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Mehrzweckhalle Meiersheide - A560 Infoveranstaltung

1.7.: Und weil ich mich ja in letzter Zeit doch öfter mal für die Lokalpolitik interessiere, war ich dann am Mittwoch der letzten Woche noch auf der Info-Veranstaltung zum Thema Ausbau des Autobahnendes der A560. Weil, im Gegensatz zu den Windrädern betrifft mich das ja auch tatsächlich direkt, denn ich komm da ja doch öfter mal vorbei. Es hat sich halt so etabliert, dass man beim Bauernhof Jansen den Berg hoch düst, weil man dann die Bahnschranken in Hennef umgehen kann und vor allem auch den Berufsverkehr, der hier ja sehr gerne sehr beständig im Stau steht. Vor allem, wenn beides zusammentrifft, ist richtig geil!


Jedenfalls fand das ganze in der Mehrzweckhalle in der Meiersheide statt, sodass ich mich da mal mit der Kamera so richtig austoben konnte. Jaja, ich mache zu viele Fotos, was sonst gibt es Neues? ;-) Aber man muss die Gelegenheit beim Schopfe packen und wenn ich schon mal da bin, warum nicht ein bisschen Blumen und sonstiges Gemüse mit nehmen, die da stehen?

Ich hatte auch dieses Mal eigentlich den Herrn Bürgermeister erwartet, aber der hatte scheinbar was anderes zu tun. Gut, der kann ja jetzt auch nicht auf jeder Veranstaltung dabei sein, der Mann hat ja sicher auch ein Privatleben. Also, hoffentlich. Wäre traurig, wenn nicht! ;-) So war nur das Tiefbauamt und der Architekt da.


Aber wie man sieht, habe ich mich erst mal sehr lange draußen rum getrieben. Ich war ja auch mal wieder 20 Minuten zu früh da, weshalb ich halt auch Zeit ohne Ende hatte, um alles zu fotografieren. Besonders Insekten auf Blüten, wie man sehen kann. Da wäre mehr Makro auch nicht falsch gewesen. Mehr zur Veranstaltung gibt es jedenfalls im "erweiterten Eintrag". KLICK! "Mehrzweckhalle Meiersheide - A560 Infoveranstaltung" vollständig lesen

Im zukünftigen Windpark

29.6.: Und dann war ich letzte Woche mal irgendwann auch oben hinter Bödingen im Wald und habe mir angeschaut, wo da die Windräder hin gestellt werden sollen. Weil, ich war schon so ewig nicht mehr da, dass sich das auch schon wieder total verändert hat: Wo letztes Mal noch überall das tote Holz im Wald gelegen hatte, stehen mittlerweile wild gewachsene Jungbäume - hauptsächlich Birken. Die scheinen ja flott zu sein, was die Wiederbesiedlung von Borkenkäfer-Schlachtplätzen angeht.


Auf dem Wanderparkplatz hatte ich mein Kfz abgestellt, von da aus bin ich dann in den Wald hinein, immer der Römerstraße nach. (Gab es hier eigentlich wirklich Römer? Ich meine, ich erinnere mich, da war was. Ich glaube, das ist der alte Weg, den die Germanen genommen haben, um in Bonn Handel zu treiben. Leider finde ich bei Google nur noch KI-Antworten und denen glaube ich ja kein Wort, die lügen einem ja ins Gesicht und zwar ohne rot zu werden, nur um einen bei der Stange zu halten. Da die mich scheinbar bestätigen, zweifle ich jetzt an meiner eigenen Erinnerung. Klassisches Gaslighting! :-/)


Apropos Gaslicht: Ich war jetzt eigentlich ja hier oben, um mich umzuschauen, damit ich auch weiß, worum es geht, wenn da demnächst so hoch-technische Anlagen aufgestellt werden, die eben verhindern sollen, dass wir noch immer Gas verbrennen müssen, auch wenn die Bundeswirtschaftsministerin andere Ideen hat. Ich mein, dass ich eher technikaffin bin, sollte ja bekannt sein (außer KI ;-)). Und hier haben wir die erste Lichtung, auf der ein Windrad entstehen soll. Eigentlich ganz hübsch hier. Ich hoffe, dass der eine, einzeln stehende Baum dem Ganzen nicht zum Opfer fällt. Seltsam, dass ich mich mehr um den einen Baum sorge als um den Wald drumherum! ;-) Aber eigentlich ist hier genug Platz, denke ich. Selbst wenn hier ein 175 Meter Windrad mit noch mal so großer Spannweite aufgestellt wird, ist das im Vergleich zum Baum zwar schon groß, aber, ich sag mal, irgendwie doch nur relativ. Ja, wenn ich in DK in Hvide Sande am Strand gestanden habe und das Ding neben mir lief, das war schon groß. Aber. Wir wollen ja alle Strom haben, oder? "Im zukünftigen Windpark" vollständig lesen

Agfa Silette L - Fokusreparatur

Was habe ich festgestellt, als ich die sechs Filme, die ich mittlerweile hier rum liegen hatte, endlich eingescannt hatte: Ja, der Fokus an der Agfa Silette L funktioniert tatsächlich nicht. Glücklicherweise war das in Bonn so hell, dass ich eh hauptsächlich mit f/8 bis f/16 gearbeitet habe und die meisten Bilder scharf genug sind. Tatsächlich hatte sich offenbar nur der Ring mit der Skala vom eigentlichen Fokusring gelöst und ich hab da fröhlich dran rum geschraubt und das war natürlich doof, weil, bringt nix. Das Frontelement muss sich schon bewegen! ;-)

Da ich es ja gar nicht leiden kann, wenn meine Kameras nicht funktionieren, habe ich deswegen heute mal die Schrauben ganz gelöst - und dabei festgestellt, dass die links unten eh abgebrochen ist: Mist! (Deswegen ließ sich scheinbar das Teil bewegen, ohne dass es direkt ab gefallen ist.) Jedenfalls steckte der Fokus so fest, dass ich den auf keine Art unweise bewegt bekommen habe. (Lieber Kinder, denkt immer dran, die Unendlich-Position vorher zu markieren!) Ich habe es zuerst mal mit Lösungsmittel (dem üblichen Teslanol Kontaktreiniger) versucht, dann mit Hitze aus dem Heißluftgerät. Beides hat dafür gesorgt, dass da zumindest ein wenig von dem grünen Fett raus kam, das da scheinbar seit den 1950ern drin vor sich hin backt. Bewegen hat es sich aber trotzdem nicht lassen.



Deshalb: Brutale Gewalt! Mit der Zange schön vorsichtig hin und her gewackelt und irgendwann, nach mehrfachem Abrutschen - siehe jetzt blankliegendes Messing - bewegte es sich ein bisschen. Wieder mit Lösungsmittel und Hitze nachgeholfen, wieder ein bisschen gewackelt und irgendwann bewege es sich dann tatsächlich. Nicht gut, noch immer sehr steif, ich müsste das eigentlich komplett raus schrauben und reinigen, aber ich habe kein neues Fett. Ich brauche mal so eine Tube mit nicht-kriechendem Lithium-Fett oder sowas.

Jedenfalls funktioniert es jetzt einigermaßen. Noch immer sehr steif aber das Frontelement lässt sich jetzt deutlich raus schrauben, wenn man an der Skala dreht. Ich hoffe, ich habe die Fokusposition nicht zu sehr dejustiert. Immerhin ist das ein recht lichtstarkes Objektiv mit f/2,8 und dementsprechend der Möglichkeit einer sehr dünnen Fokusebene. Gut, wie gesagt, mit dem ISO 200 Film habe ich davon bei den verwendeten Blenden kaum was gemerkt. Muss ich jetzt auf jeden Fall noch mal testen.

Zwei Flohmärkte an einem Tag: Alte Heerstraße und Troisdorf Stadt

28.6.: Herrjeh, es stauen sich schon wieder Einträge in der Pipeline, dabei hatte ich sie doch so schön leer laufen lassen. Ach, naja, was solls. Es war jedenfalls ein ganz normales Wochenende, als wir letztens mal wieder - trotz der in den letzten Zügen liegenden Hitzewelle - einen oder zwei Flohmärkte zu besuchen. Und so haben wir den Aygo gelüftet und sind mal eben nach St. Augustin zum Hit an der alten Heerstraße gefahren und haben uns mal wieder ein bisschen umgeschaut.


Viel war da allerdings nicht los und ich gebe der Hitze die Schuld. Schon recht früh am Morgen hatten wir ja die 30° geknackt und es sah so aus, als würden wir Nachmittags durchaus 38° und darüber hin bekommen. Weshalb wir ja auch recht früh unterwegs waren. Aber die Händler hatten scheinbar keinen Bock, sich in die brütende Hitze zu stellen. Der Parkplatz vom Hit ist ja auch eine gigantische versiegelte Fläche aus dunklem Asphalt und Beton und der Laden selber strahlt ja auch eine gewisse Wärme ab, da läuft ja auch am Wochenende die Kühltruhe und die Klimaanlage. Also durchaus verständlich, warum es vielleicht so 30 Stände waren, wo man sonst bestimmt 100 findet.


Deswegen waren wir dann auch schnell durch und haben uns danach gedacht: "Wie, das war's schon? Für die halbe Stunde haben wir jetzt extra die Pferde gesattelt?" Und deswegen sind wir dann einfach noch weiter nach Troisdorf gefahren, wo in der Fußgängerzone der Stadtflohmarkt stattgefunden hat. Wer davon auch noch Bilder sehen möchte, der möge klicken: KLICK! "Zwei Flohmärkte an einem Tag: Alte Heerstraße und Troisdorf Stadt" vollständig lesen

Eine kleine Geschichte über Thermodynamik

Eine kleine Geschichte zum Thema Energiehaushalt des Planeten:

Ich bin ja auch kein Heiliger, ich gebe das ganz offen zu. Ich verbrachte recht viel Wasser[1], wenn ich meine Filme entwickle. Früher[2] konnte man davon ausgehen, dass auch im Sommer - wie eigentlich das ganze Jahr über - dieses Wasser so mit 16-18°C aus der Leitung sprudelte. S/W-Filme werden bei 20°C entwickelt, also musste man auch im Sommer ein bisschen warmes Wasser aus der Heizungsanlage hinzufügen, um die korrekte Temperatur zu erreichen.

Heute nicht mehr: Während der letzten Hitzewelle - ihr erinnert euch sicher? Geschmolzene Fugenmasse in den Schienen? Aufgeplatzte Autobahnen? - kam das Wasser mit etwas über 22°C aus der Leitung, was einerseits die Entwicklungszeit natürlich verkürzt, anderseits aber auch sichtbare Veränderungen im Filmmaterial hinterlässt. Wärmer ist halt eigentlich außerhalb der Spezifikation. Gestern Morgen hatte sich der Wert dann wieder eingermaßen normalisiert, so auf knapp unter 20°C, sodass ich das Wasser einfach so verwenden konnte, ohne groß auf die Temperatur zu achten, nachdem ich die Dosen mit Entwickler und Fixierer im Wasserbad abgekühlt hatte. Denn auch der Vorratsraum, der eigentlich für 18°C ausgelegt ist, hat im Sommer eigentlich jetzt immer durchgängig 22-24°C. (Durch die Kühlung der rückwärts laufenden Erdwärmepumpe ist es im Rest des Kellers mittlerweile paradoxerweise kälter als im Vorratsraum.)

Wasserleitungen werden hierzu irgendwo so um die 1 Meter tief verbuddelt. Um also die die Temperatur der Leitung und des darin enthaltenen Wassers um mehrere Grad zu erhöhen, braucht es eine gewaltige Menge Energie. Ich mein, das ist ja nicht mal so ein paar Sekunden warm; wenn ich Filme entwickle, kann das durchaus mehrere Minuten laufen und dann bekomme ich zumindest gegen Ende Wasser, das seeeehr, sehr weit durch das Netz gereist ist, bevor es bei mir ankommt. Irgendwo steht ein großes Vorratsbecken (Wassertürme haben wir hier meines Wissens nicht), wo das nicht mehr ganz so kühle Nass gelagert wird. Sind die auch so warm? Was ist mit unserer Talsperre? Was ist mit dem Uferfiltrat aus der Sieg[3]?


Wasser hat eine ungeheure Fähigkeiten, Wärme aufzunehmen, wie jeder weiß, der schon mal einen Topf Nudeln gekocht hat und dabei auf den Stromzähler geschaut hat. Zu viel Wärme im Wasser führt zu Algenblüten und ist schlecht für Fische und andere Lebewesen. Umso mehr Aufwand muss getrieben werden, das Wasser so aufzubereiten, dass es wieder trinkbar wird. Das alles nur als Information, über die man bei diesen Hochsommer-Temperaturen in Juni nicht wirklich nachdenkt, wenn man nicht plötzlich damit konfrontiert wird, dass das Wasser zu warm ist, um darin einen Film zu entwickeln. Das klingt jetzt vielleicht etwas panischer, als es eigentlich sollte. Ist jetzt aber leider nicht das erste Mal, seit ich wieder angefangen habe, Filme zu entwickeln. Eigentlich gibt es regelmäßig im Sommer eine Zeit, zu der ich gezwungen bin, meine Entwicklungszeiten anzupassen, ob ich will oder nicht. Was halt früher nicht so war. Was eindeutig auf die veränderten klimatischen Bedingungen zurückzuführen ist. Was noch immer von vielen Leuten verharmlost oder geleugnet wird.

So, und jetzt wieder zurück zum normalen Programm. (Ich scanne gerade nebenbei übrigens die sechs Filme, die ich rum liegen habe. Einen habe ich schon! ;-) Nur falls ihr euch fragt, wie ich auf die Idee zu diesem Eintrag kam.)

[1] Im Sinne von "dem Vorrat an sauberem Trinkwasser entnehmen und als aufzubereitendes Abwasser in Richtung der Kläranlage dem Kreislauf wieder zuführen" im Gegensatz zu "dem Vorrat entnehmen und dem Kreislauf vorenthalten, indem ich es verdampfe", wie es die KI-Rechenzentren tun - aber das ist ein anderes Thema.

[2] Als die Dinosaurier die Erde beherrschten - etwa Helumt Kohl.

[3] Quelle: https://wassertemperatur.site/stadt/meerestemperatur-in-deutschland/water-temp-in-hennef-sieg-in-sieg