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Zwei Flohmärkte an einem Tag: Alte Heerstraße und Troisdorf Stadt

28.6.: Herrjeh, es stauen sich schon wieder Einträge in der Pipeline, dabei hatte ich sie doch so schön leer laufen lassen. Ach, naja, was solls. Es war jedenfalls ein ganz normales Wochenende, als wir letztens mal wieder - trotz der in den letzten Zügen liegenden Hitzewelle - einen oder zwei Flohmärkte zu besuchen. Und so haben wir den Aygo gelüftet und sind mal eben nach St. Augustin zum Hit an der alten Heerstraße gefahren und haben uns mal wieder ein bisschen umgeschaut.


Viel war da allerdings nicht los und ich gebe der Hitze die Schuld. Schon recht früh am Morgen hatten wir ja die 30° geknackt und es sah so aus, als würden wir Nachmittags durchaus 38° und darüber hin bekommen. Weshalb wir ja auch recht früh unterwegs waren. Aber die Händler hatten scheinbar keinen Bock, sich in die brütende Hitze zu stellen. Der Parkplatz vom Hit ist ja auch eine gigantische versiegelte Fläche aus dunklem Asphalt und Beton und der Laden selber strahlt ja auch eine gewisse Wärme ab, da läuft ja auch am Wochenende die Kühltruhe und die Klimaanlage. Also durchaus verständlich, warum es vielleicht so 30 Stände waren, wo man sonst bestimmt 100 findet.


Deswegen waren wir dann auch schnell durch und haben uns danach gedacht: "Wie, das war's schon? Für die halbe Stunde haben wir jetzt extra die Pferde gesattelt?" Und deswegen sind wir dann einfach noch weiter nach Troisdorf gefahren, wo in der Fußgängerzone der Stadtflohmarkt stattgefunden hat. Wer davon auch noch Bilder sehen möchte, der möge klicken: KLICK! "Zwei Flohmärkte an einem Tag: Alte Heerstraße und Troisdorf Stadt" vollständig lesen

Eine kleine Geschichte über Thermodynamik

Eine kleine Geschichte zum Thema Energiehaushalt des Planeten:

Ich bin ja auch kein Heiliger, ich gebe das ganz offen zu. Ich verbrachte recht viel Wasser[1], wenn ich meine Filme entwickle. Früher[2] konnte man davon ausgehen, dass auch im Sommer - wie eigentlich das ganze Jahr über - dieses Wasser so mit 16-18°C aus der Leitung sprudelte. S/W-Filme werden bei 20°C entwickelt, also musste man auch im Sommer ein bisschen warmes Wasser aus der Heizungsanlage hinzufügen, um die korrekte Temperatur zu erreichen.

Heute nicht mehr: Während der letzten Hitzewelle - ihr erinnert euch sicher? Geschmolzene Fugenmasse in den Schienen? Aufgeplatzte Autobahnen? - kam das Wasser mit etwas über 22°C aus der Leitung, was einerseits die Entwicklungszeit natürlich verkürzt, anderseits aber auch sichtbare Veränderungen im Filmmaterial hinterlässt. Wärmer ist halt eigentlich außerhalb der Spezifikation. Gestern Morgen hatte sich der Wert dann wieder eingermaßen normalisiert, so auf knapp unter 20°C, sodass ich das Wasser einfach so verwenden konnte, ohne groß auf die Temperatur zu achten, nachdem ich die Dosen mit Entwickler und Fixierer im Wasserbad abgekühlt hatte. Denn auch der Vorratsraum, der eigentlich für 18°C ausgelegt ist, hat im Sommer eigentlich jetzt immer durchgängig 22-24°C. (Durch die Kühlung der rückwärts laufenden Erdwärmepumpe ist es im Rest des Kellers mittlerweile paradoxerweise kälter als im Vorratsraum.)

Wasserleitungen werden hierzu irgendwo so um die 1 Meter tief verbuddelt. Um also die die Temperatur der Leitung und des darin enthaltenen Wassers um mehrere Grad zu erhöhen, braucht es eine gewaltige Menge Energie. Ich mein, das ist ja nicht mal so ein paar Sekunden warm; wenn ich Filme entwickle, kann das durchaus mehrere Minuten laufen und dann bekomme ich zumindest gegen Ende Wasser, das seeeehr, sehr weit durch das Netz gereist ist, bevor es bei mir ankommt. Irgendwo steht ein großes Vorratsbecken (Wassertürme haben wir hier meines Wissens nicht), wo das nicht mehr ganz so kühle Nass gelagert wird. Sind die auch so warm? Was ist mit unserer Talsperre? Was ist mit dem Uferfiltrat aus der Sieg[3]?


Wasser hat eine ungeheure Fähigkeiten, Wärme aufzunehmen, wie jeder weiß, der schon mal einen Topf Nudeln gekocht hat und dabei auf den Stromzähler geschaut hat. Zu viel Wärme im Wasser führt zu Algenblüten und ist schlecht für Fische und andere Lebewesen. Umso mehr Aufwand muss getrieben werden, das Wasser so aufzubereiten, dass es wieder trinkbar wird. Das alles nur als Information, über die man bei diesen Hochsommer-Temperaturen in Juni nicht wirklich nachdenkt, wenn man nicht plötzlich damit konfrontiert wird, dass das Wasser zu warm ist, um darin einen Film zu entwickeln. Das klingt jetzt vielleicht etwas panischer, als es eigentlich sollte. Ist jetzt aber leider nicht das erste Mal, seit ich wieder angefangen habe, Filme zu entwickeln. Eigentlich gibt es regelmäßig im Sommer eine Zeit, zu der ich gezwungen bin, meine Entwicklungszeiten anzupassen, ob ich will oder nicht. Was halt früher nicht so war. Was eindeutig auf die veränderten klimatischen Bedingungen zurückzuführen ist. Was noch immer von vielen Leuten verharmlost oder geleugnet wird.

So, und jetzt wieder zurück zum normalen Programm. (Ich scanne gerade nebenbei übrigens die sechs Filme, die ich rum liegen habe. Einen habe ich schon! ;-) Nur falls ihr euch fragt, wie ich auf die Idee zu diesem Eintrag kam.)

[1] Im Sinne von "dem Vorrat an sauberem Trinkwasser entnehmen und als aufzubereitendes Abwasser in Richtung der Kläranlage dem Kreislauf wieder zuführen" im Gegensatz zu "dem Vorrat entnehmen und dem Kreislauf vorenthalten, indem ich es verdampfe", wie es die KI-Rechenzentren tun - aber das ist ein anderes Thema.

[2] Als die Dinosaurier die Erde beherrschten - etwa Helumt Kohl.

[3] Quelle: https://wassertemperatur.site/stadt/meerestemperatur-in-deutschland/water-temp-in-hennef-sieg-in-sieg

Parallele Filmentwicklung am Sonntag

Heute mal wieder schnell zwei Filme entwickelt. Das bedeutet, dass ich jetzt sechs (6) hier liegen habe, die ich mal durch den Scanner jagen müsste. Wird echt mal Zeit!

Heute jedenfalls die beiden, die ich gestern und vorgestern verschossen habe: Ein Kentmere 100 in 120 Format, den ich in der Gevabox hatte, und ein Fomapan 200, der hier oben rum lag und schon einiges an Wärme abbekommen hatte und den ich dementsprechend nicht wieder zurück in den Kühlschrank stellen wollte, den ich mit der Agfa Silette L belichtet habe. Muss ja mal weg, der wird ja nicht besser. Ich glaube, den hatte ich schon zum TR Orga letztes Jahr aus der Kühlung genommen. Oder noch länger. War jedenfalls in der Tasche mit einer der Minoltas, ohne Verpackung. Keine Ahnung, ob der nicht auch langsam mal abgelaufen war. Wie gesagt, ich muss mal neue Filme bestellen, aber ich hatte mir eigentlich vorgenommen, vorher mal die Reste so weit zu dezimieren, dass das nicht mehr so ein wildes Durcheinander gibt, wenn ich jetzt wieder neue dazu lege. Nur: Je länger ich warte, desto teurer werden die! Filmpreise sind in den letzten Jahren, seit ich wieder angefangen habe mit dem Hobby, ja extrem durch die Decke gegangen! Inflation und Covid und Brexit und hastenichgesehen und Lieferketten und Trump und die Chinesen und alles ganz schlimm!


Jedenfalls! Wie man sieht, habe ich beide Filme mal wieder parallel entwickelt, in zwei unterschiedlichen Dosen, weil völlig andere Zeiten. Aber nachdem ich letztes Mal ja gesagt hatte, dass ich das eigentlich nicht mehr machen wollte, habe dieses Mal vorher ein bisschen nachgedacht und einen Plan gefasst und mich dran gehalten (ganz wichtiger Schritt) und siehe da: Das ging erschreckend stressfrei! Da könnte ich glatt noch einen dritten gleichzeitig... NEIN! PFUI! ;-) Wobei mir einfällt, ich hab auch die antike Jobo-Dose noch gar nicht getestet, der ich statt dem fehlenden Innenrohr das lackierte untere Teil eines Kulis verpasst habe. Wird irgendwie ja doch mal Zeit! ;-)

Ansonsten, wie gesagt, ging die Entwicklung sehr gut: Habe den Kentmere als erstes angestellt, dann nach 5 Minuten auch den Foma, sodass die etwa 10 Sekunden mit dem Bewegen auseinander lagen. Das hat mir genug Ruhe verschafft und sie waren mehr oder weniger gleichzeitig fertig.


Ob die Silette L jetzt aber anständig scharfe Bilder macht, weiß ich so leider noch immer nicht wirklich. Muss ich erst scannen. Ich mein, die sehen gut aus, die Nummernschilder etwa sind alle knackig scharf auf den Fotos von den Fotos. Aber die Testbilder, das eine vom Bahnhof, das andere von der Lego-DC3 in deren Store, jeweils bei 1m und bei Unendlich, sehen jetzt nicht so dramatisch unterschiedlich aus. Wir werden sehen, wenn ich sie durch den Scanner gepackt habe. Aber das kann dauern. Vielleicht sollte ich den Film vorziehen...

Auf der Suche nach Glühwürmchen

26./27.6.: Spoiler: Wir haben keine gefunden. Also, jedenfalls nicht in nennenswerten Mengen. Da war schon das eine oder andere Glühwürmchen, aber nicht so wie schon mal. Also nichts, was sich hätte zu fotografieren gelohnt. Deswegen gibt es hauptsächlich Bilder zu sehen, die sich einerseits um den Mond und andererseits um im Vergleich eher künstliche Lichtquellen drehen, die alle so im Umkries von 500m ums Haus entstanden sind. Hätte die Kamera also eigentlich gar nicht mitnehmen müssen, aber wenn man sie schon mal dabei hat... ;-)


Eigentlich war das ja auch nur so ein dumme Idee, weil es nachts halt Temperaturen hatte, die man einigermaßen aushalten konnte, während man tagsüber ja praktisch verglüht ist, ohne dass man selber was dafür tun musste. Einfach nur existieren hat da ja schon ausgereicht. Das war ja so ungefähr der Höhepunkt der Hitzewelle, als uns hier im Rheinland auch nur noch ein paar Zehntel Grad von der 40er-Marke getrennt haben. Und auch nachts war es noch mollig warm. Also, "tropische Nächte" mit >20° haben wir ja schon mal öfter im Sommer, aber auch so >25° kam dieses Mal durchaus vor. Was bin ich froh um unsere PV-getriebene Erdwärme-Kühlung!

Jedenfalls habe ich im Zwielicht der Mitternacht und eines fast kompletten Mondes diverse Bilder bei hohem ISO-Rauschfaktor produziert, die ich niemandem vorenthalten möchte. Wobei: 1/60s bei ISO 800-1600 ist ja noch ganz OK. Es ist erstaunlich hell in der Zivilisation. Kein Wunder, dass man keine Sterne sehen kann. Selbst unten im Wald war damals nicht viel zu sehen außer vielleicht Arkturus und die ganz hellen Sterne im Schwanz von Ursa Major. Auch da habe ich mir Bilder gespart, denn es war aufgrund der täglichen Wärme nachts sehr dunstig. Wenn die Temperaturen von knapp 40 runter auf 25 Grad fallen, geht auch der Taupunkt in den Keller zum Lachen.


Dementsprechend war die Ausbeute eher dünn. Aber immerhin habe ich ein paar Bilder gemacht. Und das ist ja schon etwas. Und ich bin meinem Lieblingshobby nachgegangen: Über viel zu warmes Wetter reden und es mit dem Klimawandel in Verbindung bringen. Hmmm, Hitzedom! Davon kriegen wir demnächst noch ein paar. Der nächste ist ja schon angekündigt, mal sehen, ob wir wieder die 40er-Marke knacken.

Abendspaziergang bei brütender Hitze (D100)

21.6.: Das war noch am Anfang der letzten Hitzewelle, da waren wir noch ein bisschen naiv und dachten, man könnte sich abends ein bisschen Abkühlung verschaffen, indem man raus geht, wenn die Sonne kurz vorm Untergang steht. Der Plan war, dass wir es vielleicht bis in die Stadt schaffen würden, um dort lecker ein kühles Eis zu essen. (Sonntags werden die ja evtl offen haben, oder? ODER?) Jedenfalls habe ich mir mal wieder die alte D100 vom Haken genommen, denn die lag da gerade und man kann ja nie genug Fotos mit alten Kameras und mittelmäßigen Kit-Zooms haben, oder? Und wir sind raus in die Wärme. Da war das noch gar nicht so erdrückend heiß wie die Woche danach. Da ging es ja eigentlich noch. Aber 'ne Gute Idee™ war es trotzdem nicht. ;-)


Da unser Ziel ja die Stadt war, sind wir am Ende der Höhenstraße links rum gegangen, man wollte die Entfernung ja nicht unötig verlängern, denn bereits hier war zu spüren, dass diese Hitzewelle eine andere Qualität haben würde als diese billigen Nachbauten, die man bei Wish bestellt. Diese Hitzewelle würde dem Doppelwumms mit bringen, Rambo-Zambo in der Hose, nicht dieses lari-fari-woke "Wir schaffen das!" Die Sonne war zwar schon fast hinter den sanften Hügeln verschwunden, auf denen der Bauer sein Heu zum trocknen liegen hatte, aber sie hatte trotzdem noch genug Power, um uns ein bisschen ins Schwitzen zu bringen. Ging ja auch kein Lüftchen, die Wärme stand da unten im Dorf und der Straßenbeglag ballerte die über den Tag gespeicherte Hitze wieder raus.


Ein großer Vorteil, und das sage ich ja jetzt nicht zum ersten Mal, an diesem Objektiv, ist sein großer Makro-Umfang, den ich natürlich auch direkt mal wieder ausgenutzt habe. Zum Einen, um die Johannisbeeren am Busch mit zu nehmen, zum Anderen für Bienchen auf Blümchen (Brombeer) und Haselnüsse und weiße Blümchen am Wegesrand. Nebenbei: Das Korn ist... ist das eigentlich reif gewesen oder ist das einfach nur am Halm vertrocknet und musste deswegen ab? Vorbei am Kornfeld jedenfalls, mit Masten und im Hintergrund einer hammer-und-ambossartigen Wolke, die eigentlich hätte Gewitter und Abkühlung bringen sollen, es aber nicht getan hat. Wir haben es aufgrund der Hitze jedenfalls nur bis zu Spielplatz geschafft und sind von da aus wieder zurück, was ich im "erweiterten Eintrag" dokumentiert habe. KLICK! "Abendspaziergang bei brütender Hitze (D100)" vollständig lesen