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Bad Honnef - Kein Wasser im Rhein

25.7.: Zur Feier des Tages sind wir spontan ins Rheintal gefahren. In Bad Honnef waren wir schon so lange nicht mehr, dass ich den Weg den Berg runter kaum wieder gefunden habe. War das tatsächlich, als die das U-Boot nach Süden gefahren haben und meine Bremsen am Honda zum ersten Mal fest gesteckt haben? Möglich wäre es.

Haben jedenfalls wie immer kurz vor der Insel geparkt und dort stand die Feuerwehr. (Spoiler: Die waren mit den Booten auf dem Rhein unterwegs.) Feuerwehrautos werfen mich ja immer Jahrzehnte in meine Jugend zurück! Kennt eigentlich noch jemand den kleinen Drachen, der unbedingt Feuerwehrmann werden wollte? Herrjeh, bald ein halbes Jahrhundert her, dass das im TV lief...


Das Niedrigwasser (das niedrigste seit schon wieder einer Ewigkeit, dieses mal aber einer noch längeren) sorgt scheinbar dafür, dass man gerade ganz bequem die Einkaufswagen und Fahrräder aus dem Matsch ziehen kann, bevor dieser hart wie Beton in der Sonne aushärtet. Wieder ein Motiv. Wenn ich mich auch frage, warum werfen Leute überhaupt irgendwas in den Rhein? Ja, gut, kann man jetzt sagen, "die Jugendlichen", und das stimmt auch zum Teil, da gab es auch zu meiner Zeit welche, die das gemacht haben. Aber hab ich da schon nicht verstanden. Nun bin ich aber scheinbar auch anders als die anderen...

Es ist jedenfalls so wenig Wasser im Rhein, dass die Boote im Seitenarm neben der Insel, den man mit der Brücke überqueren kann, auf dem trockenen liegen. Zum Glück sind die unten drunter ja meist eh eher platt, weil Flussschiffe. Aber toll ist das sicher trotzdem nicht. Ich mein, das ist nicht das erste Mal, dass hier wenig Wasser drin ist, aber bisher hat der Aalschocker wenigstens meist noch eine Hand breit Wasser unterm Kiel gehabt.


So, und wer noch eine halbe Million Fotos sehen will, die ich wie so ein Tourist vom Rhein geschossen habe, der darf gerne auf den "erweiterten Eintrag" klicken. Alle anderen werden schon sehen, was sie davon haben. ;-) KLICK!
Und viel mehr kann ich dazu auch kaum sagen: Wir sind auf der Insel rauf und runter gelaufen und ich habe Fotos gemacht. Wie man vielleicht sehen kann, hatte ich sowohl das kurze 70-210/4 Minolta dabei, also auch lange Tamron, das ja bis 400mm geht, aber von der Bildqualität bei weitem nicht mithalten kann. Trotzdem ist eine lange Brennweite manchmal besser, vor allem, wenn man den Drachenfels in Szene setzten möchte.


Aber schärfer und kontrastreicher sind die Bilder mit dem Minolta auf jeden Fall, vor allem, wenn man sie direkt nebeneinander sieht. Das Licht war an diesem Tag auch schon ein bisschen viel, ich hätte für das lange auch die Gegenlichtblende mitbringen müssen. Aber die ist halt nicht so praktisch wie die vom Minolta, die man ja umgekehrt aufstecken kann.


Ansonsten, wie gesagt: Erst die Insel nach Norden rauf gegangen, dann in die andere Richtung nach Süden. Währenddessen bretterte die Feuerwehr den Rhein rauf und runter. Patrouillen-Fahrt? Suchen die nach illegalen Schwimmern, die in der Strömung absaufen? Wenn man danach geht, wie viele Eltern ihre Kinder da "bis zu den Knöchlen geht das ja" ins Wasser lassen, haben die sicher mehr zu tun, als ihnen lieb ist. Oder war das einfach nur eine Übungsfahrt?


Besonders hübsch gelungen ist mir glaube ich das Bild mit dem auslaufenden Schnellboot vor der Drachenfelsruine. Ein Wunder, dass die noch genug Wasser unterm Blech hatten, dass die überhaupt noch da raus kamen. Aber auch diese Boote sind ja eher mit geringem Tiefgang. Vor allem die Ruderboote sind ja eher flach, damit die auch überall anlanden können und auch bei Hochwasser über die Felder fahren und sowas, nehme ich an. Quer durch die Bonner Innenstadt. (Wenn es jetzt im Sommer so heiß und trocken war, irgendwann muss die ganze Feuchtigkeit ja wieder runter kommen, die überm Atlantik gerade verdampft.)


Unterhalb vom Radarreflektor hatten welche ihre Räder angelehnt und saßen wohl auch direkt am Wasser unten. Kann ich verstehen, da war es am kühlsten. Da ging zumindest ein bisschen Wind. Wobei, wie gesagt, an diesem Samstag waren die Temperaturen ja fast noch angenehm. Nur so um die 25°C, selbst im sonst so warmen Rheintal. Eine schöne Fahrt mit dem Boot von der Köln-Düsseldorfer, die dort an diesem Anleger anlegen würde, wäre ja was, das erfrischt sicher. Aber diese Anleger sehen so aus, als würden sie auch mittlerweile auf Grund liegen. Werden die überhaupt noch angefahren bei dem Niedrigwasser?


Wie man sieht, die Frachter fahren ja auch nur noch mit halber Ladung. Maximal. Bei manchen frage ich mich, warum die überhaupt noch unterwegs sind, wenn die doch eh hauptsächlich leer unterwegs sind. Ansonsten habe ich auch mal zwischendrin auf das 28mm gewechselt, um ein paar Weitwinkel-Landschaftsaufnahmen mit Burgruine und Rhein zu bekommen. Kann ja nicht die ganze Zeit nur mit dem einen oder den anderen Tele rum laufen. Besonders für die mittlerweile recht abgewetzten "Steine" eignet sich so ein Weitwinkel doch deutlich besser. Und die Disteln lassen sich so auch Klasse ins rechte Licht rücken.


Dann noch mal, wenn wir das gerade drauf haben, der besagte Anleger, den wir da oben schon von weit weg hatten. Hier in f/16, was bei der Brennweite ja bedeutet: Alles ist scharf (mehr oder weniger). Wobei, hier stimmt es ja auch. Ich sollte öfter mal mit weit geschlossener Blende fotografieren. Da kommt nur leider immer der Schmutz auf dem CCD und dem halbdurchlässigen Spiegel im Adapter so deutlich raus. (Siehe rechts oben in der Ecke.) Aber nicht alle Bilder brauchen Bokeh! ;-) (Und das aus meinem Munde!) ;-)


Genau umgekehrt ist es ja bei der Verwendung von Tele-Objektiven: Die Bilder leben deutlich davon, wenn es im Vorder- oder Hintergrund ein bisschen Unschärfe gibt. Siehe Ausflugsschiff und Blumen oben. (Es fahren also auf jeden Fall noch Ausflugsschiffe, aber wie lange noch? Ich sollte mal, bevor dieser Artikel automatisch veröffentlicht wird, also in einer Woche oder so, noch mal schauen, ob sich das nicht mittlerweile geändert hat!) (Wobei das, was da oben an dem Anleger im letzten Abschnitt anlegt, ja auch nicht unbedingt ein Ausflugsschiff ist; mehr so das Boot, das einen von A nach B bringen kann, wenn man keine Lust auf Umwege hat, weil die Rheinbrücken ja alle im Arsch sind. ;-)) (Was mich dann fast nahtlos zur Fähre "Siebengebirge" bringt, die wahrscheinlich auch etwas mehr Verkehr zu verzeichnen haben wird, seit die Nordbrücke gesperrt ist. Oder ist das hier zu weit weg? Ich weiß nicht, wie schlimm der Stau auf der Südbrücke jetzt ist, wenn Rush Hour ist...)


Am Ende des Dammes hatten wir dann die dumme Idee, dem in der Karte auf dem Handy eingezeichneten Weg zu folgen. Der endete dann aber leider mitten im Nichts an einem illegalen Grillplatz, wo auch dieser Reifen (mit Felge) rum hing. Da der Rheinarm ja eh komplett ausgetrocknet war, haben wir das zum Anlass genommen, einfach querbeet zu gehen, statt uns weiter durchs Unterholz zu kämpfen. Da geht man nicht über Erde oder Steine, sondern über die vertrockneten Reste von Algen, die hier wahrscheinlich gewuchert haben, bevor alles ausgetrocknet ist. Reißt aber genau so auf wie ausgetrocknete Erde. Ansonsten: Nur noch ein trauriges Rinnsal, wo normalerweise ein oder zwei Meter Wasser stehen sollten.


Dann sind wir langsam wieder nach Norden zurück gewandert und das mit dem Fotografieren hatte sich damit mehr oder weniger erledigt, denn das hatten wir ja jetzt alles schon. Aber unterwegs haben wir uns noch mal unter der Windturbinen-Tulpe in den Schatten gesetzt und geschaut, ob das La Flamme offen hat. Denn: Oben im Norden der Insel stand der Food Truck, der verkaufte Flammkuchen. Aber wenn schon, dann wollten wir wieder interessante Sorten haben, am Besten im All You Can Eat. Aber das war uns dann doch zu umständlich für 2 Personen bzw sowieso zu teuer. Deswegen haben wir dann kurz entschlossen noch unseren Weg in die Bonner Innenstadt angetreten, um uns ein Sushi rein zu werfen. "Ichiban! Lipstick for men!" Ach nee, das war was ganz anderes! ;-) (Friends.)

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