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Mehrzweckhalle Meiersheide - A560 Infoveranstaltung

1.7.: Und weil ich mich ja in letzter Zeit doch öfter mal für die Lokalpolitik interessiere, war ich dann am Mittwoch der letzten Woche noch auf der Info-Veranstaltung zum Thema Ausbau des Autobahnendes der A560. Weil, im Gegensatz zu den Windrädern betrifft mich das ja auch tatsächlich direkt, denn ich komm da ja doch öfter mal vorbei. Es hat sich halt so etabliert, dass man beim Bauernhof Jansen den Berg hoch düst, weil man dann die Bahnschranken in Hennef umgehen kann und vor allem auch den Berufsverkehr, der hier ja sehr gerne sehr beständig im Stau steht. Vor allem, wenn beides zusammentrifft, ist richtig geil!


Jedenfalls fand das ganze in der Mehrzweckhalle in der Meiersheide statt, sodass ich mich da mal mit der Kamera so richtig austoben konnte. Jaja, ich mache zu viele Fotos, was sonst gibt es Neues? ;-) Aber man muss die Gelegenheit beim Schopfe packen und wenn ich schon mal da bin, warum nicht ein bisschen Blumen und sonstiges Gemüse mit nehmen, die da stehen?

Ich hatte auch dieses Mal eigentlich den Herrn Bürgermeister erwartet, aber der hatte scheinbar was anderes zu tun. Gut, der kann ja jetzt auch nicht auf jeder Veranstaltung dabei sein, der Mann hat ja sicher auch ein Privatleben. Also, hoffentlich. Wäre traurig, wenn nicht! ;-) So war nur das Tiefbauamt und der Architekt da.


Aber wie man sieht, habe ich mich erst mal sehr lange draußen rum getrieben. Ich war ja auch mal wieder 20 Minuten zu früh da, weshalb ich halt auch Zeit ohne Ende hatte, um alles zu fotografieren. Besonders Insekten auf Blüten, wie man sehen kann. Da wäre mehr Makro auch nicht falsch gewesen. Mehr zur Veranstaltung gibt es jedenfalls im "erweiterten Eintrag". KLICK! "Mehrzweckhalle Meiersheide - A560 Infoveranstaltung" vollständig lesen

Eine kleine Geschichte über Thermodynamik

Eine kleine Geschichte zum Thema Energiehaushalt des Planeten:

Ich bin ja auch kein Heiliger, ich gebe das ganz offen zu. Ich verbrachte recht viel Wasser[1], wenn ich meine Filme entwickle. Früher[2] konnte man davon ausgehen, dass auch im Sommer - wie eigentlich das ganze Jahr über - dieses Wasser so mit 16-18°C aus der Leitung sprudelte. S/W-Filme werden bei 20°C entwickelt, also musste man auch im Sommer ein bisschen warmes Wasser aus der Heizungsanlage hinzufügen, um die korrekte Temperatur zu erreichen.

Heute nicht mehr: Während der letzten Hitzewelle - ihr erinnert euch sicher? Geschmolzene Fugenmasse in den Schienen? Aufgeplatzte Autobahnen? - kam das Wasser mit etwas über 22°C aus der Leitung, was einerseits die Entwicklungszeit natürlich verkürzt, anderseits aber auch sichtbare Veränderungen im Filmmaterial hinterlässt. Wärmer ist halt eigentlich außerhalb der Spezifikation. Gestern Morgen hatte sich der Wert dann wieder eingermaßen normalisiert, so auf knapp unter 20°C, sodass ich das Wasser einfach so verwenden konnte, ohne groß auf die Temperatur zu achten, nachdem ich die Dosen mit Entwickler und Fixierer im Wasserbad abgekühlt hatte. Denn auch der Vorratsraum, der eigentlich für 18°C ausgelegt ist, hat im Sommer eigentlich jetzt immer durchgängig 22-24°C. (Durch die Kühlung der rückwärts laufenden Erdwärmepumpe ist es im Rest des Kellers mittlerweile paradoxerweise kälter als im Vorratsraum.)

Wasserleitungen werden hierzu irgendwo so um die 1 Meter tief verbuddelt. Um also die die Temperatur der Leitung und des darin enthaltenen Wassers um mehrere Grad zu erhöhen, braucht es eine gewaltige Menge Energie. Ich mein, das ist ja nicht mal so ein paar Sekunden warm; wenn ich Filme entwickle, kann das durchaus mehrere Minuten laufen und dann bekomme ich zumindest gegen Ende Wasser, das seeeehr, sehr weit durch das Netz gereist ist, bevor es bei mir ankommt. Irgendwo steht ein großes Vorratsbecken (Wassertürme haben wir hier meines Wissens nicht), wo das nicht mehr ganz so kühle Nass gelagert wird. Sind die auch so warm? Was ist mit unserer Talsperre? Was ist mit dem Uferfiltrat aus der Sieg[3]?


Wasser hat eine ungeheure Fähigkeiten, Wärme aufzunehmen, wie jeder weiß, der schon mal einen Topf Nudeln gekocht hat und dabei auf den Stromzähler geschaut hat. Zu viel Wärme im Wasser führt zu Algenblüten und ist schlecht für Fische und andere Lebewesen. Umso mehr Aufwand muss getrieben werden, das Wasser so aufzubereiten, dass es wieder trinkbar wird. Das alles nur als Information, über die man bei diesen Hochsommer-Temperaturen in Juni nicht wirklich nachdenkt, wenn man nicht plötzlich damit konfrontiert wird, dass das Wasser zu warm ist, um darin einen Film zu entwickeln. Das klingt jetzt vielleicht etwas panischer, als es eigentlich sollte. Ist jetzt aber leider nicht das erste Mal, seit ich wieder angefangen habe, Filme zu entwickeln. Eigentlich gibt es regelmäßig im Sommer eine Zeit, zu der ich gezwungen bin, meine Entwicklungszeiten anzupassen, ob ich will oder nicht. Was halt früher nicht so war. Was eindeutig auf die veränderten klimatischen Bedingungen zurückzuführen ist. Was noch immer von vielen Leuten verharmlost oder geleugnet wird.

So, und jetzt wieder zurück zum normalen Programm. (Ich scanne gerade nebenbei übrigens die sechs Filme, die ich rum liegen habe. Einen habe ich schon! ;-) Nur falls ihr euch fragt, wie ich auf die Idee zu diesem Eintrag kam.)

[1] Im Sinne von "dem Vorrat an sauberem Trinkwasser entnehmen und als aufzubereitendes Abwasser in Richtung der Kläranlage dem Kreislauf wieder zuführen" im Gegensatz zu "dem Vorrat entnehmen und dem Kreislauf vorenthalten, indem ich es verdampfe", wie es die KI-Rechenzentren tun - aber das ist ein anderes Thema.

[2] Als die Dinosaurier die Erde beherrschten - etwa Helumt Kohl.

[3] Quelle: https://wassertemperatur.site/stadt/meerestemperatur-in-deutschland/water-temp-in-hennef-sieg-in-sieg

Letzten Mittwoch bei der Windkraft-Infoveranstaltung in der Meys-Fabrik

Hatte ich erwähnt: Am letzten Mittwoch, dem 24. Juni, war in der Meysfabrik die Info-Veranstaltung der Stadt Hennef zum Thema Windkraftanlagen. Weil: Nach Landesvorgaben sollen ja soundso-viele Prozent des Landes (1,8%, wenn ich mich recht erinnere) mit Windrädern bepflanzt werden, damit wir mit der verschissenen Klimawende und der Abhängigkeit von Fracking-Gas und despotischem Öl endlich mal in die Puschen kommen. und da sind halt auch einige winzig kleine Gebiete in der Stadt Hennef als Vorrangfläche ausgewiesen worden. Irgendwo da hinter Bödingen im Wald. Also, das was der Borkenkäfer vom Wald übrig gelassen hat. Also, von den Monokulturen, die da früher standen, bevor die vor-vor-letzte Jahrtausendhitze sämtliche Rekorde gesprengt hat. (Hatte ich erwähnt, dass wir dieses Wochenende alles Dagewesen schon wieder geknackt haben? Und es ist erst Juni, wartet mal, bis im August der El Nino so richtig in Fahrt kommt. Obwohl, das macht es in Europa ja normalerweise kühler. Aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe.)


Ich also da hin getigert, bei 37°C im Schatten. Fing ja schon mal gut an, dachte ich. Bei Temperaturen wie auf der Venus bereits im Juni, die sämtliche Rekorde schmelzen lassen, trauen sich die Klimaleugner vielleicht nicht aus ihren Löchern. Ja, nein. Jetzt erst recht: Früher war's auch schon warm. Und weitere Details erspare ich euch (und mir), denn nach der dritten "Frage" musste ich den Saal verlassen, sonst hätte ich laut angefangen zu lachen. Oder wahlweise zu weinen. Oder ich wär aufgestanden und hätte wem eine geschallert, so wie Batman dem Robin in dem Meme, sie wissen schon, und dann hätte die Frau 'nen Anwalt besorgen müssen, damit ich aus dem Knast komme, und, ach komm, lass, es bringt ja eh nix, Gewalt ist keine Lösung. Om! Zurück zu meinen pazifistischen Wurzeln! Ich wundere mich halt nur, dass nicht einer aufgestanden ist und meinte, seine Kühe gäben weniger Milch, seit da jeden Tag so eine Dampfmaschine durchs Siegtal tuckert, während der nächste dann die Meinung geäußert hätte, dass sich das mit dem Sesshaftwerden und dem Ackerbau und der Viehzucht ja eh nicht durchsetzen würde. Ich merke immer wieder: Die Menschheit als solche - zumindest der besonders laute Anteil - ist grundsätzlich zukunftsfeindlich eingestellt. Woran das liegen mag, ich weiß es nicht. Wenn die "bürgerliche Mitte" bereits bei zZt geplant vier (4) Windrädern so steil geht...

Aber egal. Das da oben auf dem zweiten Bild ist übrigens der Bürgermeister. Der sich wirklich bemüht hat, das Thema sachlich rüber zu bringen. Gut, natürlich mit dem Hintergedanken, dass er es eh nicht verhindern könnte, selbst wenn er wollte, weil genau wegen dieser Art von facbook-induziertem Shitstorm-Verhalten ist das ja mal irgendwann in die Zuständigkeit des Kreises übergegangen, weil die Gemeinden sich einfach nicht mehr getraut haben. Insofern wäre es natürlich lustig gewesen, wenn die Vertreter vom Rhein-Sieg-Kreis, die ja wohl auch eingeladen waren, erschienen wären, aber die haben gekniffen. Buuuuh! Denn: Der Herr Bürgereister sowie die zuständigen Personen im Rat haben das planerische dargelegt, der Herr von der Firma Notus, die die Dinger bauen will, hat ein paar technische Details zum anvisierten Typ Nordex N175 (kann aber auch VestAS werden oder wer anderes) raus gehauen, und das war eigentlich ganz informativ. Vor allem die Gutachten, die für das Genehmigungsverfahren geschrieben werden müssen, belaufen sich wohl auf geschätzte 1300 Seiten. Ich hoffe, die haben da eine Vorlage dafür, oder zumindest eine KI! :-D Ich hätte da gerne noch die eine oder andere Follow-Up-Frage gestellt, aber das Pflaster war mir echt zu heiß. Wenn man sich da als Befürworter geoutet hätte, wären wahrscheinlich die Heugabeln raus geholt worden! ;-)


Deshalb bin ich dann lieber raus ins Foyer und habe mir die Diskussion drinnen nur noch aus der Ferne angehört. Da konnte ich dann so lange, wie ich wollte, und genau so laut vor mich hin lächeln, ohne dass ich wem auf den Schlips treten musste. Der Herr, der da für den Saal zuständig war, hat mich dann kurz noch aus der Bibliothek geschmissen, die eigentlich zu hatte, und dann hab ich mich mit dem noch eine Weile unterhalten, was das Thema der Veranstaltung anging. Der hat's halt auch nicht mehr verstanden. Und dann kam da noch so ein Jüngling raus, vielleicht ein Drittel meines Alters, der schüttelte auch nur noch den Kopf.

Ich hab da ja echt kein Problem mit, wenn Leute ein Problem damit haben, dass man ihnen 260 Meter Schwungmasse ins Panorama bauen, aber dann sollen sie bitte auch zugeben, dass das eigentliche Problem, das sie haben, ihre eigene Befindlichkeit ist, und nicht die Vögel und den Schalldruckpegel vor schieben. Ich mein, ich hab ja leicht reden, ich werde davon nicht groß betroffen sein, ich lebe zwei Täler weiter, da werde ich die Dinger nur zu Gesicht bekommen - falls sie denn 2029 frühestens gebaut werden -, wenn ich mal durchs Bröltal gurke. Oder in Bödingen die Kirche angucken gehe. Oder in Blankenberg die Burg. Aber ehrlich gesagt: Ich hätte lieber vier Windräder als jede Nacht Flugverkehr! Hat mich halt auch keiner nach gefragt. Wird trotzdem gemacht. Die 22kV-Leitungen im Hanfbachtal sind jetzt auch keine Ausgeburt an Schönheit, aber sinkt deswegen unser Grundstückswert? Ich weiß es nicht. Im Gegenteil, ich nehme die eigentlich als sowas wie ein Industriedenkmal wahr. Wir leben schließlich in einer der am dichtesten besiedelten Ecken des Landes. Da gibt es Infrastruktur, oh Wunder!


Ob die Leute, die damals die ersten Waagen gebaut haben, hier in dieser ehemaligen Fabrik, und die ersten landwirtschaftlichen Großgeräte, ob die wohl auch mit solchem Zorn konfrontiert waren? Traktoren kommen mir nicht aufs Feld? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Aber egal. Die nächsten Einträge werden wieder etwas leichter, ich verspreche es. Bis ich am nächsten Mittwoch in der Meiersheide die Veranstaltung zum Autobahnendeausbau anhören gehe! Da gibt's bestimmt auch wieder Rambozambo, wie unser charmanter Herr Bundeskanzler das auszudrücken pflegt. ;-)

PS: Ja, ich hatte die Kamera vergessen, das sind Handyfotos! Ihhh! ;-)

Ballonfest in den Rheinauen

13.6. (#2): Die Rheinauen im Sommer. Immer mal wieder eine Veranstaltung. Dieses Mal das Ballonfest. Leider war es sehr, sehr windig und deshalb sind wir Abends gar nicht erst wieder gekommen. Ich weiß deshalb nicht, ob die tatsächlich das Ballonglühen veranstaltet haben, wie es eigentlich geplant war. Stattdessen waren wir nur mittags hier, nachdem wir uns mit J in Beuel getroffen hatten und am Rheinufer nach Süden runter geschlendert waren.


Ich mein, wie windig es war, sieht man an diesem Lenkdrachen da oben: Der lag schon fast horizontal auf dem Rasen. Der Lenkdrache gehörte jetzt wahrscheinlich nicht offiziell dazu, denn nachmittags war hier der Familienfest-Teil des Ballonfests. Und da hatten die diesen sehr, sehr großen Tiger auf der Hüpfburg! Einen sehr! Sehr! Großen! Tiger! ("...in Afrika?" - "Vielleicht ist er aus einem Zoo entkommen?") Ansonsten habe ich wie immer Details fotografiert und Kartoffelsäcke und Kinderfahrräder. Ich mein, was soll ich auch anderes machen?


Fremder Leute Hunde fotografieren? Das würde ich doch niiiiie tun! Retriver sind schon sehr fotogene Tiere. Mehr Fotos gibt es übrigens dann im "erweiterten Eintrag". Denn, wie immer, ich habe zu viele Bilder gemacht. Also: Augen auf und KLICK! ;-) "Ballonfest in den Rheinauen" vollständig lesen

Tomb Raider Meeting 2026 - Bob Ross

Wie auch schon letztes Jahr hat Titzia uns auch dieses Mal wieder an einem ihrer Bob Ross Workshops teilnehmen lassen. Ist zwar jetzt nicht unbedingt Tomb Raider, aber witzig ist es trotzdem. Und wir haben auch dieses Mal wieder viel Spaß gehabt, was ja die Hauptsache ist. Allerdings muss ich vorweg sagen: Meine Bäume sehen scheiße aus! ;-)


Dieses Mal also einen Tannenwald (oder ähnliches) mit dunklem Hintergrund, auf den wir zuerst einmal ein bisschen Nebelschwaden aufgebracht haben. Die Leinwand selber hatte sie schon schwarz vorgefärbt mit gebracht, genauso hat sie sämtliche Farben uns anderen Utensilien zur Verfügung gestellt. Nach dem Nebel kommen die Hintergrundbäume, dann ein bisschen Wasser im Vordergrund und eine Matschlache in der Mitte, die bei mir beide ein bisschen sehr hell geworden sind. Hätte mehr blau rein mischen müssen. Am Besten gelungen ist mir glaube ich das Grünzeugs, das als Highlight in den Vordergrund getupft wurde. Die aufgewühlte Erde ist mir ein bisschen aus dem Ruder gelaufen, aber noch akzeptabel, denke ich. Schließlich noch den Rest des Vordergrunds und die eigentlichen Bäume, von denen ich mir nur drei geleistet habe, während andere einen ganzen Wald da rein gepinselt haben. Aber wie gesagt, ich bin von meinen Bäumen eh nicht so ganz überzeugt. ;-)


Wie man sieht, wir waren schon ein bunter Haufen und es ist erstaunlich, dass bei der gleichen Vorlage und den selben Anweisungen der Frau Lehrerin da so unterschiedliche und individuelle Ergebnisse raus kommen. Und zugegeben, das ist jetzt keine große Kunst, aber das ist ja auch gar nicht der Punkt! Sondern dass wir uns künstlerisch betätigt haben und dass wir Spaß dabei hatten!

Jetzt muss mein Kunstwerk jedenfalls nur noch richtig trocknen und dann kann ich es - zusammen mit dem Berg vom letzten Jahr - endlich mal aufhängen. Ich weiß nur noch nicht wo! ;-)