Sentimental Sunday: Sortierte Kassetten
Man, man, man, ich wusste ja gar nicht, dass Nostalgie so arbeitsintensiv sein kann! Nachdem ich ja letztens mal in sämtliche, in meinem Eigentum befindlichen Tapedecks und Walkmans neue Gummis eingezogen habe, habe ich ja auch sämtliche meiner alten Kassetten (oder zumindest die, die ich wieder gefunden habe) aus dem Keller gekramt und gestern war es dann so weit, dass ich die, die ich mir in den letzten Wochen angehört und beschriftet habe, in die richtige Hülle packen wollte. Damals, so in den beginnenden 1990ern habe ich nämlich eine interessante Strategie verfolgt: Die Hüllen habe ich immer äußerst ausgiebig beschriftet, mit Künstler und Titeln und alles, aber auf die Kassetten habe ich dann meist nur "Mix No. 42" geschrieben, was im Nachhinein nicht so einfach wieder zuzuordnen ist.
Zudem hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen: Wenn ich zur Beschriftung damals nämlich Tinte verwendet habe, ist davon heute meist nichts mehr zu lesen. Tinte auf dieser Hochglanz-Pappe scheint sich mit den Jahren nämlich aufzulösen. Wusste ich damals auch nicht. Fällt unter das Thema "Erfahrungen, die keiner mehr braucht", weil keine Sau mehr Kassetten verwendet.

Links: Kassetten ohne Hüllen - Mitte: Kassetten in den richtigen Hüllen - Rechts: Hüllen ohne Kassetten
Was ich allerdings fast noch erschreckender finde: Die Qualität der Aufnahme ist grundsätzlich und durchweg gar nicht so schlecht; zumindest die Kassetten, die nicht jahrelang im Bus und später im Auto durchs Wetter gefahren wurden, kann man sich mit dem "guten" Walkman und den modernen Kopfhörer durchaus noch anhören. In meinem Alter hört man das hochfrequente Hintergrundrauschen vom Tape eh nicht mehr. Und wenn man sich nicht bewegt, hält sich auch das Jitter in Grenzen, wobei der Walkman das eh immer recht gut unter Kontrolle hatte, zumindest für ein portables Gerät, das hin und wieder auch mal durchgeschüttelt wird. Nachdem sich der neue Riemen einigermaßen eingelaufen hat, klingen die meisten Aufnahmen richtig gut, wenn das Gerät still liegt und selbst beim Wandern durchs Haus, zB die Treppe hoch, kann man nur mäßige Gleichlaufschwankungen feststellen.
Das steht und fällt natürlich mit der Qualität der Aufnahme. Da kann ich schon merkliche Unterschiede feststellen: Die ganz frühen Kassetten, die ich mit der alten CLAtronic-Boombox aufgenommen habe, sind teilweise etwas eierig. Aber die mit dem Fisher-Tapedeck angefertigten sind eigentlich alle noch recht brauchbar, zumindest wenn ich sie nicht zu sehr übersteuert habe. Auch die Qualität der Kassetten ist ziemlich schwankend: Manche eiern offenbar schon, wenn sie aus der Fabrik kommen und haben auch relativ weite Produktionsschwankungen gehabt: Die sehr günstigen TDK, die ich früher Haufenweise gekauft habe, zum Beispiel. Andere haben sich richtig gut gehalten, so zum Beispiel die teuren Sonys und Maxells, die ich eher selten gekauft habe.
Nebenbei habe ich dann noch diese Quittung wiedergefunden: 20 Mark für ein Fünferpack Maxell XL II 90-Minuten-Bänder, das ist schon ein stolzer Preis. (Von den zwei Paketen No-Name 3,5"-Disketten für je 7 Mark mal gar nicht zu sprechen!) Vielleicht sollte ich zumindest mal die unbenutzten bei eBlöd einstellen, mal gucken was man da auf Grund der laufenden Retro-Welle für bekommen würde. (Ungefähr das Gleiche in Euro; wenn man sich also damals den ganzen Keller davon voll gelegt hätte, hätte man zumindest die Inflation ungefähr raus!
)
...oder umgekehrt, vielleicht sollte ich anderer Leute bespielte Kassetten auf dem Flohmarkt einsammeln gehen, vielleicht kann ich ja noch ein paar Schätze finden, die ich in den 1990ern verpasst habe!
Nee, lieber nicht. Dann lieber noch eine alte Kamera. 
Was das angeht: Die Mitschnitte aus dem Radio sind meist besonders witzig. Habe damals gerne mal bei den Spaßmachern von SWF3 die Aufnahmetaste gedrückt, das sind teilweise schon seeeehr flache Witze, bei denen man dringend die Füße heben muss. Frau Werwolf sagt allerdings, das gehört so!
Nachdem die dann irgendwann mit den anderen zum SWR fusioniert sind, war das irgendwie nicht mehr so witzig. Die wurden plötzlich viel zu sehr auf Mainstream getrimmt, insbesondere was die Musik anging. Aber auch bei den Moderatoren/DJs änderte sich zu viel. Gut, manche von der alten Garde waren schon sehr speziell; im Nachhinein kein Wunder, dass die gefeuert wurden. (Ihr wisst vielleicht, von wem ich rede.) Das war jedenfalls so die Zeit, in der ich aufgehört habe, überhaupt Radio zu hören. Und was heutzutage so läuft, egal bei welchen der im Rheinland empfangbaren Sender... Alle halbe Stunde die gleichen Titel aus der Retorte... Da kann ich ja gleich streamen.
Zudem hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen: Wenn ich zur Beschriftung damals nämlich Tinte verwendet habe, ist davon heute meist nichts mehr zu lesen. Tinte auf dieser Hochglanz-Pappe scheint sich mit den Jahren nämlich aufzulösen. Wusste ich damals auch nicht. Fällt unter das Thema "Erfahrungen, die keiner mehr braucht", weil keine Sau mehr Kassetten verwendet.



Links: Kassetten ohne Hüllen - Mitte: Kassetten in den richtigen Hüllen - Rechts: Hüllen ohne Kassetten
Was ich allerdings fast noch erschreckender finde: Die Qualität der Aufnahme ist grundsätzlich und durchweg gar nicht so schlecht; zumindest die Kassetten, die nicht jahrelang im Bus und später im Auto durchs Wetter gefahren wurden, kann man sich mit dem "guten" Walkman und den modernen Kopfhörer durchaus noch anhören. In meinem Alter hört man das hochfrequente Hintergrundrauschen vom Tape eh nicht mehr. Und wenn man sich nicht bewegt, hält sich auch das Jitter in Grenzen, wobei der Walkman das eh immer recht gut unter Kontrolle hatte, zumindest für ein portables Gerät, das hin und wieder auch mal durchgeschüttelt wird. Nachdem sich der neue Riemen einigermaßen eingelaufen hat, klingen die meisten Aufnahmen richtig gut, wenn das Gerät still liegt und selbst beim Wandern durchs Haus, zB die Treppe hoch, kann man nur mäßige Gleichlaufschwankungen feststellen.
Das steht und fällt natürlich mit der Qualität der Aufnahme. Da kann ich schon merkliche Unterschiede feststellen: Die ganz frühen Kassetten, die ich mit der alten CLAtronic-Boombox aufgenommen habe, sind teilweise etwas eierig. Aber die mit dem Fisher-Tapedeck angefertigten sind eigentlich alle noch recht brauchbar, zumindest wenn ich sie nicht zu sehr übersteuert habe. Auch die Qualität der Kassetten ist ziemlich schwankend: Manche eiern offenbar schon, wenn sie aus der Fabrik kommen und haben auch relativ weite Produktionsschwankungen gehabt: Die sehr günstigen TDK, die ich früher Haufenweise gekauft habe, zum Beispiel. Andere haben sich richtig gut gehalten, so zum Beispiel die teuren Sonys und Maxells, die ich eher selten gekauft habe.
Nebenbei habe ich dann noch diese Quittung wiedergefunden: 20 Mark für ein Fünferpack Maxell XL II 90-Minuten-Bänder, das ist schon ein stolzer Preis. (Von den zwei Paketen No-Name 3,5"-Disketten für je 7 Mark mal gar nicht zu sprechen!) Vielleicht sollte ich zumindest mal die unbenutzten bei eBlöd einstellen, mal gucken was man da auf Grund der laufenden Retro-Welle für bekommen würde. (Ungefähr das Gleiche in Euro; wenn man sich also damals den ganzen Keller davon voll gelegt hätte, hätte man zumindest die Inflation ungefähr raus!

...oder umgekehrt, vielleicht sollte ich anderer Leute bespielte Kassetten auf dem Flohmarkt einsammeln gehen, vielleicht kann ich ja noch ein paar Schätze finden, die ich in den 1990ern verpasst habe!


Was das angeht: Die Mitschnitte aus dem Radio sind meist besonders witzig. Habe damals gerne mal bei den Spaßmachern von SWF3 die Aufnahmetaste gedrückt, das sind teilweise schon seeeehr flache Witze, bei denen man dringend die Füße heben muss. Frau Werwolf sagt allerdings, das gehört so!

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