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Mit dem 18-55 auf der D100 über den Hausberg

31.5.: Am Sonntag war Dorfflohmarkt in Söven und ich hatte Hummeln im Hintern, weil ich mich die Woche zuvor viel zu wenig bewegt hatte. Deswegen raus vor die Tür. Auf dem Weg zu eben jener habe ich die D100 mit dem 18-55 VR DX rum liegen sehen, hab ich mir gedacht, nimm doch die mit. Wollte damit ja eh noch ein paar mehr Testbilder machen. Bis auf dass die alle ein bisschen klein sind, weil sechs mickrige Megapixel ja heutzutage nicht mal mehr ein müdes Lächeln verursachen, macht die Kamera nämlich nach wie vor tolle Bilder. Müsste nur mal der Sensor gereinigt werden.


Sieht man auch direkt am Anfang, als ich hier sämtliches Gemüse fotografiert habe, das nicht bei drei auf den Bäumen war. Da auch dieses Objektiv einen ganz brauchbaren Makro-Bereich hat, bekommt man selbst bei f/5,6 noch so einen Hauch von Bokeh hin, wenn man ganz nah ran geht. Bei manchen dieser Bilder habe ich blinde Schnappschüsse gemacht, was auch schon eine Herausforderung ist. Man gewöhnt sich echt an so moderne Sachen wie Live View. Vor allem, jede Auslösung könnte auch die letzte sein: Der Spiegel und der Vorhang keuchen in der Wärme doch schon sehr vor sich hin. Tja, nichts bleibt Neu...


Vorbei am Bobby-Car ging es jedenfalls den Hausberg hoch, bis ich rechts uns links die ersten Felder liegen sah und langsam wieder atmen konnte. Denn im Dorf war es doch sehr stickig und schwülwarm, während es frisch und windig wurde, nachdem ich oben um die Kurve kam. (Hatte mir wegen angekündigtem Regen übrigens den Regenmantel mit genommen, ganz umsonst, so viel kann ich ja schon mal spoilern.)

Was auch kein Spoiler ist: Es sind wieder so viele Fotos zusammengekommen, dass sich ein "erweiterter Eintrag" lohnt. Wer also mehr Bilder sehen möchte, die ich mit der D100 gemacht habe und die ich nachher in der Orignalgröße belassen habe (habe sie nur auf Web-Dichte runter komprimiert), der darf dem Link folgen: KLICK!
Oben an der scharfen Kurve, wo die Feldwege abzweigen, bin ich ein paar Meter weiter gegangen, um auf dem Feld die ersten Strohrollen des Jahres mitzunehmen. Weiter wollte ich dann da aber nicht durch das hohe Gras gehen, denn ich hatte nur die Shorts an und Angst vor Zecken. Der Kater ist in den letzten Tagen ja auch schon wieder mehrfach befallen gewesen, den müsste man mal wieder mit der chemischen Keule behandeln. Der schleppt die sonst alle rein und da der ja so anhänglich und schmusig ist, brauche ich gar nicht selber vor die Tür, um auch mit diesen Mistbiestern konfrontiert zu werden. Keinen Bock auf einen Monat Antibiotika gegen Borreliose oder noch schlimmere Behandlungen gegen ekleligere Krankheiten!


Aber es gibt auch hübsche Tiere: Schmetterlinge zB. Diesen hier habe ich auf den Brombeeren erwischt. Die 55mm sind dann doch etwas kurz dafür, auch wenn die auf Kleinbild umgerechnet dann ja um die 80mm sind. Auch wieder ein blind geschossenes Bild. Und ich bin immer wieder erstaunt, dass die D100 noch immer, nach all den vielen Jahren, so schöne Bilder macht, und das mit diesem doch eher günstigen Kit-Objektiv, das ja nicht mal wirklich dazu gehört.

Ein paar Meter weiter haben die Kirschblüten von vor ein paar Wochen mittlerweile in echte Kirschen verwandelt. Ende Mai, ist es da nicht noch ein bisschen früh dafür? Oder ist meine innere Uhr verstellt? Bei dem Klimawandel heutzutage weiß man ja nicht mehr so genau, was normal ist und was nur eine verfälschte Kindheitserinnerung. Aber knackig rot und krasser Kontrast. Wie gesagt, der alte CMOS-Sensor in der D100 hat ganz andere Farben produziert als diese modernen Teile.


Dann war ich endlich oben in Söven und ich glaubte bereits an dieser Stelle, dass ich mir ein bisschen viel vorgenommen hatte. Denn nach so viel faul im Bett liegen und die Krankheit weg schlafen, waren meine Beine jetzt bereits nach dem Hinweg schon ein bisschen lahm. Außerdem hätte ich mal 'ne Flasche Wasser mit nehmen sollen. (Das war übrigens mein einziger Kauf, den ich an diesem Tag getätigt habe: Eine 0,5l Wasserflasche vom Aldi - für den Mac von 2009, den der auch verscherbelt hat, kam ich leider zu spät! :-D Für 30,- hätte ich den glatt auch noch genommen! ;-))

Ansonsten, oben an der Ecke habe ich mich mit der Damen länger unterhalten, die da noch immer ihre 700D verkaufen will. Sie käme nicht dazu, Schade eigentlich, ich hab schon eine. Und die beiden Objektive dabei sind jetzt auch nicht unbedingt das, was ich im Allgemeinen so benutze: Ein Reisezoom von Tamron, 18-270mm glaube ich war das, und das üblich 18-55 Kit. Beides nur mäßig interessant für mich. Aber für 200€ schon fast zu günstig. Hab ihr gesagt, Kinder hin, Kinder her, sie soll die Kamera einfach immer mit sich rum schleppen und parat halten! Fotos machen sich von ganz alleine, wie man an mir sieht! ;-)


Und dann habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Habe sowieso nur so die Hälfte der Flohmarktstände gesehen, oder sogar weniger, denn ich habe den ganzen hinteren Teil des Dorfes ausgelassen. Wie gesagt, mir war zu warm und zu fußlahm und die Aussicht auf die schwüle Hitze unten im Dorf war auch nicht so verlockend. Hier oben auf dem Berg ging es ja, da wehte genug Wind. Aber im Tal, puh.

Jedenfalls zurück ins Tal und auf dem Rückweg nur noch sporadisch Bilder gemacht. Man sieht auch, das Wetter drohte etwas, sodass ich mich eher beeilt habe. Wollte den Regenmantel nicht doch noch verwenden müssen. Unterwegs die Lerchen mit dem Handy aufgenommen, aber der Wind hat im Mikro gewummert, hat nur so mäßig funktioniert. Sowieso recht viele Lerchen unterwegs, habe ich den Eindruck. Sehen konnte ich sie zwar nur bedingt, weil die wieder zu hoch waren und die Sonne zu hell, aber überall habe ich sie singen hören.


Zu Hause angekommen erst mal unter die Dusche. War ganz schon schweißtreibend. Insgesamt sogar 12000 Schritte auf der Uhr gehabt. Das war in der Tat ein bisschen viel nach der Krankheit und der damit verbundenen Bewegungseinschränkung. Aber der Erfolg der Geschichte war, dass ich in der Nacht 10 Stunden geschlafen habe! Hatte was nachzuholen, scheinbar. ;-)

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