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Schwarz-weiß und analog, Teil 335a: Orga im Sauerland (Film 1)

Kentmere 100 #22, 6. Faburar 2026
  • Nikon F801S, AF Nikkor 50mm 1:1.4, Nikkor AI 35mm 1:2, Nikkor AI 200mm 1:4, Sigma Aspherical High-Speed Wide 28mm, Sigma AF Tele 400mm 1:5,6 Multi Coated APO
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #1+#2 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Heute schwarzweiß: Damit ich hier auch mal weiter komme! ;-) Schließlich habe ich noch genügend Filme in der Pipeline! Zum Glück habe ich mir keine Werte aufgeschrieben, sodass ich auch nicht zu jedem Foto was schreiben muss. Die F801 macht immer präzise und gute Belichtungen, die Nikon-Objektive sind eh alle hervorragend. Die einzige Unbekannte war das große, schwere Sigma-Tele, das ich hier auch mal auf einer Filmkamera zum Einsatz gebracht habe. Egal, weniger quatschen, mehr Fotos:

Als erstes haben wir hier das Moopsie, das uns beim Parken entgegen kam und ganz viel gestreichelt werden wollte. So ein liebes Tier! Und knuddelig! Und äußerst kompakt! ;-) Nebenan der Trecker, den ich glaube ich auch jedes Jahr fotografiere. Heute mit viel Sonne. Anders als sonst lag kein Schnee im Sauerland! Und die Helligkeit habe ich gleich mal ausgenutzt, um in der Hofeinfahrt den Strauß mit Trockenblumen abzulichten. Passt. Gefällt mir gut in s/w. Und der Kentmere eignet sich auch ganz gut dafür. Könnte etwas kontrastiger sein, aber da war auch nicht das Licht für.


Die Kapelle habe ich dann mal mit dem Sigma geschossen. 400mm sind schon eine unerhört lange Brennweite, wie man auch hier gut sehen kann. Aber das Tele funktioniert echt gut auf der F801. Sollte ja auch ungefähr die korrekte Generation von Kamera dafür sein. Deshalb habe ich gleich mal weiter gemacht und auch die Kirchturmuhr ins Visier genommen. Könnte auch einen Tacken schärfer sein, aber das war mir ja schon auf Digital aufgefallen: Es ist halt dann doch kein Nikkor! Aber für Film reicht es eigentlich. Das Veltins-Schild hingegen ist richtig scharf geworden. Ich habe ja den Verdacht, dass der leicht wackelige Fokusring für die Unendlichkeits-Probleme dieses Objektives verantwortlich ist. Und hier ist es eben nicht unendlich, sondern so 20 Meter oder so.

Und dann mal als Kontrast ein eher weitwinkliges Bild mit dem Kirchturm und dem Baum daneben. Voll in die Sonne, also Silhouette. Sehr schön geworden, finde ich. Eigentlich einen Abzug wert. Sollte ich einen machen, einen billigen Rahmen drum machen und in Sundern ins Haus hängen. Mal schauen, ob es einem auffällt! ;-) Vor der Kirche steht außerdem noch dieses Schild, das vor Schulkindern warnt. Macht ja auch Sinn: Schulkinder sind echt gefährlich! Mit ihrer verrohten Jugendsprache und diesem TockTick! :-D (Das war Satire, übrigens!) Dann noch an der Kirche selber den Gockel am Eingang erwischt. Noch ehe der Hahn kräht, sozusagen. Oder: Die Gallier kommen?!


Und dann: Die Feuerwehr. Die ist auch immer wieder eines meiner Motive. Als ob es hier im Rheinland keine Feuerwehren gäbe. Dabei haben wir drüben, wo Siegburg, Hennef und St. Augustin zusammenstoßen, doch so eine richtig moderne neue Feuerwache! Dann wieder rund um die Kirche und da noch den einen Grabstein mit genommen. Das andere stelenartige Dings gehört allerdings schon wieder nicht dazu, sondern zu unserem Aufstieg zur Kapelle oben auf dem Berg. Den gibt es dann aber erst im "erweiterten Eintrag", weil, das werden hier ja schon wieder viel zu viele Fotos! KLICK! "Schwarz-weiß und analog, Teil 335a: Orga im Sauerland (Film 1)" vollständig lesen

Schwarz-weiß und analog, Teil 334: Porst Happy Fail ;-)

Fomapan 200 #6, 29. März 2026
  • Porst Happy
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+50 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #1 (neu), 3:30 Minuten, Adoflo II 1+200
Weil die Testbilder so witzig geworden sind, ziehe ich die jetzt mal einfach vor: Die Happy ist really unhappy! ;-) Deswegen das kleine Wortspiel im Titel. Von den 12 Bildern, die auf einen 120-Film in 6x6 cm passen, sind tatsächlich drei was geworden. Die Restlichen reden wir nicht drüber, wobei die teilweise wiedermal einen sehr spannenden Doppelbelichtungseffekt haben, obwohl ich gar nicht doppelt belichtet habe. Zum Beispiel bei der Kirche, die senkrecht und waagerecht auf dem Film ist! Witzig! Ach ja, und außerdem: Der Foma 200 aus dieser Charge hat diese seltsamen Flecken in der Körnung. Keine Ahnung, ich hätte den damals einfach mal umtauschen sollen. Richtig ist das so nicht...

Das erste Bild zeigt den Hexenturm und man kann gut sehen, wie sehr diese einzelne Plastiklinse an den Ecken verzerrt. Insgesamt aber nicht schlimmer als die alten Box-Kameras. Die Happy kann man immerhin fokussieren! Luxus! ;-)


Am Ende des Filmes waren wir unten am Siegwerk, wo die alten Gleise noch immer vor sich hin rotten. Die beiden Bilder, die ich da gemacht habe, sehen sogar richtig gut aus (wenn man mal vom Lichtleck auf dem zweiten absieht). Das mit dem Fokussieren funktioniert also sogar ganz gut, obwohl ich da nichts gemessen, sondern alles geraten habe! Der alte Schaltkasten ist nicht ganz in Focus, aber bei mindestens f/8 merkt das keiner. Stimmt, habe ich mir eigentlich gar keine Blenden aufgeschrieben gehabt? Hm, nee, scheinbar nicht. Sowas!

Das Weichenumstellhebeldingsbums ist ein bisschen schief, aber das macht nichts. Und die in den Busch führenden Gleise gefallen mir richtig gut. Die Plastiklinse hat hier schwere Probleme mit dem Gegenlicht, der Kontrast ist nur so hoch, weil ich hier nach dem Scan etwas nachgeholfen habe. Im Negativ sieht das alles etwas flacher aus.

Was man von diesen drei Bildern, die was geworden sind, sagen kann, ist: Man kann hier den ersten Grund sehen, wieso diese Kamera gerne von einer bestimmten Gruppe von Fotografen benutzt wurde. Sie ist Simpel und mit dem Potenzial, interessante Bilder einzufangen. Und jetzt kommen wir zu dem anderen Grund: Dieses Teil hat einfach manchmal Ladehemmungen und ich nehme an, die sind mit dem Alter einfach häufiger geworden. Und dann kommen Bilder dabei raus, die - sagen wir mal - künstlerisch anmuten. Deswegen habe ich die restlichen von diesem Film alle mal nacheinander hier rein gehauen:


Dass man darauf überhaupt irgendwas erkennen kann, liegt hauptsächlich daran, dass der gute alte Epson Scanner tatsächlich einiges da raus holen kann. Dann gaaaanz viel GIMP und Kurven und Gedöns und dann kann man immerhin erkennen, was ich mir dabei gedacht hatte. Und wie gesagt: Sehr spannende, künstlerisch wertvolle Bilder! :-D Naja. Nicht wirklich. Aber ihr könnt ja mal raten, was ich da jeweils aufnehmen wollte! ;-)

Testbilder Entwickeln - Porst Happy Fail

Mal wieder eine ganz normale Entwicklung. Außer, dass ich einen 120 Film in der Dose hatte, den ich mit der Porst Happy belichtet hatte, die ich auf einem der letzten Flohmärkte mit genommen hatte. Weil ich ja bei dem Fomapan 200 aus dieser Charge weiß, dass die Filme alle so sehr seltsame Flecken haben, hatte ich den zum Testen verwendet. Ich hatte ja von Anfang an keine allzu großen Erwartungen an dieses Teil. Daher hab ich den Film dann auch einfach in Rodinal gestellt, weil, dann verschwende ich keinen "guten" Entwickler daran ;.)


Habe ja schon ewig keine 120er Filme mehr entwickelt; hatten die schon immer sooo viel türkise Farbe drauf, die man erst runter spülen muss? Ich hab den Film drei mal durchgespült, bevor ich Entwickler eingefüllt habe, trotzdem kam der nachher noch mit einem leichten Blaustich da aus der Dose getropft. Gut, da der Rodinalnachbau vom Foma eh schon wieder gut durchoxidiert und somit braun ist, kann ich mich auch täuschen, aber.

Ich habe mir übrigens im Netz eine alte Jobo-Dose gekauft, aber echt eine richtig alte, nachdem ich diesen Film schon wieder völlig verzweifelt versucht habe, in die Paterson-Spule zu fummeln. 120 ist immer etwas störrisch, weil der so dick ist und der Foma schon etwas überlagert ist mittlerweile, wegen der Flecken habe ich den für nichts mehr benutzt außer Tests. Bin mal gespannt, ob das mit der Jobo-Dose besser geht. Aber das ist eine gaaaanz seltsam-altmodische, bei der das unter Spulen-Element fest mit der Achse verbunden ist und die anderen beiden auf bestimmten Höhen eingehakt werden können. Aber immerhin kann die auch 16mm Film, falls ich da mal Lust zu habe. Was erzähl ich das eigentlich alles hier, das gehört in einen eigenen Eintrag! ;-)


Langer Rede kurzer Sinn: Die Bilder aus der Happy sehen eher unhappy aus! Das erste und die letzten beiden waren OK, bei den anderen hat der Shutter versagt und viel zu lang belichtet. Mit ganz viel digitalen Tricks habe ich nach dem Scannen noch "Bilder" da raus bekommen, aber nein, ich glaube, da muss ich erst mal schauen, ob ich den Verschluss ein bisschen fixen kann. Was ich nicht glaube, weil ja alles aus Plastik ist und man da wahrscheinlich zerstörungsfrei gar nicht dran kommen kann! Naja, aber immerhin ein hübsches Vitrinenstück! ;-) (Auch nicht wirklich, weil dreckig!)

Schwarz-weiß und analog, Teil 333c: Körniges Hennef - Am Bahnhof

Foma 400 @ 800 #17, 31. Januar 2026
  • Olympus OM-2 s/p, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+25 11:30 19,5°C; Adofix 1+5 #22 (?) 7:00 19,5°C; Adoflo 1+200 1x
Vor dem Bahnhof steht der Crepes-Stand. (1/500s, f/8, 50mm.) Den versuche ich ja immer mit zu nehmen, wenn ich hier mit Kamera vorbei komme, aber ich will nicht den Besitzer mit im Bild haben, der da drin vor sich hin werkelt, und auch keine Kunden, sodass ich es dann meistens lasse. Im geschlossenen Zustand, so wie hier auf dem Bild, ist beides kein Problem, aber dafür sieht man halt auch keine Crepes, Nutella-Gläser und Bananen... ;-)

Am Bahnhof angekommen, stand mal wieder eine S19 dumm auf Gleis 3 in der Gegend rum und wartete auf die Abfahrtszeit. Oder war es eine S12? Habe jedenfalls eines der Scheinwerfer-Gehäuse als Andenken mit genommen. (1/125s, f/5,6, 28mm.) Muss man ja mal feiern, wenn da eine der moderneren Bahnen steht und nicht diese alten, abgeranzten Dinger, die sie aus sonstwo wieder re-importiert haben, nachdem die die da nicht mehr wollten.


Der Wartebereich besteht ja hauptsächlich aus Stahlbänken, die Wind und Wetter ausgesetzt sind; überdacht ist hier nur ein kleiner Teil. (1/500s, f/4, 28mm.) Früher(tm) gab es ja mal ein Bahnhofsgebäude, in dem man hätte warten können, aber solche Dinge sind der Deutschen Bahn ja zu teuer geworden im Unterhalt, weshalb da ja jetzt 'ne Kneipe drin ist und die Leute im Regen stehen müssen. Ach ja, der Komfort des ÖPNV...!

Zum Beweis: Das ehemalige Bahnhofsgebäude von Gleis 2 aus gesehen. (1/1000s, f/8, 50mm.) Ein bisschen unterbelichtet. Was hab ich denn da wieder gemessen, hm? Scheinbar den Himmel. Besonders "schön": Im Hintergrund dieses Parkhaus-Einkaufs-Kombi-Gebäude, das zur Hälfte oder mehr leer steht, seit der Saturn während Corona dicht gemacht hat. Da könnte echt mal was neues einziehen, das ist echt scheiße. Vorzugsweise wieder ein Elektronik-Laden, der fehlt mir nämlich echt hier in der Stadt!

Am Bahnhof wird man übrigens ununterbrochen fotografiert, da fand ich es nur fair, einfach mal zurück zu schießen! ;-) (1/500s, f/8, 135mm.) Besonders diese Stacheln überall, dass es sich nur ja keine Tauben wagen, sich irgendwo hin zu setzten und einem auf den Dätz zu kacken. Die armen Tiere! Die sind doch eh schon immer so im Stress. Dürfen die nicht mal mehr ihre Notdurft oberhalb der Passagiere verrichten. :-D


Irgendwann kommt dann auch mal eine Bahn, wenn nicht gerade wieder irgendwer im Gleisbett übernachtet oder Streik ist oder die Hempels in der Chefetage den Fahrplan ausgedünnt haben oder sowas. (Unbekannte Zeit, f/16, 28mm.) Hatte hier die Blende ganz geschlossen, weil ich gehofft hatte, ein bisschen Bewegungsunschärfe in den Zug zu bekommen, aber scheinbar war die Geschwindigkeit schon zu gering und der Film noch immer zu empfindlich. Erstaunlich, dass die Anzeige nicht zerbröselt ist, dafür hat die Belichtungszeit also scheinbar gereicht. Schade, hätte mal drauf achten sollen, wie schnell die tatsächlich war.

Man kann ja nicht den ganzen Tag am Bahnhof rum lungern, also bin ich weiter, zurück zum Auto, am Jugendgehege (wie im Streichelzoo) vorbei, wo dieses halbe Fahrrad am Pinn abghängt. (1/1000s, f/5,6, 50mm.) Das ist ja auch bekannt, das fotografiere ich ja auch alle fünf Minuten. Ist aber immer wieder ein Motiv und in dieser regnerischen Stimmung extra depri. Wie die ganze Anlage da, finde ich. Die Blagen werden da hin verbannt, damit sie ja nicht am Bahnhof abhängen. Wie die Tauben. Fehlt, dass sie auf die nicht überdachten Bänke auch noch Stacheln anbringen, dass die sich ja nicht da hin setzen und ihre schreckliche Rapmusik hören! :-D (Ich übertreibe. Wie immer. Aber nur ein bisschen. Kinder und Jugendliche haben es heutzutage echt nicht leicht und jetzt wollen sie ihnen auch noch das Social Media weg nehmen. Als ob das was an den grundlegenden gesellschaftlichen Problemen ändern würde. Aber ich werde wieder politisch, das wollte ich doch nicht mehr, trlalala, alles ist gut, don't look up...)

Dann lieber Graffiti in die Unterführung sprühen. (1/90s, f/2,8. 50mm.) Glänzt so schön, die Metallic-Farbe. Flackert im 50-Hertz-Takt der eingegitterten Neonröhre. Hach, das ist das echte Heimat-Feeling! ;-)


Am Treppenabgang zur Unterführung dann noch ein weiteres Symbol des Spätkapitalismus: Goldenes M auf Pappe, ca. 2026, mit unverrottbarem Plastikverschluss. (1/1000s, f/4, 50mm.) Aber immerhin sind 0,5 Liter drin. Obwohl: Ist die Kappe mittlerweile auch aus Plastik? Das sieht ja fast so aus. Ich war so lange nicht mehr bei Mac Ds, dass ich das echt nicht weiß. Bestimmt schon, seit die FedCon nicht mehr in D-Dorf ist.

Aber egal, eigentlich sollte man den ganzen Kladderadatsch einfach abreißen, dachte sich die Stadt Hennef, und baut so ein neu-wokes, linksgrünes Fahrradparkhaus auf den Vorpöatz, worüber sich die ganzen Boomer im Internet auskotzen. (1/320s, f/8, 50mm.) Ach nee, Moment, "besorgte Bürger" heißt das ja. Same difference. Wie war das mit "nicht wieder so politisch werden". Ja, war wohl nix. Kann ich aber auch nichts dran ändern, ich habe die Fotos eigentlich gar nicht mit Vorsatz gemacht, sondern einfach nur so, weil ich ja an Baggern nicht vorbei gehen kann. Die gesellschaftlichen Implikationen fallen mir dann immer erst nachher auf. (Gut, dass ich nicht dran gedacht habe, dass der Crepes-Verkäufer sicher auch einen unscharfen Migrationshintergrund hat und dementsprechend ich hör jetzt lieber auf! :-D)

Nächstes Mal: ...ja, weiß ich jetzt gar nicht. Müsste eigentlich schon der Testfilm mit dem 50/1.4 AI-S dran sein, das ich vom Flohmarkt mitgenommen hatte. Echt? Bin ich so aktuell mit meinen s/w-Bildern? Erstaunlich! Das hatte ich ja schon seit Jahren nicht! Gut, die hier sind ja auch aus dem späten Januar und wir haben ja gerade mal Ende März. Das mit den Neujahrsvorsätzen scheint doch mal zu funktionieren! Dafür habe ich jetzt bunte Digitalbilder auf Halde liegen! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 333b: Körniges Hennef - Ladenauslagen und Straßenmusiker

Foma 400 @ 800 #17, 31. Januar 2026
  • Olympus OM-2 s/p, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+25 11:30 19,5°C; Adofix 1+5 #22 (?) 7:00 19,5°C; Adoflo 1+200 1x
Weiter geht es mit meinen Bildern aus Hennef, die ich an einem regnerischen Tag gemacht habe, in der Absicht, den Film zu pushen, bis er so richtig schön kribbelt! ;-) Der Herr vom Fotoladen hatte da schon die Karnevals-Gedönse im Schaufenster stehen, unter anderem dieses Playmobil-Polizeiauto. (1/250s, f/5, 28mm.) Dadurch, dass das Plastik eh schon so eine Struktur hat, kommt das Korn gleich noch mal so heftig rüber. Genau so habe ich mir das vorgestellt. ;-) Zugleich haben wir ein paar leichte Spiegelungen in der Schaufensterscheibe; mit viel Phantasie kann man meine Hand sehen, die die Kamera hält.

Nebenan beim Schließ-Fachhandel habe ich noch die Schlüssel fotografiert, die in der Auslage lagen. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv. Wahrscheinlich auch 28mm.) Warum eigentlich so viele Schlüssel? Wo sind die dazugehörigen Schlösser hin? Ich glaube, die Frage habe ich mir damals schon gestellt, als ich die Bilder gemacht habe.


An der Sparkasse kam ich auch vorbei, da habe ich mal wieder ein (plattes) Fahrrad mit genommen. (1/250s, f/4, 28mm.) Immerhin ist es angekettet, ist ja auch wichtig. Schön: Die Regentropfen an den horizontalen Stangen. Hat schon sehr in der nicht vorhandenen Sonne geglänzt.

Ich war noch nicht fertig mit den Geschäften hier am anderen Ende von Hennef: Den türkischen Gemischtwarenladen, der jetzt in dem Laden drin ist, wo vorher der Herr B sein Fotogeschäft hatte, musste auch noch dran glauben. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv.) Die Äpfel sehen richtig appetitlich aus. Krieg ich direkt Hunger, obwohl die nur s/w sind. Sind das unten links Apfelsinen oder kleine Pampelmusen? "Grippen" sagt mir nix und ohne Farbe kann ich es dann doch nicht erkennen. 1,49 jedenfalls. ;-)

Da wir im Rheinland sind, kann man dem 1. FC nicht entkommen. Selbst ehemalige Hotspots/Telefonhäuschen sind damit zugekleistert. (1/500s, f/5,6, 135mm.) Den letzten größeren Titel von über 40 Jahren... ist das eigentlich was, worauf man stolz sein sollte? Frage für einen Freund! :-D Ich habs ja zum Glück nicht so mit dem Fußball, aber ich glaube, mich würde das deprimieren. Immerhin ist die letzte Meisterschaft fast so alt wie ich.


Und dann stand da am Markt ein Her mit Saxophon und blies recht heftig und laut und die Leute blieben stehen und warfen mit Centstücken. (1/320s, f/5,6, 125mm.) Hat sich echt Mühe gegeben und klang durchaus brauchbar. Aber ich mag ja Saxophone auch. Gibt ja auch Leute, die da genau so allergisch drauf reagieren wie ich auf die berühmte Quetschkommode, die man in den Innenstädten immer wieder antrifft. Anyways: Ich hab die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Foto gesnappt.

Am Markt gibt es auch noch einen anderen Markt mit Migrationshintergrund, dem habe ich dann auch direkt mal die Auslage weg fotografiert. (1/250s, f/5,6, 135mm.) Mit dem Tele sehen die Öbste auch direkt noch mal so verführerisch aus. Wo war noch mal der Unterschied zwischen Granatäpfeln und Passionsfrüchten? Die Farbe, oder wie war das? Auch hier, besonders in den dunklen Bereichen, sieht man hervorragend das Rauschen, auf das ich bei dieser Entwicklung so scharf war.

Nebenan gibt es ein (übrigens ganz interessant schmeckendes) Vietnam Deli, also so Fastfood-Imbiss-mäßig. (1/1000s, f/8, 135mm.) Die Leuchtreklame habe ich jedenfalls recht weit abgeblendet und zusätzlich schnell belichtet. Das Ergebnis: Ein fast vollständig freigestellter Schriftzug. Gefällt mir gut.

Auf dem Markt selber stehen da noch diese silbernen Kugeln rum, die im Regen ganz nass geworden waren. (1/160s, f/11, 135mm.) Hatte hier die Blende ebenfalls sehr weit geschlossen, um das Schaukelspielzeug im Hintergrund schärfer zu bekommen und habe dabei gar nicht gemerkt, dass mir ein Blag ins Bild gelaufen war. Bei Komposition mit Offenblendenmessung war das so unscharf, dass ich das nicht wahtgenommen habe. Merken: Immer wichtig, auch mal die Abblendtaste zu verwenden. Die hat ja jedes Olympus-Objektiv!


Zwischen Apotheke und Buchladen saß dieser dunkle Geselle im Baum. (Unbekannte Zeit, f5,6, 135mm.) Natürlich guckt der genau in dem Moment zu mir rüber und jetzt habt der Rabe keinen Schnabel, weil der in der absoluten Dunkelheit seines Gefieders untergeht. Oder guckte er gerade genau weg? Ich erinnere mich nicht und ich seh es auch nicht. ;-)

Neben der Apotheke dann noch ein Fahrrad. (1/160s, f/8, 135mm.) Hab viel mit dem Tele gearbeitet, stelle ich wieder fest. Das 135er ist aber auch wirklich eine meiner liebsten Brennweiten, besonders dieses hier von Olympus. Macht mit die besten Bilder, finde ich.

Apropos Vögel: An der Sieg saßen die Sittiche in den Bäumen, die habe ich gleich zwei Mal mit genommen. (Beide 1/500s, links f/3,5, rechts f/8, 135mm.) Schade, dass ich da keine längere Brennweite hatte. Die Viecher haben sich aber scheinbar so heftig entlang der Sieg vom Rhein hoch vermehrt, dass sie jetzt sogar hier in Hennef zu überwintern scheinen. Ich find die ja niedlich, aber eigentlich fallen die ja wohl auch unter "invasiv", oder? Ich mein, tun die was? Außer vielleicht Nisthöhlen besetzten, die dann den einheimischen Vögeln nicht mehr zur Verfügung stehen? Ich hab keine Ahnung. Die meisten Leute fragen sich sowas ja gar nicht, die finden die nur zu laut. Gut, kann man finden, aber ich mag Viecher. Besonders fliegende! ;-)


Gegen die Sittiche helfen jedenfalls auch keine Nachtruhe-Schilder, die machen Lärm, solange die Sonne scheint; das kann im Sommer auch mal länger als 22 Uhr sein! ;-) (1/1000s, f/4, 50mm.) Dahinter das Landschaftsschutzgebiet, ganz unscharf, aber erkennbar, mit dem Vogel drauf. Fand ich, passt zu dem Thema "Viecher" und "Lärm". :-D

Das Kiosk an der B88 hat auch Leuchtreklame, diese ist hier aber leider nicht so knallig raus gekommen wie das Deli-Schild. (1/500s, f/8, 135mm.) Ich hatte vor allem Angst, dass die Laufschrift auf dem Foto ganz zerbröseln würde, wenn ich so schnell belichte, aber das hat erstaunlich gut funktioniert. Hätte ich nicht erwartet, dass das so brauchbar zu lesen ist. Bei Bussen und Bahnen geht das immer nur so mäßig.

Ansonsten hing noch mehr Weihnachtsschmuck rum. (1/250s, f/16, 135mm.) Ende Januar! Tststs! Das geht ja gar nicht, Herr Hennef! Obwohl, ich glaub ja fast, der Stern hängt immer da, wenn ich so drüber nachdenke. Mal ganz weit geschlossene Blende, habe das Licht und den gepushten Film voll ausgenutzt. Das Ergebnis sich selbst mit dem Tele recht scharfe Geäste.

Beim Kronos hatte ich mich vermessen, das hätte deutlich mehr Zeit gebraucht. (125s, f/16, 50mm.) So säuft alles ein bisschen sehr ab. Aber immerhin sieht man die Spiegelungen in den Scheiben vom Rathaus.


Vor dem Schreibwarengeschäft mal wieder Glasbruch. (Unbekannte Zeit, f/4, 50mm.) Habe ich mal dokumentiert. Wieder so ein postapokalyptisches Foto. Obwohl, dann hätte jemand den Kronkornen mitgenommen! ;-)

Beim Telefon-SIM-Karten-Anbieter gab es dann noch Nüssen und Gedöns, die habe ich auch mal s/w gemacht. (1/250s, f/5,6, 50mm.) Einfach, weil ich dachte, das gibt mit dem Fluchtpunkt in der Sackgasse (so sieht es aus, obwohl es nicht stimmt) ganz interessant aus. Und ansonsten einfach, weil ich den Film ja voll kriegen will! ;-)

Apropos: Der Film wird dann beim nächsten Eintrag voll. Da geht es zurück zum Auto. Das heißt, es ist viel Bahnhof zu sehen.