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Frühling auf dem Seelscheider Friedhof (hauptsächlich Krokusse)

26.2.: Ja, da müsst ihr jetzt scheinbar durch: Es ist wieder Frühling und das bedeutet, dass ich Fotos von Blümchen und Bienchen mach, wo immer sie mir vor die Linse laufen. ;-) So auch, als ich letzte Woche mal wieder in Seelscheid auf dem Friedhof war. Was ich stattdessen eigentlich hätte machen sollen: Ein Vorher-Nachher-Foto vom Vorgarten, den ich gerodet habe, damit die Blümchen und die Bienchen da auch mal ein bisschen von der schönen, warmen Frühlingssonne abbekommen. Die verk*ckte Rose hat wieder von oben bis unten meine Arme verkratzt. (Als Gott den Rosenbusch erfunden hat, hat sie aber auch echt einen Griff ins Klo getan!) Jedenfalls: Hier ein bisschen Fotos von bunten Blüten und bestäubenden Insekten.


Hauptsächlich Krokusse. Die haben gerade ihren ganz großen Auftritt. Interessant, dass dieses Jahr eigentlich alles gleichzeitig aus der Erde heraus bricht. Es war so lange noch so kalt und es lag ja letztens noch ein ganzer Haufen Schnee oben drauf, da haben die scheinbar alle nur drauf gewartet, dass endlich das dicke Tief vom Atlantik das böse sibirische Hoch (Über Polen? Ist das dann noch sibirisch?) vertreibt und es endlich warm wird. Daneben wie immer Heidekraut, das hört ja scheinbar gar nicht auf zu blühen, das produziert ja immer weiter Blüten. Kann sich das wahrscheinlich nicht leisten, auch nur eine einzige Möglichkeit zu verpassen, eine Biene anzulocken. Die Bellis in (leider rosanen, es gab keine anderen mehr) Kasten kommen natürlich aus dem Gewächshaus, genauso die Primeln, nehme ich an. In freier Wildbahn habe ich jedenfalls noch keine gesehen.


Dafür kommen die ersten Narzissen aus dem Winterschlaf, scheinbar. Gut, auf dem Friedhof weiß man auch nie, ob nicht gerade eben jemand die eingepflanzt hat, als ich nicht hingeschaut habe und die eigentlich auch aus dem Gewächshaus kommen. Ich sag jetzt einfach mal, die sind noch vom letzten Jahr da. Ich kann ja viel behaupten, ich muss hier ja keine Beweise liefern. Fast so wie bei einer State of the Union Adress, die bestimmte senile alte Männer abliefern. Der kann ja auch alles sagen, was ihm gerade in sein Hamburger-mit-Fritten-Hirn kommt. Danke auch dafür. Als ob man sich überhaupt noch auf irgendwas verlassen könnte, heutzutage. Ich möchte hiermit noch einmal bestätigen, dass alle meine Fotos NICHT aus irgendeinem dahergelaufenen LLM heraus gepurzelt sind und dass sie im Gegenzug auch nicht dazu verwendet werden dürfen, ein solches zu trainieren! CC BY-SA-NC ist meiner Auffassung nach nicht kompatibel mit der KI!


Aber das nur mal wieder am Rande. Eigentlich wollte ich ja noch den ersten Marienkäfer des Jahres teilen. Na, dann mach ich das doch, s.o.! Der große gelbe Zitronenfalter, der die ganze Zeit im mich herum geflattert ist, während ich das verblühte und vertrocknete Gemüse aus dem Vorgarten gerupft und die Blätter vom Herbst entsorgt und die Rose hoch gebunden habe, der war leider zu schnell, zu flink, zu hektisch, ich habe ihn nicht mit der Kamera erwischt. Ich hätte ihn vielleicht mit dem Handy filmen können. Hm. Naja, zu spät. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 331a: Mondorfer Hafen mit dem AT-X

Kentmere 400 @ 800 #18, 27. Dezember 2026
  • Minolta Dynax 7000i, Tokina AT-X 80-400mm 1:4.5-5.6 (Minolta AF Version)
  • Entwicklung: Microphen Stock #7 10:00*(20°/22°)+60%=14:00 22°; Adofix 1+5 #21 7:00 22°, Adoflo 1+200
Ich hatte ja, schon seit ich das Tokina AT-X damals in der Post hatte, mit dem Gedanken gespielt, das auch mal auf Film zu testen, wie es eigentlich gedacht ist. Das ist ja nun wirklich kein digitales Objektiv, dafür ist es bestimmt 10 Jahre zu alt. Oder mehr. Ich hab schon wieder vergessen, von wann das genau stammt, aber das kann man ja bestimmt fein in meinem Blog nachgucken. Hm, nee, ich hab da nur das "Discontinued: 2000" aus der offiziellen Seite übernommen. Ich meine mich zu erinnern, dass das aus den mittleren 1990ern stammt. (Sagt auch Google, wobei man dem ja in letzter Zeit wegen der halluzinugenen KI ja auch nicht mehr trauen darf.) Jedenfalls habe ich das dann Ende des letzten Jahres mal gemacht und es auf die Minolta 7000i geschraubt. Zusammen sind die beiden schon ein ziemlicher Klotz am Bein, weit jenseits der Kilo-Grenze, also nichts, was man mal eben so durch die Gegend schleppt. Ich hab es trotzdem getan und war mit Jörg am mondorfer Rhein.

Direkt das erste Foto habe ich praktisch vor Cs Haustür gemacht, weil, frisch eingelegter Film, das erste Bild wird ja eh wieder nix - ich habe zu viele Filmkameras benutzt, bei denen man den Film noch manuell einfädeln muss, das ist so ein Überbleibsel, was bei automatischen Kameras total blödsinnig ist. Jedenfalls habe ich den Weihnachtsbeleuchtungsstern direkt da mitgenommen, bei relativ hohem Zoom-Faktor, den ich mir allerdings nicht aufgeschrieben habe. (1/1500s, f/8, unbekannte Brennweite.) Was soll ich sagen? Sieht OK aus. Auf s/w sieht man auch nicht so sehr, dass das Tokina zu einer nicht ganz so neutralen Farbgebung tendiert wie die Minolta-Objektive. Im Gegenteil, der Kontrast ist hoch und die Pixel alle scharf. Ich glaube fast, bereits nach dem ersten Foto erkennen zu können, dass das auf einer guten Filmkamera besser funktioniert als auf der digitalen Sony.

Im zweiten Bild mache ich es ihm direkt mal richtig schwierig: Die Mondorfer Kirche im Gegenlicht! (1/3000s, f/8, ~100mm.) Das ist für kein Objektiv einfach, aber eine besondere Herausforderung, wenn man die Gegenlichtblende zu Hause gelassen hat, die bei diesem alten Stück Technik durchaus sinnig ist. Trotzdem: Der Kontrast ist zwar schlecht, aber wider Erwarten durchaus noch im brauchbaren Bereich. Ich habe den Turm auch bewusst so belichtet, dass man noch Details erkennen können soll, was ja auch geklappt hat. Dieses "Glühen", das allerdings einen Großteil des Bildes überstrahlt, ist allerdings schon störend.


Mit der Sonne hat es jedoch keine Probleme, wie zu erwarten: Die Uhr am Turm ist eigentlich perfekt geworden. (1/1500s, f/8, ~360mm.) f/8 ist hier sogar ein bisschen wenig, ich hätte durchaus auf f/11 hoch gehen können, um mehr Tiefe zu bekommen. Die Uhr selber ist nämlich leider schon ein bisschen außerhalb der Schärfeebene. Fällt in normaler Abzuggröße aber nicht so auf. Die meisten Probleme, die Leute mit Vintage-Objektiven haben, sind ja eigentlich der Tatsache geschuldet, dass diese Teile niemals für die Pixeldichte moderner CCDs bzw. Monitore gedacht waren. Bei "normaler" Vergrößerung sind die meisten Objektive scharf. Erst, wenn man sich ein Poster drucken lassen wollte, würde es problematisch, aber scheinbar erwartet das die Masse der Menschen, die noch nie mit analoger Fotografie in berührung gekommen ist, das so.

Da das Objektiv auch einen Portrait-Brennweitenbereich bietet, musste ich den natürlich auch testen: Jesus am Kreuz kam mir da gerade recht. (1/500s, f/8, 80mm.) Wie erwartet: Die Abbildungsleistung am kurzen Ende ist gut. Das habe ich ja an der Digitalen auch schon festgestellt und dem ist auch nichts hinzuzufügen. f/8 war hier schon fast übertrieben, aber ich wollte tatsächlich maximale Schärfe haben, sozusagen für eine Baseline.

Kommen wir jetzt zu den ersten Vogel-Fotos, die ich an jenem Tag gemacht habe. Da haben wir als Vorreiter des Themas diese Möwe auf der Laterne unten am Fähranleger. (1/3000s, f/8, 400mm.) Hier zahlt sich die lange Brennweite tatsächlich aus und es ist auch gar nicht so schlimm, wenn die Abbildungsleistung hier nicht der im kurzen Bereich bis aufs Haar gleicht. Bei solchen Motiven will man maximale Vergrößerung, koste es, was es wolle. Ja, das Bild ist weicher, aber der Kontrast ist trotz der nicht so perfekten Beleuchtung brauchbar. Ich beschwere mich also nicht! Alles gut! (Also, für mein Verständnis von "gut" in Bezug auf ein 30 Jahre altes Zoom-Objektiv eines Drittherstellers! Man muss die Dinge immer im Kontext betrachten.)


Die anderen beiden Fotos habe ich dann von vorne gemacht, sodass die Möwe auch schön ausgeleuchtet auf den Film kam. (Beide 1/3000s, f/8, 400mm.) In dieser Situation, in der viel mehr Kontrast ins Bild kommt, kann ich nur sagen: Besser geht es nicht. (...mit so einem Objektiv, s.o.!) Ich bin voll zufrieden. Besser sähe das natürlich mit einem richtig teuren Objektiv aus, aber dieses hier fiel damals halt immerhin schon in den Prosumer-Bereich. Dementsprechend kann man damit arbeiten, man muss die kleineren Mängel nur gekonnt übersehen, so wie ihr das ja von mir kennt, wenn ich mich in ein bestimmtes Stück alte Technik verliebt habe! ;-) Ich finde beide Fotos jedenfalls erste Klasse! (...für dieses Objektiv! :-D)

Über dem dunstigen Rhein sieht das ganz anders aus: Der Kontrast lässt merklich nach, das Bild wirkt viel flacher. (Unbekannte Werte, aber sehr wahrscheinlich 400mm.) Das ist aber weniger das Objektiv selber schuld als die Umweltbedingungen. Die Schärfe lässt sich hier schwer beurteilen, da ich in der Nachbearbeitung deutlich zu viel am Kontrast gedreht habe und die Körnung damit zu heftig geworden ist.

Als das Schiff dann näher kam, habe ich den Bug genau in dem Moment mitgenommen, als er sich durch die schillernden Reflexionen auf der Wasseroberfläche gepflügt hat. (1/2000s, f/8, 400mm.) Huch, da steht ja wer! ;-) Cooles Bild, bei dem man auch wieder die volle Brennweite ausnutzen muss und die kleineren Mängel und Abstriche einfach ignorieren sollte. Bei dem vielen Gegenlicht ist es auf jeden Fall besser geworden, als ich es erwartet hätte.


Das Eisschild darf nicht fehlen. (1/1500s, f/8, 400mm.) Einfach mal aus großer Distanz drauf gehalten, weil ich es kann mit diesem Objektiv. Das Ergebnis ist auch hier erstaunlich brauchbar. Wie immer am langen Ende: Die Schärfe könnte schärfer sein, der Kontrast kontrastiger. Aber insgesamt: OK.

Wir sind dann in den Hafen hinein gegangen und nebenbei habe ich die Fähre Mondorf fotografiert, die an diesem Tag keinen Dienst hatte. (1/350, f/8, 80mm.) Die kleinste Brennweite ist hier noch zu lang, sodass nicht das ganze Schiff drauf ist. Und nur so halb mit dem Licht ist der Kontrast auch nur so lala. Umgekehrt sehen wir hier aber praktisch die maximale Schärfe, die dieses Ojektiv bieten kann: Sie ist definitiv höher als das Auflösungsvermögen des Films. Also gut.

Hinten hing der Weihnachtsbaum, den ich dann mal ran gezoomt habe. (1/350s, f/4,5, ~200mm.) Hier im mittleren Brennweitenbereich kann man schon gute Bokeh-Eigenschaften finden, wenn man bereit ist, die Blende vollständig zu öffnen. Gleichzeitig ist die Brennweite noch nicht so extrem, dass man Angst haben muss, dass man die Hälfte des fotografierten Subjekts nicht mehr in der Schärfeebene hat. Funktioniert also auch ganz gut. Etwas dunkel war es hier, die tiefe Wintersonne kam hier einfach nicht rein.


Wenn irgendwo Fahrräder stehen: Ich bin dabei! (1/250s, f/4,5, ~100mm.) Am kürzeren Ende ist dieses Objektiv tatsächlich extrem brauchbar. Nur leider etwas schwer. Einfach ein cooles Bild, an dem ich kaum was auszusetzen hätte, wenn es nicht sehr stark vom Gegenlicht beeinflusst wäre. Insgesamt trotzdem gut.

Ähnlich ergeht es den Fahnen und Wimpeln und Gedöns an einem der vielen Masten hier im Hafen: Nicht perfekt, aber gut. (1/750s, f/4,5, ~130mm.) Gegenlicht ist hier weniger das Problem, mehr so das Fehlen von Licht an sich. Es war hier wirklich sehr schattig, obwohl es erst früher Nachmittag war. Ja, die Sonne steht echt tief Ende Dezember! ;-) (Was für eine Erkenntnis!)

So, und jetzt habe ich ganz spontan beschlossen: Das sind so viele Bilder, ich splitte den Eintrag hier auf. Die anderen Vögel sehen wir dann im nächsten Artikel! ;-)

Frühlingshafter Hausberg (mit Helikoptern)

25.2.: Seit zwei, drei Tagen ist der Winter vorbei. Die Sonne scheint, die Vöglein singen, der Kater hat Stubenarrest, weil er sich mit irgendwas da draußen so geprügelt hat, dass ich am Montag erst mal mit ihm zum Tierarzt musst. Jetzt schluckt er wieder Antibiotika und darf keinen Schmutz in seine Wunde bekommen. Er ist begeistert. Aber immerhin: Wir hatten ja schon vermutet, dass er als Kätzchen nicht gelernt hätte, wofür das Katzenklo da ist, aber das funktioniert dann doch - gezwungener Maßen und unter bösen Blicken! Draußen kacken ist scheinbar schöner, was weiß ich.

Jedenfalls: Ich habe ein schlechtes Gewissen, wann immer ich das Haus verlasse. Etwa am Mittwoch mittags, als die Mittagspause anstand und ich gedacht hab, dass ich mal wieder der Hausberg hoch könnte. Habe das lange ATX mit genommen, wie man sehen kann, weil ich dachte, vielleicht gibt es ja Vögel zu sehen. Stattdessen mal wieder zuerst ein paar Laternendetails und sowas mitgenommen.


Links rum den Hausberg hoch, an den Schmuddelpferden vorbei. An denen kann man noch ganz genau ablesen, wie nass und schmuddelig das Wetter die letzten Wochen war. Die sind nämlich noch immer ganz schlammig und matschig und schmuddelig. (Daher der Name.) Und dann auch tatsächlich den ersten Greifvogel mit genommen, ein Milan, der sich in der Thermik schon ganz, ganz weit hoch geschraubt hatte. Das ist immer so schlecht abzuschätzen, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass die hier zum Teil schon bis in die Einflugschneise fliegen.

Ansonsten: Die Frühlingsblumen sind förmlich explodiert. Man frag sich ja echt, wo die sich die ganze Zeit versteckt gehalten hatten. Und die passenden Bienchen auch. Alles summt und brummt. Die Schneeglöckchen sehen ja immer in bisschen albern aus, wenn die dicken Insekten da wie ein Klöppel drin rum brummeln. Ich muss aber echt mal die Nahlinsen mit nehmen. Hab ich überhaupt einen passenden Step Up für die Minolta-Objektive?


Die Meise hat sich leider mal wieder zu schnell bewegt. Der Mond hingegen hat still gehalten. Auch wenn ich ihn in dieser Helligkeit im elektronischen Sucher der Alpha 7 kaum gefunden habe. Viel zu viel Licht, das da an meiner Brille vorbei mit ins Okular fällt. Da sind echte Spiegelreflexkameras einfach besser. Ich mein, so einen kleinen Monitor kann man eben nur so hell machen, bis man die kleinen LEDs überlastet!

Im "erweiterten Eintrag" geht es weiter mit Blumen und Gedöns, aber auch mit dem Schwarm an Hubschraubern, die durchs Tal zogen. Kommen die auch aus dem Winterquartier heim? Flogen aber nach Südosten... ;-) "Frühlingshafter Hausberg (mit Helikoptern)" vollständig lesen

Schwarz-weiß und analog, Teil 330: Mittelaltermarkt Siegburg 2025

Kentmere 400 #16, 7. Dezember 2025
  • Nikon F801S, Nikkor 35mm 1:2 AI
  • Entwicklung: D-76 Stock #9+#10 21° 16:15 Minuten, Adofix Plus 1+5 #19+#20, 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Wie angekündigt, hatte ich die zweite Hälfte vom Film aus Vettelschoss voll gemacht mit Bildern vom Mittelaltermarkt in Siegburg, wo wir mit dem Trekdinner waren. Das ist ja so eine kleine Tradition, mittlerweile fast schon ein Ritual. ;-) Trifft sich ja auch ganz gut, denn das ist für uns ja ein Katzensprung nach Siegburg, und da die von der Stadt im Dezember scheinbar nicht in der Lage waren, die Parkautomaten zu reparieren, konnten wir auch umsonst an der Feuerwehr stehen. Mittlerweile haben die es aber wohl leider geschafft, also kein frei parken mehr! Schade. ;-)

Das erste Bild ist mal wieder die Siegessäule mit der Victoria oben drauf, aber in diesem Fall mal mit Marktbuden im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Hübsch, mal ein anderer Blick, auch mal mit einem anderen Objektiv. (Ich hatte wie auch vorher schon die ganze Zeit das 35/2 AI drauf.)

Dann darf natürlich als zweites auch nicht die markante Kirche fehlen, ebenfalls mit Dusen und Leuten im Vordergrund. (1/125s, f/8.) Nette Ansicht von hier vom Markt, mit den kahlen Winterbäumen und dem Markttrubel im Vordergrund. Ja, natürlich trotzdem sowas wie ein typisches Touristenfoto, aber manchmal muss das auch mal sein. ;-)


Kommen wir dann mal langsam zu den Details, die ich immer so gerne fotografiere. Da hätten wir etwa diese Lampe aus farbigem Glas und Messing mit leicht orientalischem Aussehen. (1/125s, f/2,8.) Diese Dinger stehen da ja jedes Jahr zum Verkauf. Ich find die ja eigentlich auch ganz schick, passt hier nur zu nix. Aber ein Foto kann man auf jeden Fall mit nehmen.

Neben dem Mittelaltermarkt findet auch noch immer regelmäßig der normale Wochenmarkt statt, wo ich auf einem der gerade in der Aufräumphase befindlichen Stände ich diese Holzpaletten mit Perspektive abgegriffen habe.(1/125s, f/2,8.) Man merkt auch: Etwas schattig hier. Die Belichtungszeiten sind trotz weiter Blende und schnellem Film gerade so akzeptabel, sag ich mal. Wobei man sagen musste, es war ja auch schon vorgeschrittener Nachmittag. Im Dezember heißt das ja: Ab drei wird es dunkel.

Ganz wichtig auf dem Mittelaltermarkt ist übrigens: Knoblauchbrot! (1/2000s, f/2.) Das habe ich mal in ganz weit offen gemacht, damit die Kirche im Hintergrund schön unscharf wird. Ja, so liebe ich das! Verklagt mich doch! ;-) Könnte gerne noch ein bisschen mehr sein, ehrlich gesagt, aber das 35er ist dafür dann doch ein bisschen sehr weitwinklig. Es gibt auch ein 35/1.4 Nikkor, aber das ist ja leider unbezahlbar.


Am Stand mit dem Entenangeln habe ich dann noch ein unscharfes Entenfoto gemacht. (1/60s, f/8.) Habe hier so weit abgeblendet, wie ich dachte, dass es gerade noch vertretbar ist, aber das war wohl noch nicht genug: Die Ente ist unscharf. Und außerdem dann doch wieder zu viel: Die Ente ist außerdem noch verwischt, weil sie sich doch recht schnell an mir vorbei bewegt hat. Alles in Allem also ein bescheidenes Foto. Keine meiner ansonsten unzähligen Sternstunden. ;-)

Ähnlich bei den Öfen, in denen da Brot gebacken wird: Der Typ mit dem Blech hat sich zu schnell gedreht. (1/60s, f/4.) Insgesamt hatte ich mir hier auch mehr erhofft, das Bild ist auch eher auf der langweiligen Seite. Ich zeig euch sowas trotzdem immer, damit wenigstens jemand anderes aus meinen Fehlern lernen kann. Ich selber bin ja lernresistent! ;-)

Dann doch lieber noch so ein Postkartenfoto vom Kirchturm. (1/125s, f/8.) Da kann man nicht viel falsch machen, das geht eigentlich immer. Ginge natürlich auch gerader, aber hey, ich habs gemacht! ;-)


Wie gesagt: Es war nebenbei auch Wochenmarkt. Die Stände waren zwar größtenteils schon mit Abbau beschäftigt oder gar ganz verschwunden, als ich den Marktplatz auf der anderen Seite wieder hoch gewatschelt kam, aber diesen hier habe ich dann doch noch schnell mit genommen, als gerade keiner geguckt hat. (1/60s, f/4.) Es wurde dann auch schon merklich dunkler. Was hatten wir da mittlerweile? Halb vier? Vier? Jo, Winter halt.

Zurück im Mittelalter dann noch das handgetriebene Karussell genauer betrachtet. (1/125s, f/2,8.) Ist das ein Wildschweinfell? Das arme Schwein! Grunz grunz! Aber nett finde ich ja, dass sie dem Holzpferd zumindest einen Schal gegeben haben. Es war ja auch nass und kalt und Pferde erkälten sich ja so leicht! Und dann kotzen die wieder vor die Apotheke! ;-)

Wie jedes Jahr habe ich auch wieder die Zahnräder von der Seilerei (?) fotografiert. (1/125s, f/2,8.) Dieses mal die Seite mit den Haken. Weil. Warum nicht. Ansonsten irgendwie das gleiche Bild wie jedes Jahr. Nur mit Typ im Hintergrund der sich natürlich genau in diesem Moment da hin stellen musste. Ich hatte ihn noch kommen sehen, aber da hatte mein Hirn schon den Befehl an meinen Finger geschickt. Und jetzt ist er hier für immer verewigt. Selbst schuld! Was läuft der mir auch ins Bild? So! ;-)


Die Seile habe ich dann auch mal mit genommen. (1/125s, f/4.) Warum auch nicht? Wobei das hier schon eher ein Tau ist. Wo ist eigentlich die Grenze zwischen einem Seil und einem Tau? Und wann wird aus einem Bändel ein Strick? Fragen über Fragen, die eigentlich rein gar nichts mit diesen Fotos zu tun haben, die mich aber trotzdem beschäftigen. Willkommen in meinem Gehirn.

Die Drachenfahne war dann ein paar Stände weiter und hat mich direkt in ihren Bann gezogen. (M, 1/2000s, f/2.) Wegen des vielen Gegenlichts hier mal schnell in den manuellen Belichtungsmodus gewechselt und siehe das, ich kanns noch! Ist richtig gut geworden, so weit offen, mit dem Gestrüpp im Hintergrund. Gefällt mir.

Falls die Pest ausbricht: Nicht die Schnabelmaske vergessen. (1/30s, f/4.) Wobei die ja mehr nach Steampunk aussieht als nach Mittelalter. Trotzdem Cool. Und leicht überbelichtet: Die war so dunkel, dass es der Belichtungsmesser wohl etwas zu gut gemeint hat, Hätte im manuellen Modus bleiben sollen, was?


Was man mit der halben Automatik aber ganz gut kann: Die Kamera über die Köpfe der vor einem stehenden halten und die Band fotografieren. (Unbekannte Zeit, f/4.) Hat sogar ganz gut geklappt. Das Bild ist jetzt weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber dafür, dass ich nicht durch den Sucher geschaut habe, eigentlich ganz gut geworden. Ein bisschen viel Publikum, vielleicht. Aber was will man machen?

Crepes, anyone? (1/250s, f/4.) Auch diese Wimpel fotografiere ich gefühlt jedes Jahr. Muss aber sein, sonst glaubt mir das ja keiner. All diese KI-generierten Fakenews heutzutage! Die haben gar kein richtiges Grain in ihrer Matrix! ;-)

Die fahrbare Hütte der Wahrsagerin habe ich dann auch gleich mal dokumentiert. (1/125s, f/4.) Nett, genau so stellt man sich das vor. So richtig Klischee. Ob das fahrende Volk tatsächlich früher so unterwegs war, keine Ahnung. Ich denke, die waren vielleicht nicht ganz so offensichtlich, sonst hat der Mob gleich wieder einen Scheiterhaufen errichtet! "Wenn ihr Gewicht das gleiche ist wie das einer Ente... dann... ist sie eine Hexe!" Oder so ähnlich!


Dann doch lieber noch ein paar handgefärbte Schals. (1/125s, f/2.) Hier ist die offene Blende zwar auch schön für die Hintergrundunschärfe, aber hauptsächlich nötig gewesen, weil es mittlerweile schon so richtig dunkel wurde. Natürlich hätte ich die letzten paar Bilder auch verwahren können, aber ich hatte das dringende Bedürfnis, den Film voll und entwickelt zu kriegen. Weil. Wie sich dann ja heraus gestellt hat, war das Microphen schon anderthalb Jahre alt! Aber funktioniert hat es trotzdem sehr gut, wie man sieht.

Warum das Bild von der Glasvase mit Gewächs so unscharf ist, keine Ahnung! (1/250s, f/2.) Ich hatte gar kein Zielwasser getrunken, eh, ich schwör, Alda! Wieß nicht. Hab ich gewackelt und bin bei der offenen Blende nach den Scharfstellen zu sehr aus der Fokusebene raus geschwankt? Möglich, aber das ist schon ziemlich heftig daneben. Wir werden es nie erfahren. Das Bild ist jedenfalls am Popo.


Die Eistüte hingegen hat hervorragend funktioniert. (1/250s, f/2.) Gut, die war auch nicht ganz so nah, da wirkt sich ein leichtes Schwanken nicht ganz so dramatisch aus. Aber wenn ich das sehe, bekomme ich gleich Hunger auf Eis. Mit Ananas und Himbeeren. Hmmm. Mist! ;-)

Wie immer waren wir auch noch im Müller, da hing wieder ein Weihnachtsmann von der Decke, der somit das letzte Bild auf dem Film ist. (1/125s, f/4.) Wie man sieht: Es war drinnen mittlerweile eine Blendenstufe heller als draußen. Dann doch lieber drinnen fotografieren. Auf s/w sieht man auch nicht, dass das künstliche Licht so gelb ist. Außerdem hat auch das Fotografieren von Deko in Geschäften eine gewisse Tradition bei mir!

Nächstes Mal: Mit der Minolta 7000i und dem AT-X 80-400mm am Mondorfer Hafen. Da sind sehr schöne Vogelfotos dabei! Und so ein Graureiher macht sich in s/w auch ganz gut! Also: Dran bleiben!

Schnee in Seelscheid

19.2.: War mal wieder Zeit für Einkäufe. Das war an dem Donnerstag, als schon zwei Tage vorher in den Nachrichten gewarnt wurde: Uiuiui, Herr von Bödefeld, da kommt was auf uns zu! (Wissen die Kinder heutzutage eigentlich noch, wer Herr von Bödefeld war? Ich sag das immer so, als wäre das common knowledge...)

Jedenfalls: Schneegestöber, dicke Flocken, aber die Ganzjahresreifen haben mich erstaunlich gut da durch gebracht. Ich hatte echt gedacht, dass ich in Neunkirchen den Berg nicht hoch komme, aber: Kein Problem. Gut, lag jetzt auch daran, dass das richtige Schneechaos erst in Seelscheid selber los ging. Und da es so ca. 2° über war, schmolz der meiste Scheiß auch direkt, der Schneschlotz hat die Gullis verstopft - die Tatsache, dass die Straßenreinigung den Matsch vom Gehweg auf die Straße geschoben hat, hat auch nicht geholfen -, sodass man echt vorsichtig sein musste wg. Aquaplaning und vor allem mit dem Nassspritzen der Fußgänger, weil sich richtige Seen gebildet haben. So richtig geiles Rheinlandwinterwetter, *kotz*.


Währenddessen, im Aldi: Primeln und Osterhasen! Ist kaum der Karneval vorbei, schon bricht der Frühling aus. Also, drinnen, draußen nicht. ;-) Obwohl, wenn diese Artikel erscheint, sollen es angeblich 19°C werden. Joah, kann man machen. Bin gespannt, dann geht es vor die Tür und es gibt Frühlingsfotos! ;-)


Aber zurück in Seelscheid am letzten Donnerstag hatte ich noch das Vergnügen, einmal quer durchs Dorf zu dürfen, auf zum Drogerieladen mit dem Pferd, und beim Blaugelben Supermarkt sollte ich auch noch einkehren. Auf den Bildern sieht das Wetter gar nicht so schlimm aus, aber ganz ehrlich: Diese Sauerei ist der Grund für mein Kindheitstrauma, was den rheinländischen Winter angeht. Da haste endlich den Schlitten aus der Garage gezerrt, da ist das meiste schon geschmolzen und der traurige Rest ist nur noch eine undefinierte, schlodderige Masse. Buhärgs!


Als einzige Farbtupfer dienen hier die Beeren vom letzten Jahr. Ansonsten war es das dann auch schon wieder. War ein langer, langer Tag, denn wir haben dann tatsächlich gleich noch einen Termin beim Friseur bekommen und genutzt, die Frau T, die immer zuständig ist, wäre nämlich die kommenden Wochen nicht da. Und dafür dann noch mal raus in das Wetter. Obwohl, gegen Mittag war es praktisch schon vorbei.