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Star Trek Voyager: Across the Unknown

Wenn ich in letzter Zeit etwas in die Kategorie "Gaming" schreibe, hat es ja meist was mit dem Thema Brettspiele zu tun. Heute möchte ich jedoch was zu "Star Trek Voyager: Across the Unknown" schreiben. Das Spiel ist vergangenen Woche erschienen, nachdem es ja schon etwas länger angekündigt war. Es fällt in ein heutzutage auf Konsolen ja gefühlt eher selten anzutreffendes Genre des "interaktiven Strategiespiels". Was auch immer das genau heißen mag. (Resource Management and Construction.) Hauptsächlich point & click und Entscheidungen treffen, die Konsequenzen haben. Die technische Umsetzung steht bei solchen Spielen ja eher im Hintergrund, es geht mehr um das Spielerlebnis als solches. (Teilweise komme ich mir vor wie in einem durch Grafiken aufgepimpten Text-Adventure. ;-))

Worum geht es? Die Geschichte der Voyager sollte jedem Trekki geläufig sein und genau diese Geschichte spielen wir in diesem Spiel nach: Die USS Voyager ist im Delta-Quadranten gestrandet und muss den Weg nach Hause finden. Dabei stehen ihr Kazon und Borg und andere Hindernisse im Weg, die Ressourcen sind knapp und das Schiff ist am Anfang eigentlich nur noch ein großer Haufen Schrott, der sich nur deshalb nicht in seine Einzelteile auflöst, weil Kathy Janeway die Kiste mit purer Willenskraft zusammen hält!


Es gilt also Entscheidungen zu treffen und das Leben an Bord einigermaßen erträglich zu gestalten. So muss man etwa Quartiere für die Mannschaft bauen, nachdem zuerst die ganzen Trümmer weg geräumt und die Lebenserhaltungssysteme Deck für Deck wiederhergestellt wurden. Das kostet Ressourcen: Zuerst einenl Duranium, das Zeugs aus dem die Föderation scheinbar den meisten Kram zusammen lötet, später auch Tritanium, das stabiliere Zeugs. Daneben braucht man Dilithium-Kristalle, um bestimmte Räume wiederherstellen zu können oder den Warpkern mit einem Upgrade zu versehen. Und dann sind da noch die vermalledeiten Gel-Packs!

Apropos Warp-Kern, der verbraucht massenhaft Deuterium, um die Energieversorgung des Schiffs am Laufen zu halten. (Sollte der Warpkern nicht eigentlich Antimaterie vebrennen? Für Deuterium ist doch kanonischerweise eigentlich der Impulsantieb da, oder sehe ich da was falsch? Naja, egal. Ich will mal nicht so kleinlich sein.) All diese Ressourcen findet man in den einzelnen Sektoren, die man durchspielt, auf Planeten, verlassenen Raumstationen und durchs All treibenden Schiffen.


Daneben gilt es, auch die wissenschaftliche Erforschung des Delta-Quadranten nicht zu vernachlässigen, denn Captain Janeway ist ja eigentlich eine Wissenschaftlerin und glaubt fest daran, dass es irgendwo Technologien zu finden gibt oder Phänomene zu erforschen, die ihr den Weg nach Hause verkürzen können. Denn die Moral auf dem Schiff nimmt immer mehr ab, je länger es unterwegs ist. (Heimweh!) Da muss man unterwegs auch mal einen Talaxianer einsammeln und in die Küche stecken, damit das Essen nicht so fade schmeckt. Damit das nicht ausgeht, kann man sich auf verschiedenen Planeten selbst versorgen und/oder einen hydroponischen Garten anlegen, in dem man frische Leola-Wurzeln ernten kann. Hmm, lecker! ;-)

Währenddessen wird die Crew mit Entscheidungen konfrontiert, die wir bereits aus der Serie kennen: Es gilt, Konflikte zu entschärfen, Wurmlöcher zu erforschen, Shuttles mit Pattex zu kleben, nein, Moment, so ähnlich... und schließlich lauern irgendwo auf dem Heimweg auch noch die Cyber-Borg mit ihren Nano-Sonden. Trifft man die gleichen Entscheidungen wie Captain Janeway sie damals getroffen hat, geleitet von der Obersten Direktive, immer das Wohl der Bewohner des Delta-Quadranten im Sinn? Oder pfeift man auf die Sternenflotten-Regularien und nimmt sich notfalls auch mit Gewalt die nötigen Ressourcen, stößt den Eingeborenen vor den Kopf oder kürzt gar die 70 Jahre Heimreise auf 7 Minuten, indem man die Station des Caretakers nicht zerstört, sondern einfach direkt nach Hause fliegt? (In letzterem Fall ist das Spiel sehr, sehr kurz! ;-))


Entscheidet man sich für den langen Weg nach Hause, durchfliegt man diverse Sektoren, entdeckt Planeten und kann diese mit Außenteams erforschen, welche flugs auf der Transporterplattform zusammengesetzt werden und möglichst alle für die jeweilige Mission erforderlichen Skills (Diplomatie, erste Hilfe, Phaser-Künste...) abdecken sollten. Erfolgreiche Missionen und gute Entscheidungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf ein gutes Ende und man erhält Belohnungen. Schlechte Entscheidungen gefährden das Überleben der Crew. (Anderseits: Alles ist besser als noch ein weiteren Leolawurzelauflauf von Neelix ertragen zu müssen! ;-))

In jedem Sektor gibt es eine Hauptmission, die man spielen muss, bevor man weiter fliegen kann. Daneben gibt es auch Side Quests, die interessant, aber optional sind. Fliegt man lieber schnell heim oder versucht man, die Moral der Crew zu erhöhen, indem man die Schiffsbibliothek gegen neue Technologien eintauscht, den Vidianern bei der Bekämpfung ihrer entstellenden Krankheit hilft oder den Kazon hinterher rennt, die sich mit Seska aus dem Staub gemacht haben, der alten cardassianischen Spionin mit einem leichten Chacotay-Crush? (Ich muss mal ausprobieren, was passiert, wenn man nicht Seska sondern den Herrn Carey beschuldigt, die Föderationstechnologien weiter gegeben zu haben. Wahrscheinlich meuchelt die Seska dann irgendwann alle im Schlaf oder sowas, wer weiß? ;-))


Die Steuerung des Spiels ist einigermaßen eingänglich, so gut wie das mit einem Controller nun mal für ein solches Spiel funktioniert. Teilweise finde ich etwas unübersichtlich, welche Aufgaben man bis wann wie erledigt haben muss, denn manchmal muss man mehrere, verkettete Voraussetzungen erfüllen, um das gewünschte Ziel zu erreichen, die alle in unterschiedlichen Räumen der Voyager versteckt sind. Insgesamt kann ich mich aber nicht allzu sehr beschweren. Ob das Spiel am PC besser spielbar ist, wenn man eine Maus zur Verfügung habt, kann ich nicht sagen, wäre aber möglich. Das Spiel bietet drei Schwierigkeitsstufen, die sich in der Menge der Ressourcen und der Stärke der Gegner unterscheiden. Die Lernkurve würde ich als mittel beurteilen: Es ist nicht ganz einfach, vor allem, wenn man so wie ich neugierig ist und immer möglichst alles erledigen will, was dazu führt, dass einem Treibstoff und Zeit ausgehen. Aber auch nicht so schwer, als dass man vor Frust den Controller hin wirft.

Insgesamt gefällt mir das Spiel bisher ganz gut. Wir hatten am Erscheinungstag schnell mal die Demo runter geladen und nach einer Stunde oder so bereits entschieden, dass wir uns tatsächlich die Deluxe-Version leisten wollen. Die hat noch ein paar Missionen mehr und man unterstützt damit nebenbei einen deutschen Entwickler! (Das Ganze wurde sogar vom Bund gefördert!) Ich hoffe, dass der Wiederspiel-Wert dadurch erhöht wird, denn man trifft offenbar nicht immer auf alle Missionen; stattdessen werden die Sternensysteme prozedural generiert und unterscheiden sich so von Mal zu Mal. Nach meinen 8-10 Stunden, die ich in das Spiel jetzt investiert habe, würde ich es interessierten Trekkies auf jeden Fall ans Herz legen, aber auch Leute, die grundsätzlich an dieser Art von Spielmechanik gefallen finden, können einen Blick riskieren. Wissen über die Voyager ist aber auf jeden Fall hilfreich, denke ich.

Fazit: Gut. Kann man machen. Grafisch vielleicht nicht so anspruchsvoll, wenn auch originalgetreu gestaltet. Das Spielen selber bringt hier mehr als peppige Grafik. Ach ja, hatte ich erwähnt, dass Tim Russ und Robbi McNiell verschiedene Texte eingesprochen haben? Also auf jeden Fall auf Englisch spielen! ;-)

Rosenmontag in Hennefer Regen

16.2.: Am Montag war Karneval. Also, Rosenmontag. Karneval is hier im Rheinland ja eijentlisch et janze Johr. (Ich kann kein Kölsch, wie man vielleicht sehen kann. Ich bin auch nach fast 50 Jahren nur so ein Zugezogener! ;-)) Jedenfalls habe ich mich gefreut, dass es am Montag so schön trocken war, sodass ich mir gedacht habe: "Komm, gehste runter in die Stadt und schaust den Eingeborenen bei der Pflege des lokalen Brauchtums zu!" Ja, Flöte pfeifen! (Oder et Trömmlsche?) Kaum kam der Zug um die Ecke, hat das ja angefangen zu pissen, als ob es kein morgen gäbe!


Aber der Reihe nach: Eigentlich gehen wir ja Rosenmontag immer zu Fuß runter in die Stadt. Zum Glück, muss ich ja jetzt sagen, sonst hätte ich im strömenden Regen noch den ganzen Weg nach Hause latschen müssen, war es mir ein wenig auf die Zeit geschossen, weil ich mal wieder so viele s/w-Fotos gedreht habe, dass ich mit dem KFZ bis zur evangelischen Kirche gefahren bin, dort geparkt habe, dann durch die Unterführung geschlichen bin, der Kotze ausweichend, und mich bis zur Hauptstraße durchgekämpft habe. Dort habe ich dann erst mal fleißig Flaschen und Volk fotografiert.


Rausgekommen sind dabei ganz gute Bilder. Regen ist zwar schlecht für die Kamera, die ich nachher erst mal trocknen musste - hätte sie wohl am Besten in einen Sack Reis gesteckt, statt sie nur mit mehreren Tüchern wieder einigermaßen trocken zu wischen -, aber Regen ist auch gut für den Kontrast und die Highlights. Das ist ja so eine inverse Parabel mit dem Wetter: Total sonnig und total nass sind die beiden ins unendlich reichenden Enden, während in der Mitte "bedecktes Scheißwetter" mehr so Richtung 0 geht! (Ziehe ich in einem Karnevalseintrag mathematische Parallelen? Ich habe nicht genug Kölsch getrunken! ;-))

Viele, viele Fotos findet ihr im "erweiterten Eintrag". KLICK! "Rosenmontag in Hennefer Regen" vollständig lesen

Sövener Karneval

Am Sonntag waren wir spazieren, weil die Sonne geschienen hat. Haben wir uns gedacht, gehen wir doch hoch nach Söven, da ist es auch ganz schön. Zwei Dinge, mit denen wir nicht gerechnet haben: Der Wind hat geblasen wie bekloppt und die Wolken waren schneller. Dementsprechend hatte ich Glück, dass ich die dicke Jacke an hatte. Und eine Mütze. Und über der Mütze noch die Kapuze. Was für ein Sturm! (Der hat abends dann übrigens Schnee gebracht. Brrr!)


Auf dem Weg den Hausberg hoch haben wir als erstes mal einen Falken erwischt, wie er über dem Feld Ausschau nach Futter hielt. Und dann noch Eselchen. Und dann Karneval. Ach ja, richtig, da war ja was. Waren genau pünktlich zum Rattata da, der Zug ging gerade los. Das erklärt dann auch die gefühlt 100 Autos, die uns unterwegs überholt habe.Was wollen die da? Ich mein, das ist Söven, nicht der Rosenmontagszug in Köln!?! Aber was weiß ich schon. Vor allem diese ganzen auswärtigen Kennzeichen: Köln, Hannover, und ich habe glaube ich auch ein Hamburger gesehen! Ahrweiler. Watt is nochens NR? War auch da. Muss ja irgendwas besonderes an Söven dran sein. Whatever.


Habe dann die Kamera mal schön auf sämtliche Kostüme gehalten, von denen ich hier ein paar ausstellen möchte, bei denen nicht zu viele Leute zu erkennen sind. Musste da ein bisschen nachhelfen, teilweise, wie immer. Es gilt: Wer sich wiedererkennt, möge sich melden, wenn er/sie/es hier nicht sein will.

Weiter geht es im "erweiterten Eintrag", weil. Es sind schon wieder viele, viele Fotos. KLICK. ;-) "Sövener Karneval" vollständig lesen

TR Orga 2026 - Teil 3: Heimreisetag

So ein Wochenende vergeht ja recht schnell, sodass es plötzlich schon wieder Sonntag war und wir an die Heimreise denken mussten. Die Sonne ging im Nebel auf und warf interessante Schatten entlang der Kapelle auf dem Berg, auf dem wir am Tag davor nur rum gelaufen waren. (Bewegung ist so wichtig! Gerade im Alter! ;-))


Jedenfalls, zwischen Zimmer ausräumen und Tasche packen kaum zum Fotografieren gekommen, sodass sich die Bilder hier erst einmal auf den Hinterhof vom Haus Buntspecht beschränken. Erst, als wir uns dann auf den Weg gemacht haben, habe ich ein paar Bilder aus dem Auto heraus geschossen. Ich habe endlich mal dran gedacht, die Kamera mit nach vorne zu nehmen. Jenseits der ersten Windräder wallte dann auch den Nebel ganz gewaltig durch die Täler. Besonders rund um Finnentrop stießen die Bergspitzen ganz malerisch durch die Wolkendecke. Schade, das kommt auf den Bildern gar nicht so spannend rüber, wie es in der Realität aussah. Liegt auch daran. dass ich das kleine Tele drauf gemacht hatte weil ich ja eigentlich gedacht hatte, dass ich die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke abklappere.


Da dann auch wieder die Rangierlok im Bahnhof rum gurken gesehen, musste wieder an AK denken, schöne Grüße an der Stelle. Die könnte einfach mal die Lok für ein Wochenende ausleihen und einen Zug ins Sauerland fahren! ;-) Aber ich fürchte, da hat die Bahn so als Konzern andere Pläne.

Irgendwann - sag ich ja immer wieder - müssen wir auch mal entlang der Strecke aussteigen und uns umschauen. Da stehen lauter interessante Gebäude rum. Kirchen und Industrie. Da steckt bestimmt eine Menge Geschichte in der Gegend. Wäre ja was für mich, ich mag Geschichte(n) ja grundsätzlich.


Und das war dann schon das Wochenende in Stockum. War ja mal wieder kurz. Könnte durchaus auch einen Tag länger sein wie der "echte" Meeting. Aber ist so schon recht teuer und Zeitaufwendig. Aber immer wieder schön, sich mit den anderen zu treffen. Die sieht man einfach viel zu selten. Wobei, dieses Jahr voraussichtlich noch drei Mal, zumindest den harten Kern und in unterschiedlicher Besetzung. Weiß noch gar nicht, wo ich die Zeit her nehmen soll... ;-)

Trekdinner in der Karawane

Zu Karneval versuche ich ja möglichst immer, das Auto stehen zu lassen. Nicht, dass ich was trinken würde, was meine Fahrtüchtigkeit beeinflussen täte. Eher im Gegenteil: Besoffen Clowns und bekiffte Piraten rennen einem ständig vors Auto, ohne auch nur den Ansatz von links und recht gucken. Also, lieber daheim bleiben oder maximal zu Fuß zum Zug gehen. Nicht, dass es besser wäre, wenn einen dann jemand anderes im besoffenen Zustand überfährt, aber immerhin ist man dann nicht auch noch Schuld.

Eine Ausnahme mussten wir dieses Jahr dann aber doch machen: Es war Trekdinner, nachdem das ja extra für uns um eine Woche verschoben worden war. Waren letztens Wochenende ja im Sauerland. Deswegen mussten wir uns blicken lassen. Außerdem: Karawane, gutes Essen. Und natürlich ist es auch immer schön, die Freunde zu treffen. (Aber die kommen erst an dritter Stelle, wie man sieht! ;-))


Da wir eine Viertestunde zu früh waren, haben wir noch den Weg runter zur Hauptstraße eingeschlagen, vielleicht sit ja noch was vom Zug zu sehen. Nö, war schon vorbei. Stattdessen kam uns der P entgegen. Der hat sich - zack - wieder mal den Parkplatz direkt vor der Karawane gesichert! Der hat immer ein Glück! ;-)

Dann geklönt und gequatscht und den anderen erzählt, dass wir am Morgen schon mit dem kotzenden Kater, der seit zwei Tagen nichts gefressen hatte, zum Tierarzt waren, inklusive Wochenend- und Feiertagszuschlag! (In Eitorf übrigens, bei der Frau Dr. Hümmelchen, sehr nette Tierärztin. Aber doch schon sehr weit weg. Der Kater war so tapfer und hat gar nicht gemauzt, obwohl die Straßenverhältnisse ja eher beschissen sind. Spoiler: Er frisst wieder!)


Ansonsten: Das war dann auch schon das. Kein Protokoll, nur diesen Blogeintrag. Es hätte sicher mal wieder einiges mitzuschreiben gegeben, aber ich war irgendwie nicht in der Stimmung. War ja auch schon Stress genug an diesem Tag gewesen. Essen war wir immer hervorragend, auch wenn die Meckerköppe rechts am Tisch (von mir gesehen) wieder keine Pilze mochten. Tststs, dabei kamen die extra frisch aus Jordanien. (Wahrscheinlich nicht, aber das Rezept.) Kann immer nur empfehlen, in die Karawane zu gehen. Habe da noch nie was zu essen bekommen, was mir nicht geschmeckt hätte.