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Nikon AI-S Nikkor 50mm 1:1.4

Na, was haben wir denn hier? Ein Nikon AI-S Nikkor 50mm 1:1.4! Als ich das vorletztes Wochenende auf dem Flohmarkt am Lutz in einer der Wühlkisten gefunden habe, sind mir erst mal die Augen ganz weit geworden. Als ich es dann für 25 Euro mitnehmen durfte, konnte ich das Grinsen kaum noch aus meinem Gesicht verbannen. Klar, die Blende ist fettig und klemmt und da ist irgendein tropfiger Schmutz im Inneren. Aber. Fünfundzwanzig Euro! Für dieses wunderschöne Objektiv!


Wer ein bisschen was über Nikkore der 1970er weiß, dem ist klar: Das war so ziemlich das Objektiv, an dem sich alle anderen messen lassen mussten, egal ob sie in der gleichen Liga spielten. Mit f/1.4 gehört es zu den lichtstärksten, die Nikon damals im Angebot hatte - schneller waren da nur noch die verschiedenen f/1.2-er, die aber damals wie heutzutage so teuer daher kommen, dass ich sie mir nicht leisten will; vor allem das Noct wäre natürlich krass zu besitzen, aber bei den Sammlerpreisen hätte ich dann Angst, es mit in die Wildnis zu nehmen. Und dann gab es natürlich die f/1.8 oder f/2 Varianten oder die spezielleren Makros, die bei f/2.8 oder zuvor auch f/3.5 anfingen. Aber jenseits all dieser eher speziellen Objektive war das 50/1.4 immer das Referenzmodell, das auch meist in den Betriebsanleitungen der Kameras angegeben war. (Das merkt man auch daran, dass es in verschiedenen Auflagen und Gehäuse-Variationen, aber mit mehr oder weniger unverändertem Innenleben von 1977 (AI) bis 2020 (AI-S) gebaut wurde! Der reine F-Mount-Vorgänger, der schon sehr ähnlich war, startete wohl bereits 1962! Das sind also fast 60 Jahre, in denen diese Optik in beinahe unveränderter Form, wenn man mal von moderneren Beschichtungen absieht, produziert wurde! Wie lang wurde das AF-S G eigentlich noch produziert?) Nebenbei: f/1.4 ist auch wirklich schon nicht einfach, um präzise manuell zu fokussieren, wie ich feststellen musste - ich bin halt ein kleines bisschen sehgeschädigt.


Und darüber hinaus sieht es auch noch verdammt gut aus! Ich mag diese klassischen 1970er[1] Nikkore ja. Vollständig aus Metall und Glas gefertigt, findet sich hier kein neumodisches Plastik. Das macht diese Objektive bei guter Behandlung praktisch unverwüstlich. Dieses hier war offenbar schon einige Zeit außer Betrieb und hat rum gestanden, sodass ich es erst mal komplett auseinander genommen und von innen gereinigt habe, um es im alten Glanz erstrahlen zu lassen. (Dazu gibt es aber morgen einen eigenen Eintrag.) Was es aber bereits weit offen und mit dreckigen Linsen zu leisten vermag, habe ich direkt auf dem Flohmarkt an der Sony (mit zwei Adaptern dazwischen) testen können, indem ich meinen Bruder und seine Frau porträtiert habe: Einfach genial! Schönes, weiches Bokeh und trotzdem recht scharf auf Portrait-Entfernung. (Das mit dem Focus Peaking hat tatsächlich mal ganz gut funktioniert.)


Nach der Reinigung habe ich es zum Test dann mal auf unseren Garten los gelassen, zuerst auf der D100, dann auch auf der großen D800. Als nächstes werde ich es auf der Nikkormat mal mit Film testen, die liegt schon mit einem Kentmere 100 geladen hier neben mir und wartet darauf, dass ich sie mit raus nehme, wenn ich mich nachher aufs Rad setze! ;-)

Fazit: Trotzdem, dass ich noch mal eine bis anderthalb Stunden an Arbeit da rein investiert habe, noch immer ein Schnapper! Von der Bildqualität her überragend! Es steht dem moderneren AF 50/1.4, das ich ja auch habe, nur insofern etwas nach, weil das einfach die bessere, neuere Beschichtung und wahrscheinlich auch die präzisere Fertigungsmöglichkeiten der 1980er auf seiner Seite hat! Fehlt mir in meiner Sammlung eigentlich nur noch das AF-S G 50/1.4, das würde ich gerne mal mit dem 1.8er vergleichen, das ich ja tatsächlich Ende der 2010er neu gekauft hatte.

[1] Meine Seriennummer liegt allerdings ziemlich in der Mitte und weist es als AI-S aus; ich schätze also mal ungefähr auf die mittleren bis späteren1980er. (Ich weiß nicht, wie viele davon tatsächlich noch gebaut wurden, nachdem die AF-Modelle raus kamen.)

Schwarz-weiß und analog, Teil 332: Bonn im Schneegestöber mit dem AT-X

Kentmere 400 @ 800 #18, 3. Januar 2026
  • Minolta Dynax 7000i, Tokina AT-X 80-400mm 1:4.5-5.6 (Minolta AF Version)
  • Entwicklung: Microphen Stock #7 10:00*(20°/22°)+60%=14:00 22°; Adofix 1+5 #21 7:00 22°, Adoflo 1+200
Die letzten neun Bilder vom gepushten Kentmere habe ich in Bonn verbraten. Anfang Januar war es ja doch sehr kalt und windig, mit vereinzelten Schneegestöbern. Hatten sowieso einen sehr winterlichen Winter dieses Jahr, hatten wir in der Form schon lange nicht mehr. Wie gesagt, da lag die ganze Zeit dieses Hoch über dem Baltikum, sodass in Mecklenburg-Vorpommern die Ostsee zugefroren ist. Hier im Westen war es nicht ganz so kalt, aber doch schon mehr als sonst. Schnee ist liegen geblieben, selbst in den Niederungen. Kommt ja heutzutage auch nicht mehr immer vor.

Jedenfalls: Wie immer am Beueler Ufer geparkt, runter an den Rhein, die Kirche am Stiftsplatz auf der gegenüberliegenden Seite fotografiert. (1/500s, f/8, ~300mm.) Wenn das Tele zu lang für die maximale Brennweite wird, dann weißte Bescheid! ;-) Mal wieder etwas schief, aber mir sei es verziehen: Es war kalt! Meine Hände haben am kalten Alu des Objektiv-Tubus geklebt wie die Zunge am Laternenpfahl!

Die Reste der Wimpel (von der letzten Kirmes?) habe ich flatternd im Wind erwischt. (1/1000s, f/5,6, ~250mm.) In Bonn ist ja immer Wind am Rhein, aber an jenem Januartag war es schon mal wieder ganz besonders frisch! Und das auch schon, bevor das Schneegestöber so richtig eingesetzt hatte.


An dem Frosch kommen wir ja öfter vorbei und so habe ich ihn auch schon öfter fotografiert. (1/200s, f/5,6, 80mm.) In diesem Fall war die Intention dahinter, dass ich dieses mal mit anderen Bildern vergleichen kann, was Schärfe etc angeht. Und siehe da: Bei dieser kurzen Brennweite sieht man da kaum Unterschiede. Wenn das Bild jetzt nicht noch so schief geraten wäre, könnte man auch noch sehen, dass sich die Verzerrungen, zumindest am kurzen Ende, sehr in Grenzen halten. So grundsätzlich ist das wirklich kein schlechtes Objektiv, es hat nur im langen Bereich so sein Probleme.

Dann ein Bild, auf das ich besonders stolz bin: Der Hund, der seinen Menschen dabei beobachtet, wie dieser mit den Nachbarn quatscht. (1/200s, f/5,6, ~200mm.) So ein liebes, treues Tier. Dabei hat es hier in der Gasse neben der Brücke gezogen wie Hecht! Was war das kalt! Und ich mit dem Kilo Glas in der Hand, kein Wunder, dass ich nachher erst mal auftauen musste. Aber ernsthaft: Ein sehr schönes Hundeportrait. Wenn ich die Leute jetzt noch mal wieder treffen würde, würde ich ihnen ihren Hund mal zeigen. Oder gar einen Abzug machen!

Von oben auf der Brücke habe ich dann die Allegro fotografiert, wie die den Rhein hoch geschippert kam, während das Polizeiboot, das sonst da unten am Rhein liegt, auf Patrouillenfahrt war. (1/350s, f/5,6, 400mm.) Das war zu dem Zeitpunkt, als das Schneegestöber so richtig los ging und deswegen ist der Kontrast so mies. Wie man am Kribbeln der Körnung sehen kann, habe ich da in der Nachbearbeitung schon kräftig nachgeholfen. Kaum zu glauben, was so ein bisschen gefrorenes Wasser in der Luft für Nebeneffekte in Bezug auf Kontrast hat! ;-)


Von der Bonner Seite habe ich dann noch den anderen Kirchturm in Beuel mit genommen, mit Sonnenfleck zwischen den Wolken. (1/500s, f/16, ~135mm.) Eigentlich ganz hübsch. Und hier oben von der Brücke auch mit eher mäßiger Brennweite zu realisieren. Zudem hatte ich so mal die Gelegenheit, die Blende sehr weit zu schließen, das teste ich ja auch immer ganz gerne mal, wenn ich ein "neues" Objektiv begutachte. Ergebnis: Kann man machen! ;-)

Die Weihachtsdeko hing ansonsten auch noch raus, sodass ich mal wieder einen Stern dazwischen nehmen konnte, (1/350s, f/5,6, ~250mm.) Da sind irgendwie leichte Kratzer auf dem Negativ, ich weiß nicht, wieso. Macht die Kamera sonst eigentlich nicht und es sind nicht die üblichen, über die ich mich sonst immer beschwere, von denen ich annehme, dass ich die in der Entwicklung selber da rein mache. Vertikale, vor allem. Kann eigentlich nicht am Filmtransport liegen. Hm. Das Bild an sich ist aber ganz OK geworden, der Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund ist nicht hoch genug, aber ansonsten gefällt es mir ganz gut.


Die Kirche habe ich übrigens von indoors aufgenommen. Im Outdoor-Laden. Hihi! Durch das große Fenster im Treppenhaus. (1/250s, f/5,6, ~90mm.) Einfach nur deswegen, nicht so sehr wegen des Motives. Man sieht die runden Leuchten, die da unter der Decke hängen, wie sie sich in der Scheibe spiegeln. Kirche mit Heiligenscheinen. Sorry, ich find's witzig. ;-)

Zu guter Letzt: Ein bisschen Uni-Gebäude. (1/125s, f/5,6, ~135mm.) Der letzte Schuss, sozusagen, bevor der Film voll und die Sonne ganz weg war. Geht. So quer über den Marktplatz, auch mal was anderes. Bonus: Eine Taube flog ins Bild. ;-)

So, das war dieser Film. Als nächstes geht es mit was ganz Groben weiter: Ein Foma 400, den ich in "Rodinal" gepusht habe. Weil ich Korn wollte! Freut euch also auf ein paar langweilige Bilder aus Hennef! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 331b: Mondorfer Hafen mit dem AT-X

Kentmere 400 @ 800 #18, 27. Dezember 2026
  • Minolta Dynax 7000i, Tokina AT-X 80-400mm 1:4.5-5.6 (Minolta AF Version)
  • Entwicklung: Microphen Stock #7 10:00*(20°/22°)+60%=14:00 22°; Adofix 1+5 #21 7:00 22°, Adoflo 1+200
Wie versprochen hier jetzt der zweite Teil der Bilder, die ich mit dem AT-X am Mondorfer Hafen gemacht habe. Fangen wir direkt mal mit den beiden Bildern vom Kormoran an! (Beide 1/750s, f/8, 400mm.) Die sind beide richtig, richtig gut geworden! Ich liebe ja Vögle in jeglicher Form, da kam mir dieser Kerl ganz gelegen, wie er in der herbstlich-winterlichen Sonne seine Flügel zu trocknen versucht. Es war wirklich ein recht heller Tag, aber trotzdem entsprechend kalt. Ob das schwarze Gefieder da hilft, mehr Energie einzufangen, um das Wasser los zu werden? Ich wünsche es ihm jedenfalls. Seine Kollegen schwammen derweil übrigens im Hafenbecken und tauchten nach Beute, da kommt gleich auch noch ein Foto! Jedenfalls bin ich hier sehr stolz auf mich, diese Bilder gemacht zu haben. Deswegen habe ich auch gleich zwei mal auf den Auslöser gedrückt, damit die Wahrscheinlichkeit, dass eines von beiden was wird, entsprechend steigt. In dem zweiten streckt er den Hals etwas mehr, das macht das Bild etwas interessanter, finde ich, aber eigentlich unterscheiden sich beide nicht so radikal voneinander. Das AT-X bei voller Brennweite liefert zwar kein hundertprozentig scharfes Bild ab, aber es ist doch mehr als ausreichend für den Hobby-Bereich. Der Film ist eh recht grob gekörnt, da fällt das gar nicht so sehr auf. Für solche Fotos bräuchte man echt mal teuren Film, nicht diese günstigen Nullachtfuffzehn-Filme! Aber gebe ich 15-20€ für einen Film aus? Nein! ;-)


Ein paar Meter weiter stand (saß?) dann der Reiher im Baum und beobachtete die Spaziergänger auf dem Weg unter sich. (Beide ebenfalls 1/750s, f/8, 400mm.) Auch hier ist das zweite ein bisschen besser geraten, weil er hier in diesem Moment das Auge sichtbarer in die Sonne gewandt hat. Ansonsten auch hier eher marginale Unterschiede. Noch eine wirklich hervorragende Gelegenheit, bei der ich Glück gehabt habe, dass der da so saß! Ganz hervorragend! Und sowohl Reiher als auch Kormoran eignen sich für schwarzweiße Bilder ja hervorragend, weil sie selber ja doch eher weniger bunt sind. Richtig gute Bilder, die ich mir gerne anschaue. (Ich muss echt mal die Zeitschaltuhr für den Vergrößerer organisieren!)



Währenddessen, nebenan der Hafen mit den Sportbooten, leichter Dunst über dem Wasser, Herbststimmung! (1/350s, f/8, 80mm.) Hübsches Bild, finde ich. Nicht so spektakulär wie die beiden Vögel, aber immerhin! ;-)

Apropos, die Kollegen vom Kormoran, wie versprochen, auf der Jagd nach frischem Fisch. (1/750s, f/5,6, 400mm.) Schön die konzentrischen Kreise, die sich um die Tiere auf der Wasseroberfläche gebildet haben. Etwas dunkel und am unteren Ende dessen, was der günstige Kentmere mit sich machen lässt, wenn man ihn zu ISO 800 zwingt. Aber trotzdem ein nette Bild. Wie gesagt, ich mag ja Vögel. Das merkt man ja auch daran, dass ich so gerne Flügelschlag spiele! ;-)

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Wenn irgendwo ein Schild rum steht, mache ich ein Foto davon, und ja gammliger und vermooster es daher kommt, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen Klick! (1/500s, f/5,6, ~300mm.) Außerdem mal eine Gelegenheit, nicht voll rein zu zoomen. Bis 300mm ist die Schärfe von dem AT-X nämlich eigentlich ganz OK. Sieht man auch hier auf dem Film. Das ist ansonsten mal wieder so ein deprimierendes Foto, für das ich eins auf die Mütze kriege, wenn ich das bestimmten Personen zeige. Dabei dokumentiere ich nur Tatsachen. Als ob ich was dafür könnte, dass die Realität einen leicht depressiven Einschlag hat! ;-)

Dann lieber die fröhlich gestaltete Mondorfer Fähre? (1/500s, f/8, ~120mm.) Vielleicht versöhnt das dann wieder? Wie sie da so in der Sonne angebunden liegt und 100% elektrisch nicht fährt, weil Wochenende ist? ;-) Dafür ist das Bild mal wieder ein bisschen schief geraten. Das Objektiv ist schwer, sorry! (Ausreden! Nichts als Ausreden! :-D) Die weißen Lieferwagen oben links stören mich übrigens am meisten!


Von hier vorne auf der Landzunge im Rhein kann man auch ganz hervorragend ins Dorf schauen, wo der Kirchturm natürlich alles überragt. (1/1500s, f/8, 400mm.) Mal wieder habe ich die Kamera nicht gerade gehalten, sorry. Aber passt auch so. Weit offen und bei vollem Zoom ist das Objektiv erwartungsgemäß nicht so scharf, wie man es gerne hätte. f/8 ist schon besser, selbst auf Film. Nur hab dafür mal immer genug Licht! Neumodische Objektive mit optischer Stabilisation haben auch Vorteile! (OK, die meisten sind von sich aus direkt schärfer, weil 30 Jahre dazwischen liegen.) ;-)

Die Typen wollten nicht weg gehen, wir mussten aber langsam mal an den Rückweg denken, vor allem, weil wir noch in Supermarkt mit dem R vorbei schauen sollten, also habe ich den sich im Wasser spiegelnden Pfahl dann halt mit "Touristen" fotografiert. (1/500s, f/5,6, ~120mm.) Keine Ahnung, warum die da rum standen und geschwatzt haben. Ich mein, der eine guckt mich direkt an, der sollte ja vielleicht gesehen haben, dass ich evtl. ein Foto machen will und dass er mit dem Monster-Tele da mit drauf ist. Naja, egal. Die Körnung ist so heftig, dass man ihn eh nicht erkennen kann.

Auf dem Weg zum Einkauf noch an dem alten Umspanntürmchen vorbei gekommen, das ich natürlich auch noch dokumentiert habe. (1/2000s, f/8, 80mm.) Muss ja sehr in der Sonne gestanden haben, wenn ich die Werte da richtig interpretiere. Und ja, es ging so langsam auf Sonnenuntergang entgegen, wahrscheinlich ballerte die Sonne genau da drauf. Andererseits sieht es dafür etwas zu schattig aus. Kurz zusammengefasst: Ich erinnere mich nicht. Ist ja jetzt auch schon wieder zwei Monate her. ;-)


Ich vergesse immer, bei sehr dunklen Motiven die Belichtungskorrektur anzuwerfen, weswegen der alte Mustang jetzt ein bisschen über ist! (1/60s, f/8, 80mm.) Musste aber auch schnell gehen, weil der Besitzer gerade zurück kam und los fahren wollte. Da hatte ich keine Zeit, groß was einzustellen. Hätte auch durchaus auf Offenblende hoch gehen können, dafür aber gleich zwei Zeitschritte überkompensieren sollen. Irgendwie so 500stel bei f/4,5 wäre wahrscheinlich richtig gewesen. So ist es ein überbelichteter Schnappschuss mit leichten Wackeltendenzen. Man kann nicht alles haben. ;-)

Ganz am Ende, kurz bevor wir wieder in der Gartenstraße ankamen, überflog uns dann noch dieses Werbeflugzeug. (1/1000s, f/8, 400mm.) Sonst machen die Werbung für Jesus oder sowas (ernsthaft), aber zwischen den Tagen war Weihnachten das große Thema. ich weiß ja auch nicht, Zirkus hat mich als Kind schon nur so mittel interessiert. Löwen und Elefanten gucken. Aber die gibt es ja nicht mehr, dafür umso mehr Clowns. Kein Wunder, dass die alle in die Politik abwandern, da muss man wenigstens nicht lustig sein. ;-)

So, das war das letzte Bild von jenem Tag. Nächstes Mal geht es weiter mit: Schneegestöber in Bonn. Die erste Januarwoche lässt grüßen! Man, ich hab echt aufgeholt mit meine s/w-Filmen! Muss bald mal dran denken, einen neuen zu belichten, sonst läuft mir die Pipeline leer! :-D Wetter wäre ja danach!

Schwarz-weiß und analog, Teil 331a: Mondorfer Hafen mit dem AT-X

Kentmere 400 @ 800 #18, 27. Dezember 2026
  • Minolta Dynax 7000i, Tokina AT-X 80-400mm 1:4.5-5.6 (Minolta AF Version)
  • Entwicklung: Microphen Stock #7 10:00*(20°/22°)+60%=14:00 22°; Adofix 1+5 #21 7:00 22°, Adoflo 1+200
Ich hatte ja, schon seit ich das Tokina AT-X damals in der Post hatte, mit dem Gedanken gespielt, das auch mal auf Film zu testen, wie es eigentlich gedacht ist. Das ist ja nun wirklich kein digitales Objektiv, dafür ist es bestimmt 10 Jahre zu alt. Oder mehr. Ich hab schon wieder vergessen, von wann das genau stammt, aber das kann man ja bestimmt fein in meinem Blog nachgucken. Hm, nee, ich hab da nur das "Discontinued: 2000" aus der offiziellen Seite übernommen. Ich meine mich zu erinnern, dass das aus den mittleren 1990ern stammt. (Sagt auch Google, wobei man dem ja in letzter Zeit wegen der halluzinugenen KI ja auch nicht mehr trauen darf.) Jedenfalls habe ich das dann Ende des letzten Jahres mal gemacht und es auf die Minolta 7000i geschraubt. Zusammen sind die beiden schon ein ziemlicher Klotz am Bein, weit jenseits der Kilo-Grenze, also nichts, was man mal eben so durch die Gegend schleppt. Ich hab es trotzdem getan und war mit Jörg am mondorfer Rhein.

Direkt das erste Foto habe ich praktisch vor Cs Haustür gemacht, weil, frisch eingelegter Film, das erste Bild wird ja eh wieder nix - ich habe zu viele Filmkameras benutzt, bei denen man den Film noch manuell einfädeln muss, das ist so ein Überbleibsel, was bei automatischen Kameras total blödsinnig ist. Jedenfalls habe ich den Weihnachtsbeleuchtungsstern direkt da mitgenommen, bei relativ hohem Zoom-Faktor, den ich mir allerdings nicht aufgeschrieben habe. (1/1500s, f/8, unbekannte Brennweite.) Was soll ich sagen? Sieht OK aus. Auf s/w sieht man auch nicht so sehr, dass das Tokina zu einer nicht ganz so neutralen Farbgebung tendiert wie die Minolta-Objektive. Im Gegenteil, der Kontrast ist hoch und die Pixel alle scharf. Ich glaube fast, bereits nach dem ersten Foto erkennen zu können, dass das auf einer guten Filmkamera besser funktioniert als auf der digitalen Sony.

Im zweiten Bild mache ich es ihm direkt mal richtig schwierig: Die Mondorfer Kirche im Gegenlicht! (1/3000s, f/8, ~100mm.) Das ist für kein Objektiv einfach, aber eine besondere Herausforderung, wenn man die Gegenlichtblende zu Hause gelassen hat, die bei diesem alten Stück Technik durchaus sinnig ist. Trotzdem: Der Kontrast ist zwar schlecht, aber wider Erwarten durchaus noch im brauchbaren Bereich. Ich habe den Turm auch bewusst so belichtet, dass man noch Details erkennen können soll, was ja auch geklappt hat. Dieses "Glühen", das allerdings einen Großteil des Bildes überstrahlt, ist allerdings schon störend.


Mit der Sonne hat es jedoch keine Probleme, wie zu erwarten: Die Uhr am Turm ist eigentlich perfekt geworden. (1/1500s, f/8, ~360mm.) f/8 ist hier sogar ein bisschen wenig, ich hätte durchaus auf f/11 hoch gehen können, um mehr Tiefe zu bekommen. Die Uhr selber ist nämlich leider schon ein bisschen außerhalb der Schärfeebene. Fällt in normaler Abzuggröße aber nicht so auf. Die meisten Probleme, die Leute mit Vintage-Objektiven haben, sind ja eigentlich der Tatsache geschuldet, dass diese Teile niemals für die Pixeldichte moderner CCDs bzw. Monitore gedacht waren. Bei "normaler" Vergrößerung sind die meisten Objektive scharf. Erst, wenn man sich ein Poster drucken lassen wollte, würde es problematisch, aber scheinbar erwartet das die Masse der Menschen, die noch nie mit analoger Fotografie in berührung gekommen ist, das so.

Da das Objektiv auch einen Portrait-Brennweitenbereich bietet, musste ich den natürlich auch testen: Jesus am Kreuz kam mir da gerade recht. (1/500s, f/8, 80mm.) Wie erwartet: Die Abbildungsleistung am kurzen Ende ist gut. Das habe ich ja an der Digitalen auch schon festgestellt und dem ist auch nichts hinzuzufügen. f/8 war hier schon fast übertrieben, aber ich wollte tatsächlich maximale Schärfe haben, sozusagen für eine Baseline.

Kommen wir jetzt zu den ersten Vogel-Fotos, die ich an jenem Tag gemacht habe. Da haben wir als Vorreiter des Themas diese Möwe auf der Laterne unten am Fähranleger. (1/3000s, f/8, 400mm.) Hier zahlt sich die lange Brennweite tatsächlich aus und es ist auch gar nicht so schlimm, wenn die Abbildungsleistung hier nicht der im kurzen Bereich bis aufs Haar gleicht. Bei solchen Motiven will man maximale Vergrößerung, koste es, was es wolle. Ja, das Bild ist weicher, aber der Kontrast ist trotz der nicht so perfekten Beleuchtung brauchbar. Ich beschwere mich also nicht! Alles gut! (Also, für mein Verständnis von "gut" in Bezug auf ein 30 Jahre altes Zoom-Objektiv eines Drittherstellers! Man muss die Dinge immer im Kontext betrachten.)


Die anderen beiden Fotos habe ich dann von vorne gemacht, sodass die Möwe auch schön ausgeleuchtet auf den Film kam. (Beide 1/3000s, f/8, 400mm.) In dieser Situation, in der viel mehr Kontrast ins Bild kommt, kann ich nur sagen: Besser geht es nicht. (...mit so einem Objektiv, s.o.!) Ich bin voll zufrieden. Besser sähe das natürlich mit einem richtig teuren Objektiv aus, aber dieses hier fiel damals halt immerhin schon in den Prosumer-Bereich. Dementsprechend kann man damit arbeiten, man muss die kleineren Mängel nur gekonnt übersehen, so wie ihr das ja von mir kennt, wenn ich mich in ein bestimmtes Stück alte Technik verliebt habe! ;-) Ich finde beide Fotos jedenfalls erste Klasse! (...für dieses Objektiv! :-D)

Über dem dunstigen Rhein sieht das ganz anders aus: Der Kontrast lässt merklich nach, das Bild wirkt viel flacher. (Unbekannte Werte, aber sehr wahrscheinlich 400mm.) Das ist aber weniger das Objektiv selber schuld als die Umweltbedingungen. Die Schärfe lässt sich hier schwer beurteilen, da ich in der Nachbearbeitung deutlich zu viel am Kontrast gedreht habe und die Körnung damit zu heftig geworden ist.

Als das Schiff dann näher kam, habe ich den Bug genau in dem Moment mitgenommen, als er sich durch die schillernden Reflexionen auf der Wasseroberfläche gepflügt hat. (1/2000s, f/8, 400mm.) Huch, da steht ja wer! ;-) Cooles Bild, bei dem man auch wieder die volle Brennweite ausnutzen muss und die kleineren Mängel und Abstriche einfach ignorieren sollte. Bei dem vielen Gegenlicht ist es auf jeden Fall besser geworden, als ich es erwartet hätte.


Das Eisschild darf nicht fehlen. (1/1500s, f/8, 400mm.) Einfach mal aus großer Distanz drauf gehalten, weil ich es kann mit diesem Objektiv. Das Ergebnis ist auch hier erstaunlich brauchbar. Wie immer am langen Ende: Die Schärfe könnte schärfer sein, der Kontrast kontrastiger. Aber insgesamt: OK.

Wir sind dann in den Hafen hinein gegangen und nebenbei habe ich die Fähre Mondorf fotografiert, die an diesem Tag keinen Dienst hatte. (1/350, f/8, 80mm.) Die kleinste Brennweite ist hier noch zu lang, sodass nicht das ganze Schiff drauf ist. Und nur so halb mit dem Licht ist der Kontrast auch nur so lala. Umgekehrt sehen wir hier aber praktisch die maximale Schärfe, die dieses Ojektiv bieten kann: Sie ist definitiv höher als das Auflösungsvermögen des Films. Also gut.

Hinten hing der Weihnachtsbaum, den ich dann mal ran gezoomt habe. (1/350s, f/4,5, ~200mm.) Hier im mittleren Brennweitenbereich kann man schon gute Bokeh-Eigenschaften finden, wenn man bereit ist, die Blende vollständig zu öffnen. Gleichzeitig ist die Brennweite noch nicht so extrem, dass man Angst haben muss, dass man die Hälfte des fotografierten Subjekts nicht mehr in der Schärfeebene hat. Funktioniert also auch ganz gut. Etwas dunkel war es hier, die tiefe Wintersonne kam hier einfach nicht rein.


Wenn irgendwo Fahrräder stehen: Ich bin dabei! (1/250s, f/4,5, ~100mm.) Am kürzeren Ende ist dieses Objektiv tatsächlich extrem brauchbar. Nur leider etwas schwer. Einfach ein cooles Bild, an dem ich kaum was auszusetzen hätte, wenn es nicht sehr stark vom Gegenlicht beeinflusst wäre. Insgesamt trotzdem gut.

Ähnlich ergeht es den Fahnen und Wimpeln und Gedöns an einem der vielen Masten hier im Hafen: Nicht perfekt, aber gut. (1/750s, f/4,5, ~130mm.) Gegenlicht ist hier weniger das Problem, mehr so das Fehlen von Licht an sich. Es war hier wirklich sehr schattig, obwohl es erst früher Nachmittag war. Ja, die Sonne steht echt tief Ende Dezember! ;-) (Was für eine Erkenntnis!)

So, und jetzt habe ich ganz spontan beschlossen: Das sind so viele Bilder, ich splitte den Eintrag hier auf. Die anderen Vögel sehen wir dann im nächsten Artikel! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 330: Mittelaltermarkt Siegburg 2025

Kentmere 400 #16, 7. Dezember 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Wie angekündigt, hatte ich die zweite Hälfte vom Film aus Vettelschoss voll gemacht mit Bildern vom Mittelaltermarkt in Siegburg, wo wir mit dem Trekdinner waren. Das ist ja so eine kleine Tradition, mittlerweile fast schon ein Ritual. ;-) Trifft sich ja auch ganz gut, denn das ist für uns ja ein Katzensprung nach Siegburg, und da die von der Stadt im Dezember scheinbar nicht in der Lage waren, die Parkautomaten zu reparieren, konnten wir auch umsonst an der Feuerwehr stehen. Mittlerweile haben die es aber wohl leider geschafft, also kein frei parken mehr! Schade. ;-)

Das erste Bild ist mal wieder die Siegessäule mit der Victoria oben drauf, aber in diesem Fall mal mit Marktbuden im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Hübsch, mal ein anderer Blick, auch mal mit einem anderen Objektiv. (Ich hatte wie auch vorher schon die ganze Zeit das 35/2 AI drauf.)

Dann darf natürlich als zweites auch nicht die markante Kirche fehlen, ebenfalls mit Dusen und Leuten im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Nette Ansicht von hier vom Markt, mit den kahlen Winterbäumen und dem Markttrubel im Vordergrund. Ja, natürlich trotzdem sowas wie ein typisches Touristenfoto, aber manchmal muss das auch mal sein. ;-)


Kommen wir dann mal langsam zu den Details, die ich immer so gerne fotografiere. Da hätten wir etwa diese Lampe aus farbigem Glas und Messing mit leicht orientalischem Aussehen. (1/125s, f/2,8.) Diese Dinger stehen da ja jedes Jahr zum Verkauf. Ich find die ja eigentlich auch ganz schick, passt hier nur zu nix. Aber ein Foto kann man auf jeden Fall mit nehmen.

Neben dem Mittelaltermarkt findet auch noch immer regelmäßig der normale Wochenmarkt statt, wo ich auf einem der gerade in der Aufräumphase befindlichen Stände ich diese Holzpaletten mit Perspektive abgegriffen habe.(1/125s, f/2,8.) Man merkt auch: Etwas schattig hier. Die Belichtungszeiten sind trotz weiter Blende und schnellem Film gerade so akzeptabel, sag ich mal. Wobei man sagen musste, es war ja auch schon vorgeschrittener Nachmittag. Im Dezember heißt das ja: Ab drei wird es dunkel.

Ganz wichtig auf dem Mittelaltermarkt ist übrigens: Knoblauchbrot! (1/2000s, f/2.) Das habe ich mal in ganz weit offen gemacht, damit die Kirche im Hintergrund schön unscharf wird. Ja, so liebe ich das! Verklagt mich doch! ;-) Könnte gerne noch ein bisschen mehr sein, ehrlich gesagt, aber das 35er ist dafür dann doch ein bisschen sehr weitwinklig. Es gibt auch ein 35/1.4 Nikkor, aber das ist ja leider unbezahlbar.


Am Stand mit dem Entenangeln habe ich dann noch ein unscharfes Entenfoto gemacht. (1/60s, f/8.) Habe hier so weit abgeblendet, wie ich dachte, dass es gerade noch vertretbar ist, aber das war wohl noch nicht genug: Die Ente ist unscharf. Und außerdem dann doch wieder zu viel: Die Ente ist außerdem noch verwischt, weil sie sich doch recht schnell an mir vorbei bewegt hat. Alles in Allem also ein bescheidenes Foto. Keine meiner ansonsten unzähligen Sternstunden. ;-)

Ähnlich bei den Öfen, in denen da Brot gebacken wird: Der Typ mit dem Blech hat sich zu schnell gedreht. (1/60s, f/4.) Insgesamt hatte ich mir hier auch mehr erhofft, das Bild ist auch eher auf der langweiligen Seite. Ich zeig euch sowas trotzdem immer, damit wenigstens jemand anderes aus meinen Fehlern lernen kann. Ich selber bin ja lernresistent! ;-)

Dann doch lieber noch so ein Postkartenfoto vom Kirchturm. (1/125s, f/8.) Da kann man nicht viel falsch machen, das geht eigentlich immer. Ginge natürlich auch gerader, aber hey, ich habs gemacht! ;-)


Wie gesagt: Es war nebenbei auch Wochenmarkt. Die Stände waren zwar größtenteils schon mit Abbau beschäftigt oder gar ganz verschwunden, als ich den Marktplatz auf der anderen Seite wieder hoch gewatschelt kam, aber diesen hier habe ich dann doch noch schnell mit genommen, als gerade keiner geguckt hat. (1/60s, f/4.) Es wurde dann auch schon merklich dunkler. Was hatten wir da mittlerweile? Halb vier? Vier? Jo, Winter halt.

Zurück im Mittelalter dann noch das handgetriebene Karussell genauer betrachtet. (1/125s, f/2,8.) Ist das ein Wildschweinfell? Das arme Schwein! Grunz grunz! Aber nett finde ich ja, dass sie dem Holzpferd zumindest einen Schal gegeben haben. Es war ja auch nass und kalt und Pferde erkälten sich ja so leicht! Und dann kotzen die wieder vor die Apotheke! ;-)

Wie jedes Jahr habe ich auch wieder die Zahnräder von der Seilerei (?) fotografiert. (1/125s, f/2,8.) Dieses mal die Seite mit den Haken. Weil. Warum nicht. Ansonsten irgendwie das gleiche Bild wie jedes Jahr. Nur mit Typ im Hintergrund der sich natürlich genau in diesem Moment da hin stellen musste. Ich hatte ihn noch kommen sehen, aber da hatte mein Hirn schon den Befehl an meinen Finger geschickt. Und jetzt ist er hier für immer verewigt. Selbst schuld! Was läuft der mir auch ins Bild? So! ;-)


Die Seile habe ich dann auch mal mit genommen. (1/125s, f/4.) Warum auch nicht? Wobei das hier schon eher ein Tau ist. Wo ist eigentlich die Grenze zwischen einem Seil und einem Tau? Und wann wird aus einem Bändel ein Strick? Fragen über Fragen, die eigentlich rein gar nichts mit diesen Fotos zu tun haben, die mich aber trotzdem beschäftigen. Willkommen in meinem Gehirn.

Die Drachenfahne war dann ein paar Stände weiter und hat mich direkt in ihren Bann gezogen. (M, 1/2000s, f/2.) Wegen des vielen Gegenlichts hier mal schnell in den manuellen Belichtungsmodus gewechselt und siehe das, ich kanns noch! Ist richtig gut geworden, so weit offen, mit dem Gestrüpp im Hintergrund. Gefällt mir.

Falls die Pest ausbricht: Nicht die Schnabelmaske vergessen. (1/30s, f/4.) Wobei die ja mehr nach Steampunk aussieht als nach Mittelalter. Trotzdem Cool. Und leicht überbelichtet: Die war so dunkel, dass es der Belichtungsmesser wohl etwas zu gut gemeint hat, Hätte im manuellen Modus bleiben sollen, was?


Was man mit der halben Automatik aber ganz gut kann: Die Kamera über die Köpfe der vor einem stehenden halten und die Band fotografieren. (Unbekannte Zeit, f/4.) Hat sogar ganz gut geklappt. Das Bild ist jetzt weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber dafür, dass ich nicht durch den Sucher geschaut habe, eigentlich ganz gut geworden. Ein bisschen viel Publikum, vielleicht. Aber was will man machen?

Crepes, anyone? (1/250s, f/4.) Auch diese Wimpel fotografiere ich gefühlt jedes Jahr. Muss aber sein, sonst glaubt mir das ja keiner. All diese KI-generierten Fakenews heutzutage! Die haben gar kein richtiges Grain in ihrer Matrix! ;-)

Die fahrbare Hütte der Wahrsagerin habe ich dann auch gleich mal dokumentiert. (1/125s, f/4.) Nett, genau so stellt man sich das vor. So richtig Klischee. Ob das fahrende Volk tatsächlich früher so unterwegs war, keine Ahnung. Ich denke, die waren vielleicht nicht ganz so offensichtlich, sonst hat der Mob gleich wieder einen Scheiterhaufen errichtet! "Wenn ihr Gewicht das gleiche ist wie das einer Ente... dann... ist sie eine Hexe!" Oder so ähnlich!


Dann doch lieber noch ein paar handgefärbte Schals. (1/125s, f/2.) Hier ist die offene Blende zwar auch schön für die Hintergrundunschärfe, aber hauptsächlich nötig gewesen, weil es mittlerweile schon so richtig dunkel wurde. Natürlich hätte ich die letzten paar Bilder auch verwahren können, aber ich hatte das dringende Bedürfnis, den Film voll und entwickelt zu kriegen. Weil. Wie sich dann ja heraus gestellt hat, war das Microphen schon anderthalb Jahre alt! Aber funktioniert hat es trotzdem sehr gut, wie man sieht.

Warum das Bild von der Glasvase mit Gewächs so unscharf ist, keine Ahnung! (1/250s, f/2.) Ich hatte gar kein Zielwasser getrunken, eh, ich schwör, Alda! Wieß nicht. Hab ich gewackelt und bin bei der offenen Blende nach den Scharfstellen zu sehr aus der Fokusebene raus geschwankt? Möglich, aber das ist schon ziemlich heftig daneben. Wir werden es nie erfahren. Das Bild ist jedenfalls am Popo.


Die Eistüte hingegen hat hervorragend funktioniert. (1/250s, f/2.) Gut, die war auch nicht ganz so nah, da wirkt sich ein leichtes Schwanken nicht ganz so dramatisch aus. Aber wenn ich das sehe, bekomme ich gleich Hunger auf Eis. Mit Ananas und Himbeeren. Hmmm. Mist! ;-)

Wie immer waren wir auch noch im Müller, da hing wieder ein Weihnachtsmann von der Decke, der somit das letzte Bild auf dem Film ist. (1/125s, f/4.) Wie man sieht: Es war drinnen mittlerweile eine Blendenstufe heller als draußen. Dann doch lieber drinnen fotografieren. Auf s/w sieht man auch nicht, dass das künstliche Licht so gelb ist. Außerdem hat auch das Fotografieren von Deko in Geschäften eine gewisse Tradition bei mir!

Nächstes Mal: Mit der Minolta 7000i und dem AT-X 80-400mm am Mondorfer Hafen. Da sind sehr schöne Vogelfotos dabei! Und so ein Graureiher macht sich in s/w auch ganz gut! Also: Dran bleiben!