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Vor-Frühling auf dem Hausberg

16.2.2025: Endlich war es an der Zeit, die Sony-Kamera dann auch mal in den tatsächlichen Einsatz zu bringen. Traf sich ganz gut, dass das trübe-Tassen-Wetter der Vorwoche einem schönen, leicht bewölkten Vorfrühlingstag gewichen war. Schönes Wetter heißt auch immer schöne Fotos. Also raus, raus, endlich mal wieder bewegen. Die letzte Zeit war viel zu wenig Bewegung in den alten Knochen.

Nachdem ich also die Testfotos im Garten erledigt hatte, habe ich mir mein Gear so zusammen gestellt, wie ich eigentlich von Anfang an geplant hatte: Das 28/2.8, das 50/1.7 und das 100-200/4.5 kamen in meine alte graue Nikon-Tasche. Die Alpha 7 ist ja selbst mit Adapter und altem Objektiv eher klein und handlich, sodass das gut gepasst hat. Und dann in ich den Hausberg hoch gekraxelt, vorbei an Treckern und Sirenen-Hörnchen.


Apropos klein und handlich, das macht gleich zwei Probleme: Zum einen sind meine riesigen Pranken viel zu riesig, um nicht irgendwelche Tasten aus Versehen zu bedienen. Siehe Canon. Nur extremer, weil so eine Mirrorless ja noch kleiner ist als eine APS-Crop-DSLR. Und draußen im Hellen merkt man, dass der Monitor schon ein bisschen älter ist, man sieht nicht immer direkt alles, was man einstellt. Daher habe ich nicht gemerkt, dass die ISO-Einstellung irgendwann von den 100, die ich haben wollte, runter auf 80 gerutscht ist. Scheint den Bildern jetzt keinen Abbruch getan zu haben. Scheinbar wusste Sony damals schon, wie sie ihre eigenen Chips richtig auszulesen hat. Die Nikons (D800 und D610) warnen ja immer, wenn man in den "Lo"-Bereich wechselt: Alles unter ISO 100 ist nicht kalibriert. Mich als Hobby-User interessiert das nicht wirklich, aber wenn ich in den Profimodus wechsle und mit Fotos Geld verdienen möchte - was übrigens viel zu selten passiert; ich möchte an dieser Stelle noch mal Werbung für mich selber machen: Man kann mich mieten! Für Kunden schalte ich sogar den RAW-Modus an! ;-) - sollten die Bilder nachher auch "farbecht" sein. Soweit man das bei Digitalfotografie überhaupt sagen kann. Ich sag ja immer, man sieht ja eigentlich eh nur einen Algorithmus. Aber das ist ein anderes Fass.

Das andere Problem ist, dass meine Pfoten dann scheinbar doch nicht groß genug sind, um den Griff mit der Batterie drin so richtig zu umgreifen. Soll heißen: Bei einer Außentemperatur kurz über 0° und einem Wind-Chill-Faktor - ja, es war WINDIG - von einer gefühlter Windstärke 42 geht die Akkuleistung deutlich in den Keller! Soll heißen: Ich habe an diesem Tag 114 Bilder gemacht und am Ende war der Akku bei rot schämendem Blinken angekommen. Ich hatte schon die ganze Zeit den Ersatzakku - es warn zum Glück ja vier davon bei der Kamera dabei, ein Originaler und drei Nachbauten - in der Hosentasche angewärmt, aber ich habe es dann doch bis nach Hause geschafft, ohne zu wechseln. Als der "rote" Akku dann kurz hier drin bei 23° gelegen hatte, war er auch plötzlich wieder bei 62%. Much more reasonable für Hundert Fotos. Heißt, dass man mit einer Ladung knapp über 400 hin bekäme. (Muss mal sehen, ob ich den Bildschirm noch heller stellen kann und wie das die Akkulaufzeit beeinflusst. Das ist halt das Dumme an Mirrorless, da muss immer mindestens ein Bildschirm laufen, inklusive sämtlicher Aufnahmetechnik, vom Chip über die CPU bis hin zum RAM. Bei einer (D)SLR kann ich einfach durch gucken und gut.)


Jedenfalls: Jetzt habe ich schon wieder mehr über die Kamera erzählt als über die Haselkatzen, die kräftig vor sich hin blühen. Oder zumindest darüber, wie gut mir die Bilder gefallen! Bei gutem Licht macht auch diese 12 Jahre alte Kamera sehr gute Fotos. Das Minolta-Glas ist auch eines der besten, die ich über meine Sammelleidenschaft kennengelernt habe. Konica-Minolta ist nicht umsonst jahrzehntelang im Geschäft gewesen. Durchaus auf dem selben Stand wie die Nikkore, die ich habe. Kein Wunder, dass sich Sony damals drauf gestürzt hat wie ein Geier, als man beschloss, das mit dem Consumer-Segment aufzugeben. Eigentlich irgendwie noch immer schade. Ich finde, Sony hätte damals auch das Branding mit übernehmen können, zumindest für die Optiken. (Wer baut die neueren Objektive jetzt eigentlich? Ich müsste mal nachlesen, ob damals die gesamte Produktionskette einfach so übernommen wurde oder ob nur das Know-How gekauft wurde. Die haben ja die letzten DSLRs einfach unter eigenem Namen weiter gebaut; bei den Kameras nehme ich also an, dass die Fabrik inkl. Mitarbeiter einfach mit gekauft wurde. War das beim Glas auch so? Ich meine, das Sony 50/1.8 für A-Mount war im Prinzip das gleiche wie dieses 50/1.7, das ich hier benutze. Aber ich kann eh nur vom Hörensagen ausgehen, ich war nicht dabei. ;-))

Egal, jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben! Wer sich davon nicht abschrecken lässt, die nun folgenden Fotos stecken der Bandbreite wegen im "erweiterten Eintrag". Da gibt es Vögel und Flugzeuge zu sehen. Und Pferde. Oben auf dem Berg war es noch viel windiger, btw. Wo wir eben von Wind Chill gesprochen haben! ;-) Egal: KLICK! "Vor-Frühling auf dem Hausberg" vollständig lesen

Zugefrorener Eulenberg

Am Montag zum Einkaufen statt nach Hennef nach Uckerath gefahren, das ist ja ungefähr gleich weit weg und da ist um diese Tageszeit meist weniger los als in der Stadt. Auf dem Weg mal kurz am Eulenberg ausgestiegen. So kurz, dass ich schon beinahe ein schlechtes Gewissen habe, das hier in die Wandern-Kategorie einzusortieren. Zudem sind es schon wieder 25 Bilder oder so geworden, die ich hier rein stelle, für vielleicht eine Viertelstunde in der Wildnis. Aber es war so kalt, dass ich a) nicht viel länger draußen bleiben konnte, weil mir sofort die Stirn- und Kieferhöhlen geschmerzt haben - so ganz ist die Pest also noch immer nicht weg -, und b) alles so zu geeist war, dass ich trotzdem so viele Fotos machen _musste_, es führte einfach kein Weg dran vorbei! ;-)


Bereits am Parkplatz wurde ich mit der Eiseskälte konfrontiert: Aus dem Dorf kam mir eine junge Frau entgegen, die erst mal ebenfalls den Parkplatz ansteuerte, um die andere Seite ihres KFZ auch noch zu enteisen. Ich kenne das, ich parke ja zu Hause auch immer so ungünstig, dass ich nur die linke Seite frei gekratzt bekomme und mich dann unheimlich verrenken muss, damit ich rechts auch wenigstens etwas sehe. (An diesem Montag hatte ich allerdings Glück, denn ich hatte wegen der Müllwagen im Wendehammer geparkt, wo die Sonne etwas früher hin scheint. Alles die Nachbarn gegenüber Schuld mit ihrer Drei-Meter-Hecke, die verhindert, dass es hier bis zum Mittag nicht hell wird.) (Ach und apropos Müllwagen: In den Serpentinen Richtung Dahlhausen, gleich ein, zwei Kurven nach dem Ortsausgangsschild, hatte sich der Müllwagen wohl ein Gefecht mit einem Sprinter oÄ geliefert und ich nehme an, der Kleintransporter hat verloren, zumindest einen Außenspiegel. Die Polizei war auch schon da und hatte zur Unfallaufnahme alles abgesichert. Ich sag doch immer, viel zu eng da!)

Auf dem Eulenberg habe ich als erstes mal die diversen Nistkästen fotografiert, die hier überall rum hängen. Diese großen grünen haben so ein schmales Einflugloch, dass ich mal annehme, dass die für Insekten sind? Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es so kleine Vögel gibt, die in Nistkästen brüten. Schade, dass ich dieses Mal nicht den Typ vom "Betreiber" des Biotops getroffen habe wie sonst schon mal, der hätte mir das sicher erklären können.


Als nächstes waren die Hagebutten dran, die über den Weg ranken, der runter zum Krater führt. Und hier wurde es auch gleich schon spannend, war der Weg doch genau in diesem undefinierten Zustand zwischen steinhart gefroren und noch nicht ganz aufgetaut, in dem man sich gerne mal auf die Schnauze legt. Insbesondere ich. Deswegen immer zwischendurch die Kamera weg packen, was aber auch doof war, weil ich - wie man vielleicht sieht - mal wieder einen Haufen Bilder mit dem Telezoom gemacht habe. Lange Brennweiten boten sich hier an!

Unten am See begrüßten mich dann ganze Wälder von Eisnadeln, alle winzig klein und doch verhältnismäßig groß. Hier hat wohl den ganzen Winter noch nicht die Sonne rein geschienen und in den letzten Tagen war es ja wie gesagt schweinepopoaffenhinternmegakalt nachts, sodass die prächtig wachsen konnten. Schon von weitem konnte ich sie blinken sehen. Wobei dafür leider ein wenig zu wenig Licht war. Das wäre die Stelle, wo man ein im Geröll verstecktes und fernausgelöstes Blitzgerät bräuchte! ;-)


Jedenfalls habe ich mich daraufhin mehrere Minuten mit gefrorenem H2O beschäftigt. Wenn das mit der Erderwärmung so weiter geht, muss ich das ja noch dokumentieren, bevor es sowas in Zukunft hier vielleicht gar nicht mehr gibt. Während nämlich ganz Deutschland über Migration diskutiert, schmilzt in Grönland das Eis wie noch nie in den letzten paar Millionen Jahren. Da kann der Mr. Burns sich die Hände reiben so viel er will, auch wenn er Kanzler wird, wird er sich wohl oder übel mit dem Thema auseinander setzen müssen. Das Wasser, das irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft Borkum und Sylt überspülen wird, kann man nicht einfach an der Grenze abweisen. Aber was rede ich hier wieder in die abgrundtiefe Leere? Zurück zum Thema!

Solange es also noch Eis auf Steinen gibt, werde ich es auch fotografieren. Besonders spannend finde ich die vielen verschiedenen Formen, die das Eis auf die Blätter aus dem letzten Jahr zeichnet: Die Adern und Ränder scheinen Kristallisationspunkte zu bilden, an denen die Kristalle richtig gut los wachsen können. Spannend! Und ein faszinierendes Motiv. Mit dem kleinen Makro macht das richtig was her.


Und dann fingen die Kopfschmerzen an, die Kälte war doch ein bisschen sehr kalt. Außerdem musste ich ja noch einkaufen. Also wieder den alten Civic gesattelt und das Tal runter und auf der anderen Seite wieder rauf, um für Nahrung zu sorgen. Das Mammut jagt sich nicht selber. Der größte Posten war mal wieder Katzenfutter: Das Tier frisst, als gäbe es kein Morgen! Ich brauche keinen Murmeltiertag, solange der Kater draußen seinen eigenen Schatten sieht, bleibt es frostkalt und der Frühling ist noch weit entfernt! ;-)

Sonnenaufgang

Und es war Sonntag. Es ging mir nach wie vor beschissen, wurde gegen 4 von einem Hustenanfall geweckt und konnt danach nicht mehr einschlafen. Also so gegen 6 aufgestanden und hin und her getigert wie so eine gestreifte Miezekatze. Als dann um kurz vor 9 die Sonne über den anderen Hausberg stieg und das Tal in goldenes Licht tauchte, das sich in Milliarden Eiskristallen spiegelte, da habe ich mir gedacht: "Jung", hab ich mir gedacht, "die Altvorderen haben immer gesagt, gehste raus, frische, kalte Luft ist gut für Erkältung." (Sie haben dabei nicht genauer spezifiziert, ob die kalte, frische Luft nicht eher gut gegen die Erkältung ist, oder ob die sich besonders freut, wenn man sich im Frost den nächsten Infekt abholt. Aber ich gehe davon aus, dass auch die meisten Viren es nicht überleben, wenn man sie nachts auf unter 5° minus runter kühlt.)

Also habe ich mich in Schale geworfen und die Canon geschnappt, die hing gerade da, und raus. Die Sonne steig tatsächlich gerade langsam über den Bergkamm (das klingt jetzt hochalpiner, als es hier tatsächlich ist ;-)) und durch die paar Bäume da oben jenseits von Kuhweid. Somit war das erste Bild bereits im Kasten, bevor ich die Sackgasse verlassen hatte. Es sollte nicht das letzte bleiben, weshalb ich diesen Artikel mal wieder aufteilen muss. (So 140 sind es geworden. Es waren aber einige Experimente dabei, die ich nicht alle hier vorzeigen werde; also keine Angst, das wird keine tagelange Diashow. Also, nicht mehr als sonst, sozusagen. ;-))


Wie kalt es nachts gewesen war, kann man gut an den Brombeerblättern und den Haselkatzen sehen. Die waren richtig dick zu geeist. Erstaunlich viel Feuchtigkeit in der Atmosphäre, dafür dass es nachts so klar war. Ist aber sehr hübsch, dieser Raureif. Kommt sogar auf Fotos recht gut raus. Und die armen Spatzen, die müssen doch frieren. Da verstehe ich auch, weshalb die Schwiegermutter immer Vogelfutter ausstreut. Die armen Federknäuele müssen sich ja ein bisschen Fett anfressen. Nur sollte sie das nicht immer auf den Boden streuen, da lauert der Kater.

Über allem stand der halbe Mond, der sich gerade hinter unserem eigentlichen Hausberg verdrückte. Hab ihn aber noch erwischt. Mit dem "neuen" Tele-Zoom kann ich den noch gerade so weit genug heran holen, dass man ein paar der größeren Krater ganz gut erkennen kann. Mit etwas mehr Brennweite wäre das sicherlich noch besser sichtbar, aber die will ja keiner durch die Gegend schleppen. (Deswegen hatte ich damals ja nur die 50er Festbrennweite mit gekauft und nicht das 600er Monster, das D noch dazu hatte. Das wäre auch mir etwas zu schwer, das durch die Gegend zu wuchten.)


Für die Eisnadeln auf der Plastikfolie des Heuballen brauche ich sowas zum Glück auch nicht. Ganz im Gegenteil: Da macht das 24er Sigma sehr schöne Bilder, sogar weit offen, weil es so einen guten Macro-Bereich hat. Hübsch, vor allem dieses leichte Flaring und Ghosting. Bei der tiefen Sonne kommt sowas immer sehr schnell ins Bild und ich finde, das lockert die Komposition auch ein bisschen auf. Altes, nicht ganz so perfektes Glas hat auch nette Eigenschaften, es muss nicht immer alls auf Hochglanz geleckt sein. Etwas mehr Auflösung wäre wie immer schön, aber das kann die nicht mehr ganz so frische Consumer-Class-Canon halt nicht.

Mehr Sonnenbilder (mit - meiner Meinung nach - spektakulären Sonnensternen) gibt es im nun folgenden erweiterten Artikel. Daher: KLICK! "Sonnenaufgang" vollständig lesen

Wahlplakate (und Tiere) auf dem Weg zum Discounter

Letztens, die Grippe hielt sich ein bisschen mehr in Grenzen als jetzt gerade, und ich dachte, ein wenig frische Luft täte mir gut, da habe ich mich auf die Lauer gelegt und Jagd auf Tiere und Wahlplakate gemacht, während wir den langen und beschwerlichen Weg zum $Discounter unten an der Autobahn gegangen sind. Das Ergebnis war, dass ich nachher noch mehr Grippe hatte und außerdem schlechte Laune ob der vielen, vielen Halbwahrheiten und Nullaussagen, die mir auf den Plakaten entgegen strahlten. (Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, wird längst herausgefunden haben, dass ich zu diesem linksgrünversifften Kriegstreiber-Pack gehöre, das Deutschland deindustrialisiern und den Migranten in den Rachen werfen will, insofern kaum erstaunlich, dass ich mich über Merz-Plakate und "einen Wagen, sie zu knechten" aufrege. Aber ich greife vor.) Dementsprechend ziehe ich die hier jetzt alle mal ein bisschen durch den Kakao, damit es mir ein wenig besser geht. Ich bin zwar kein ausgebildeter Staatsmedien-Satiriker, aber für ein Hobby reicht es! ;-) (Noch ein Hobby!)

Am Ortsausgang unseres schönen Kuhkaffs haben die Grünen zuerst einmal den Herrn Habeck plakatiert. Oder eher Ortseingang, er strahlt mit seiner optimistischen Zuversicht - vorsichtshalber etwas, worauf ihn nach der Wahl keiner so richtig festnageln kann - die Leute an, die ins Dorf rein fahren. Auch hier Pluspunkte für die Platzierung, steht er doch direkt neben dem Insektenhotel. Sozusagen am Puls der Basis. ;-) Alle sind se am Nölen über die Grünen, die wären ja alles Schuld, dabei haben die doch in den letzten dreieinhalb Jahren vielleicht nur so ein Viertel dessen machen dürfen, was sie eigentlich wollten, weil die anderen beiden, die Schlafmütze mit Erinnerungslücken, und der andere, na, der, wie hieß er noch... Stellt euch mal vor, was die mit unserem schönen Deutschland machen würden, wenn! WÄRMEPUMPEN! ÜBERALL WÄRMEPUMPEN! :-D :-D

Weiter unten im Nachbardorf hängen diverse Portraits von Lisa, unserer CDU-Kandidatin, rum, gegen die ich persönlich nicht wirklich viel habe. Ich benutze noch immer ihren Stift, den sie mir vor Jahren mal in die Hand gedrückt hat, oder einer ihrer Wahlhelfer. Müsste mal schauen, für und gegen was die in den letzten Jahren abgestimmt hat. Den persönlichen Bezug - also tatsächlich mal die Direktkandidaten zu plakatieren -, finde ich ja grundsätzlich auch mal ganz spannend, weil man die meisten Hempels ja irgendwie sonst nie zu Gesicht bekommt. Mein Problem mit der schwarzen Partei liegt zur Zeit jedoch immer eher dort, wo der "sympathische" Mr. Burns, der von den Simpsons, seinen Mund auf merzt und irgendein Blackrock-Blödsinn heraus fällt. Ich habe selten so einen abstoßenden Spitzenkandidaten gesehen! Sorry, CDU. Also, dann lieber drei Laschets! Wenn es jemand schafft, unsympathischer und empathie-loser als die Frau W von den blau-braunen Agitatoren rüber zu kommen, das ist schon eine Leistung. Und was sind das eigentlich für Sprüche da auf den Plakaten?! "Stabilität statt Chaos." Ja, OK, aber Du und der Söder, zusammen, in einer Regierung, am Besten noch mit den Gelben? Huiuiuiui! "Für ein Land, auf das wir wieder stolz sein können." Hör mal zu, min Jong, wenn Du nicht die Eier hast, stolz auf irgendwas zu sein, und sei es Deutschland, ist das ja wohl kaum mein Problem, oder? Erst den Laden an den Meistbietenden verscherbeln und sich dann beschweren, weiste?! Komm, geh wech.


Puh, nach so viel Politik muss ich erst mal eine Pause einlegen und über was anderes schreiben. zB das sich mittlerweile im Endstadium der Renovierung befindliche Fachwerk, das einstmals eine simple Scheune war. Haben sie echt hübsch aufpoliert und mit einem neuen Dach versehen. Das werden bestimmt sehr interessante Wohnungen, auch wenn die Fenster sicherlich ein bisschen klein sein werden. "Lichtdurchflutet" sollte der Makler jedenfalls als Adjektiv meiden. ;-) Frage mich, warum die im neuen Dach nicht das ein oder andere Kippfenster integriert haben. Aber ansonsten: Schön gemacht. Ist aber bestimmt auch nicht ganz billig, da drin zu wohnen.

Wie das so ist, wenn man auf dem Bauernhof wohnt: Überall Tiere. Diese hier, diese grün-blau-türkisen, haben jetzt alle so einen Aufkleber drauf: Die ersten 30 Minuten sind gratis. Das ist wie bei den Heroin-Dealern. ;-) Oder eben bei der ersten Kippe auf dem Schulhof, und dann rennste jahrzehntelang zum Fluppomaten an der Ecke. Praktischer Weise direkt neben dem Kaugummi-Automaten. Weißte, Kiffen dürfen sie nicht in soundsoviel Meter Abstand zur Schule, aber den Zigarettenautomaten direkt neben die Verkaufsstelle zuckriger Kinder-Bespaßung stellen, das ist OK?

Komm, weniger aufregen, lieber über den Weinachtsaum freuen, der noch immer am Denkmal rum steht. Den hatte ich dieses Jahr ja tatsächlich noch nicht abgelichtet. Was ich hiermit nachgeholt habe. Liegt zwar kein Schnee mehr, vor 'ner Woche oder so wäre das also passender gewesen, aber man nimmt, was einem vor die Linse läuft. Außerdem hatte ich mit der Canon glaube ich tatsächlich noch keine Bilder von diesem Baum (oder seinen Vorgängern). Hm, ich habe die jetzt ca. ein Jahr, ich könnte mal ein kleines Review schreiben... Ist ja nicht so, als hätte ich groß was zu tun, während ich vor mich hin vegetiere, *hust* *röchel* *sterb*...


Immer wieder erstaunlich, wie schnell man hier unten im Dorf ankommt. Zack, stehste vor der Kirche. Oder vor einem Jesus, der am Kreuz hängt. Oder an der roten Ampel. Letzteres ist jetzt tatsächlich kein so lohnenden Motiv, sollte man meinen, aber ich glaube, mit dem Geäst im Hintergrund habe ich das ganz gut in Szene gesetzt und ich habe ja ein Faible für Lichtzeichenanlagen. Und Schilder. Und Tiere. Und eigentlich alles, was mit zwei oder vier Rädern daher kommt. Oder dreien. Sagen wir mal so: Ich fotografiere alles, was nicht schnell genug weg läuft! ;-)

Ich muss allerdings sagen, dass die Tier-Diche an jenem Tag aber auch ganz besonders hoch war. Gefühlt an jeder zweiten Ecke stand eines, und auf dem Weg zum Aldi gibt es einen ganzen Haufen Ecken. So auch hier, wenn man auf der anderen Seite der Kirche wieder runter kommt, um zwischen den Mietskasernen-Häusern durch zu schleichen, um zum Bahnübergang zu gelangen.


Da ist ja gerne mal Stau - hallo, Herr Laschet, ich meine mich zu erinnern, dass sie uns eine Unterführung versprochen haben, als sie noch Wahlkampf als Ministerpräsident von NRW gemacht haben; jetzt regiert schon seit einiger Zeit ihr unverWüstlicher jung-dynamischer Nachfolger, und was ist? Nix is... Moment, ich bin falsch abgebogen, noch mal: Da steht man ja gerne mal im Stau, also die perfekte Stelle für ein paar weitere Wahlplakate. Wobei, den Herrn von der FDP, also der erste da, der so lässig die Rohrzange auf der Schulter liegen hat, als wollte er mir sagen: "Wähl mich, SONST!", also der, der nicht total abgehoben in s/w mit ausgestreckter (künstlerisch unscharfer) Deutungshoheitshand auf mich herab blickt, der hängt tatsächlich noch vor der Kirche. Den haben sie ein bisschen versteckt und ich weiß gar nicht wieso, denn im Gegensatz zu seinem Parteivorsitzenden ist der sogar ein bisschen sympathisch, mit seinem Lächeln und seiner Bodenständigkeit. Gut, ich weiß nicht, was sie ihm in den Tee getan haben, dass der bei den Umfrageergebnissen noch so breit grinsen kann, aber OK, muss er wissen. Tut er mir ja schon fast ein bisschen leid. Ich mein, das Kind ist schätzungsweise halb so alt wie ich, da kommt schon mal ein bisschen dieser Beschützerinstinkt hoch. :-D Besagten großen Vorsitzenden habe ich dann mal auch nur in leicht unscharf (und aus Protest in bunt) hier in der kleinen Sammlung drin. Denn das, was der umgestürzte E-Scooter davor zu sagen hat, erscheint mir schon fast hörenswerter. Sorry, Herr L, aber wenn Sie wollen, dass ihre Partei wieder über 5% rangiert, sollten sie vielleicht mal über eine vorgezogene Pension nachdenken. Sylt ist auch im Winter sehr schön, habe ich mir sagen lassen. Oder sie lernen mal endlich, dieses Empathie-Ding zu faken. Wie wärs? (Hatte ich, als alter Naturwissenschaftler, eigentlich schon mal darüber genölt, dass der Spruch "man kann alles ändern" ja sowas von falsch ist? Erklär das mal dem Energieerhaltungssatz oder der Lichtgeschwindigkeit. Windmühlen! Überall Windmühlen! Und nur eine einzige Lanze. Seufz.)

Und dann habe ich auch endlich mal ein Plakat von dem Wagen, sie alle zu knechten, gefunden. Die Dame ist ja bei mir noch nie besonders hoch im Kurs gewesen, aber seit sie, wie der Spalter (sie möchte, glaube ich, ja nicht gegendert werden), der (!) sie ist, eine eigene Selbstbefriedigungsgruppe gegründet hat und ihr dann auch noch so ganz ohne Demut und Einfühlungsvermögen den eigenen Namen verpasst hat, ist der Ofen bei mir ja ganz aus. Vielleicht hätte man den Verein auch "sollen sie doch Kuchen essen"-Partei nennen können. Jaja, das hat die ein wie die andere ja (angeblich) nie gesagt, aber. Sie wissen, was ich meine! (Ich versuche mich hier gerade mit meinen bescheidenen wortschöpferischen Mitteln an Satire, ich übe noch. Kommt zu verbittert rüber? OK, Mist. :-D) Jedenfalls tut die Frau Dings, na, ich hatte sie doch nachgeschaut, ach komm, der Name steht doch drauf auf dem Plakat, wieso kann ich mich nicht erinnern, auch egal, die von den Volts, jedenfalls, fast schon leid, dass sie am gleichen Laternenpfosten hängen muss wie die Frau W. Bin mal gespannt, wo die beiden bei mir landen, wenn Anfang Februar der Wahl-o-mat online geht.

Gleiches gilt auch für die Verkehres-Ablenker par excellence, weil Riesenplakat, meine freundlichen Linken, die was verändern wollen. Da sind sie sich ja mit dem Herrn L wohl zumindest in der Wahl ihres Wahlspruchs einig, auch wenn ich glaube, dass die politischen Ansätze hier doch ein ganz kleines Bisschen divergieren. Und nachdem die die drei alten, weißen Parteigenossen wieder ausgebuddelt haben - ich dachte eigentlich, dass mindestens einer von denen schon das Zeitliche gesegnet gehabt hätte -, kann ich die auch schon wieder nicht ganz ernst nehmen. Silberlocke, ey! Ich dachte, ihr wärd so jung und dings! Viel Glück damit, jedenfalls. Was man ihnen zu Gute halten muss: Sie treten den Spaltern nicht allzu sehr hinterher. War zwar eine schmutzige Scheidung, aber jetzt, da es vorbei ist, hat man wieder Zeit, sich ein bisschen mit sich selber zu beschäftigen, herauszufinden, wer man eigentlich ist, so als Mensch und Partei. Wie gesagt, viel Glück damit.

Wie auch immer, ich habe beschlossen, die Gans zu wählen, die hat die besten Plakate:


Und dann waren wir auch endlich am Discounter und ich habe auf dem Rückweg die Hände voll gehabt und konnte keine weiteren Fotos machen. Was für ein Glück, das wäre nur noch mehr ausgeartet. ;-) Ich bin jedenfalls mal gespannt, wie das so aussieht, wenn die "Besorgten Bürger" ihre Plakate aufhängen. Ich wollte erst das N-Wort hier hin schreiben, aber ich kriege ja immer wieder gesagt, dass ich nicht alle über einen Kamm scheren sollte. Egal, aber dann kriege ich wahrscheinlich endgültig das große Kotzen.

Aber insgesamt hoffe ich, euch mit diesen kleinen Überblicken über die Parteien- und Plakat-Landschaft des südlichen Rhein-Sieg-Kreises nicht allzu sehr auf den Sack zu gehen. Ich halte jedenfalls die Augen weiter offen. Mal sehen, was ich noch so vor die Linse bekomme! Und bitte bedenken, bevor ihr jetzt böse Kommentare absetzt oder mich gar direkt auf die schwarze Liste der auszumerzenden Unerwünschten setzt: Wenn man mal einen Schritt zurück tut und sich die eigenen Überzeugungen genauer betrachtet, findet man hin und wieder auch den ein oder anderen Punkt, den man mit ein wenig Humor und Selbsteinsicht ändern kann. Immer schön human bleiben. Wie wie ich bereits Anfang des Jahres sagte: Mehr Empathie, weniger aufregen. Na, das hat ja bei mir ganz hervorragend geklappt! ;-) (Siehste: Selbstironie! Geht doch! :-D)

Die ersten Wahlkampfplakate sprießen wie Pilze aus dem Boden

Vor ca. einer Woche (Dienstag, 7.1.) war ich dann mal eben in der Stadt. Zu Fuß. Besorgungen erledigen, so Kleinigkeiten, für die man keine große Ladekapazität braucht. Also ohne Auto, sozusagen. Insgesamt ca 13.000 Schritte. Jupp, ist weit. Also taten mir anschließend auch entsprechend die Füße weh. Aber immerhin bin ich bis zum (umgezogenen) Fotoladen gekommen - der hat jetzt eine Nikon FA als Ausstellungsstück im Fenster stehen, mit einem 150mm E-Serien-Zoom drauf, ganz hübsch -, wo man mir Hoffnung machte, dass meine D610 noch irgendwo existiert. Ich bin gespannt. Wie gesagt, bald sind es zwei Jahre!


Ansonsten ist zu vermerken, dass der Wahlkampf angefangen hat. Bisher nur von drei verschiedenen Vereinen Plakate gesehen. Unter anderem schaut uns am Ortsausgang der Kanzler an. Man, den haben sie aber heraus geputzt! Ob es hilft? Wir werden sehen. Bei der derzeitigen Stimmung in Land und Umgebung - ich gucke euch an, Österreich - fürchte ich eher, es wird eine schwarzblaubraune Suppe geben. Uha, gruselig. Gut[1], aber ich wollte nicht die verfehlte Politik der letzten (und zukünftigen) Jahrzehnte lamentieren. Ich wollte Fotos vorstellen.


Ich habe wie immer alles fotografiert, was sich am Wegesrand an Motiven bot. Das Wetter war schlecht, deswegen alles in einer grau-in-grau-Stimmung. Aber es passt so gesehen auch alles ganz gut zu der oben angedeuteten Stimmung bei Land und Leuten. Da gehen sie hin, meine Neujahrsvorsätze: Mehr entspannen, weniger aufregen. Aber auch das ist ein anderes Thema. Neujahrsvorsätze sind dafür gemacht, dass man sie ignoriert.


Bereits nach der Ankunft in der Stadt taten mir ein ganz kleines bisschen die Füße weh. Aber Das liegt halt auch tatsächlich an der Faulheit der letzten Wochen, welche wiederum im schlechten Wetter begründet liegt. Schnee ist angekündigt für's Wochenende. (Also, das Wochenende, das bereits in der Vergangenheit liegen wird, wenn ich diesen Eintrag veröffentliche. Ich bin irgendwie eine Woche hinterher. Und jetzt ist auch noch das NAS gestorben, da wird es wohl morgen einen dazwischen geschobenen Eintrag zu dem Thema geben. Gut, es war auch 13 Jahre alt.)


In der Stadt habe ich dann unter Anderem noch einen kleinen Besuch bei den Telekomikern gemacht, warum das mit dem Glasfaseranschluss jetzt bis Mitte 2027 dauern soll. Die Antwort war: Weil. Ja, OK, das bringt mir jetzt auch nichts. Danke für nichts. Also doch noch mal eine neue DSL-Box kaufen und das Kupfer hochstellen lassen? Ich weiß es nicht, bringt's das? Digitalwüste Deutschland. Aber ich wollte mich ja nicht aufregen. Durchatme. Om!


Und das war es auch irgendwie schon. Drei Stunden war ich unterwegs. Vielleicht ein bisschen weniger. Sind auch gut 8 Kilometer, sagt Google, hin und zurück. Mit Besuchen in den Geschäften kommt das hin. Habe ich mein Pensum für diese (also die letzte) Woche dann auch erledigt. Mal sehen, was ich über das Orga zu vermelden gehabt haben werden will, das an diesem Wochenende gewesen sein werden wird. (Zeitreisen sind grammatisch echt kompliziert!) ;-)

PS: Ich wähle dann glaube ich Bob, den Baumeister. Der erscheint mir zZt am vertrauenswürdigsten! :-/

[1] Lies: Schlecht.