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Siegburg

Trotz Nebenwirkungen der Impfung gestern war ich heute in Siegburg. Das andere halbe Jahr war nämlich auch rum. Da mein Hirn aber spätestens seit Mitte des Tages zu nichts mehr zu gebrauchen ist, kann man heute auch keine besonders intelligenten Texte erwarten. Ich habe da dieses Gefühl, als würde ich ein kleines Fieberchen kriegen. Wie auch immer, hier ein paar Fotos aus Siegburg, weil ich ja nicht mit ins Wartezimmer durfte:


Wie man sieht, ich habe mich mal wieder mit dem 35mm begnügt. War zu faul, das Objektiv zu wechseln. Und außerdem gab es mal wieder viele, viele Sticker und Graffiti. Wie immer gilt: Ich dokumentiere nur die Aussagen, die andere Menschen im öffentlichen Raum tätigen.


Also nicht mich an den Pranger stellen. Aber auch den habe ich fotografiert, mal wieder. Kann man ja nicht dran vorbei gehen, einfach so, geht ja nicht. ;-)


Im Mülleimerdeckel kann man neben dem Kirchturm übrigens auch den Fotografen erkennen. Somit mal wieder ein ganz spezielles Selbstportrait geschaffen. :-D

Ansonsten habe ich mich mal ein bisschen an Street Photograhy versucht. Schwierig, wenn man eigentlich keine (erkennbaren) Menschen in seinen Bildern haben möchte, wegen des Persönlichkeitsrechts. Sonst sind die Leute einem nachher noch böse. In anderen Ländern gibt es da ja weniger Probleme, habe ich den Eindruck, aber hier in Deutschland wird man ja immer doof angeguckt, wenn man überhaupt schon eine Kamera in der Hand hat!


Danach noch einmal um den Michaelsberg herum geschlichen, also unten am Fuße des Berges. Oben rum war mir zu anstrengend mit meinem Impfloch im Kopp. Außerdem wollte ich ja auch pünktlich zurück sein.


Da gab es dann auch gelbe Blümchen und einen neugierigen Hund. Den musste ich direkt auch mal im Bild festhalten.


Und das wars. Jetzt geh ich wieder ins Bett. Habe so schon den ganzen Nachmittag verpennt, weil. Ein bisschen foggy in the brain!

Der Tag nach dem Jahrhundertregen

Das halbe Jahr ist schon wieder rum, deswegen heute in Troisdorf einen Termin gehabt. Und nachdem ich gestern Abend noch kräftig Wasser schippen durfte, hatte ich auch keinen großen Bock auf gar nix. Nicht hier bei uns, ich glaube, wir hatte Glück, weil wir ein bisschen im Windschatten lagen. Aber in Niederkassel war Land unter. Und wenn man heute die Bilder aus der Eifel sieht: Schrecklich, schlimm und grauenerregend. Klimawandel: Volles Rohr!

Aber in den offiziellen Meiden gibt es genug Infos zu diesem schlimmen Thema. Ich habe nur ein paar blöde Bilder aus Troisdorf zu bieten, praktisch nur von vor der Praxis. Und der Jesus innen drin.



Als Lichtblick: Ich habe heute die zweite Dosis bekommen. Dieses Mal Biontech. Mal sehen, wie es mit heute Nacht so geht. Bis heute habe ich noch keine Probleme, außer dass die Einstichstelle ein bisschen nervt - aber nichts weltbewegendes. War ja heute eh zu nichts zu gebrauchen, weil mir der Rücken und die Beine weh taten vom Wasser schleppen. Nicht so sehr wegen des Gewichts, sondern mehr wegen der feuchten Kälte, wenn man in der Suppe steht.

Meines Bruders Gekkos

Mein Bruder ist mal wieder auf Tour - man nennt das glaube ich "Urlaub", wenn man das Wohnmobil durch die Gegend bewegt -, also fällt die Aufgabe, seine Tierchen zu füttern, mal wieder in meinen Veranwortungsberich. Ihr kennt das ja. Alle Jahre wieder tauchen hier plötzlich Bilder vom Viehzeug auf. ;-) Heute mal als erstes die grünen Madegassen:



Besonders gut finde ich ja das Bild, wo es das Heimchen anlauert, als hätte es nicht gerade schon drei andere verspeist! ;-) Leider ist die Bildqualität mal wieder bescheiden, es war relativ dunkel und ich hatte auf Grund des anhaltenden Regens nur mein Handy dabei. Normalerweise mache ich ja immer noch einen Ausflug zum Rhein runter, aber bei dem Sauwetter... Die Handy-App warnt schon wieder den ganzen Tag vor "Stakregenereignissen". Ach! Sag sowas! Ich musste ja auch heute morgen nur zum Auto schwimmen!

So viel Regen sind die Ägypter gar nicht gewöhnt. Deswegen räkeln die sich lieber in ihrem Terrarium und häuten sich. Sehen etwas seltsam aus, aber das machen die halt hin und wieder. Leider sind sie auch nicht ganz so scharf, wie sie mit der echten Kamera sein könnten.



Zurück am Auto hatte die Schnecke, die ich heute morgen offenbar im Gemüse eingesammelt hatte, das über die Mauer wuchert, sich auf halbe Höhe der Autotür hoch gearbeitet. Der Fahrtwind auf der Autobahn hat ihr dann wohl so gefallen, dass sie, als ich hier beim $Discounter angekommen bin, bereits fast oben am Dach angekommen war. Musste ja realtiv langsam fahren, weil ungefähr ein halber Meter Wasser auf der Fahrbahn stand. OK, vielleicht ein, zwei Zentimenter, aber ausreichend für Aquaplaning.


Es soll ja noch die ganze Woche weiter pinkeln und die Wetterwarnung bleibt wohl auch entsprechend erhalten. Solange wir nicht wieder Wasser im Keller haben...

Exa Ia mit Domiplan 2.8/50

"Na, was haben wir denn da? Eine Kiste mit alten Kameras, von der ich gar nichts wusste!" So oder so ähnlich stand ich gestern im Lager-Keller, als ich mal ein wenig aufgeräumt habe, damit die freundlichen Menschen mit dem neuen Kühlschrank zumindest eine kleine Chance haben, da mit dem Riesengerät auch durch zu kommen.

Darin - also in der Kiste, nicht im Kühlschrank - fand ich das ein oder andere Schätzchen, das ich hier in den nächsten Artikeln ausstellen möchte. Es regnet ja eh, da kann man ja nicht viel sinnvolles machen. Anfangen möchte ich heute bei dieser recht gut erhaltenen Exa Ia. Nachdem ich die Schwiegermutter etwas ausgequetscht habe, habe ich herausgefunden, dass die wohl in einem Prag-Urlaub Ende der 1970er angeschafft worden sein muss, als die eigentlich mitgebrachte Kamera wohl defekt war. Sozusagen eine Überbrückungskamera. ;-) Ich wusste gar nicht, dass die erste Exa so lange gebaut wurde, aber offenbar war das wie mit dem berühmten Trabi: Wenn es funktioniert, dann ändern wir es auch nicht. Denn wie man sieht, das Design und vor allem der Funktionsumfang dieser Kamera ist doch sehr '60er. Tatsächlich sagt das Internet auch: Ja, in der DDR wurde dieses Teil von der Mitte der 1960er bis 1977 gebaut. Es handelt sich also wahrscheinlich um ein eher spätes Modell.


Auf Grund der unsachgemäßen Lagerung in einer Kiste im Keller - immerhin ist da unten eine ziemlich gleichbleibende Temperatur und keine Feuchtigkeit - hatte sich der Sucher-Schirm aus der Fassung gelöst und den Schwingspiegel verklemmt. Da man den Sucher abnehmen kann, wenn auch mit einem kleinen Bisschen wohl dosierter Gewalt, um die Haftreibung der letzten 40 oder mehr Jahre zu überwinden, konnte ich das relativ leicht reparieren: Die Linse/Mattscheibe/Prisma war einfach nur aus ihrer Halterung gesprungen, in der sie auf jeder Seite zwei metallenen Blattfederchen fixiert ist. (Die gewölbte Seite gehört übrigens wohl nach oben, was mich erstmal etwas verwirrt hatte, denn das Teil lag umgekehrt im Lichtschacht.) Dort, wo das Glas die letzten Jahre gegen den Spiegel gestoßen hat, sind jetzt ein paar Kratzerchen im Glas, aber ansonsten scheint alles OK zu sein: Die Kamera lässt sich spannen und bei den wahnsinnigen vier Belichtungszeiten (plus B) auch auskösen.


Ich werde also demnächst mal einen der guten tschechischen Fomas einlegen und schauen, was für Fotos dabei raus kommen. Das Objektiv - ein Domoplan 2.8/50, drei Linsen, drei Gruppen - scheint jedenfalls durchaus brauchbar zu sein. Blenden- und Fokus-Ring lassen sich problemlos, wenn auch dem Alter entsprechend etwas schwergängig, bedienen. Der Blendenring ist in halben Blendenstufen geklickt, was bei der zur Auswahl stehenden der Belichtungszeiten schon etwas seltsam anmutet. Die Blende mag aber nach dem Abblenden nicht wieder in die weit offene Position zurück springen, da ist wahrscheinlich die Ölung ausgetrocknet. Immerhin ist nichts auf den Lamellen zu sehen, also keine Ölspuren oder Verharzung.


Da diese Kamera keinen Verschluss im eigentlichen Sinne hat, also keinen Vorhang, weder aus Metall noch aus Stoff, sondern irgendwie ganz seltsam mit mechanischen Teilen und dem Spiegel funktioniert, die den Lichtschacht abdecken, bin ich auf jeden Fall mal gespannt, was raus kommt.


Von Innen sieht das gute Stück dann auch noch mal sehr interessant aus, denn im Gegensatz zu allen anderen Kameras, die ich in meinem Besitz habe - auch der alten russischen Zenit -, hat die Exa offenbar eine eigene Spule, die man aus dem Gehäuse entnehmen kann, um den belichteten Film aufzunehmen. Wusste ich zB noch nicht, dass es sowas in den 1970ern noch gab. Wenn man Film-Patronen verwendet, ist das auch glaube ich eher unsinnig, vor allem weil die Kamera einen ganz normalen Rückspul-Mechanismus hat. Wenn man allerdings eine zweite Spule hätte und in einer Dunkelkammer Meterware aufspulen würde, könnte ich mir vorstellen, dass das ganz praktisch sein kann: Einfach auf die eine drauf, belichten und wenn man fertig ist, die andere Spule entnehmen und entwickeln. Würde vielleicht sogar ein Wechselsack für reichen.

Niederkassel

Gestern...... Aber von vorne: Wir wollten noch schnell die fehlenden Punkte für die Geocaching-Souveniers machen, die uns noch fehlten. Das waren noch so um die 70 und die schnellste Methode, die abzugreifen, ist offensichtlich, ein paar von diesen neumodischen Lab-Caches zu machen. Da wir hier nicht mehr so viele vor Ort haben und C ja auch noch Punkte brauchte, haben wir uns in Niederkassel getroffen und haben uns hier quer durchs Gelände gecachet. Insgesamt waren es am Ende des Tages dann 22.000 Schritte auf meiner Uhr und ca. 16 km auf meinem Handy.


Das Problem ist dabei allerdings, dass ich absolut gar keine Ahnung habe, wo wir eigentlich waren! Weil ich mich da in den verwinkelten Gassen nicht auskenne. Aber das macht nichts, denn stattdessen habe ich extra viele Fotos gemacht, obwohl ich nur das 35mm auf der Digitalen dabei hatte, weil wegen des angekündigten Regens, der jede Sekunde hätte zuschlagen könnte. Eine Kamera mit nur einem Objektiv kann man viel besser unter der Regenjacke verstauen. Jedenfalls, wie immer, wenn ich zu viele Fotos mache, landen nachher logischerweise auch viel zu viele Fotos hier in einem Artikel.


Dieses Mal sind es so viele geworden, dass ich mal wieder den Artikel aufsplitten muss. Viiiiel zu viele! Also, wer noch mehr schlechtes Wetter in Niederkassel sehen möchte, der möge de ganzen Artikel lesen! Zwischendurch kam auch mal die Sonne raus, aber nur kurz. Am Rhein war es zwischendurch ganz schön. "Niederkassel" vollständig lesen