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Schnee in Seelscheid

19.2.: War mal wieder Zeit für Einkäufe. Das war an dem Donnerstag, als schon zwei Tage vorher in den Nachrichten gewarnt wurde: Uiuiui, Herr von Bödefeld, da kommt was auf uns zu! (Wissen die Kinder heutzutage eigentlich noch, wer Herr von Bödefeld war? Ich sag das immer so, als wäre das common knowledge...)

Jedenfalls: Schneegestöber, dicke Flocken, aber die Ganzjahresreifen haben mich erstaunlich gut da durch gebracht. Ich hatte echt gedacht, dass ich in Neunkirchen den Berg nicht hoch komme, aber: Kein Problem. Gut, lag jetzt auch daran, dass das richtige Schneechaos erst in Seelscheid selber los ging. Und da es so ca. 2° über war, schmolz der meiste Scheiß auch direkt, der Schneschlotz hat die Gullis verstopft - die Tatsache, dass die Straßenreinigung den Matsch vom Gehweg auf die Straße geschoben hat, hat auch nicht geholfen -, sodass man echt vorsichtig sein musste wg. Aquaplaning und vor allem mit dem Nassspritzen der Fußgänger, weil sich richtige Seen gebildet haben. So richtig geiles Rheinlandwinterwetter, *kotz*.


Währenddessen, im Aldi: Primeln und Osterhasen! Ist kaum der Karneval vorbei, schon bricht der Frühling aus. Also, drinnen, draußen nicht. ;-) Obwohl, wenn diese Artikel erscheint, sollen es angeblich 19°C werden. Joah, kann man machen. Bin gespannt, dann geht es vor die Tür und es gibt Frühlingsfotos! ;-)


Aber zurück in Seelscheid am letzten Donnerstag hatte ich noch das Vergnügen, einmal quer durchs Dorf zu dürfen, auf zum Drogerieladen mit dem Pferd, und beim Blaugelben Supermarkt sollte ich auch noch einkehren. Auf den Bildern sieht das Wetter gar nicht so schlimm aus, aber ganz ehrlich: Diese Sauerei ist der Grund für mein Kindheitstrauma, was den rheinländischen Winter angeht. Da haste endlich den Schlitten aus der Garage gezerrt, da ist das meiste schon geschmolzen und der traurige Rest ist nur noch eine undefinierte, schlodderige Masse. Buhärgs!


Als einzige Farbtupfer dienen hier die Beeren vom letzten Jahr. Ansonsten war es das dann auch schon wieder. War ein langer, langer Tag, denn wir haben dann tatsächlich gleich noch einen Termin beim Friseur bekommen und genutzt, die Frau T, die immer zuständig ist, wäre nämlich die kommenden Wochen nicht da. Und dafür dann noch mal raus in das Wetter. Obwohl, gegen Mittag war es praktisch schon vorbei.

Beuel kurz vor Abend

Kurzer Abstecher nach Beuel kurz vor Karneval. Mussten mal eben schnell hier her, weil wir noch was brauchten, ganz dringend, und dann waren wir auch noch eben im Spieleladen, weil, da scheinen wir uns ja in letzter Zeit hauptsächlich aufzuhalten. ;-) Ganz am Anfang im Wohngebiet geparkt und eben zu Fuß die Straße gequert, dabei ein paar herren- und damenlose Handschuhe getroffen. Hätte mal überprüfen sollen, ob da ein linker und ein rechter waren, dann hätte man ein ungleiches Paar draus machen können. Gibt es eigentlich eine Statistik darüber, wie viele Handschuhe jedes Jahr in Deutschland verloren gehen? Und ich hab mich immer für einen Deppen gehalten, weil ich immer alles liegen lasse und verliere... ;-)


Auf dem Möhne-Platz - ja, wir sind im Rheinland! - hinter der SWB hing dann auch die Wäsche der Wäscheprinzessin aus. Ich kenn mich mit dem lokalen bonner Brauchtum ja auch nur so lala aus, aber das ist hier ja so ein Ding. Weil, ich weiß auch nicht, die Waschweiber sind in Bonn ja sowas wie die Oberjecken. Das Gesellschaftliche Dingsbums wird halt auch hier auf den Kopf gestellt und scheinbar waren die hier sonst den Rest des Jahres die Gearschten. Was weiß ich. Jedenfalls hing die Wäsche aus, als wir da vorbei kamen und ich hab sie fotografiert.

Überhaupt war wohl die Vorbereitung für Weiberfastnacht im vollen Gange, die Stadtwerke hatten auch schon diese hübschen, grellen, orange-warnfarbenen Müllsäcke aufgehängt. Nicht zu verfehlen, wenn man wieder ein bisschen zu viel Kölsch intus hat. Gehört ja auch zu lokalen Brauchtum, den guten Gerstensaft im hohen Bogen und weitere Details ersparen ich uns! ;-)


Dann wie gesagt noch schnell im Spieleladen gewesen, also in beiden. Die liegen praktischerweise ja nah beieinander. Und ich glaube, wir haben auch was mit gebracht. Das Präludium für Terraforming Mars, glaube ich, war das. Weiß gar nicht warum, wahrscheinlich nur der Vollständigkeit halber. Haben das auf der BGA mal mit gespielt und damit länger gebraucht als mit der normalen Version. Dabei soll das das doch schneller machen. Ich denke zu viel nach bei diesen Srategiespielen, ich merk das immer wieder! ;-)

TR Orga 2026 - Teil 3: Heimreisetag

So ein Wochenende vergeht ja recht schnell, sodass es plötzlich schon wieder Sonntag war und wir an die Heimreise denken mussten. Die Sonne ging im Nebel auf und warf interessante Schatten entlang der Kapelle auf dem Berg, auf dem wir am Tag davor nur rum gelaufen waren. (Bewegung ist so wichtig! Gerade im Alter! ;-))


Jedenfalls, zwischen Zimmer ausräumen und Tasche packen kaum zum Fotografieren gekommen, sodass sich die Bilder hier erst einmal auf den Hinterhof vom Haus Buntspecht beschränken. Erst, als wir uns dann auf den Weg gemacht haben, habe ich ein paar Bilder aus dem Auto heraus geschossen. Ich habe endlich mal dran gedacht, die Kamera mit nach vorne zu nehmen. Jenseits der ersten Windräder wallte dann auch den Nebel ganz gewaltig durch die Täler. Besonders rund um Finnentrop stießen die Bergspitzen ganz malerisch durch die Wolkendecke. Schade, das kommt auf den Bildern gar nicht so spannend rüber, wie es in der Realität aussah. Liegt auch daran. dass ich das kleine Tele drauf gemacht hatte weil ich ja eigentlich gedacht hatte, dass ich die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke abklappere.


Da dann auch wieder die Rangierlok im Bahnhof rum gurken gesehen, musste wieder an AK denken, schöne Grüße an der Stelle. Die könnte einfach mal die Lok für ein Wochenende ausleihen und einen Zug ins Sauerland fahren! ;-) Aber ich fürchte, da hat die Bahn so als Konzern andere Pläne.

Irgendwann - sag ich ja immer wieder - müssen wir auch mal entlang der Strecke aussteigen und uns umschauen. Da stehen lauter interessante Gebäude rum. Kirchen und Industrie. Da steckt bestimmt eine Menge Geschichte in der Gegend. Wäre ja was für mich, ich mag Geschichte(n) ja grundsätzlich.


Und das war dann schon das Wochenende in Stockum. War ja mal wieder kurz. Könnte durchaus auch einen Tag länger sein wie der "echte" Meeting. Aber ist so schon recht teuer und Zeitaufwendig. Aber immer wieder schön, sich mit den anderen zu treffen. Die sieht man einfach viel zu selten. Wobei, dieses Jahr voraussichtlich noch drei Mal, zumindest den harten Kern und in unterschiedlicher Besetzung. Weiß noch gar nicht, wo ich die Zeit her nehmen soll... ;-)

TR Orga 2026 - Teil 2: Auf den Kapellenberg und in den Froschwald

8.1.: Samstags ist es ja mittlerweile schon Tradition - wenn man das nach drei Jahren, die wir jetzt her kommen, so nennen kann -, dass wir auf den Berg mit der Kapelle steigen. Ist das ein Berg oder noch ein Hügel? Steil genug ist es jedenfalls. Entlang der Pilgerstätten geht es da spiralförmig hoch und unterwegs begegnen einem die Maus und diverse Bänke. (Hoffentlich ernährt sich die kompakte Begrüßungkatze nicht von diesen Mäsuen! ;-))


Von oben hat man einen tollen Blick ins Dorf unter einem, was ich mit dem "neuen" Sigma dann mal richtig ausgenutzt habe. Das ist dann jetzt der erste Eintrag, in dem ich das mal ernsthaft verwendet habe, nicht einfach nur, weil ich testen wollte, was es kann. Das Licht war gut, so musste ich nur selten über ISO 400 hinaus gehen. In der Ferne, jenseits der Windradbaustellen, lauerte zwar diesiges Wetter, aber insgesamt hatten wir echt Glück an diesem Tag. Drinnen in der Kapelle ist es aber wie immer zu dunkel. Und irgendwann habe ich dann auch auf das 200mm AI gewechselt, weil man hier oben gar nicht so weit weg ist, dass sich 400mm lohnen! Gut, man kann die Raben am Kirchturm erkennen, aber dafür ist der Kirchturm gar nicht ganz ins Bild zu kriegen!


Auf dem Abstieg nach unten habe ich dann mal die Makrofähigkeit des 35-70/2.8 benutzt, um die roten Beeren am Ilex zu fotografieren. Die der S zuerst als Blüten identifiziert hatte! Ich hoffe, der hat wenigstens beim Autofahren 'ne Brille auf! ;-) Ansonsten habe ich den sonst üblichen Schnee nicht vermisst, auch bei Frühlingswetter hat das Dorf einige hübsche Motive zu bieten. Gut, die Gärtnerei ist eigentlich mehr hinten raus hübsch, wo die ersten Krokusse in den Gewächshäusern standen, aber dafür habe ich keinen guten Winkel gefunden, um ein Bild zu machen.

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TR Orga 2026 - Teil 1: Stockumer Kirche

7.2.: Es ist wieder diese Zeit im Jahr, in der wir mal eben schnell ins Sauerland düsen, um dort unser Organisationhs-Meeting der Tomb Raider Fans abzuhalten. Wie immer haben wir uns den Sprit mit A geteilt, der so einen schicken, weißen, dieselbetrieben Audi hat, in den ein ganzen Haufen Spiele rein passt. Und Technik. Und Klamotten, wenn es sein muss. ;-) Das ist praktischer, als mit dem Honda rumzufahren, und besser für die Umwelt.


Begrüßt wurdsen wir wie immer von einer der beiden Katzen, die da im Hühnerstall nebenan hausen. Wobei, die sind so gut genährt, entweder gibt es hier viele Mäuse oder die leben nicht nur im Stall. Eine süße Moopse, jedenfalls! Nachdem wir dann den Audi entladen hatten und das Bett bezogen war, zog es mich mal wieder an die frische Luft, weil Bewegung tut gut. Deswegen gibt es gleich mal ein paar Bilder von rund um der Stockumer Kirche und von innen drin, die Tür war nämlich offen.


Draußen wacht diverse Viecher an die Kapitälchen der Säulen neben dem Eingang, den ich zuerst versucht hatte, der aber verschlossen war. Da hing dann dieses Schild: Die Nordseite ist offen. Oder so ähnlich. Da mir die Sonne entgegen schien, habe ich blitzschnell aus meinen nicht vorhandenen Pfadfinder-Kenntnissen geschlossen: Ich stehe gerade im Süden! Und siehe da, auf der anderen Seite war tatsächlich offen.


Ich sag ja immer, die Katholischen haben die hübscheren Kirchen. Auf jeden Fall die, mit mehr Klimmbimm und Brimborium. Deswegen findet man da immer was zum Fotografieren und da ich außerdem komplett alleine in der Kirche war, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, dass die alte digitale Spiegelreflex so laut Schlack! macht, wenn sie auslöst. (Für die analoge war es hier drin def. zu dunkel, die hatte ich nämlich mit einem 100er Kentmere geladen.) Also nur diese schäbigen Digitalfotos. Schlimm! Schlimm, schlimm! ;-)


Nachdem ich die Kirche dann wieder zu Gunsten der Wärme drinnen im Haus Buntspecht getauscht hatte, gelüstete es einigen in der Gruppe nach frischen Chips und Gedöns. Dementsprechend wurde ein kleiner Außentrupp zusammengestellt und es ging zum nahe gelegenen Discounter. Unterwegs gab es Hühner. Drinnen übrigens auch, im Kaminzimmer. Allerdings keine echten. A hat dann noch das Feuer entfacht und wir haben alle noch eine Runde gespielt, bevor es Abendessen gab. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, aber ja. Wobei, wir hatten unser Viererspiel Men-Nefer nach dem ersten Zeitalter unterbrochen, weil glaubten, die Pizza käme dann vielleicht auch mal zügig. War aber nicht so, sodass wir das Spiel erst am nächsten Tag beenden konnten und in der Zwischenzeit lieber was anderes gezockt wurde.