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Blankenberg am Feiertagabend

Feiertag, fauler Tag. Abends aber noch schnell eine kleine Runde um die Stadt Blankenberg gemacht. Da waren wir ja schon eeewig nicht mehr! ;-) Also, mindestens schon einen Monat nicht mehr! ;-)


Licht war heute interessant: Goldene Stunde, aber mit Wolken und Dunst. Interessante Kombination. Habe ein paar nette Bilder mit Gegenlicht gemacht, wie man sieht. Und wie immer die üblichen Blümchen und Büsche. Und Mauerstücke und sowas.


Bis zur Burg sind wir dann nicht mehr gegangen, die hätten wahrscheinlich eh zu gehabt. Im Sommer bis 18 Uhr. Schade, eigentlich, aber die Leute, die da leben, wollen ja auch mal Ruhe haben, und an einem Feiertag wie heute hatten die wahrscheinlich eh genug besoffene Bollerwagenfahrer auf dem Hof! ;-)


Auf dem Rückweg dann noch einen roten Kater im Vorgarten gesehen. Den hätte ich am liebsten gleich eingepackt und mitgenommen. Besonders als er sich nervös das Schnäuzchen geleckt hat.


So, und jetzt duschen und heia. Das Wetter drückt mir noch immer auf den Kopf: Schwül und kalt gleichzeitig. Ekelig.

Am Weilberg

Seit langer Zeit zum ersten Mal wieder am Weilberg gewesen. Muss schon sehr lange her sein, denn ich erinnere mich, dass wir beim letzten Mal gar nicht mehr bis an den Rand ran kamen, weil die Zäune und sonstigen Barrieren weggefault waren. Die sind mittlerweile ganz neu wiederhergestellt worden.

Aber erstmal mussten wir erstmal an den Steinbruchrand gelangen. Haben auf dem Waldparkplatz geparkt und sind von dort den Berg hoch gewandert. Auf dem Weg habe ich dann kurz rechts die Abzweigung in den anderen, kleinen Steinbruch genommen und die hohle Gasse fotografiert.


Danach habe ich mal wieder festgestellt, dass auch das moderne 50mm Nikkor bei bestimmten Abständen und Offenblende sehr geiles Bokeh produzieren kann. Sowohl der Vorder- als auch der Hintergrund drehen sich da oben auf dem letzten Bild in der zweiten Reihe ganz besonders um sich selbst. Cool.

Dann aber endlich am Weilberg. Sehr hübsch da oben. Und bei diesem schönen Frühsommerwetter mit mal Wolken, mal Sonne kommt das alle auch auf den Bildern richtig schön rüber. Besonders gut machen sich auch die Blümchen und Büsche vor der weit entfernten Steilwand auf der anderen Seite des ehemaligen Steinbruchs.


Aber gerade die Basaltstrukturen und die Tuffschichten auf der anderen Seite sehen richtig Klasse aus, finde ich. Hier hat das 200mm ziemlich genau die richtige Brennweite. Wobei hier vielleicht auch mal wieder ein Zoom gar nicht so falsch gewesen wäre. Ach ja, eigentlich bräuchte ich so eine kleine Golftasche, die ich im Wald hinter mir her ziehen kann. Oder klein einen Caddy! ;-) "Man reiche mir das 5er Eisen!" :-D


Aber wie gesagt, gerade die Pflanzen eignen sich hier hervorragend, um sie zu porträtieren. Das liegt hier besonders an den guten Abständen, die machen den Hintergrund so richtig schön matschig, während ich doch ein klein bisschen weiter abblenden kann, um die Blüten scharf zu bekommen.

Ach ja, und die Hummel auf der Distel ist auch sehr schön geworden. Leider war die zu schnell und wuselig, habe sie nie so richtig aus genau der richtigen Position erwischt. Trotzdem, geht.

Danach dann noch an den unteren Aussichtspunkt runter. Früher konnte man mal direkt vom oberen zum unteren durch gehen, aber das haben die wohl zu gemacht. Hier unten gab es noch mehr Blümchen, die ich zwischen den Zaunpfählen erwischt habe. Danach haben wir dann noch den Weg um den Berg rum gemacht, da kamen mir mal wieder die üblichen Wanderwegwegweiser unter.


Und blaue Glöckchen! Wie man übrigens auch hier erneut sehen kann, habe ich in letzter Zeit mal wieder die Spotmessung für mich entdeckt. Gerade in solchen schattigen Ecken kommt das richtig gut, wenn die Blüten so richtig raus poppen.

So, und jetzt duschen. Die Pollen aus den Haaren waschen. Muss schon wieder den ganzen Tag niesen. Davon abgesehen, das Wetter ändert sich schon wieder: Meine Ohren haben Druck ohne Ende. Daher wahrscheinlich auch die Kopfschmerzen. Die andere Möglichkeit ist, dass das von dem vielem Dreck kommt, den ich beim Aufräumen des Büros aufgewirbelt habe. War mal wieder nötig! Und den Rücken habe ich sicher davon, dass ich den 20 Kilo Laserdrucker in den Keller geschleppt habe, da der ja eh nicht mehr einsatzbereit ist...

Olympus OM-2 Spot/Program

Ei, was haben wir denn da? Eine Neuerwerbung vom Flohmarkt! Und zwar handelt es sich um eine sehr gute erhaltene Olympus OM-2 Spot/Program. Brauche ich die? Nicht wirklich: Für meine OM-Objektive habe ich ja R's alte OM-10. Aber die kann keinen manuellen Modus, der in manchen Belichtungssituationen schon ganz praktisch sein kann, sondern nur den Zeitautomatik-Mudus. Der ist zwar nicht schlecht, aber eben nicht perfekt, besonders wenn viel Licht von vorne kommt.

Deswegen hatte ich schon länger eine OM-2 auf der Beobachtungsliste. Warum gerade die? Die OM-1 wäre eher Retro, denn die ist voll mechanisch, kann somit also nur manuell belichten. Das ist im Allgemeinen zwar genau das, was ich möchte, hat aber den Nachteil, dass sie - nach meinem Wissen - Quecksilberbatterien braucht und mit Alkalis nicht glücklich wird. Mein eigentliches Ziel wäre allerdings eine "echte" OM-2 (ohne Zusätze in der Bezeichnung) gewesen, da diese immerhin vom Ende der 1970er datieren. Die Spot/Program (oder auch SP) ist nämlich eigentlich gar keine echte OM-2, sondern basiert auf dem OM-4-Body, ist also bereits aus den frühen 1980ern. Sie hat allerdings den großen Vorteil, dass sie im manuellen Modus eine echte Spotmessung beherrscht. Genau das, was ich brauche, wenn ich manuell belichten will. Im Automatik (Zeit- und Programm-Modus) verwendet sie - soweit ich weiß - eine ähnliche Integral-Messung wie die OM-10, die das im Allgemeinen sehr gut hin bekommt. Hinterm Spiegel ist auf dem Vorhang jedenfalls das typische OM-Muster zu sehen.


Wie man in den Beauty Shots sehen kann, ist die etwas klobiger als die OM-10. Da ist doch ein bisschen mehr Technik drin. Olympus-typisch ist die Belichtungszeit an einem weiteren, in die Kamera integrierten Ring am Objektivanschluss einzustellen. Hier kann man - nach dem Drücken der entsprechenden Taste unten links - auch auf die vollmechanischen 1/60s und Bulb wechseln. Für diese 1/60s braucht man keine Batterien, ist also dafür gedacht, wenn man keinen Strom mehr hat. Mit dem 50mm, das nur bis f/16 geht, könnte man hier mit Sunny Sixteen aber bereits Probleme bekommen, wenn man ins helle Sonnenlicht hinein fotografieren möchte. Ich drehe die immer in diese Position, wenn ich sie ausschalten will, denn einen echten Ausschalter hat sie leider nicht. Muss mich drauf verlassen, dass der Belichtungsmesser tatsächlich nach 120s ausgeht, wie in der Anleitung steht.

Als Objektiv habe ich hier mal das 50mm f/1.8 Zuiko drauf gedreht. Leider kam dieser Body ohne Objektiv, das hatte der Verkäufer wohl schon anderweitig verscherbelt. Verständlich, denn die Zuikos, die ich bisher gesehen habe, sind allesamt richtig knackig scharf und machen tolle Fotos. Außerdem sind sie relativ gut an moderne (spiegellose) Kameras adaptierbar, soweit ich das im Internet gesehen habe.


Von oben kann man gut erkennen, wie sich die wichtigsten Einstellmöglichkeiten verteilen: Links haben wir den Schalter für die verschiedenen Modi - im Programm-Modus dreht man die Blende auf den größtmöglichen Wert, also z.B. f/16, und die Kamera macht alles automatisch. Im Auto-Modus wird ganz klassisch die passende Zeit zur vorgewählten Blende eingespielt. Und schließlich gibt es den oben beschriebenen Manual/Spot-Modus. Wenn man den Hebel ganz nach oben dreht, piept die Kamera und man weiß, die Batterien sind noch OK.

Auf der anderen Seite findet sich die Filmempfindlichkeitseinstellung. Für eine Kamera aus den 1980ern ist es schon fast ungewöhnlich, dass sie noch keine DX-Kodierung lesen kann, aber dafür wäre wohl mehr Technik erforderlich gewesen, und es handelt sich hier schließlich doch nur um eine Detailverbesserung der bewährten 1970er-Technik. Wie man sehen kann, ist eine Unter- oder Überbelichtung um bis zu 2 Stufen sehr fix einstellbar. Dann gibt es noch die R-Taste zum Zurückspulen und den Aufziehhebel. Rechts am Bajonettanschluss findet man noch eine Taste, um die LCD-Anzeige im Sucher zu beleuchten.

Von oben sieht man auch gut, dass die schnellste Zeit nur 1/1000s beträgt. Das war damals schon recht langsam, liegt aber am Verschlussvorhang, der hier als horizontal ablaufender Stoffvorhang ausgeführt ist. Dafür ist er schon sehr schnell, denn viel schneller geht es prinzipbedingt nicht.


Insgesamt liegt die Kamera recht gut in der Hand: Im Gegensatz zur OM-10 ist sie etwas größer und etwas schwerer. Wer also Probleme mit der kleinen Zehner hat, weil er zu dicke Wurstfinger hat - also so wie ich -, ist hier vielleicht besser bedient. Die sehr leicht gebauten Zuikos passen sehr gut zur Kamera, der Schwerpunkt lieht auch mit dem 135mm noch im Body. Durch das etwas höhere Gewicht verwackelt man auch weniger.

Im Sucher findet sich links eine LCD-Anzeige, die je nach Modus wechselt: Im Programm-Modus findet sich ein PRGM oben als Erinnerung an den Modus und es wird die von der Kamera gewählte Verschlusszeit angegeben. Leider fehlt mir hier, welche Blende dazu gewählt wird, was aber technisch wahrscheinlich gar nicht möglich wäre. Soweit ich weiß, gibt es beim OM-Bajonett keine (mechanische) Möglichkeit die kleinste/größte Blende des angeschlossenen Objektivs zu erfragen, wie ich es bei Nikon-F-AI gewohnt bin. Die Kamera kann also nur mit relativen Werten rechnen. Ob sie die Brennweite des Objektivs in ihre Rechnung einbezieht, kann ich nicht sagen. Das Handbuch schweigt darüber und ich glaube, dass es auch hierfür keine Rückkopplung zwischen Kamera und Objektiv gibt.

Im Automatik-Modus verschwindet das PROG oben links und man sieht nur noch die von der Kamera gewählte Verschlusszeit. Die Blende stellt man wie gewohnt am Objektiv ein. Bei Olympus ist der Blendenring immer ganz vorne am Objektiv, was mich immer wieder total verwirrt. ;-) Wie man sieht, gibt es zwischen den vollen Stufen (1s, 1/2s, 1/4s,... , 1/250s, 1/500s, 1/1000s) ebenfalls Drittelschritte, die die Kamera auch tatsächlich ausnutzt. Ich nehme an, dass die OM-10 das ebenfalls beherrscht, weshalb die Belichtung mir meist so sehr präzise und ausgewogen erscheint.

Im manuellen Modus schließlich verschwinden die Verschlusszeiten und man bekommt eine Plus-Minus-Skala, mit der man das Bild ausmessen kann. Der innerste Kreis, in dem sich der Schnittbild-Messer befindet, ist der Messbereich der Spotmessung. Damit lassen sich auch relativ kleine Bereiche sehr genau bestimmen.


So, und zuletzt noch ein paar Bilder vom Einsatz. Ich habe direkt am nächsten Tag, nachdem ich alle Funktionen auf Sicht geprüft und für gut befinden habe, einen FOMA 100 eingelegt und los fotografiert. Bisher muss ich sagen: Die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man tatsächlich viel im manuellen Modus fotografieren möchte: Der Ring ist etwas steif und weigert sich meist, sich zu bewegen, wenn man die Kamera nicht extra vom Auge nehmen möchte. Eine Anzeige der gewählten Zeit im Sucher wäre technisch durchaus möglich gewesen - es hätte ja einfach nur die gewählte Zeit der Skala angeschaltet werden müssen -, ist aber nicht implementiert. Das führt dazu, dass ich das gute Stück öfter vom Auge nehmen muss, als mir lieb ist.

Das ist bisher allerdings auch mein größter Kritikpunkt: Die relativ geringe Information, die man aus der doch recht großen LCD-Anzeige erhält. Ansonsten liegt die Kamera - wie bereits gesagt - sehr bequem in der Hand und im Automatikmodus verhält sie sich kaum anders als die OM-10, die ich bisher mit den Olympus-Objektiven verwendet habe. Ich bin daher sehr auf die Resultate gespannt.

Der Verkäufer meinte, dass er die Kamera so gut wie nicht benutzt hätte. Entsprechend gut erhalten sieht sie aus: Bis auf etwas abgeplatzten Lack am Notizenhalter auf der Rückseite hat sie keine Kratzer oder Macken. Mechanisch läuft sie, als käme sie gerade aus der Fabrik. Der Verschluss ist so sanft und leise, dass man ihn kaum hört. Der Spiegelanschlag ist lauter. Als erstes Fazit lässt sich also festhalten, dass ich mich nicht verkauft habe! Schönes Teil. Mehr, wenn der Film entwickelt ist. ;-)

Luftschiff

Heute kurz in St. Augustin gewesen. Weil, war mal wieder so weit. Auf dem Parkplatz stand ein alter Corolla, so wie es meiner einst einer war. Nur in schwarz. Bald ist das auch schon ein historisches Fahrzeug. Ich hab mal Fotos gemacht von des klassischen 1990er-Design. Und aus grundsätzlicher Nostalgie.


Wenn man dann schon in Staugustin ist, eben noch dem Grünen C einen kurzen Besuch abgestattet. Kurz, weil es die ganze Zeit am Tröpfeln war, so von oben. Das Gewitter drohte die ganze Zeit und der Druck auf meinen Ohren, auaua! Weil es uns so zu sich zog, haben wir es aber doch noch bis zum Zeppelin, dem alten Luftschiff, geschafft. Heute mal wieder im Gewand eines großen Reifenherstellers.


Danach noch ein bisschen Rosen fotografiert, während man von oben immer mal wieder angetröpfelt wurde. Zum Glück blieb der große Wolkenbruch aus. Auf dem Heimweg zum Auto dann noch einen Schnuller gefunden, der da am Baum hing. Das perfekte Foto! ;-)


Ansonsten bin ich mal gespannt auf die Bilder aus der neuen alten Kamera, die ich am Wochenende vom Flohmarkt mitgenommen habe. Da kam mir der Zeppelin ganz gelegen, habe ich direkt mal ein paar Bilder verschossen. Aber der Film ist so erst einmal halb voll, kann ihn also morgen noch nicht abgeben. Dauert also noch was...

Ein bisschen im Garten (und am Bach)

Es ist Flohmarkt-Jahreszeit und deswegen waren wir heute dann beim Stadtflohmarkt in Hennef, der auch tatsächlich stattgefunden hat. Nachdem wir letzte Woche umsonst in der Stadt waren... Finde ja noch immer, dass die von der Stadt da mal ihre Webseite aktuell halten könnten, oder?

Jedenfalls: Keine Bilder gemacht. Wobei, das stimmt nicht: Mit der frisch geladenen Neuerwerbung habe ich mal wieder so zehn Bilder - ungefähr - gemacht, aber die müssen warten, bis der Film voll und wieder aus der Entwicklung zurück ist. Mit der digitalen habe ich erst auf dem Heimweg zwei Fotos gemacht, die ein wenig interessanter sind. So, mäßig, zumindest. ;-)


Da ich somit ansonsten nicht viel vorzuzeigen habe, bin ich noch in den Garten und habe mir mal die gelbe Rose vorgenommen, die blüht dieses Jahr ja ganz besonders heftig. Gefällt mir sehr gut. Leider steht die da ein bisschen im Schatten, da musste ich tatsächlich nachträglich mal wieder ein bisschen am Weißabgleich drehen, was ich ja eigentlich schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gemacht habe. Ungefähr seit ich nur noch Festbrennweiten verwende. Hm, Zusammenhang? Vielleicht. Die Objektive haben im Allgemeinen eine schönere Farbwiedergabe als alles, was ich vorher benutzt habe. Finde ich jetzt jedenfalls.


Dann noch ein bisschen Flieder, der bereits fast abgeblüht ist und auf dessen Ästen es die Wanzen gerade tun. Sowas, in aller Öffentlichkeit! Unerhört! :-D Diverse Blumen sind mir dann auch noch vor die Linse gelaufen, nur ein paar wenige.


Und die Pfirsiche sind auch schon ziemlich weit. Scheint so, als würden wir eine gute Ernte bekommen. Zumindest wenn das Wetter so sonnig bleibt. (Morgen soll es ja wieder Sturm, Gewitter und Tornados geben. Bin gespannt.)

Achso, ja: Flohmarkt war übrigens eher enttäuschend. Viel zu viele Leute, man konnte gar nicht richtig stöbern. Und keine (brauchbaren) Kameras. Ich mein, wenn ich jetzt in 8mm-Filme einsteigen wollte, kein Problem, hätte ich drei Kameras und zwei Projektiren kaufen können. Aber ich bleibe dann doch lieber bei SLRs! ;-)