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Update zum aktuellen Zeitgeschehen

Keine Angst, ich werde nicht wieder politisch. Muss ja auch mal sein. Aber in der letzten Woche habe ich mich tatsächlich sehr darüber gefreut, dass ich so viel vorgearbeitet habe und ich mich nicht ums Blog kümmern musste, dass sich das sozusagen von selber aktuell gehalten hat. Denn:

Der Honda kriegt keinen TÜV mehr. :-( War ja abzusehen. Der ist jetzt 21 Jahre und ein paar Monate alt, da kann man auch nichts sagen. Ist zwar noch immer schade drum, denn der Motor läuft wie am ersten Tag, obwohl ich über 285.000 km damit durch die Gegend gegurkt bin. Und von oben sieht er eigentlich auch noch völlig in Ordnung aus. Nur von unten halt nicht. Die Mängelliste nimmt eine ganze A4-Seite ein: Rost hier, Rost da, die Bremsen, irgendwo kommt Öl raus (also, jetzt nicht in Mengen, dass ich Flecken hinterlassen täte, aber schon so, dass es den Prüfer stört), die Plastikschürze ist ja seit dem Reh schon nicht mehr richtig feste, das Fahrwerk insgesamt und erstaunlicherweise der Fahrersitz, der angeblich nicht mehr fest wäre, was mir persönlich jetzt aber noch nie aufgefallen wäre, und da ist der angerostete Tankstutzen noch nicht mal mit dabei! Der Werkstattmensch hatte mich ja schon drauf vorbereitet, dass er für mindestens 2.000€ schweißen müsste. Jetzt war er eher bei 3 bis 5.000 angekommen und das, bevor er die Patina abgepiddelt hat, um zu gucken, was sich da noch drunter verstecken könnte.

Ich habe ja immer gesagt: "Bis dass der TÜV uns scheidet!" Und dem war dann jetzt wohl soweit. Dementsprechend habe ich mich in der letzten Woche mehr oder weniger jede freie Minute damit beschäftigt, was ich denn demnächst für ein Kfz durch die Gegend fahren werde. Ich hatte ja schon immer was elektrisches eingeplant, schon damals, als ich den Honda gekauft habe. Außerdem gibt es da ja jetzt diese Förderung vom Bund, die zufälligerweise gestern oder vorgestern tatsächlich scharf geschaltet wurde und von der ich zu profitieren hoffe, wovon ich echt gespannt bin, ob das klappt. Woran man auch hören kann: Es ist am Ende ein elektrischer geworden. Und zwar der kleinste Cupra Born. ("Born! Born! Born to be alive! Born to be alive!" ...und ja, es war glaube ich ein Fehler, ein Fahrzeug mit diesem Namen zu erwerben.) Habe erst mal den id.3 angeschaut und auch probegefahren, aber da gingen meine und die Preisvorstellungen des Autohauses doch noch ein bisschen auseinander. Außerdem ist der Born dann doch irgendwie etwas schicker, jugendlicher. Sooo alt bin ich dann ja auch noch nicht. Wobei, eigentlich bin ich ja genau in diesem Alter, wo "Männer" sich ein neues Auto kaufen! Nun habe ich aber schon immer leicht bezweifelt, dass ich in die benannte Bevölkerungsgruppe tatsächlich rein gehöre, weil diese ganzen auf-die-Brust-klopf-Gorilla-Macho-Rituale mir schon immer sehr gegen den Strich gingen. Und so rede ich mir ein, dass das ein Vernunftkauf war - was es aber auch nur bedingt war. Denn billiger wäre sicher irgendeine gebrauchte Benzin-Möhre gewesen.

Vor allem hätte die keine sechs Monate Lieferzeit! Deswegen meine Sorge wegen der Förderung. Weil, man muss des Auto ja erst mal angemeldet haben, bevor man die beantragen kann. Und wer weiß, da steckt zwar ein kleines Sondervermögen drin, aber bei den Benzinpreisen zZt kommen bestimmt noch mehr Leute auf den Trichter, ein e-Fahrzeug zu erwerben! (Selbst wenn ich an der Autobahn schnellladen täte - was ich ja nicht unbedingt plane -, würde ich unter 80ct pro kWh zahlen, mit der ich dann ca 6km fahren könnte. Angegeben ist der im Mix mit 14,2 auf 100km im Verbrauch und einer Reichweite von 420km. Andernorts aber auch mit 15,1 und 458. Man ist sich offenbar nicht so sicher. ;-) Ob das realistisch ist (und mathematisch überhaupt plausibel), lass ich mal dahin gestellt; ich weiß nur, dass ich den großen Vorführwagen mit den viel zu viel PS (Modell VZ) von 19,8 auf 16,5kWh / 100km runter gekriegt habe, indem ich einmal nach Seelscheid und zurück gefahren bin. Ich hoffe also auf das Beste.

Bleibt jetzt nur noch die Frage, was ich bis September, Oktober, November fahre? Hier oben in Söven steht ein kleiner Aygo an der Straße, für wenig Geld. 177k runter und frischer TÜV. Wäre eine Möglichkeit. Werde aber heute mit meinem Bruder einen Ausflug nach hinter Euskirchen machen, da steht bei einem Händler (Gewährleistung) für nicht viel mehr ein jüngerer C1 Citroen, der nur 150k hat. Mal sehen. Muss ja nichts großes sein, nur etwas, was ich für ungefähr den gleichen Preis nachher wieder in Zahlung geben kann. Oder an C weiter reichen, deren Fiat ist ja auch langsam an seinem Lebensende angekommen. Wie gesagt, das entscheidet sich aber wahrscheinlich nach der FedCon, zu der ich wohl oder übel noch mit dem Honda gurken werden muss. Hoffentlich fällt er mir unterm Popo nicht auseinander. Da wären nämlich noch so zwei, drei Dinge, die schon relevant zu reparieren gewesen wären, wenn ich den noch mal durch den TÜV gekriegt hätte.

Wie auch immer. Ich werde berichten!

Siegburg, aber mit der D100 (im einsetzenden Regen)

5.5.: Kurz entschlossen waren wir mal wieder in Siegburg. J brauchte Sleeves für ihre Neuanschaffungen. Also, eigentlich hätten wir noch welche gehabt, aber die passten nicht zu den anderen, in denen Seti schon gesleevt war. Das kommt davon, wenn man eine Spiele-Erweiterung kauft! Immer diese DLCs! ;-) Jedenfalls waren wir im nicht-nur-Drogeriemarkt am oberen Ende des Marktes, die haben sowas im Keller bei den Spielen und den Pokemon-Karten. Aber es gab nur noch eine einzige Packung, weil die Kinder scheinbar tatsächlich auch ihre Monster eintüten. Vorbildlich!


Geparkt hatten wir jedenfalls wie immer an der Feuerwehr, aber leider funktioniert der Parkautomat wieder. Ich da direkt mal mein neu eingerichtetes Bezahlen-per-NFC-auf-dem-Handy ausprobieren wollen, aber der Parkscheinautomat war da nicht in der Lage, mit dem Chip in meinem Telefon zu kommunizieren. Keine Ahnung, vielleicht liegt es auch dran, dass man die Karte da zwei mal vor halten muss. Was weiß ich. Seltsames System, jedenfalls mit physischer Karte bezahlt.

Dann mit der D100 und dem 18-55er ein wenig durch die Stadt. Das Wetter war ja von Anfang an schon ein bisschen bedrohlich, aber das hat mich nicht abgehalten. Auch die beschränkte Parkzeit nicht. (Wenn der Automat funktioniert, hat man ja für 80ct eine halbe Stunde, dementsprechend für 1,60 eine ganze. Noch immer weit billiger, als zu zweit mit der Bahn zu fahren, leider. Vielleicht würde sich doch das Deutschlandticket irgendwann mal lohnen, so oft, wie ich das hier erwähne. Aber fast 60 Euro? Und das mal 2? Wie viel sollen wir denn durch die Gegend gurken, dass sich das lohnt?)


Egal. Wir waren jedenfalls unten im M und haben dort nach Karten gesucht und keine gefunden und jetzt haben wir noch immer zu wenige und J musste Klonk umsleeven, weil die besser zu den Seti-Karten passten, aber immerhin haben wir das geheime Kommandozentrum von Bärman gefunden. Der ist ja so knuffig, dass ich den fast schon hätte mitnehmen wollen. Aber noch mehr Pröttel in der Bude, datt muss auch nich sein! Außerdem: Frisst der jetzt Honig oder Motten? Man weiß es nicht! ;-)

Danach noch einen kurzen Abstecher in den Buchladen am Markt gemacht, wenn man schon da ist. Von der Auslage verführt, hat J sich das neueste kommunistische Känguru mit genommen, dieses schreckliche Biest. Und ich mir noch ein Werk von F. Ibañez, Gott hab ihn selig. Wollte mal sehen, ob das noch immer so schrecklich albern ist wie in meiner Kindheit. Die Antwort ist ein entschiedenes Ja. ;-) Naja, immerhin die Staatskasse wieder mit ein bisschen Mehrwertsteuer gefüllt.


Auf dem Heimweg dann noch am Discounter mit dem A angehalten und auch da noch mal einen Haufen Geld gelassen. Bei all diesen drei Gelegenheiten hat das mit dem Handy bezahlen allerdings problemlos funktioniert, sodass ich der Meinung bin: Es lag doch am Parkautomaten. Juhu, eine weitere Art, Geld auszugeben. (Ich hatte das eigentlich nur einrichten wollen für den Fall, dass ich mal wieder nur mit dem Fahrrad unterwegs bin, also so ganz ohne Portemonnaie, und ich unterwegs Durst bekomme oder irgendwas, weil ich wieder die Verpflegung vergessen habe. Ist ja schon öfter mal passiert. Gut, ich hätte auch 'n Zehner ins Handy stecken können, so wie ich das früher in der Steinzeit ohne NFC gemacht habe, aber. Man will ja auch nicht wie so ein Boomer rüber kommen, der sich der Zukunft verweigert und darüber hinaus glaubt, dass das soziale Konstrukt "Geld" in irgendeiner Form einen intrisischen Wert hätte. ;-))

Flohmarkt am Lutz, aber mit der D100

3.5.: Hatte ich erwähnt, dass wir mal wieder auf einem Flohmarkt gewesen sind?! Ich mein, der ist ja mehr oder weniger direkt um die Ecke! Und obwohl wir am Samstag in Köln und dann in Bonn insgesamt 18000 Schritte gelaufen sind, haben wir uns das am Sonntag nicht entgehen lassen. Weil: Flohmärkte sind spannend! Also, finde ich. Und bieten immer Motive, und wenn es nur alte Kameras sind. Apropos "alte Kamera": Alle Bilder hier sind mit der D100 und dem 18-55 VR DX gemacht. Weil ich das mal im Outdoor-Ainsatz testen wollte. Die Kombination aus den beiden gefällt mir immer besser. Dabei ist das Objektiv eigentlich einen Tacken zu neu dafür, weil es die VR-Version ist; zeitlich würde eher das Non-VR passen. Andererseits würde eigentlich keine der 3 bis 6 Versionen dieses Objektives so richtig dazu gehören, denn schließlich ist das ein Semi-Profi-Kamera und das 18-55 einw Consumer-Kit-Dreingabe. Aber dafür macht es wirklich erstaunliche Fotos, wie wir hier sehen werden, und es passt gut zu den kontrastreich-bunten Bildern, die die D100 mit ihrem alten CMOS-CCD macht. Ich mein, das Schild "Trödelmarkt" tut ja schon fast in den Augen weh!


Aber das nur nebenbei. Eigentlich geht es mehr im die Sachen, die ich auf dem Trödel gesehen habe. Wie immer wandern meine Augen immer direkt zu den Kameras rüber, die man hier findet. Da ich aber mehr so nach Spiegelreflexen jage, muss ich die Kompakten leider immer liegen lassen, auch wenn das ein ganz anderes, auch sehr spannendes Gebiet ist. Aber ich glaube, da kann man sich noch viel schlimmer drin verheddern, denn ich glaube fast, es gibt noch mehr unterschiedliche Kompaktkameras als SLRs... Oder fühle ich das falsch? Vor allem ist die Bandbreite da noch größer: Es gibt Schrott, hochtechnische Geräte, Altes, Neues, Teures und Billiges, Mondänes und Extravagantes! Während SLRs ja hauptsächlich im mittleren und oberen Segment angesiedelt sind und eigentlich im Großen und Ganzen alle gleich daher kommen.

Anyways. Hier eine Revue und eine Beirette. Letztere hatte sogar eine Geschichte: Ost-Gerät und die Dame, die das verkaufen wollte meinte, sie hätte die selber noch als Jugendliche benutzt. Ich mag es ja, wenn solche alten Geräte mit Geschichte daher kommen. Schöne Kamera, aber ich habe sie trotzdem nicht mitgenommen. Weil, eigentlich war ich ja mal mit dem Vorsatz auf den Markt gegangen, mich nicht wieder zu Sportankäufen hinreißen zu lassen. ;-) (Eigentlich! Ihr ahnt was, ne? :-D)


Und dann verkauft da einer eine Mineraleinsammlung in zwei Koffern. Da weiß man dann auch nicht, wieso und warum und wie es dazu kam. Selber gesammelt? Leider waren die Verkäufer da zu sehr beschäftigt, da wollte ich nicht sinnlos fragen, wenn ich eh kein wirkliches Interesse an einem Kauf hatte. Weil, das interessiert mich zwar, aber nicht so sehr, dass ich mir das auch noch in die Bude holen würde. Ich habe noch genügend Kameras hinter mir stehen, die gefixt werden müssen! ;-)

Da ich wie immer viel zu viele Fotos mit nach Hause gebracht habe - wie gesagt, die Kombi aus der D100 und dem 18-55 macht Spaß beim Knipsen und das ist meiner Meinung nach auch die Hauptsache, da können alle nölen, dass das ja "nur" ein schlechtes Kit-Objektiv wäre und die Kamera überhaupt nicht mehr Stand der Technik etc... -, gibt es heute wieder einen "erweiterten Eintrag". KLICK! "Flohmarkt am Lutz, aber mit der D100" vollständig lesen

Zum Trekdinner durch den Rhein-in-Flammen-Rummel

2.5. (noch immer): Am Abend ging es dann nach Bonn. Die Verrückten wollten ein Trekdinner machen, wer sind wir, dass wir da "nein" sagen? Also mal wieder wie immer nach Beuel zum Parkplatz an der Telekom gefahren und siehe da: Nichts frei! War zu erwarten, es war schließlich schon gut vier Uhr durch. (Knuffig fand ich ja die, die einen Parkplatz da gesucht haben, als wir um 10 zurück gegangen sind! :-D "Wissen Sie, wo man hier noch parken kann?" - "Äh, nein, um diese Tageszeit? 'ne Stunde vor dem Feuerwerk? Nein." Cute.)

Jedenfalls, ich greife vor. Da wir also das treue Kraftfahrzeug vor der Gärtnerei abgestellt haben, die da ein paar hundert Meter weiter die Straße runter ist, kamen wir auf dem Weg zur Brücke ausnahmsweise noch mal am Telekom-Gebäude vorbei und die hatten nicht nur diverse Fahnen raus hängen, die haben da neuerdings wohl auch diesen Catering-Bus stehen. Den habe ich dann mal gaaaanz detailliert vor die Linsen genommen und bereits hier an dieser Stelle zu viele Fotos gemacht. (Das ist ein Thema, das sich durch diesen Eintrag ziehen wird. Keine Angst, der wird mal wieder "erweitert". ;-))


Danach haben wir uns dann wie immer durch die rechtsrheinischen (? Ich hab doch diese rechts-links-Schwäche!) Rheinauen hoch auf die Rheinbrücke geschlängelt. Hier wurde schon kräftig angegrillt, was angesichts des Wetters auch mutig war. Ich mein, in Köln waren wir ja schon patschnass geworden, aber auf dem Weg hier runter tatsächlich wieder getrocknet. War jetzt nicht die beste Erfahrung und ich glaube, ich weiß jetzt auch, wieso wir beide Rücken haben, aber das war uns an dieser Stelle eher egal. Vorsichtshalber hatten wir aber auch beide die Regenjacken eingesteckt. Weil, fool me once, und so weiter! Nicht, dass wir die dieses Mal gebraucht hätten, denn bevor das Wetter so richtig los ging, hatten wir bereits das TAO erreicht.

Aber ich greife schon wieder vor! Was ich eigentlich fragen wollte: Ist das "OUI" neu? Oder habe ich das bisher nur ignoriert? Ansonsten, wie immer, die rechte Spur auf der Brücke frühzeitig gesperrt, damit auch ja keiner auf die verrückte Idee kommt, die Abfahrt zu nehmen.


Dann waren wir mitten im Getümmel des Rummels. Seltsam, wenn hier alles so Rumtata ist: Die Beschallung war schon... laut. Nicht gut abgemischt. Aber laut. So laut, dass man das bereits auf der Brücke hören konnte. Kein Wunder, dass das in dieser Form wohl das letzte Mal war: Die Umweltschützer und die Anwohner haben sich wohl gleichzeitig beschwert. Mal sehen, was da draus wird. Nächstes Jahr soll ja angeblich gar nichts sein und dann will man sich ein neues Konzept ausdenken. Bis dahin fließt aber noch viel Wasser den Rhein runter...

Weiter geht es im "erweiterten Eintrag". Klick! "Zum Trekdinner durch den Rhein-in-Flammen-Rummel" vollständig lesen

Nach der Comicmesse in Mühlheim an den Rhein runter

2.5.: Wenn ihr euch wundert, wieso ich draußen und nach der Messe weniger Fotos gemacht habe als drinnen beim schlechten Licht: Ich hatte die F80 dabei und habe den Film voll gemacht, da warten also noch so 10 bis 15 Bilder unentwickelt auf mich. Also, hoffentlich: Ich habe sie ja noch nicht gesehen, ob die auch was geworden sind! ;-) Spannend!

Aber dafür fangen wir mit Kirschkuchen (vegan) und Käsekuchen (nicht) an. Weil, nach der Anstrengung in der Messe hatten wir uns was verdient. Was Leckeres! Und das war es auch: Der Kuchen wird von der Mutter der Inhaberin frisch gebacken. Jetzt müssten wir den Laden nur nächstes Mal auch wiederfinden, wenn wir wieder in der Gegend sind! Aber mein Orientierungssinn ist ja beinahe genauso schlecht wie mein Namensgedächtnis! ;-) Aber im Zweifel wissen S und X ja vielleicht noch, wo wir da waren


Bei der Gelegenheit festgestellt, dass Köln-Mühlheim (zumindest hier unten am Rhein) eigentlich ein ganz nettes Fleckchen ist: Viel alte Industrieanlagen, die leer stehen oder umgewidmet wurden. Und man hat einen ganz schönen Blick über den alten Industriehafen raus an der Seilbahn vorbei auf den Dom. Der hier schon erstaunlich weit weg ist! Ich hatte nicht gedacht, dass wir so weit an dem vorbei gefahren sind. Aber ja, macht Sinn. Jedenfalls: Früher, als der Vater noch bei F&G gearbeitet hat und mich alle Jubeljahre mal mit genommen hat, habe ich das gar nicht so mitbekommen. Wahrscheinlich sah das hier vor 30, 40 Jahren auch noch ganz anders aus! Da war ja auch noch richtig Schwerindustrie in Mühlheim. Jetzt ist ja eigentlich alles weg von früher.


Nach dem Kuchen haben wir die beiden jedenfalls noch ein bisschen entlang des Rheins begleitet, die wollten runter nach Deutz, was ja nur so drei, vier Kilometer weg ist, also durchaus als Spaziergang machbar. Nur, dass uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnug gemacht hat: Es hatte ja schon die ganze Zeit so ein bisschen gedroht, die Temperaturen waren bedrohlich nah an die 25° gestiegen, der Taupunkt näherte sich unaufhaltsam und *ZACK*, der erste Blitz und das Grollen des Donners! Joah, und dann sind wir mal so richtig schön nass geworden! Dieser metallische Geruch in der Luft vor allem, als die ersten Regentropfen den Dreck der letzten Wochen aufgewühlt hat. Früher, als Kind, mochte ich das ganz gerne, aber heutzutage denke ich da immer als erstes an die ganze Allergene, die wieder zurück in die Luft geschleudert werden. 20 Minuten Regen wäscht den Schlotz des letzten Monats nicht mal eben so weg!

Wir haben die anderen beiden dann an einer der Bushaltestellen abgeliefert, weil die dann doch lieber nicht durch den Regen weiter wandern wollten. Und wir sind zu Fuß zurück und durch die prasselnden Tropfen zum Auto. Eigentlich wollten wir ja noch mal 'ne Stunde nachzahlen und noch mal in die Messe rein, vor allem gucken, welche Schmuddelhefte die beiden da gesehen hatten, die sie ein bisschen in ihrer feministischen Ehre berührt hatten (ich hab ja wieder alles verpasst, ich merk das schon), aber da wir dann bis auf die Haut nass waren, haben wir diesen Plan verworfen und haben uns lieber ins Auto gesetzt. Wir hatten ja abends noch was vor. (Ja, dieser Tag ist noch immer nicht zu Ende beschrieben.) Aber immerhin hatte ich das Glück, dass ich den Film in der F80 voll bekommen habe.


Entlang des Weges gab es dann aber auch die ein oder andere Stelle, wo die alten Hallen und Industriegebäude im Abriss befindlich waren. Ist ja schon irgendwie schade, wenn diese Art von Geschichte aus dem Stadtbild verschwindet. Das hat die Region ja schließlich lange Zeit geprägt. Aber man kann nicht aus jeder alten Halle eine Konzertstätte machen, wie sie das bei den Carlswerken gemacht haben. Die Leute haben sich nach 100, 150 Jahren vielleicht auch mal wieder ein bisschen Grün verdient, auch in der Stadt. Und vielleicht kommen da ja auch neue Wohnungen hin? Man weiß es nicht. Die Stadt der Zukunft soll ja nicht mehr so aufgeteilt sein, sondern mehr integriert. Stadtplanung der kommenden Jahrzehnte wird auch spannend. Mal sehen, wie wir das hier so hin bekommen.