Letzten Mittwoch bei der Windkraft-Infoveranstaltung in der Meys-Fabrik
Hatte ich erwähnt: Am letzten Mittwoch, dem 24. Juni, war in der Meysfabrik die Info-Veranstaltung der Stadt Hennef zum Thema Windkraftanlagen. Weil: Nach Landesvorgaben sollen ja soundso-viele Prozent des Landes (1,8%, wenn ich mich recht erinnere) mit Windrädern bepflanzt werden, damit wir mit der verschissenen Klimawende und der Abhängigkeit von Fracking-Gas und despotischem Öl endlich mal in die Puschen kommen. und da sind halt auch einige winzig kleine Gebiete in der Stadt Hennef als Vorrangfläche ausgewiesen worden. Irgendwo da hinter Bödingen im Wald. Also, das was der Borkenkäfer vom Wald übrig gelassen hat. Also, von den Monokulturen, die da früher standen, bevor die vor-vor-letzte Jahrtausendhitze sämtliche Rekorde gesprengt hat. (Hatte ich erwähnt, dass wir dieses Wochenende alles Dagewesen schon wieder geknackt haben? Und es ist erst Juni, wartet mal, bis im August der El Nino so richtig in Fahrt kommt. Obwohl, das macht es in Europa ja normalerweise kühler. Aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe.)
Ich also da hin getigert, bei 37°C im Schatten. Fing ja schon mal gut an, dachte ich. Bei Temperaturen wie auf der Venus bereits im Juni, die sämtliche Rekorde schmelzen lassen, trauen sich die Klimaleugner vielleicht nicht aus ihren Löchern. Ja, nein. Jetzt erst recht: Früher war's auch schon warm. Und weitere Details erspare ich euch (und mir), denn nach der dritten "Frage" musste ich den Saal verlassen, sonst hätte ich laut angefangen zu lachen. Oder wahlweise zu weinen. Oder ich wär aufgestanden und hätte wem eine geschallert, so wie Batman dem Robin in dem Meme, sie wissen schon, und dann hätte die Frau 'nen Anwalt besorgen müssen, damit ich aus dem Knast komme, und, ach komm, lass, es bringt ja eh nix, Gewalt ist keine Lösung. Om! Zurück zu meinen pazifistischen Wurzeln! Ich wundere mich halt nur, dass nicht einer aufgestanden ist und meinte, seine Kühe gäben weniger Milch, seit da jeden Tag so eine Dampfmaschine durchs Siegtal tuckert, während der nächste dann die Meinung geäußert hätte, dass sich das mit dem Sesshaftwerden und dem Ackerbau und der Viehzucht ja eh nicht durchsetzen würde. Ich merke immer wieder: Die Menschheit als solche - zumindest der besonders laute Anteil - ist grundsätzlich zukunftsfeindlich eingestellt. Woran das liegen mag, ich weiß es nicht. Wenn die "bürgerliche Mitte" bereits bei zZt geplant vier (4) Windrädern so steil geht...
Aber egal. Das da oben auf dem zweiten Bild ist übrigens der Bürgermeister. Der sich wirklich bemüht hat, das Thema sachlich rüber zu bringen. Gut, natürlich mit dem Hintergedanken, dass er es eh nicht verhindern könnte, selbst wenn er wollte, weil genau wegen dieser Art von facbook-induziertem Shitstorm-Verhalten ist das ja mal irgendwann in die Zuständigkeit des Kreises übergegangen, weil die Gemeinden sich einfach nicht mehr getraut haben. Insofern wäre es natürlich lustig gewesen, wenn die Vertreter vom Rhein-Sieg-Kreis, die ja wohl auch eingeladen waren, erschienen wären, aber die haben gekniffen. Buuuuh! Denn: Der Herr Bürgereister sowie die zuständigen Personen im Rat haben das planerische dargelegt, der Herr von der Firma Notus, die die Dinger bauen will, hat ein paar technische Details zum anvisierten Typ Nordex N175 (kann aber auch VestAS werden oder wer anderes) raus gehauen, und das war eigentlich ganz informativ. Vor allem die Gutachten, die für das Genehmigungsverfahren geschrieben werden müssen, belaufen sich wohl auf geschätzte 1300 Seiten. Ich hoffe, die haben da eine Vorlage dafür, oder zumindest eine KI!
Ich hätte da gerne noch die eine oder andere Follow-Up-Frage gestellt, aber das Pflaster war mir echt zu heiß. Wenn man sich da als Befürworter geoutet hätte, wären wahrscheinlich die Heugabeln raus geholt worden! 
Deshalb bin ich dann lieber raus ins Foyer und habe mir die Diskussion drinnen nur noch aus der Ferne angehört. Da konnte ich dann so lange, wie ich wollte, und genau so laut vor mich hin lächeln, ohne dass ich wem auf den Schlips treten musste. Der Herr, der da für den Saal zuständig war, hat mich dann kurz noch aus der Bibliothek geschmissen, die eigentlich zu hatte, und dann hab ich mich mit dem noch eine Weile unterhalten, was das Thema der Veranstaltung anging. Der hat's halt auch nicht mehr verstanden. Und dann kam da noch so ein Jüngling raus, vielleicht ein Drittel meines Alters, der schüttelte auch nur noch den Kopf.
Ich hab da ja echt kein Problem mit, wenn Leute ein Problem damit haben, dass man ihnen 260 Meter Schwungmasse ins Panorama bauen, aber dann sollen sie bitte auch zugeben, dass das eigentliche Problem, das sie haben, ihre eigene Befindlichkeit ist, und nicht die Vögel und den Schalldruckpegel vor schieben. Ich mein, ich hab ja leicht reden, ich werde davon nicht groß betroffen sein, ich lebe zwei Täler weiter, da werde ich die Dinger nur zu Gesicht bekommen - falls sie denn 2029 frühestens gebaut werden -, wenn ich mal durchs Bröltal gurke. Oder in Bödingen die Kirche angucken gehe. Oder in Blankenberg die Burg. Aber ehrlich gesagt: Ich hätte lieber vier Windräder als jede Nacht Flugverkehr! Hat mich halt auch keiner nach gefragt. Wird trotzdem gemacht. Die 22kV-Leitungen im Hanfbachtal sind jetzt auch keine Ausgeburt an Schönheit, aber sinkt deswegen unser Grundstückswert? Ich weiß es nicht. Im Gegenteil, ich nehme die eigentlich als sowas wie ein Industriedenkmal wahr. Wir leben schließlich in einer der am dichtesten besiedelten Ecken des Landes. Da gibt es Infrastruktur, oh Wunder!
Ob die Leute, die damals die ersten Waagen gebaut haben, hier in dieser ehemaligen Fabrik, und die ersten landwirtschaftlichen Großgeräte, ob die wohl auch mit solchem Zorn konfrontiert waren? Traktoren kommen mir nicht aufs Feld? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Aber egal. Die nächsten Einträge werden wieder etwas leichter, ich verspreche es. Bis ich am nächsten Mittwoch in der Meiersheide die Veranstaltung zum Autobahnendeausbau anhören gehe! Da gibt's bestimmt auch wieder Rambozambo, wie unser charmanter Herr Bundeskanzler das auszudrücken pflegt.
PS: Ja, ich hatte die Kamera vergessen, das sind Handyfotos! Ihhh!
Ich also da hin getigert, bei 37°C im Schatten. Fing ja schon mal gut an, dachte ich. Bei Temperaturen wie auf der Venus bereits im Juni, die sämtliche Rekorde schmelzen lassen, trauen sich die Klimaleugner vielleicht nicht aus ihren Löchern. Ja, nein. Jetzt erst recht: Früher war's auch schon warm. Und weitere Details erspare ich euch (und mir), denn nach der dritten "Frage" musste ich den Saal verlassen, sonst hätte ich laut angefangen zu lachen. Oder wahlweise zu weinen. Oder ich wär aufgestanden und hätte wem eine geschallert, so wie Batman dem Robin in dem Meme, sie wissen schon, und dann hätte die Frau 'nen Anwalt besorgen müssen, damit ich aus dem Knast komme, und, ach komm, lass, es bringt ja eh nix, Gewalt ist keine Lösung. Om! Zurück zu meinen pazifistischen Wurzeln! Ich wundere mich halt nur, dass nicht einer aufgestanden ist und meinte, seine Kühe gäben weniger Milch, seit da jeden Tag so eine Dampfmaschine durchs Siegtal tuckert, während der nächste dann die Meinung geäußert hätte, dass sich das mit dem Sesshaftwerden und dem Ackerbau und der Viehzucht ja eh nicht durchsetzen würde. Ich merke immer wieder: Die Menschheit als solche - zumindest der besonders laute Anteil - ist grundsätzlich zukunftsfeindlich eingestellt. Woran das liegen mag, ich weiß es nicht. Wenn die "bürgerliche Mitte" bereits bei zZt geplant vier (4) Windrädern so steil geht...
Aber egal. Das da oben auf dem zweiten Bild ist übrigens der Bürgermeister. Der sich wirklich bemüht hat, das Thema sachlich rüber zu bringen. Gut, natürlich mit dem Hintergedanken, dass er es eh nicht verhindern könnte, selbst wenn er wollte, weil genau wegen dieser Art von facbook-induziertem Shitstorm-Verhalten ist das ja mal irgendwann in die Zuständigkeit des Kreises übergegangen, weil die Gemeinden sich einfach nicht mehr getraut haben. Insofern wäre es natürlich lustig gewesen, wenn die Vertreter vom Rhein-Sieg-Kreis, die ja wohl auch eingeladen waren, erschienen wären, aber die haben gekniffen. Buuuuh! Denn: Der Herr Bürgereister sowie die zuständigen Personen im Rat haben das planerische dargelegt, der Herr von der Firma Notus, die die Dinger bauen will, hat ein paar technische Details zum anvisierten Typ Nordex N175 (kann aber auch VestAS werden oder wer anderes) raus gehauen, und das war eigentlich ganz informativ. Vor allem die Gutachten, die für das Genehmigungsverfahren geschrieben werden müssen, belaufen sich wohl auf geschätzte 1300 Seiten. Ich hoffe, die haben da eine Vorlage dafür, oder zumindest eine KI!
Deshalb bin ich dann lieber raus ins Foyer und habe mir die Diskussion drinnen nur noch aus der Ferne angehört. Da konnte ich dann so lange, wie ich wollte, und genau so laut vor mich hin lächeln, ohne dass ich wem auf den Schlips treten musste. Der Herr, der da für den Saal zuständig war, hat mich dann kurz noch aus der Bibliothek geschmissen, die eigentlich zu hatte, und dann hab ich mich mit dem noch eine Weile unterhalten, was das Thema der Veranstaltung anging. Der hat's halt auch nicht mehr verstanden. Und dann kam da noch so ein Jüngling raus, vielleicht ein Drittel meines Alters, der schüttelte auch nur noch den Kopf.
Ich hab da ja echt kein Problem mit, wenn Leute ein Problem damit haben, dass man ihnen 260 Meter Schwungmasse ins Panorama bauen, aber dann sollen sie bitte auch zugeben, dass das eigentliche Problem, das sie haben, ihre eigene Befindlichkeit ist, und nicht die Vögel und den Schalldruckpegel vor schieben. Ich mein, ich hab ja leicht reden, ich werde davon nicht groß betroffen sein, ich lebe zwei Täler weiter, da werde ich die Dinger nur zu Gesicht bekommen - falls sie denn 2029 frühestens gebaut werden -, wenn ich mal durchs Bröltal gurke. Oder in Bödingen die Kirche angucken gehe. Oder in Blankenberg die Burg. Aber ehrlich gesagt: Ich hätte lieber vier Windräder als jede Nacht Flugverkehr! Hat mich halt auch keiner nach gefragt. Wird trotzdem gemacht. Die 22kV-Leitungen im Hanfbachtal sind jetzt auch keine Ausgeburt an Schönheit, aber sinkt deswegen unser Grundstückswert? Ich weiß es nicht. Im Gegenteil, ich nehme die eigentlich als sowas wie ein Industriedenkmal wahr. Wir leben schließlich in einer der am dichtesten besiedelten Ecken des Landes. Da gibt es Infrastruktur, oh Wunder!
Ob die Leute, die damals die ersten Waagen gebaut haben, hier in dieser ehemaligen Fabrik, und die ersten landwirtschaftlichen Großgeräte, ob die wohl auch mit solchem Zorn konfrontiert waren? Traktoren kommen mir nicht aufs Feld? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Aber egal. Die nächsten Einträge werden wieder etwas leichter, ich verspreche es. Bis ich am nächsten Mittwoch in der Meiersheide die Veranstaltung zum Autobahnendeausbau anhören gehe! Da gibt's bestimmt auch wieder Rambozambo, wie unser charmanter Herr Bundeskanzler das auszudrücken pflegt.
PS: Ja, ich hatte die Kamera vergessen, das sind Handyfotos! Ihhh!
















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