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Oberkassel vor dem Trekdinner

1.8.: Vor der Karawane noch am Rhein gewesen und ein paar Bilder geschossen. Ist jetzt nicht viel Neues dabei, gebe ich zu, aber vielleicht ist auf dem Sensia ja was zu sehen, den ich in der Dynax 5 meiner Frau drin hatte. Schaumama. Hier als erstes mal ein Eis gegessen, weshalb es auch aus der Stadt keine Bilder gibt: Schwierig, mit einem Eishörnchen in der Hand Fotos zu schießen. ;-)


Der letzte Sturm hatte scheinbar schon wieder Teile der Bäume runter gerissen. War wahrscheinlich am Donnerstag passiert, als es ja auch oben auf dem Dorf so heftig gestürmt hatte. Ansonsten: Kein Wasser im Rhein, aber das sagte ich ja schon mehrfach. Dieses Jahr ist aber auch echt extrem. Wenn das so weiter geht, dann gehen auch noch die letzten Bäume ein oder werden vom Borkenkäfer gefressen. Selbst die Stadtbäume, die ja einigermaßen regelmäßig gefüttert werden, scheinen so langsam aber sicher aufzugeben. Hab vergessen, wo, aber ich hatte gelesen, dass schon diverse gefällt werden mussten. War das im KStA? Oder beim WDR? Ach, ich und mein Gedächtnis.


Aber solange noch Leute mit dem Außenborder über den Rest-Fluss brettern können, scheint es ja noch nicht so schlimm zu sein. Ich würds ja nicht machen: Da lauern wahrscheinlich diverse Sandbänke und Untiefen direkt unter der Wasseroberfläche. Nachher ist die Schraube am Arsch oder das Boot leckt.

Gerade, als ich dann dieses Rad auch noch mit der analogen Kamera aufnehmen wollte, kam leider der Besitzer. Ich glaube, das hätte auf Diafilm ein ganz interessantes Bild werden können. Naja, so halt "nur" in Digital. Das ist so hübsch bunt...


Dann war es auch schon Zeit, zurück zur Karawane zu wandern. Unterwegs habe ich noch Bilder von der Kirche gemacht, aber mit der Dynax. Da müssen wir uns also noch ein bisschen gedulden. Hoffentlich werden die was. In der Karawane saßen X und S dran schon am Tisch, deren Bahn war wohl früher gekommen als gedacht. Da zZt ja nix richtig fährt, weil die ganzen Reparaturmaßnahmen in die Ferienzeit verlegt wurden, sind die wohl eine Bahn früher gekommen. Nach und nach trudelten dann aber auch alle anderen ein. Und dann gab es eine Rundreise. Nur der K hat ein Schnitzel gegessen! EIN SCHNITZEL! Ab in die Ecke! ;-)

Schon wieder Bonn (CSD-Rahmenprogramm)

1.8.: Es war Trekdinner, wir mussten also eh in Richtung Bonn, also sind wir vorher noch kurz in die Stadt, um uns zumindest das Rahmenprogramm vom CSD anzuschauen. Die Parade war ja um 6, wenn wir in der Karawane sein mussten. Wie immer drüben im Wohngebiet geparkt, wie immer wollte J noch ein Spiel kaufen, wie immer sind also die ersten paar Bilder von der anderen Rheinseite. (Wobei, viel Rhein ist da ja nicht mehr.)


Was man auch sehen kann auf diesen Fotos, die übrigens auf dem Rückweg entstanden sind, thematisch aber besser hier her passen. Hier ist auch das eine vom Chinaschiff dabei, das ich letztens vermisst hatte. Wir waren zu oft in Bonn! ;-) Jedenfalls: Kein Wasser. Alles steht auf dem Trockenen, und was noch fährt, fährt nur mit einem Viertel der üblichen Ladung. Alles nicht mehr normal und die Leute sind noch immer dran wie in diesem Meme: "This is fine!"

Hier aber jetzt, bevor ich mich wieder über das Klima aufrege, ein paar Fotos vom CSD-Rahmenprogramm auf dem Münsterplatz, das wir uns auch nur ganz kurz angeschaut haben, weil wir ja noch weiter mussten und es sowieso schon etwas später war als gedacht, siehe Spieleladenbesuch. ;-) Ich hatte übrigens, für alle, die sich wundern, dass es doch so wenige Fotos sind, einen der Sensia Diafilme, die ich vor Ewigkeiten mal vom Flohmarkt mitgebracht hatte, in die Dynax 5 geladen. Vielleicht, je nach dem, wie schlecht der gealtert ist, gibt es also möglicherweise noch ein bisschen mehr auf Film!


Jedenfalls: Das Rahmenprogramm war ganz interessant, aber voll. Die Stände waren echt alle schwer belagert. Wobei, mache mehr, manche weniger. Wo am wenigsten los war, war wohl bei dem von der FDP. Upsi. Das ist auch wieder ein bisschen unfair, denn eins muss man den Liberalen lassen: Sie sind eigentlich immer sehr liberal, auch was das Thema Queerness angeht. Aber die beiden standen da echt auf verlorenem Posten. Ansonsten: Die Grünen und die SPD wussten gar nicht, wohin mit den Leuten. Selbst beim CDA war was los. Und die Stände, die nicht politisch motiviert waren sondern vom Thema der Veranstaltung (was ja irgendwie auch politisch ist), waren eh voll. Währenddessen fanden auf der Bühne Diskussionen statt und am Ende hat auch noch wer gesungen. (Also, "Ende", als wir dann gegangen sind, weil wir weiter mussten.)


Immerhin habe ich einen ganzen Haufen Regenbogenfahnen sammeln können. Und noch andere. Gibt jetzt scheinbar auch Fähnchen für Heteros. Hm, bisher fühlte ich mich jetzt eigentlich nicht unterrepräsentiert. Aber gut, wenn ihr meint! ;-) Bin ja eher der Meinung, dass wir gemeinschaftlich ringen sollten für den Fortschritt der Gesellschaft und nicht jeder für sich, aber das ist ein anderes Thema.

Egal. Mehr vom gleichen Tag gibt es im nächsten Eintrag, in welchem es von Fotos vom Rhein nur so wimmelt, die ich vor dem TD aufgenommen habe. Sehr wenige, scheinbar habe ich auch da eher mit der Dynax drauf gehalten! ;-)

Friedhofsblumen in Seelscheid (Schmetterlinge auf Lavendel)

30.7.: Blumen gießen auf dem Friedhof, bereits am frühen Morgen, bevor es brüllaffenheiß wird. Also noch vor dem Aldi-Einkauf. War ja auch mal wieder nötig. Oder auch nicht: Denn kurz, bevor ich mich dann (zum letzten Mal dieses Jahr) auf die Socken gemacht habe, um bei meinem Bruder die Blumen zu gießen, kam einer von dieses berühmten Sommergewitter-Starkregenschauern runter, der sich echt gewaschen hatte. Allerdings auch nur so 5 Minuten Regen, das hält ja auch nicht vor. Stattdessen heftiger Wind, dass ich beinahe mit dem Aygo von der Straße geweht worden wäre. (Bin auf dem Weg mal beim Autohaus vorbei, der Liefertermin hat sich noch nicht geändert. Schade.) Aber ich greife vor: Hier erst mal Fotos vom Friedhof, die gleichen wie immer, nur zu einer anderen Tageszeit als sonst. ;-)


Auf dem Friedhof, wo regelmäßig gegossen wird, stehen wenigstens noch ein paar Gemüse rum, die nicht komplett vertrocknet sind. So etwa die Rest-Hortensien, die es tatsächlich noch eine weitere Woche gemacht haben. Letztes mal hingen die so alles hängen, dass ich schon dachte, das wird nichts mehr. Aber 'ne ganze Kanne Wasser alleine dafür scheint geholfen zu haben.

Dann habe ich mich mal der bronzenen Friedhofskunst zugewandt und Vögel und Hände sind dabei raus gekommen. Wobei die Vögel echt mal freigeschnitten werden müssten, die werden von beiden Seiten von wucherndem Gebüsch verdeckt. Keine Ahnung, wie dieses Nadelgestrüpps und der Wacholder das dieses Jahr mit dem Wasser regeln, aber scheinbar haben die Wurzeln, die noch was finden.


Und dann noch der Hibiskus an der Trauerhalle. Der blüht auch wie bekloppt dieses Jahr. Keine Ahnung, wahrscheinlich wird der regelmäßig von der Gemeinde gewässert, anders kann ich mir das auch nicht erklären. Mehr Bilder von Gemüse und am Ende noch ein paar Schmetterlinge auf Lavendel gibt es übrigens im "Erweiterten Eintrag". Bis dahin. Klick! "Friedhofsblumen in Seelscheid (Schmetterlinge auf Lavendel)" vollständig lesen

Junge Meise, frei Haus

29.8.: Wenn der Kater durch den Flur gerannt kommt und dabei dieses komische "Murz!"-Geräusch von sich gibt, dann weiß man ja direkt, dass wieder was im Busch ist. Dann hat die Schwiegermutter oben wieder nicht aufgepasst und der Stinker hat was rein gebracht, was er lieber gleich draußen verspeist hätte, dann hätten wir wenigstens nichts davon mitbekommen! Zugegebenermaßen wählt er meist eben jene zweite Option, im Gegensatz zu Neko, die ja immer alles rein geschleppt und laufen gelassen hat und dann haben wir zwei Wochen später die stinkende Mauseleiche hinterm Schrank suchen dürfen! Katzen, weißte?!

Dieses Mal war es jedenfalls eine junge Meise, die sich total panisch in den alten Teppich gekrallt hat. Und der Kater ganz stolz: Schaut mal, was ich euch mit gebracht habe! Der hat uns halt lieb und ist nicht intelligent genug zu verstehen, dass er die kleinen Meisen in Ruhe lassen soll. (Also, die Mäuse ja eigentlich auch, das ist irgendwie ekelig, wenn er vor'm Fenster sitzt und die verspeist.)


Jedenfalls durfte ich die dann erst mal aushaken und untersuchen, ob sie irgendwelche sichtbaren Verletzungen davon getragen hatte, ob wir sie also wieder ins Vogelschutzdingsbums hätten bringen müssen. (Viecher! Nix als Arbeit!) Bei der Gelegenheit herausgefunden, dass die ziemlich laut fauchen können! Das wusste ich so gar nicht! Wie so ein kleiner Raptor! Chchchch! Fand das Tierchen jedenfalls nur mäßig witzig, dass ich zwischen den Flügeln und im Genick und überall geschaut habe, ob es blutet.

Da aber nichts zu sehen war, habe ich sie dann raus auf den Gartentisch gestellt, damit der Kater erst mal nicht dran kommt und dort blieb sie dann in Schockstarre erst mal sitzen, bis sie dann nach einiger Zeit weg war. Hatte mich nur kurz nach draußen begeben, in den Garten, um zu Schauen, was der Vogelnapper so treibt, und als J dann ebenfalls dazu stieß, meinte sie so: "Welche Meise?" War also von alleine weg geflogen, fühlte sich wohl nur von mir zu sehr beobachtet. Ich hoffe, der geht es gut und die ist dann nicht doch noch irgendwo vom Baum gekippt.


Bei der Gelegenheit hatte ich jedenfalls auch gleich mal wieder die D800 mit dem Makro drauf geschnappt, weil, die lag gerade da, und die Fotos da oben gemacht. Zu Dokumentationszwecken. Aber auch, weil man im Allgemeinen ja nie so nah an eine Meise, ob jung oder alt, heran kommt. (Nur die ganz kleinen, die gerade dem Nest entfleucht sind, bewegen sich instinktiv ja gar nicht, wie so ein Reh, wenn der Mähdrescher kommt.) Habe jedenfalls noch nie so nah einen lebendigen Vogel fotografieren können. Kann man schön die kleinen verästelten Federn sehen und wie zerzaust der ist, einerseits von der Katzenbegegnung, andererseits von meiner Untersuchung auf Verletzungen.

Jedenfalls, was lernen wir daraus: Der Kater bräuchte eigentlich eine Glocke. Oder irgendwas anderes lautes, damit die Viecher ihn kommen hören. Aber bei dem hier haben wir es bisher noch nie versucht, Neko hat die ja immer gekonnt im Garten verloren. Hinterpfote dazwischen und zack, ab. Und die ohne Sicherheitsklip sind mir dann doch zu gefährlich, sonst hängt die Katz am Ast und kommt nicht mehr weg. Alles suboptimal.

Macro im Garten

28.7.: Warum hatte ich das Makro auf der D800? Hatte einen Grund. Und ich saß im Garten und war dabei, die Fotos von der Kamera herunter zu ziehen und zu verarbeiten, da habe ich danach noch ein paar Gemüse fotografiert, die hier so rum stehen. Solange hier noch welche stehen, sollte ich sagen: Bei dem derzeitigen Wetter, also so seit gefühlt drei Monaten kein richtiger Regen mehr, wenn man mal die Gewitterschauer weg lässt, die ja auch nix wirklich bringen, da geht auch hier so langsam alles ein. So einen Dürresommer hatten wir noch nie. Gut, das ist jetzt auch ein relativer Satz, den wir in letzter Zeit alle zwei, drei Jahre von uns geben, aber das ist ja auch ein Symptom für die darunter schwelende Krankheit. Aber bevor ich wieder linksgrün vor mich hin spinne, hier erst Mal ein Foto vom Kater:


Der lässt sich von alldem nicht beeinflussen und schnarcht friedlich auf dem Gartentisch im Schatten. Dem gefällt die Feige richtig gut, hat endlich ein schattiges Plätzchen für den Sommer gefunden. So, und eigentlich wollte ich ja auch über das Objektiv sprechen, nicht über den Klimawandel. Denn hier im Garten kann ich das Micro-Nikkor 55/3.5 mal für das verwenden, wofür es eigentlich gedacht ist: Makro-Aufnahmen. Gut, eigentlich sollte mal ein Stativ verwenden, damit die Fokusebene nicht immer mit jeder minimalen Handbewegung verrutscht, aber.

Die Bilder da oben sind schon im Makrobereich aufgenommen, aber jetzt auch noch nichts, was ich nicht auch mit einem Diopter hin bekommen hätte. Hingegen, die Bilder da unten sind sehr nahe dem minimalen Anschlag auf der Fokusskala entstanden, was bedeutet: 2:1 Abbildungsmaßstab. Bei der wahnsinnigen Auflösung der D800 heißt das, dass ich die originalen, nicht fürs Web runter skalieren Bilder auf A3 oder noch mehr hoch skalieren könnte, ohne einzelne Pixel zu sehen. Was das dann für ein Maßstab wäre, muss jeder mal in einer stillen Minute für sich selber ausrechnen, das ist mir jetzt zu kompliziert, ich habe Kopfschmerzen.


Gleichzeitig bin ich immer wieder hin und weg, was dieses ja nun wirklich mit seinen 50 Jahren uralte Objektiv an Schärfe produziert und gleichzeitig aber einen gewissen Retro-Look behält. Ich kann gar nicht mal sagen, woran das eigentlich liegt, aber ich habe hier zum einen das Gefühl, etwas hyper Modernes anzuschauen, andererseits wirken die Bilder aber trotzdem auf mich wie 1980. Liegt es an der Farbwiedergabe? Die ist - wie bei den moderneren Nikon-DSLRs ja scheinbar häufig - eher etwas gedeckt. Besonders das Bokeh ist sehr pastellig. Sind es die Bokeh-Bällchen, die altmodisch sechseckig daher kommen? Moderne Objektive übertreffen sich ja jede Generation aufs Neue, wie schön abgerundet die Blendenlamellen sind. Ich weiß es nicht. Mein Kopf sagt, dass ich mir das alles nur einbilde, was durchaus möglich ist, mein Bauch sagt: Hypsch! ;-)

Besonders spannend sind die Makros, die ich von den Bienen bekommen habe, die im Lavendel saßen. Die hatten zum Teil nämlich dicke Schichten von Blütenpollen (vom Hibiskus, nehme ich an) im Fell hängen. Wegen des fehlenden Autofokus und der schnellen, zappeligen Bewegung, die Bienen so an den Tag legen, wenn sie von Blüte zu Blüte rüsseln, sind da sehr viele unscharf geworden, aber ich habe hier mal exemplarisch zwei raus gesucht, die die Leistungsfähigkeit dieses Makro-Objektivs doch recht eindrucksvoll unter Beweis stellen:


Gut, natürlich, heutzutage kann man mit schnellem Fokus und hundert Bildern in der Sekunde wahrscheinlich selbst bei solchen bewegten Szenen Focus Stacking machen. Aber irgendwie finde ich ja noch immer, dass das gepfuscht ist! Da ist dann wieder mehr Technik involviert, als ich gutheißen kann. Wie gesagt, irgendwann kann man dann seine Bilder gleich von der KI ausrechnen lassen, und das will doch nun wirklich keiner. "Von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß!" Aber wahrscheinlich[1] haben schon die Maler des 19. Jhd. genauso argumentiert, als die Fotografie aufkam und ich bin einfach nur ein altmodisches Fossil! ;-)

[1] Lies: Definitiv. ;-)