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Lülsdorf am Rhein bei Nieselregen

2.7.: Ich muss gestehen, hier am Rhein war ich ja jetzt auch schon öfter, für nächstes Mal muss ich mir mal eine andere Stelle suchen. Außerdem habe ich hier das 55/3.5 eher weniger als Makro eingesetzt, sondern einfach als normales Normalobjektiv. Was ja auch geht. Zudem kam nochmal das 135/2,8 E-Serien-Objektiv zum Einsatz, weil, das hatte ich auch länger nicht auf der Kamera und das macht doch auch so hübsche Bilder.

Auf dem Hinweg zu meinem Bruder, um da die Blumen zu füttern (Tiere wässern brauche ich ja götterseidank nicht mehr), dachte ich schon: Brennt der Aygo?! Hat sich eine Ukrainische Drohne verirrt und versehentlich die Raffinerie gegenüber angesteckt? Nee, weit gefehlt: Die waren nur was am Abfackeln, also die ganz normale Sauerei, die total legal alle paar Wochen passiert, wenn der Druck wieder zu hoch ist. Was für ein ekelhafter Gestank. Vor allem, dass man den schon so 10 Kilometer entfernt wahrnehmen kann. Bei so einem kleinen Flämmchen.


Ich muss zugeben: Es war auch ordentlich windig. Die ganze Sauerei ist dementsprechend flach über das Land gepustet worden. Dementsprechend wenig hat sich das scheinbar verteilt. Ich mein, auf dem Bild da unten mit dem 135mm kann man die Flamme ja sehen, das sieht ja nicht wirklich nach viel aus. So ein mittleres Lagerfeuer zu St. Johann oder sowas. Aber ein Gestank? Heilige Umweltverschmutzung, Batman! Da regen sich die Leute wegen einem oder zwei Windrädern auf! Naja, immerhin waren die Schiffe trotzdem unterwegs und ich hatte somit ein paar Motive mehr, während es genieselt und gestürmt hat. Wundere mich, dass ich nachher auf meinen Klamotten keine öligen Flecken hatte.


Dann hab ich aber doch mal ein bisschen Makros gemacht. Ich weiß, ich weiß, auch den Spielplatz da unten am Rhein habe ich bestimmt schon hundert Mal gemacht. Aber mit dem Makro kriegt man dann doch noch andere Perspektiven zu sehen. Da kann man schon erstaunlich nah mit an Objekte ran gehen. Hier jedenfalls eine Sammlung von Scharnieren und Aufhängungen und Bolzen und Muttern und Gedöns, alles von der Schaukel, die das steht.


Die Wippe habe ich mir dann auch noch vor genommen. Wobei der Blick durch die Henkel durchaus auch noch mit einem "normalen" Fuffi machbar gewesen wäre. Hier gab es auch noch einiges an faschistoiden Aufklebern, die einer über die Regenbogenaufkleber gepappt hatte, aber das ist man ja mittlerweile gewohnt und ich hab das hier gar nicht mehr ausgestellt, um den Armschläuchen nicht auch noch eine Plattform zu bieten. Alles normal, eben. :-/


Von hier habe ich mich dann aber auch schleunigst auf den Heimweg gemacht, ich musste schließlich noch beim Discounter vorbei, den eigenen Kühlschrank füllen. Der Aygo ist zwar ein nettes Stadtauto, aber zwei Einkäufe gleichzeitig sind damit einfach nicht drin, da war der Honda durchaus geräumiger. Aber der hat ja keinen TÜV, schnüff. Nicht alles, was sich reimt, ist auch wirklich gut. ;-)

Seelscheid mit dem Micro-Nikkor 55/3.5

2.7.: In letzter Zeit nehme ich ja meist eine der kleineren Kameras mit zum wöchentlichen Einkauf, aber dieses Mal habe ich die D800 ausgewählt gehabt, weil ich noch mal Lust auf ein paar Makro-Fotos mit dem Micro-Nikkor 55/3.5 hatte. Dass das ein spannendes Objektiv ist, das hatte ich ja letztens schon lang und breit ausfgeführt, aber Spaß kommt beim Fotografieren, nicht beim drüber Philosophieren. Wobei, auch. Aber anders. Jedenfalls.

Nach dem Einkauf wie immer zum Friedhof, die Blumen mussten gegossen werden, es ist Sommer. Vor allem so ein erst sehr heißer und dann plötzlich sehr windiger. Trocken auf jeden Fall. Und solange noch Wasser in der Talsperre ist, kann man ja mal ein bisschen was davon verschwenden. Die Azaleen auf dem Grab sind dieses Jahr zum ersten Mal seit langem so richtig gewuchert, die fanden das feuchte Wetter Anfang des Jahres offenbar gut und jetzt die Wärme. Wie zu Hause, wo die her kommen.


Wie immer habe ich auf dem Friedhof Fotos von Gieskannen gemacht, aber hauptsächlich habe ich mich auf kleine Details konzentriert. Eben Dinge, die man nicht mit einem normalen Normalobjektiv einfangen kann, sondern etwas, wofür man eben ein Makro braucht. Deswegen musste auch der Wasserhahn mal wieder dran glauben! Und hier (also, nicht im Wasserhahn, sondern in der Makro-Fotogarfie) liegt wohl auch der Grund, weshalb dieses Objektiv so unglaublich scharfe Bilder macht: Muss es einfach! Auf diese kurze Distanz würde jeglicher Fehler sofort riesengroß werden. Das sieht man ja gut daran, wenn ich die Kamera beim Auslösen nur einen Millimeter vor oder zurück bewege: Zack, schon wieder nicht in der Fokusebene! Muss wirklich mal ein Stativ mit nehmen.


Nebenbei haben wir auch wieder eine neue Hortensie hier abgestellt. Die eine, die hier fest verpflanzt ist, ist ja von diesem schrecklich wuchernden Nadelgehölz komplett geschluckt worden. Habe ich so auch noch nie gesehen, dass eine Pflanze eine andere praktisch kalt macht, indem sie ihr sämtliches Licht stiehlt. Jetzt gibt es jedenfalls eine neue. Daneben habe ich mich auch mal wieder näher an andere Blüten heran gewagt und auch an diese Wucherungen auf dem Ahorn(?)-Blatt. Virus? Insekten? Man weiß es nicht. Also, ich jedenfalls nicht; es gibt bestimmt Bioloie-Nerds da draußen, die mir sofort sagen kann, was sowas verursacht. ;-)


Und dann haben wir uns noch eine Viertelstunde auf die Bank gesetzt. Fehlt eigentlich eine da direkt beim Grab, da wäre ja Platz unter dem großen Baum. Hier bei den Soldaten-Kreuzen ist das immer so deprimierend. Gut, OK, es ist ein Friedhof, da ist eh weniger Party angesagt, aber. Naja, nachdem wir dann ein Zeit lang dem Gärtner bei der Gehölzpflege zugeschaut hatten und dabei von den Insekten gefressen wurden (Tigermücke! Tigermücke! ;-)), sind wir dann zurück zum Auto geschlichen. Weil man muss ja irgendwann auch noch nach Hause. Vor allem, wenn der Bruder wieder in Dingsbums weilt und ich irgendwelche Blumen bei ihm im Garten gießen muss. Dementsprechend kommen gleich (morgen) auch noch ein paar Bilder aus dem Lülsdorfer Sprühregen am Rhein, leicht belastet mit was auch immer die Raffinerie da gegenüber abgefackelt hat! Aber das ist ein anderer Eintrag! ;-)

Mehrzweckhalle Meiersheide - A560 Infoveranstaltung

1.7.: Und weil ich mich ja in letzter Zeit doch öfter mal für die Lokalpolitik interessiere, war ich dann am Mittwoch der letzten Woche noch auf der Info-Veranstaltung zum Thema Ausbau des Autobahnendes der A560. Weil, im Gegensatz zu den Windrädern betrifft mich das ja auch tatsächlich direkt, denn ich komm da ja doch öfter mal vorbei. Es hat sich halt so etabliert, dass man beim Bauernhof Jansen den Berg hoch düst, weil man dann die Bahnschranken in Hennef umgehen kann und vor allem auch den Berufsverkehr, der hier ja sehr gerne sehr beständig im Stau steht. Vor allem, wenn beides zusammentrifft, ist richtig geil!


Jedenfalls fand das ganze in der Mehrzweckhalle in der Meiersheide statt, sodass ich mich da mal mit der Kamera so richtig austoben konnte. Jaja, ich mache zu viele Fotos, was sonst gibt es Neues? ;-) Aber man muss die Gelegenheit beim Schopfe packen und wenn ich schon mal da bin, warum nicht ein bisschen Blumen und sonstiges Gemüse mit nehmen, die da stehen?

Ich hatte auch dieses Mal eigentlich den Herrn Bürgermeister erwartet, aber der hatte scheinbar was anderes zu tun. Gut, der kann ja jetzt auch nicht auf jeder Veranstaltung dabei sein, der Mann hat ja sicher auch ein Privatleben. Also, hoffentlich. Wäre traurig, wenn nicht! ;-) So war nur das Tiefbauamt und der Architekt da.


Aber wie man sieht, habe ich mich erst mal sehr lange draußen rum getrieben. Ich war ja auch mal wieder 20 Minuten zu früh da, weshalb ich halt auch Zeit ohne Ende hatte, um alles zu fotografieren. Besonders Insekten auf Blüten, wie man sehen kann. Da wäre mehr Makro auch nicht falsch gewesen. Mehr zur Veranstaltung gibt es jedenfalls im "erweiterten Eintrag". KLICK! "Mehrzweckhalle Meiersheide - A560 Infoveranstaltung" vollständig lesen

Im zukünftigen Windpark

29.6.: Und dann war ich letzte Woche mal irgendwann auch oben hinter Bödingen im Wald und habe mir angeschaut, wo da die Windräder hin gestellt werden sollen. Weil, ich war schon so ewig nicht mehr da, dass sich das auch schon wieder total verändert hat: Wo letztes Mal noch überall das tote Holz im Wald gelegen hatte, stehen mittlerweile wild gewachsene Jungbäume - hauptsächlich Birken. Die scheinen ja flott zu sein, was die Wiederbesiedlung von Borkenkäfer-Schlachtplätzen angeht.


Auf dem Wanderparkplatz hatte ich mein Kfz abgestellt, von da aus bin ich dann in den Wald hinein, immer der Römerstraße nach. (Gab es hier eigentlich wirklich Römer? Ich meine, ich erinnere mich, da war was. Ich glaube, das ist der alte Weg, den die Germanen genommen haben, um in Bonn Handel zu treiben. Leider finde ich bei Google nur noch KI-Antworten und denen glaube ich ja kein Wort, die lügen einem ja ins Gesicht und zwar ohne rot zu werden, nur um einen bei der Stange zu halten. Da die mich scheinbar bestätigen, zweifle ich jetzt an meiner eigenen Erinnerung. Klassisches Gaslighting! :-/)


Apropos Gaslicht: Ich war jetzt eigentlich ja hier oben, um mich umzuschauen, damit ich auch weiß, worum es geht, wenn da demnächst so hoch-technische Anlagen aufgestellt werden, die eben verhindern sollen, dass wir noch immer Gas verbrennen müssen, auch wenn die Bundeswirtschaftsministerin andere Ideen hat. Ich mein, dass ich eher technikaffin bin, sollte ja bekannt sein (außer KI ;-)). Und hier haben wir die erste Lichtung, auf der ein Windrad entstehen soll. Eigentlich ganz hübsch hier. Ich hoffe, dass der eine, einzeln stehende Baum dem Ganzen nicht zum Opfer fällt. Seltsam, dass ich mich mehr um den einen Baum sorge als um den Wald drumherum! ;-) Aber eigentlich ist hier genug Platz, denke ich. Selbst wenn hier ein 175 Meter Windrad mit noch mal so großer Spannweite aufgestellt wird, ist das im Vergleich zum Baum zwar schon groß, aber, ich sag mal, irgendwie doch nur relativ. Ja, wenn ich in DK in Hvide Sande am Strand gestanden habe und das Ding neben mir lief, das war schon groß. Aber. Wir wollen ja alle Strom haben, oder? "Im zukünftigen Windpark" vollständig lesen

Agfa Silette L - Fokusreparatur

Was habe ich festgestellt, als ich die sechs Filme, die ich mittlerweile hier rum liegen hatte, endlich eingescannt hatte: Ja, der Fokus an der Agfa Silette L funktioniert tatsächlich nicht. Glücklicherweise war das in Bonn so hell, dass ich eh hauptsächlich mit f/8 bis f/16 gearbeitet habe und die meisten Bilder scharf genug sind. Tatsächlich hatte sich offenbar nur der Ring mit der Skala vom eigentlichen Fokusring gelöst und ich hab da fröhlich dran rum geschraubt und das war natürlich doof, weil, bringt nix. Das Frontelement muss sich schon bewegen! ;-)

Da ich es ja gar nicht leiden kann, wenn meine Kameras nicht funktionieren, habe ich deswegen heute mal die Schrauben ganz gelöst - und dabei festgestellt, dass die links unten eh abgebrochen ist: Mist! (Deswegen ließ sich scheinbar das Teil bewegen, ohne dass es direkt ab gefallen ist.) Jedenfalls steckte der Fokus so fest, dass ich den auf keine Art unweise bewegt bekommen habe. (Lieber Kinder, denkt immer dran, die Unendlich-Position vorher zu markieren!) Ich habe es zuerst mal mit Lösungsmittel (dem üblichen Teslanol Kontaktreiniger) versucht, dann mit Hitze aus dem Heißluftgerät. Beides hat dafür gesorgt, dass da zumindest ein wenig von dem grünen Fett raus kam, das da scheinbar seit den 1950ern drin vor sich hin backt. Bewegen hat es sich aber trotzdem nicht lassen.



Deshalb: Brutale Gewalt! Mit der Zange schön vorsichtig hin und her gewackelt und irgendwann, nach mehrfachem Abrutschen - siehe jetzt blankliegendes Messing - bewegte es sich ein bisschen. Wieder mit Lösungsmittel und Hitze nachgeholfen, wieder ein bisschen gewackelt und irgendwann bewege es sich dann tatsächlich. Nicht gut, noch immer sehr steif, ich müsste das eigentlich komplett raus schrauben und reinigen, aber ich habe kein neues Fett. Ich brauche mal so eine Tube mit nicht-kriechendem Lithium-Fett oder sowas.

Jedenfalls funktioniert es jetzt einigermaßen. Noch immer sehr steif aber das Frontelement lässt sich jetzt deutlich raus schrauben, wenn man an der Skala dreht. Ich hoffe, ich habe die Fokusposition nicht zu sehr dejustiert. Immerhin ist das ein recht lichtstarkes Objektiv mit f/2,8 und dementsprechend der Möglichkeit einer sehr dünnen Fokusebene. Gut, wie gesagt, mit dem ISO 200 Film habe ich davon bei den verwendeten Blenden kaum was gemerkt. Muss ich jetzt auf jeden Fall noch mal testen.