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Mal mit dem AT-X durch Seelscheid

7.4.: Langsam wird es albern, dieser Beitrag schimmelt jetzt schon einen Monat vor sich hin! Das geht so nicht, das muss weg! Nein, ehrlich, die Blumen, die ich hier heute ausstellen werde, sind schon lange verblüht! Irgendwie schiebe ich das jetzt vier Wochen vor mir her, oder länger, sind es bald fünf?

Jedenfalls. Anfang April war ich wie immer in Seelscheid und habe bei den ersten echten Frühlingsstrahlen der Sonne ein bisschen mit dem AT-X 80-400 auf der Sony experimentiert. Weil, wie wir ja schon festgestellt haben, hat das gerne viel, viel Licht! Also, so richtig viel Licht! Weil, einerseits f/5,6 und andererseits unstabilisierte 400mm. Ein echtes Schönwetter-Objektiv. Vor allem, weil es erst um ein oder zwei Blenden abgeblendet so richtig Kontrast gibt und scharf wird. Deshalb ist es am Besten, wenn man damit mehr so auf unbewegte Objekte zielt. Wie etwa die Kamelienblüten im Vorgarten:


Oder die Mahonien. Dann aber kann es mit seinem leicht orange-kupferfarbenen Rendering schon was interessantes produzieren. Ich frage mich ja schon die ganze Zeit, ob das eine Eigenschaft des Objektivs ist, oder ob der Weißabgleich der Kamera einfach total verwirrt ist, weil es das Ding nicht kennt (weil es ja die ID von vier oder fünf anderen Objektiven kopiert). Die Bilder haben jedenfalls selbst in der prallen Mittagssonne immer so einen leicht goldenen Einschlag, als wäre es späterer Abend. Das bringt bestimmte Farben kräftig zum Leuchten, etwa dieses Rosa in den Blüten, oder auch das Gelb. Andere Farben hingegen werde ein wenig zurückgedrängt, der blaue Himmel da unten zB sieht immer etwas diesig aus. Wer also ein wenig verfälschte Farben nicht so wirklich leiden kann, sollte lieber bei s/w-Bildern bleiben, denn da fällt das nicht mehr wirklich auf, oder muss sich was moderneres suchen. Aber ich bin ja bekannt dafür, dass ich diesen vintage look mag. ;-) (Nun hab ich meinen "neuen" Monitor aber noch immer nicht richtig kalibriert, ich habe den Eindruck, dass der auch ganz leicht ins Rötliche tendiert, obwohl ich alle Farben auf "Mitte" gestellt habe. Liegt vielleicht an der Energiesparlampe über mir. Digitale Farbechtheit ist echt schwierig! ...weshalb ich letztens ja auch wieder so lachen musste, als dieses "teste Dein Farbsehen"-Scams bei Fratzenbuch durch kamen!)

Wo war ich? Dafür hat dieses Objektiv schon einen beeindruckenden Zoom-Bereich: Wenn ich die Kabel am Strommasten vor der Tür so nah ran geholt bekomme... Leider wegen der nicht so beeindruckenden Lichtstärke etwas verwackelt. Hätte doch mal auf ISO 400 hoch gehen sollen. ;-) Offen ist es halt nicht ganz so scharf, wie man an dem Gartenzwerg der Nachbarn erkennen kann. Aber wie bereits öfter gesagt, ich finde die Leistung eigentlich ganz angemessen für das, was es ist: Drittanbieter Riesenzoom aus der fotografischen Steinzeit. :-D


Weil ich natürlich wie immer viel zu viele sinnlose Fotos gemacht habe, nur um mal zu schauen, was das Teil in praller Sonne so produziert, habe ich jetzt wieder die schwere Aufgabe, alle meine Leser (also die drei Leute) darauf vorzubereiten, dass es im "erweiterten Eintrag" weiter geht. Ich habe schon wieder viel zu viel geknipst! ;-) KLICK!
Hinten raus gibt es auch noch einen Garten und da habe ich mich dann auch mal rein gestürzt. Ist zwar mittlerweile alles etwas verwildert, weil die Kackvögel ja scheinbar die Samen des Efeus überall hin schleppen, oder auch die Mahonien, die sich wie die Pest ausbreiten, wachsen mittlerweile überall. Aber der Kamelienbusch mit den leicht rosa Blüten blüht nach wie vor und interessiert sich nicht so wirklich dafür. Ich mein, die Bienchen und Hummeln freuen sich, dass alles ein bisschen wilder geworden ist in den letzten Jahren, aber das bedeutet auch, dass dem Nachbarn demnächst wieder die Königin abhaut und die sich versucht, um Haselbusch niederzulassen...


Was an dem Objektiv ja noch immer ein bisschen blöd ist: Ich weiß nicht, ob es an der geringen Lichtstärke liegt oder dem Adapter für die Alpha-Sony, aber der Autofokus ist wirklich nicht so prickelnd. Der braucht immer wieder mal so drei Anläufe, bevor er was findet, was ungefähr dem entspricht, was ich als scharf bezeichnen würde. Teilweise habe ich hier also mal wieder mit manuellem Fokus gearbeitet, was bei der eher dünnen Schärfeebene auch nicht ganz so einfach ist. Wie gesagt, bei unbewegten Objekten wie den Gießkannen geht das ganz gut, aber die Blüten bewegen sich selbst dann, wenn es fast windstill ist. Ein paar Millimeter und schon ist wieder genau der Bereich unscharf, den ich gerne genau im Fokus gehabt hätte. Zudem ist das Fokus Peaking der originalen A7 ja eher, naja, sagen wir mal, vorhanden.

An jenem Tag Anfang April haben wir es dann auch endlich noch mal wieder auf den Friedhof geschafft, wo ich natürlich fröhlich weiter fotografiert habe. Da sind zB Narzissen und/oder Osterglocken, die waren gerade frisch aufgeblüht. (Wie gesagt, da ich diese Fotos so lange habe liegen lassen bzw sie immer wieder nach hinten verschoben habe, sind die längst alle im Blumenhimmel, bzw auf dem Kompost und wieder zu Erde geworden.) Das erste Bild da ist übrigens glaube ich das einzig in diesem Artikel, das ich mit dem normalen 50/1.7 gemacht habe, das ich sonst immer benutze. Sozusagen als Referenz. Das zweite zeigt, dass das ATX tatsächlich richtig scharfe Bilder machen kann, die dem 50er schon nahe kommen - wenn es denn will und wenn man dafür arbeitet! Das ist definitiv kein Schnappschuss-Objektiv!


Die Bilder vom Himmel zeigen zudem noch mal wieder ganz deutlich, wie stark die Vignettierung in den Ecken ist. Mag sein, dass das UV-Filter, das ich drauf gemacht habe, diesen Effekt noch verstärkt, aber ich glaube eigentlich nicht. Das ist schon ein ziemlich modernes mit dünnem Rand. Und ich habe Schmutz auf dem CCD und vor allem auf dem halbdurchlässigen Spiegel im Adapter. Schmutz, Schmutz, Schmutz! Gut, f/11 (beim Flugzeug), was erwartet ihr. Dafür kann man aber erkennen, welche Fluggesellschaft das sein könnte, wenn man sich mit den Farben am Schwanz auskennen täte, was ich leider nicht tue. Immer wieder faszinierend, dass diese Dinger da oben rum fliegen und nicht runter fallen... Die Kirschblüten bei f/8 sind jedenfalls viel weniger fleckig, dafür aber auch nicht alle scharf. OK, auf diese Entfernung müsste ich das wahrscheinlich auf minimal abblenden, was ist das, f/22? f/32? Und dann würde man jede verdammte Polle auf dem Spiegel sehen! :-D

Ansonsten blühten in der Sonne gerade die ersten Tulpen auf. Ich bin ja nur so ein mittlerer Fan von Tulpen, ich verstehe nicht, wie da damals die gesamte niederländische Wirtschaft implodieren konnte, nur weil irgendwelche Krypto-Idioten unbedingt Tulpenzwiebeln kaufen mussten. Erinnert mich an die Asterix-Geschichte mit Obelix' Hinkelsteinen und die Sesterzen waren nachher nichts mehr wert! Aber was frage ich mich: Es gibt auch Leute, die meinten, es wäre eine kluge Idee, bei sowieso schon grassierender Inflation und Rezession den Iran bombardieren zu müssen... Aber ich habe mich schon wieder ablenken lassen: Tulpen. Tulpen sind zwar im Allgemeinen ganz nette Blumen und auch das Rot ist schon schön knallig, aber so insgesamt finde ich die eher langweilig. Jetzt nicht gleich steinigen, aber ich kann schon verstehen, wieso da so viele Züchtungen und Hybride auf dem Markt sind, um diese Blume ein bisschen aufzupimpen. ;-)


Dann haben wir uns noch ein paar Minuten auf die Bank bei den Weltkriegskreuzen hin gesetzt und dann kam da dieser Laubsänger vorbei, bei dem ich mir mit der genauen Artenbestimmung noch immer nicht sicher bin. Wahrscheinlich ein Zilpzalp, denn er hat zwar gesungen, aber nur so zwei, drei rauf-runter-Tonfolgen. Nicht so wie das Tier, das wir hier in Hennef in letzter Zeit im Garten sitzen haben, das ganze Lieder mitsamt Melodie-Themen zusammenflötet. Aber auf jeden Fall sehr niedlich und gut, dass ich das lange Tele mit genommen hatte. Ich mag Vögel ja sehr und diesen hier hatte ich noch nicht in der Kamera. Leider habe ich ja nur so mäßig Ahnung davon, wie die Viecher heißen, aber das bedeutet ja nicht, dass man sie nicht bewundern kann! :-)

Dann aber nach Hause und als wir in die Küche kamen, saß da die dicke Elster auf der Wiese. Die habe ich dann auch mal mit genommen. Leider nur durch die dreifachverglasten Fenster. Das nimmt ja doch einiges an Kontrast weg. Als ich die Tür auf gemacht habe, ist sie leider direkt geflüchtet und hat sich auf das Hausdach schräg gegenüber gesetzt. Da war sie dann leider etwas weiter weg.


So, endlich diesen Artikel zu Ende geschrieben. Mal sehen, ob der noch mal weiter nach hinten geschoben wird, weil ich mittlerweile schon wieder noch mehr viel zu viele Fotos gemacht habe. Da sind noch zwei Verzeichnisse auf der Platte, die ich noch gar nicht bearbeitet habe und die evtl. Priorität haben könnten. Auch wenn ich schon wieder vergessen habe, was ich da eigentlich fotografiert hatte. Ach ja, die tieffliegenden Milane, als die Schwiegermutter uns im Garten ausgesperrt hatte und dann nach Siegburg gefahren ist und wie vier Stunden nix zu tun hatten, außer den Vögeln zuzuschauen und alte Trivial-Karten vorzulesen! ;-) Aber an die anderen kann ich mich gerade gar nicht erinnern...

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