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Eisssuche im abendlichen Hennef

16.8. (3/3): Hennef! Leuchtendes Zentrum des Rhein-Sieg-Kreises! (Naja.) Wir kamen aus Mondorf nach Hause und wollten noch ein Eis! Ich glaube, wir haben noch in keinem Sommer so viel Eis gefressen wie dieses Jahr. ("Gegessen" wäre zwar korrekter, aber bei den Mengen hat das schon was orgienhaft-Dekadentes an sich.) Deswegen sind wir mal eben noch von der Autobahn runter und in die Stadt und haben das sonntägliche freie Parken ausgenutzt und und direkt vor den Eisladen gestellt. Man hält es anders ja nicht mehr aus, die Hitze dieses Jahr war ja unerträglich, das geht nur mit Kühlung von innen heraus. (Mittlerweile ist es zum Glück ja kälter und etwas feuchter geworden, aber die Pflanzenwelt braucht noch einiges mehr an Wasser von oben.)


Jedenfalls sind wir dann mit Eishörnchen noch schnell eine Runde über den Marktplatz gelaufen. Über uns die Krachschläger, unter uns die Fontänen. Das 24-120/4G auf der D700 macht echt Spaß, auch wenn es ein bisschen schwer zum Rumschleppen ist. Aber es hat einen ordentlichen Weitwinkelbereich und ebenso einen guten im Portraittele. Und man kann sich an was festhalten, wenn der Sturm kommt. Einfach als Anker auswerfen! :-D (Och nö, das arme Objektiv!) Was ich mit "guter Weitwinkel" meine, sieht man zB hier an diesem Motorrad, das da auf dem Seitenstreifen stand. Cool! Chrom! ;-)


Danach sind wir dann die Hauptstraße wieder hoch, zurück bis zum Eisladen. Und ja, wie haben schon wieder was aus dem Automaten gezogen. Schlimm. Schlimm, schlimm. Die haben dieses Jahr echt ein Geschäft mit ins gemacht. Aber das Zeugs ist halt einfach lecker! Und wie gesagt, es war so schrecklich heiß! Aber es muss ja auch Krisengewinnler geben. Mal sehen, jetzt im kommenden Herbst und Winter wird der Absatz ja wahrscheinlich zurück gehen. Obwohl: Das Marzipan- und das Cookies-Eis geht auch zu Weihnachten! (Apropos: Noch gar keine Weihnachtsmänner und Lebkuchen gesichtet. Bei den bisherigen Temperaturen wären die wohl auch geschmolzen.)


Danach dann endlich nach Hause. Wurde ja auch langsam mal Zeit, man muss sich ja auch mal ausruhen nach so einem langen, anstrengenden Wochenende. ;-) Ja, sorry, der Kanzler kann sich vier Wochen Urlaub am Popo der Welt leisten, der hat ja auch 'ne Privatmaschine - so weit hab ich es noch nicht gebracht. :-D Gut. Tegernsee. Soll ja schön sein. Aber ich habe echt Meer-Entzug. Ich müsste mal wieder Wellen sehen...

Flohmarkt Rheinauen August '26

15.8. (2/2): Jetzt also zum Flohmarkt und da ich mich gestern ja schon extra lang über die Klimakrise ausgelassen habe, verspreche ich jetzt auch, dass ich das heute lasse. Also, was haben wir auf dem Flohmarkt gesehen? Tote Möwen zum Beispiel! ;-) (Was? Wer stellt sich sowas in die Bude? Ehrlich? Irgendwo in einem urigen Restaurant an der Nordsee könnte ich mir das ja vorstellen, aber das kam ja eindeutig aus einer der üblichen Haushaltsauflösungen! Ich will das nicht im Wohnzimmer haben!) :-D


Beim Spiele-Händler unter der Brücke gab es auch mal wieder nichts Neues. Oder vielleicht haben wir auch einfach schon alle interessanten Spiele gekauft! ("Wir"! ;-)) Dann lieber eine fette Wassermelone. Aber nicht auf dem Hniweg! ;-) (Nein, wir haben auch auf dem Heimweg keine mit genommen. Das ist ja eine Portion für zwei Zyklopen!)

Stattdessen weiter und an der Restauration vorbei. Kann man das so nennen? Outdoor-Bewirtung? Die machten jedenfalls gerade erst auf. Wir waren wegen der angekündigten Hitze jenseits der 30° mal wieder sehr früh hier, ich glaube, es war noch vor 10 Uhr. (Die Exif-Daten sagen was von 6:42, aber in welcher Zeitzone soll das denn bitte gewesen sein? GMT/UTC? Gwenview sagt 8:42, das kommt schon eher hin. Jaja, Datumsumrechnungen sind so ziemlich das schwierigste, das man einem Computer an die Stirn werfen kann.)


Aber eigentlich sind wir ja hier, um uns Dinge anzuschauen. Interessante Dinge! Da kann jetzt jeder was anderes drunter verstehen, aber für mich sind das hauptsächlich alte Audio-Geräte (Radios aus den 1970ern bis -90ern etwa) oder eben alte Kameras. Eine OM101 zum Beispiel sieht man ja auch nicht allzu häufig. Wäre eigentlich ja auch eine Kamera für mich: Relativ obskur und ziemlich am Ende der Fahnenstange, was das OM-System betrifft. Und Olympus-Linsen sind - zumindest was die Festbrennweiten angeht, die ich habe - immer alle sehr gut gewesen, zumindest in meiner Erfahrung. Wäre mal was. Oder die 707, aber die habe ich ehrlich gesagt noch nirgends gesehen.

Mehr Bilder gibt es wie immer im "Erweiterten Eintrag". EL KLICKO! ;-) "Flohmarkt Rheinauen August '26" vollständig lesen

Ein wenig Seelscheid

13.8.: Dass ich in letzter Zeit immer mit der D700 durch die Gegend laufe, heißt nicht, dass ich die Sony Alpha 7 nicht mehr lieb haben würde. Aber ich hab halt ein neues Spielzeug. Egal, an diesem Donnerstag war ich jedenfalls mal wieder in Seelscheid und siehe da, ich habe Fotos gemacht. Hauptsächlich Blumen entlang der B56 auf dem Weg zum Ärztehaus. Und den einen Schnuller. Das arme Kind. Die armen Eltern, die jetzt das Geplärre von dem armen Kind hören müssen. ;-)


Danach auch einen Abstecher auf den Friedhof gemacht, also alles wie immer. Da lag diese große Feder rum. Ich nehme an: Taube. Aber auch hier habe ich mich mal auf Blumen beschränkt. Ich mache ja sonst immer schon so viele Bilder, die wir schon 20 Mal gesehen haben. Deshalb heute mal Blumen, die wir schon 100 Mal hatten! ;-) Und eben eine Feder.


So, war mal ein kurzer Eintrag, und das ist auch gut so, denn die folgenden werden extra lang. Überlege noch, ob ich die nicht aufteilen werde. Wobei ich das mit einem davon schon gemacht habe. Trotzdem ein sehr langer und zwei sehr kurze geworden. Mnja, bin mir noch nicht sicher, ob ich das so lasse. Aber ich habe noch ein paar Tage, bis ich das entscheiden muss. ;-)

Kein Film zum Abholen, dafür Grafitti

10.8.: An jenem Montag vor zwei Wochen wollte ich eigentlich meinen Flohmarkt-Diafilm vom Fotoladen abholen, aber der war noch nicht fertig. Aber so hatte ich die Gelegenheit, ein paar Bilder mit der D700 zu schießen. Hatte mal das 35mm AI drauf gemacht, das eignet sich auch ganz hervorragend auf dieser semiprofessionellen Nikon. Ist ja auch ein sehr schönes, wenn auch misshandeltes Objektiv, das ja extrem verbeult war, als ich es damals bekommen habe. Aber seitdem hat es sich ja zu einem meiner liebsten Standardbrennweiten entwickelt, die ich für Nikon F habe. Und der Herr B im Fotoladen fand das auch sehr cool, dass ich so ein hübsches, 50 Jahre altes Objektiv auf der D700 hatte. ;-)


Jedenfalls. Ich hatte hinter der Bahn geparkt, direkt vor dem Jugendtreffpunkt mit dem alten Bahn-Wagon. Ich weiß gar nicht, warum die Siegburger sowas nicht haben wollten! Das ist hier eigentlich richtig cool und wenn ich noch 16 wäre und in der Stadt wohnen würde, würde ich mich hier auch treffen wollen. Gut, die Tischtennisplatte ist unter all dem Lack mittlerweile nicht mehr zu sehen, aber es gibt eine! Und einen Kicker! Und der alte Wagon ist auch cool.

Ich habe mich dann allerdings auch ein bisschen an den Graffiti verausgabt. Die haben aber auch ganz besonders in der Sonne geleuchtet. (Ich muss ja nicht erwähnen, dass es da noch immer brüllaffenheiß war, oder? Götter, was habe ich dieses Jahr geschwitzt!) Die Farben leuchten jedenfalls sehr schön kräftig, das 35er rendert eh sehr schöne Töne. Die D700 macht da hervorragend mit und bringt dieses Objektiv richtig zur Geltung. Danach an der Meyes-Fabrik durch die Unterführung. Beides habe ich dieses Mal links liegen lassen, stattdessen habe ich mich auf bunte Dinge konzentriert, wie man dann auch an der Bank sehen kann.


Oder eben Graffiti, auch wenn es nur so ein schnödes Tag im Gegenlicht auf der Rückseite einer Bushaltestelle ist. Warum nicht? Da kann ich mal wieder zeigen, wie scharf das Teil bei f/2 ist und wie hübsch das Bokeh ist, sieht man dann beim "Super"-Roller. Auch wenn ich da den Fokus ein bisschen weiter hinten hätte setzen sollen. ;-)

Tja, und dann habe ich festgestellt, dass mein Film nach einer Woche noch nicht fertig war. War ja aber irgendwie auch abzusehen. Hatte mich gleich etwas gewundert. Aber dass sie den Film jetzt mittlerweile auch ins große Labor schicken würden, wusste ich noch nicht; das letzte Mal, als ich Diafilme zur Entwicklung gebracht hatte, hatte er noch wen, der die hier in der Gegend gemacht hat. Hm. Scheint mittlerweile so exotisch zu sein, dass das keiner mehr macht. Oder das Maschinchen ist mittlerweile gestorben, das kann ja auch sein. Da frage ich mich: Hoffe ich jetzt, dass der Film eh schlecht zurück kommt, dass es sich nicht lohnt, den als Diafilm zu entwickeln und ich den einfach mit in das C41 einlege, das ich noch rum stehen habe? Müsste eh mal ein paar Farbfilme verschießen, die sind alle nicht mehr ganz so frisch...


Egal. Nach dem ausbleibenden Erfolg bin ich dann noch um die Ecke zum Discounter gegangen und habe was zu Essen eingekauft, woraufhin ich keine Hand mehr frei hatte für Fotos zu machen. Dementsprechend enden meine Bilder auch hier hinter der Sparkasse. Das heißt aber nicht, dass das die letzten Fotos von diesem Tag waren, denn Abends sind wir noch im Hexenwald gewesen. Die kommen dann aber in einem eigenen Eintrag daher. Jetzt erst mal frühstücken! ;-)

Kein Wasser in der Talsperre, dafür Algen

9.8.: So, und dann auf dem Heimweg noch kurz an der Talsperre gehalten. Wollte dem Aygo den Berg nicht zumuten, habe also unten geparkt. Außerdem, technically darf man da ja auch gar nicht rauf fahren, da steht ein "Anlieger frei" und ich fürchte, ich liege nicht an. Nicht, dass das irgendwer so streng auslegen würde, denke ich. Aber, eigentlich ist das kein echter Wanderparkplatz, den zu erreichen ich gedenke, sondern gehört dem Wahnbachtalsperrenverband.

So, genug rechtliche Halbseidenes von mir gegeben. Jetzt ein paar Bilder von der leeren Talsperre. Wobei: So leer, wie ich es eigentlich erwartet hätte, war es gar nicht. Ich sag mal: Halb voll! Und das ist bei dem vielen Sonnenschein und der unglaublichen Hitze, die wellen-weise immer und immer wieder über uns hinweg gerollt ist in diesem Sommer, doch recht erstaunlich. Hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ersten Ruinen wieder auftauchen würden.


Aber: Die Algen blühen. Ich nehme an, das bedeutet, dass das Wasser mal wieder besonders aufwendig aufbereitet werden muss? Ich weiß nicht, aber ich möchte keine Grünalgen und Cyanos in meinem Trinkwasser haben. Normalerweise sollte das ja nur im "Abklingbecken" ganz am Anfang der Talsperre vorkommen, wo sich die vielen Nährstoffe, die in den Wahnbach geschwemmt werden, sammeln sollen. Aber ich nehme an, weil der auch kaum noch Wasser führt, ist im Vorbecken bestimmt auch kaum noch Wasser drin und das funktioniert nicht mehr ganz so gut, wie es eigentlich geplant war? Ja, ich spekuliere hier wieder wild in der Gegend rum! Wie immer! Kann bitte jemand, der Ahnung von der Materie hat, kommentieren und mich zurechtweisen?! Bitte! Komm, da steh ich drauf! ;-)

Ansonsten mit dem Tele noch ein paar Viecher bei 400mm mit genommen, die trotzdem noch immer viel zu weit weg waren. Die Talsperre ist erstaunlich groß, stelle ich immer wieder fest. Also, von der Fläche her auf jeden Fall. Die Tiefe sieht man von oben ja eher nicht und man weiß das nur, wenn man die mal ganz ohne Wasser gesehen hat. (Gottchen, das ist bald 20 Jahre her! Damals war Traffic noch schmalbandig, die Fotos sind ja winzig! Naja, dann sind es ja nur noch 30 Jahren oder so, bis die das nächste Mal das Wasser komplett ablassen. Mal sehen, was für Kameras wir dann haben oder ob wir gar nicht mehr vor die Tür gehen, weil die KI-Bots uns sonst auffressen! ;-))


Was mich aber mal wieder daran erinnert hat: Ist die Naafbachtalsperre eigentlich noch immer ein Gesprächsthema? Und tatsächlich, die steht wohl noch immer im Plan! Angeblich hauptsächlich wegen Hochwasserschutz, aber ich habe so ein Gefühl, dass - wenn die kommenden Jahre auch so trocken werden, was ja abzusehen ist - dass dann mal jemand die schlaue Idee haben wird, dass man da auch Trinkwasser raus holen kann. Weil, irgendwann reicht die Wahnbachtalsperre vielleicht nicht mehr über einen ganzen Sommer. Ich mein, es ist schon tatsächlich recht wenig Wasser da drin und ich sag mal, in den letzten 10 Jahren war der Pegel in der Hälfte der Jahre ungefähr ähnlich. Noch haben wir keine Vorgaben gehabt, dass man kein Wasser verschwenden soll, aber ich denke, wenn die Bauern demnächst vor vertrockneten Feldern stehen sollte, dann könnte das Thema einer zweiten Talsperre durchaus wieder aktueller werden. Wäre ja schade, das Naafbachtal ist schließlich sehr hübsch und vor allem auch Landschaftsschutzgebiet, aber das Potential wäre hier tatsächlich sehr hoch. Dann muss man sich irgendwann entscheiden: Im Sommer nix mehr zu Trinken haben oder hübsche Landschaft versenken...