten.

Der Ziegenbock! Määääh! (P, 1/500s, f/9,5, ~90mm.) Ich bin erstaunt, dass die Automatik hier richtig gute Werte genommen hat. Persönlich hätte ich ja eher wieder eine "gerade" Blende bevorzugt, also entweder f/8 oder f/11, aber so gehts auch. Aber vor allem, dass das Bild nicht über oder unter ist, erstaunt mich am meisten. Hätte ich es manuell gemacht, hätte ich ihm zur Vorsicht bestimmt eher eine halbe bis ganze Blende mehr Licht gegeben - wegen des hellen Hintergrunds -, aber das wäre hier gar nicht nötig gewesen. Manchmal funktioniert die Programm-Automatik erschreckend gut!

Den Tisch mit den Blättern drauf wollte ich auch nicht einfach so undokumentiert lassen. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Bei 50mm verhält das Zoom sich sehr ähnlich zu einem echten Nifty-Fifty, wenn auch eher langsam. Dafür gefällt mir die Art, wie es die Realität einfängt und auf Silber bannt, doch sehr gut. Ich mein, das ist jetzt Offenblende und ich sehe da auf der technischen Seite echt keine (großen) Probleme.


In einem der Schaufenster habe ich dann noch den Hund mitgenommen. (P, 1/130s, f/4, ~40mm.) His Master's Voice. Was ist da eigentlich draus geworden? Aha. Spannend! Jedenfalls: Durch die Scheibe ist die Bildqualität eher eingeschränkt, aber ich wollte den Hund nicht einfach so da stehen lassen! ;-)

Wir sind bei unserem Besuch der Innenstadt tatsächlich mal ein bisschen weiter vorgedrungen und haben auch mal Stellen gesehen, die wir sonst ignoriert haben, etwa diesen Engel mit Waagschale und Schwert. (P, 1/180s, f/5,6, 105mm.) Joah, das war wahrscheinlich die mittelalterliche Art, die Leute dazu zu bringen, auf dem Markt nicht zu bescheißen. Der Rache-Engel sieht alles und weiß alles und hat auch gleich das Messer dabei! Nicht wie die blinde Justizia! ;-)

Ansonsten: Noch ein bisschen Dom. (P, 1/150s, f/9,5, ~45mm.) Wie gesagt, ich hätte eine ganze Blende bevorzugt, aber bevor ich jetzt wieder mit der manuellen Einstellung rum fummel... Bis ich da fertig bin, ist der Dom verwittert! ;-) Ja, das ist mit der 5000 AF ein bisschen zeitaufwendiger. Ein bisschen! ;-) Aber immerhin hat sie eine manuellen Modus. Das war ja nur eine consumer grade Kamera, da war das nicht selbstverständlich.


Dat Menneken mit de Fische hab ich dann auch noch mal frontal mit genommen. (P, 1/180s, f/4,5, 90mm.) Mit dem 50er hätte ich sicher mehr Bokeh in den Hintergrund bekommen. Wobei ich mal so eine schöne Festbrennweite irgendwo zwischen 80 und 100 brauchen könnte, am Besten f/2 oder f/2,8. Das 85/1,8 Nikkor hat doch sicher ein Minolta-Äquivalent gehabt, oder?

Und zum Schluss noch: Kunst. (P, 1/180s, f/4, ~50mm.) Was machen die da eigentlich? Will ich es wissen? Ne. ;-)

Nächstes Mal: Der zweite Teil des Films, nachdem ich hier ganz willkürlich schneide! ;-)

Winter in Lanzenbach - Testbilder mit der Sony SDC P200

10.1.: Nachdem der Akku dann erfolgreich geladen war, habe ich die 20 Jahre alte Sony DSC-P200 dann mal mit in das Schneegestöber genommen, das da am Samstag vor der Tür abging. Die Reste vom Sturmtief "Elli" drehten sich ziemlich genau über uns und es kam so eine Mischung aus nassfeuchtem Schnee und noch nicht ganz aufgetautem Regen runter. Wobei ich noch Glück hatte, als ich unterwegs war: Das war alles mehr oder weniger fest und ist dementsprechend ganz gut an meiner Jacke runter gepurzelt, statt einzuziehen und mich zu frosten. Die Impregnierung ist ja auch nicht mehr so wahnsinnig an der roten North Face Jacke. Die ist schließlich genau so alt (ungefähr) wie diese Kamera, die ich hier an diesem Tag testen wollte.


Die Voraussetzungen waren jetzt nicht die allerbesten: Der Himmel grau in grau, das leichte Schneetreiben, alles nicht so gut für kräftige, kontrastreiche Bilder. Aber dafür sieht man schon am ersten Eindruck, wenn man sich die Fotos anschaut: Das geht eigentlich ganz gut! Ich bin erstaunt, dass ein 1/1.8"-Sensor von 2005 noch solche Bilder hin bekommt. Gut, die Bilder sind scheinbar alle bei ISO 100 entstanden, obwohl der AUTO-ISO-Modus gewählt war und die Kamera somit auf wahnsinnige ISO 400 hätte hoch gehen können. Hat sich wahrscheinlich gedacht: Ach komm, das lohnt den Aufwand nicht! ;-) Hab ich leider erst zu Hause gemerkt. Hätte mir eigentlich auffallen müssen, denn sooo dunkel war es dann doch wieder nicht. Muss ich dann mal separat testen.

Wie man sieht, ich bin einmal unten durchs Dorf und habe alles mit genommen, was mit Schnee bedeckt war. Weil, wenn man schon in dem Sauwetter raus geht, dann will man ja auch was davon haben. Was man allerdings auch sieht, besonders in den helleren Bildern mit einheitlichem Hintergrund: Da ist ein saumäßiger Dreck drin! Ich dachte, der CCD wäre irgendwie versiegelt? Wie hat die Schwiegermutter also diesen ganzen Dreck da drauf bekommen? Fusseln und Flecken! Wenn ihr also aufmerksam die Bilder anschaut, wird euch das sicher auch auffallen, liebe Leser.


Das sieht man besonders bei solche Bildern, die ich ein bisschen kontrastkorrigiert habe. Also ein bisschen an der Histogramm-Kurve gespielt im Gimp. Ansonsten habe ich die Bilder allerdings nur auf 75% Qualität runter komprimiert, damit mir das Internet nicht um die Ohren fliegt. Die Dimensionen habe ich hingegen beibehalten; bei 7 MP komme ich ja eh nicht an die 4k-Auflösung ran, die ich normalerweise mache. Davon abgesehen, ist das hier 4:3 statt des üblichen 3:2-Seitenverhältnisses. Ungewohnt. Aber nicht ungewöhnlich für diese Sensoren, die ja auch teilweise in den letzten Foto-Handys verbaut wurden, bevor das Smart Phone das Marktsegment der Kompaktkamera obsolet gemacht hat.

Wer noch viel zu viele weitere Bilder sehen will - ja, ich hatte Spaß mit der Kamera - und zudem noch weitere "interessante" Details zu meiner Meinung über das Gerät lesen möchte, der möge auf den "erweiterten Eintrag" klicken, denn das hat mal wieder Überhand genommen! ;-) KLICK! "Winter in Lanzenbach - Testbilder mit der Sony SDC P200" vollständig lesen

Sony DSC-P200

Und es war Weihnachten und die Schwiegermutter hat mal aufgeräumt, weil wir Besuch erwarteten. Da ist dann auch diese kleine Kamera endlich wieder aufgetaucht, die ich seit zwei Jahren suche, weil ich sie mal einem Test unterziehen möchte. (Freut euch also schon mal auf kribbelige Kompaktkamera-Bilder.) Die Sony DSC-P200 akzeptiert noch als einziges Speichermedium einen Memorystick! Gut, meine Alpha würde den auch noch nehmen und benutzen können, aber eben auch eine SD-Karte. Weil Sony damals schon eingesehen hatte, dass das mit den proprietären Formaten auf die Dauer Kaka ist. Aber die P200 ist noch vor dieser Erkenntnis konzipiert worden. Ebenso hat sie eine Buchse, die mit so ziemlich allem anderen inkompatibel ist, was es sonst noch gibt, sodass ich den Akku nicht laden kann (dazu ein eigener Eintrag), ohne das Ladekabel zu haben - in Zeiten von vorgeschriebenem USB-C kaum noch zu glauben.


Deshalb heute nur eine rein theoretische Beschreibung des Geräts: 7,2 Megapixel klingt jetzt heutzutage nicht mehr nach viel, war aber damals völlig ausreichend. Die Optik dieser kleinen Kompakten war zudem recht brauchbar, wenn ich mich richtig erinnere, sodass man damit ausreichend große Fotos machen konnte. Zudem beginnt das im Weitwinkle schon bei f/2,8, was schon ein bisschen Bokeh versprechen könnte. Der dreifach-Zoom endet dann allerdings bei f/5,2. Gut, das reicht wahrscheinlich, ist aber dann doch schon recht dunkel. Apropos Zoom: 7,9 bis 23,7mm stehen im Datenblatt, was einem Kleinbildäquivalent von 38-114mm entspricht. Crop-Faktor 4,8 bedeutet... 1/1,8 Zoll Sensor? Könnte sein, stimmt auch mit dem Datenblatt überein. ISO 100-400 ist allerdings schon ein sehr beschränkter Bereich. Jaja, alter Sensor.

Angeblich kann man 1-1/1000s manuell einstellen, automatisch kann sie wohl 1/2000s. Warum der Unterschied? Frag mal einer bei Sony nach! Ich habe keine Ahnung. Haben diese kleinen Dinger überhaupt einen mechanischen Verschluss? Das ist doch alles elektronisch, auch schon im Jahr 2008, oder? Das Datenblatt sagt nichts zu den (halb?) manuellen Modi, nur zu den üblichen Programmen, die ich ja grundsätzlich nicht benutze, wenn es sich vermeiden lässt. ;-) (Dämmerung, Dämmerung Porträt, Soft Snap, Landschaft, Strand, Schnee, Feuerwerk, High-Speed Shutter, Kerze. Whut? Was ist mit "normal" oder sowas? Egal.) Am Drehrad kann man nur Vollautomatik (Motivprogramme), P oder M einstellen. Hm. Keine Halbautomatik? Sowas! Naja, aber dann werde ich halt mal ein bisschen manuell damit spielen, falls ich den Akku geladen bekomme und die Kamera überhaupt noch funktioniert.


Denn: Das gute Stück ist ziemlich verschrabbelt und verbeult. Das hat so manchen Urlaub der Schwiegereltern mitgemacht und ist nicht allzu pfleglich behandelt worden. Trotzdem, ich hoffe, dass noch Leben drin steckt. Ich erinnere mich nämlich, dass die Bilder eigentlich ganz gut waren, die da aus dem Memory Stick raus kamen. (Hab ich überhaupt noch einen Cardreader... oh, tatsächlich, das "aktuelle" USB3-Dings, das ich da habe, hat sogar einen Memory Stick Slot! Erstaunlich!) Ich mein, es ist eine Sony, die werden da jetzt nicht den letzten Scheiß zusammen gekloppt haben. Im Allgemeinen wissen die ja, was sie tun. Aber es ist halt auch schon ein paar Jahre her, dass ich ein paar Fotos dieser Kamera das letzte Mal in den Händen hatte. Würde mich interessieren, ob die Erinnerung besser ist als die tatsächliche Leistung. ;-)


Dementsprechend: Ich kann es kaum erwarten, den Akku laden zu können! Habe mir jetzt so ein universelle Teil bestellt, das angeblich alles laden kann, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bin gespannt. Der Fotomensch hier unten in der Stadt hatte sowas ja nicht mehr. Moment, habe ich das nicht schon mal erzählt? Ich werd alt! ;-)

Erste Filmentwicklung des Jahres

Draußen ist eigentlich das perfekte Wetter für einen kleinen Spaziergang, aber ich habe noch immer Kopfschmerzen. Also habe ich gedacht, bekämpfe Gleiches mit Gleichem und atme noch ein paar Microphen-Dämpfe ein, dann geht das sicher besser! ;-) (Spoiler: Nein.) Aber apropos Microphen: Das Zeug habe ich scheinbar im Oktober 2023 angerührt. Das steht jedenfalls auf dem Aufkleber. Und das bedeutet, dass das jetzt über zwei Jahre alt ist! Da habe ich das lieber vorher mal ausgiebig getestet. Und warum habe ich dann nachher nicht auf meinen Test gehört? Weil ich dumm bin! Der Test hat ergeben, dass 15 Minuten gerade so gut sind, aber ausgerechnet hatte ich 13:30 Minuten. Und dann hab ich noch eine halbe Minute drauf gelegt, weil ich mein Bauchgefühl nicht total ignorieren wollte.


Zum Glück habe ich aber vorher noch bemerkt, dass mein Thermometer einen temporären Schaden hat! Das hat wohl zu viel auf dem Kopf gelegen. Jedenfalls ist ein beträchtlicher Teil des roten Alkoholgemischs nach oben gelaufen und da hängen geblieben. Somit war meine Temperaturmessung total am Popo, so viel wusste ich! Aber welche Temperatur hatte ich dann tatsächlich? Es ist bei diesen Temperaturen, die zZt aus der Leitung kommen (entweder so unter 10°C, wenn man es auf "kalt" stellt, oder irgendwo jenseits von 30°C, wenn man es auf warm stellt) ja schon eh nicht so einfach, 20°C auszumessen. Und wenn das Thermometer dann auch noch verstellt ist... Ich hab dann 22° geraten, das war ungefähr die Länge des oben fest steckenden Stücks Rot, während es unten rum "20" angezeigt hat. (Hö hö hö. untenrum 20 gemessen! Hö Hö! ;-)) Die Wahrheit war wahrscheinlich eher so bei 21°C. Das habe ich nämlich an dem, was nach der Entwicklung aus dem Jobo-Becher kam, gemessen, nachdem ich das Thermometer einmal ganz kurz mit sehr, sehr heißem Wasser bekannt gemacht hatte, damit die Säule bis ganz oben hoch anschlägt. Was man ja eigentlich nicht machen sollte. Aber es hat tatsächlich das feststeckende Stück oben "abgeholt", sodass ich dem Ding jetzt wieder einigermaßen trauen kann. Wo ist eigentlich das Fieberthermometer? Wenn man Baby-Fläschchen damit messen kann, warum nicht ein Tässchen Microphen? :-D

Jedenfalls: Das Ergebnis ist ein bisschen dünn geworden. Die 14 Min waren bestimmt die eine Minute zu wenig, wohl eher mehr. Hätte auch gut 16 Minuten vertragen können. Aber da kann ich beim Scannen sicher noch was raus holen. Mit Abzügen könnte es allerdings schwer werden. Muss ich mal schauen.


Ansonsten ist der erste Eindruck: Das lange Tokina-Tele funktioniert erstaunlich gut auf der analogen Minolta Dynax 7Xi. Ich mein, ja, die war damals ja auch so ziemlich die beste Minolta, die man Anfang der 1990er für Geld kaufen konnte, ohne einen Kleinkredit aufnehmen zu müssen. Es ist immer wieder traurig, dass man solch (semi-)professionelle Kameras heutzutage als Dreingabe hinterher geworfen bekommt. Die waren damals richtig, richtig teuer. (Boah, es ist schlimm: Wenn ich danach Google, halluziniert sich die KI erst mal wieder irgendeinen totalen Scheiß zusammen, es ist zum Kotzen! Wer hat eigentlich das Internet kaputt gemacht? Gut, einen "echten", unimaginierten Preis finde ich also auf die Schnelle nicht.) Und das AT-X war sicher auch nicht ganz günstig. Ich sag mal so: Ich würde für die Kombi ein kleines Vermögen im Bereich eines älteren Gebrauchtwagens als untere Grenze ansetzen, so rein aus dem Bauch heraus, und das merkt man auch alleine schon bei der Bedienung und der gesamten Haptik, selbst 35 Jahre später noch.

Ein richtiges Fazit gibt es aber erst, wenn ich die Bilder gescannt habe. Bis dahin also noch ein bisschen Geduld! ;-)