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Lord of the Rings - Fate of the Fellowship

Was spielt man für Franchise-Spiele, wenn einem danach ist? Spiele, die sich an Pop Culture orientieren, sind nicht immer die besten. Das kommt meist davon, dass man mit dem Erhalt einer Lizenz auch gewissen Beschränkungen auferlegt bekommt, nehme ich an. Es soll ja auch eine große Masse von Leuten ansprechen.

Ob das bei Lord of the Rings: Fate of the Fellowship auch der Fall war, kann ich natürlich nicht sagen, ich war ja nicht bei den Verhandlungen dabei. Aber das Spiel hat den Vorteil, dass es ein bereits erprobtes Konzept (nämlich die Mechanik von Pandemic) einfach auf das Thema Mittelerde überträgt. Also, nicht "einfach", da sind schon ein paar Unterscheide, aber im Großen und Ganzen trifft es das glaube ich ganz gut. Das Spiel kommt auch vom gleichen Hersteller, die wussten also, was sie tun. Zugleich orientiert sich das Artwork mehr an den Beschreibungen aus den Büchern als an den Schauspielern aus dem Film, was ich ehrlich gesagt sehr erfrischend finde. Und wahrscheinlich hält das auch die Lizenzkosten unten, denn dann muss man Hollywood nicht auch noch einen Anteil abgeben.


Wie ist das Spielprinzip denn dann also? Wer Pandemic kennt, wird sich bei Fate of the Fellowship schnell zurecht finden. (Wir haben übrigens längere Zeit die englischsprachige Version gejagt, weil wir mit den Übersetzungen so unsere Probleme haben - wir haben beide die Bücher in Englisch gelesen und auch die Filme praktisch immer auf Englisch geschaut. Wenn da plötzlich von irgendwelchen Leuten und Gegenden und Gedönsen die Rede ist, die im Deutschen einen ganz anderen Namen haben, ist das total verwirrend! ;-) Ja, ich weiß, der Herr Tolkien hat damals selber an der deutschen Übersetzung mit gewerkelt und deswegen sind es Elben und nicht Elfen, aber: Ist halt ungewohnt. Ich komme einfach besser damit zurecht.)

Es handelt sich hier um kooperatives Spiel, bei dem jeder der Mitspieler zwei Personen(gruppen) (je zwei Hobbits werden immer gemeinsam gesteuert, das sind zum einen Frodo und Sam und zum anderen Merry und Pippin, die sind jeweils unzertrennlich. ;-)) Frodo und Sam haben den Ring dabei und der muss in den Vulkan geworfen werden - soll heißen: Die beiden müssen einmal quer über den ganzen Spielplan aus dem Shire nach Mount Doom wandern, dürfen sich dabei nicht von den Nazgul erwischen lassen, und dann genügend Ringe (Resistance-Karten, also sozusagen Widerstand gegen die korrumpierende Macht des einen Rings) haben, um das Ding auch tatsächlich in die Lava zu werfen! (Reinwerfen geht aber erst, wenn auch alle anderen Aufgaben erfüllt sind, die man am Anfang des Spieles zufällig zieht oder nach Szenario/Einführungsspiel wählt.) Klingt soweit ganz einfach, oder? Ist es aber nicht! Denn die beiden können sich nicht bewegen, ohne dass sie von den anwesenden Nazgul oder Orks gesucht werden. Das spielt sich dann folgendermaßen ab: Man wirft die Suche-Würfel in den Würfel-Turm (übrigens eine Papp-Version von Barad-Dur) und für jeden verknöcherten, alten, weißen Mann Gondor-Baum verliert man eine Hoffnung. Wenn man keine Hoffnung mehr hat, verliert man das Spiel.


Dieses ganze Rumgesuche trifft leider auch zu, wenn einer der anderen Spieler die beiden mit nimmt. Die einzige Möglichkeit, dass man keine Suche-Würfel würfeln muss, liegt darin, dass man eine von den Karten mit dem Stealth-Cape drauf abgibt. (Das sind sozusagen die Elven Cloaks aus dem Buch.)

Neben diesen beiden Kartensorten gibt es noch Friendship (die mit Herz) und Valor (die mit den Schwertern drauf). Karten bekommt man immer zwei neue am Ende seines Zuges und man hat ein Handkartenlimit von 7, das wir aber meist nicht erreichen, weil man doch recht häufig welche ausgeben muss. (Überschüssige Karten kann man mit einer eigenen Aktion in Tokens umwandeln, für die es kein Limit gibt, aber diese Tokens kann man auch nicht mehr tauschen.) Nur Frodo und Sam kommen schnell in diesen Bereich, denn die beiden müssen halt ständig Ringe und Capes einsammeln und horten. Andere Spieler können untereinander nur Karten tauschen, wenn sie sich am selben Ort befinden, und selbst dann muss die Gegend auf der Karte noch mit der übereinstimmen, in der sich dieser Ort befindet. (Karten mit "Gondor" drauf können also auch nur in Gondor weitergereicht werden.) Die einzige Ausnahme ist hier, dass eine der Frauen (war es Arwen? Ich glaube, es war Arwen!) alle Karten tauschen kann, solange sie sich an dem gleichen Ort befindet. (Sie kann also zB auch Gondor-Karten in Ithilien tauschen, solange sich der Tauschpartner am gleichen Ort befindet.)


Die anderen Karten werden für unterschiedliche Aktionen verwendet. Ringe kann man zum Beispiel ausgeben, um das Such-Würfel noch mal zu werfen, Schwerter, um Truppen auszuheben, etc. Außerdem gibt es auf dem Plan (Schleich-)Wege (etwa durch die Minen von Moria), die man nur dann nehmen kann, wenn man entsprechende Symbole ausgibt. Überhaupt, wir haben noch gar nicht über die Truppen auf dem Plan geredet: Da sind zum einen die roten Orks, die entlang der Pfeile ziehen, die auf dem Plan aufgedruckt sind. Deren Ziel ist es jeweils, die Strongholds der freien Völker Mittelerdes einzunehmen. Wenn ihnen das gelingt, sinkt nicht nur die Hoffnung, sondern man kann dort natürlich auch nicht mehr einfach so hin und eigene Truppen ausheben. Das funktioniert im Übrigen nur an solchen Orten, die extra mit dem entsprechenden Völker-Symbol markiert ist. (Etwas das Pferd für die Riders of Rohan.) Die eigenen Truppen kann man nur bewegen, wenn einer der Fellowship-Charaktere sie anführt. Dann kann man sich den Orks in den Weg stellen und diese zu einer Schlacht zwingen, woraufhin die anderen im Spiel enthaltenen Würfel gewürfelt werden, die erfahrungsgemäß aber auch nicht viel freundlicher zu einem sind! ;-) Selber kann man auch die Strongholds der Orks einnehmen, sodass dort keine neuen Truppen mehr spawnen können.

Habe ich noch was vergessen? Ach ja: Am Ende einer Aktionsphase eines jeden Spielers werden noch die bösartigen Shadow Cards gezogen, die eben entweder die feindlichen Truppen bewegen oder neue Truppen auf dem Plan erscheinen lassen. Leider verstecken sich noch zwei richtige Popo-Karten in dem Deck: Das ist zum einen "The Drums of War" und zum anderen "The Wheels of Saruman", die eigene Anweisungen aufgedruckt haben. Und wenn man beim Nachziehen der Handkarten auf "Skies Darken" trifft, geht so richtig die Post ab: Das Thread Level (das die Anzahl der zu ziehenden Shadow Cards bestimmt) steigt, wenn Saurons Auge sich in der selben Region wie Frodo befindet, verliert man 2x Hoffnung, es werden Orks in North Ithilien aufgestellt und zum Schuss wird der Abwurfstapel der Shadow Cards neu gemischt und wieder auf den Zugstapel gelegt. (Das hat immerhin den Vorteil, dass man jetzt ungefähr weiß, was einen erwartet, wenn man aufgepasst hat. Da aber immer nur eine der beiden auf die Karte gedruckten Anweisungen ausgeführt wird, auch nur so ungefähr.)


Am Ende steht man dann da und es gibt keine Handkarten mehr und dann hat man das Spiel verloren. Oder man verliert alle Hoffnung und man hat das Spiel verloren. Oder Sam und Frodo lassen sich unterwegs erwischen und man hat verloren. Oder... Ihr wisst, worauf ich hinaus will? :-D Bisher haben wir es zwar irgendwie immer geschafft, den scheiß Ring in den scheiß Vulkan zu werfen, aber immer nur auf dem Zahnfleisch und immer nur im einfachen Einführungsspiel (weil wir immer neue Mitspieler dabei hatten, denen wir nichts komplexeres zumuten wollten). Es ist also echt nicht so einfach, diese Spiel erfolgreich abzuschließen. Aber: Es macht Spaß! Erstaunlicherweise! Man muss sehr taktisch vorgehen, sich untereinander immer absprechen, Planen, wo man Karten übergeben kann, wer welche Truppen wo aushebt und dann anführt, wer welche Side-Quest (die gezogenen Aufgaben vom Anfang) erledigt. Jeder Spieler ist wichtig, auch wenn er nicht die großen, heroischen Schlachten anführt, sondern nur als Support dabei ist oder irgendwo anders auf dem Plan Lärm schlägt, damit das Auge Saurons nicht bei Frodo ist.

Für wen ist das Spiel etwas: Leute, die gerne von ihrem Lieblings-Franchise in den Wahnsinn getrieben werden wollen! ;-) Aber auch für Spieler, die sich für eine andere Variante von Pandemic interessieren. Oder Leute, irgendwo auf dem Weg dazwischen, so wie wir. Das Spiel wird viel mit Pandemic verglichen, weil es nun mal sehr ähnlich funktioniert, aber dann doch nicht genau aus. Diese Variante fand ich durchaus herausfordernder. Dass man dabei mit den Hobbits, den Zwergen, den Elben und dem ein oder anderen Zauberer in Berührung kommt, macht es nur interessanter. Wie immer bei diesen komplexen Strategiespielen sollten die Spieler nicht zu jung sein; die Kiste sagt 14+ und ich glaube, das ist ganz OK. Das Spielmaterial ist schön gestaltet und erinnert mih - wie gesagt - sehr an die älteren Ausgaben der Bücher. Man sieht hier deutlich, dass die Designer sich sehr mit dem originalen Material beschäftigt haben. Die Spielfiguren sind aus lackiertem Holz und mit Charakteren versehen, die Nazgul sehen nach cool aus, wie sie über dem Spielplan flattern, der Dice Tower ist kompiziert zusammenzusetzen, aber macht echt was her. Also alles in allem ein positives Fazit. Es könnte - zumindest in den Einführungsspielen - aber auch gerne ein bisschen einfacher sein, insbesondere, wenn man mit Spielern spielt, die noch nicht so erfahren in dieser Art von Strategie sind. Aber da man Entscheidungen immer gemeinsam treffen muss, relativiert sich das auch schnell wieder. Birgt aber auch die Gefahr in sich, dass einer das Spiel an sich reißt. Hier heißt es, auch mal seinen eignen Standpunkt deutlich zu kommunizieren und im Zweifel die Mehrheit abstimmen zu lassen. Schließlich sind wir keine Orks, die nur Befehle ausführen, sondern repräsentieren die freien Völker, die nun mal sehr individuell daher kommen. ;-)

Hennef letzten Samstag

Natürlich habe ich auch digitale Fotos gemacht! Was glaubt ihr denn? ;-) Allerdings nur mit der Canon und dem schimmeligen Zoom, denn noch mehr Foto-Gear wollte ich echt nicht noch mit mir rum schleppen! Hatte schließlich schon die OM2 und die passenden Objektive dazu mit.


Wie man sieht, habe ich mal wieder hinterm Bahnhof geparkt, allerdings recht weit durch, da wo früher Conet war. Weil, vorne ist alles belegt gewesen. Die freien Plätze habe ich leider erst nach dem Wenden gemerkt, dass das jetzt alles nur noch 15-Minuten-Kurzzeitparkplätze sind, weil die Baustelle für das Radparkhaus die eigentlichen Bahnhofs-Parkplätze belegt.

Beim Foto Berger (und einigen anderen Geschäften in der Stadt) ist bereits der Karneval ausgebrochen. Ich hab das mal dokumentiert, denn er hat sich mit den Playmobil-Figuren echt Mühe gegeben, finde ich. Gefällt mir, sieht gut aus.


Und dann hab ich geflucht, dass ich nicht das Tele dabei hatte, denn da saßen die Sittiche direkt an der Sieg in einem der Bäume in den Vorgärten herum und fraßen die Zapfen. Die machen ja einen echt saumäßigen Lärm. Aber niedlich sind sie schon. Und so nah und so lange konnte ich sie bisher selten beobachten. Auch die habe ich in s/w gemacht, da hatte ich zumindest das 135mm dabei, aber ich fürchte bei dem schlechten Kontrast (grün auf grün) werden die nicht besonders gut raus kommen.

Dann noch ein bisschen am Bahnhof rumgelungert und die Züge fotografiert. Und die Kameras, die alles überwachen. Und überhaupt, was mir vor die Linse gekommen ist.


Schließlich zurück zum Auto und ich hätte eigentlich noch ein paar Motive mehr gehabt, aber leider war der 36er Film dann doch voll. Die musste ich dann alleine mit der digitalen bearbeiten. Schade, der Fußballer wäre sicher interessant geworden.


Und passend zum einsetzenden Regen wieder zu Hause gewesen. Mein Keilriemen - also der vom Honda - quietscht und Pfeift sich ein ganzes Konzert zusammen. Wird Zeit, dass Frühling wird, ist ja meine Meinung. Und die meines Autos! ;-)

Seelscheider Schneematsch

29.1.: Immer wieder Donnerstags. Heute mal mit - zum Glück nur wenig - Schnee, glatten Straßen, zugefrostetem Honda. Es ist ja nachts nicht wirklich mehr kalt (im Vergleich zu Anfang des Monats), aber es hat gereicht, dass die Schneematschreste, in die es auch noch rein geregnet hatte, auf meinem Auto fest gefroren waren und ich mal wieder den Kratzer zücken musste. Von all dem Winterwetter ist diese Wetterlage zwischen Ost-Frost und nasser Westströmung, bei der man einerseits noch kratzen muss, andererseits aber statt Schal und Mantel wasserfeste Kleidung und am Besten Stiefel braucht, das am weitesten nervtötendste! Deswegen hatte ich auch wieder nur die Canon eingepackt, die kann den Regen/Schnee/Graupel/wasauchimmer am Besten ab, die ist das mittlerweile gewohnt! ;-)


Es gibt aber auch nicht wirklich viel zu berichten: Das Dorf ist schmutzig-nass wie immer um diese Jahreszeit. Überall hängt noch die Weihnachtsbeleuchtung in Form von Lichterketten rum. Die Ruine im Park hat noch immer kein Dach, es regnet also rein. Und es ist leicht trübe-deprimierend. So sehr, dass ich wirklich keine spannenden Motive finden konnte. Am ehesten bin ich da noch auf die vier Lichter stolz, die an der ehemaligen Bäckerei, jetzt Lebenscoachingschwurbel oder was ist das, ich versteh's nicht, rum hängen. Fehlt nur noch der Gul Gedöns, der dem Picard weis machen will, das wären fünf Lampen! ;-)

Doch, Moment, ich habe mir die Zeit genommen, um noch mal zu schauen, ob man wirklich nicht mehr vom Parkplatz der Sparkasse zum Parkplatz des Edeka wechseln kann. Aber tatsächlich, alles voller Zaun. Warum? Man weiß es nicht! Wahrscheinlich wollen die einen nicht, dass man da parkt und bei den anderen seine Geschäfte erledigt, oder irgendwie sowas.


So, und das war auch dann schon das. Auf dem Heimweg noch getankt und irgendwer hatte geschlabbert und ich hab in der Benzinpfütze gestanden und langsam aber sicher einen am Dach bekommen, weil es die ganze Fahrt über so gestunken hat. Meine armen Schuhe! Habe die Sohlen dann versucht abzuwischen, aber das scheint irgendwie direkt in das billige Plastik (aus PET-Flaschen?) eingezogen zu sein, das geht nicht weg, stinkt aber wie die Benzinhölle! Furchtbar. Muss doch mal über ein Elektrofahrzeug nachdenken.

Gigabyte GS27U

Ich wollte mir ja eigentlich ein neues Notebook kaufen, nachdem ich ja jetzt lang genug dafür gespart habe und das alte HP so langsam in das Alter kommt, in dem man damit rechnen muss, dass es irgendwann ZAWONK macht und abbrennt. Ich mein, das ist ein i5 aus der ersten Generation, also irgenwie sowas wie 2009 oder 2010 oder sowas. Die Google-KI sagt, das wäre im Mai 2010 erschienen, wäre dann jetzt also 16 Jahre alt. Muss ich dann ja jetzt so glauben, weil mit KI ist angeblich ja alles besser. :-/

Was mit KI aber grundsätzlich nicht besser ist, das sind die RAM- und SSD-Preise! Da die sich in den letzten vier, fünf Monaten verdrei- bis -vierfacht haben, kann ich mir das schön gesparte Geld auch einfach in den Hintern schieben und darauf ein lustig Liedlein trällern! Ich mein, dass ich grundsätzlich von diesem LLM-Slop nichts halte, sollte ja jetzt hinreichend dokumentiert sein, aber wenn es dann auch noch bedeutet, dass ich mir keine neue Hardware leisten kann... OK, Korrektur, sagen wir mal so: Ich könnte durchaus, aber ich habe keine Böcke, die KI-Blase auch noch zu finanzieren. Denn zZt sind die einzigen, die diese Preise ja auch tatsächlich zahlen müssen, die Endkunden. Die ganzen LLM-Anbieter gehen ja wahrscheinlich pleite, bevor sie die bestellten Speicher überhaupt abnehmen müssen.


Aaaaanyways! Habe ich mir gedacht: "Nimm das Geld und kauf Dir endlich mal einen neuen Monitor." Da bin ich ja jetzt schon eine ganze Weile hinter her gewesen. Weil, der alte 24" LG Monitor (W2452T-PF) ist mittlerweile auch schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Das Blau ist schon ziemlich ausgelutscht und das Grün verfärbt sich auch langsam. Ich mein, er geht noch immer und das spricht dafür, dass echte alte LED-Technik gar nicht so schlecht gewesen sein kann, damals, vor 20 Jahren oder so, aber. Wird mal Zeit, die Zukunft im Haus zu haben. (Der LG ist scheinbar so alt, dass ich noch nicht mal einen Eintrag im Blog dazu habe. Ich glaube, das muss ich demnächst mal nachholen! 2008, sagt das Typenschild auf der Rückseite. Muss ich dann ja wohl glauben, kommt mir aber länger vor.)

Ersetzt wird er jetzt durch ein Gerät von Gigabyte, ein GS27U "Gaming Monitor". Das arme Teil wird wahrscheinlich niemals Gaming erleben, es sei denn, er wird irgendwann mal aus Versehen an die Playstation angeschlossen. Weshalb ich den dann trotzdem genommen habe? Weil er mehrere Boxen tickt: Er ist billig - das ist schon mal nicht ganz unwichtig -, war er doch beim Versender meiner Wahl gerade im Angebot. (Deshalb hat er wohl auch zweieinhalb Wochen gebraucht, bis er hier endlich aufgeschlagen ist. Die Chinesen mussten den extra für mich noch schnell zusammen klöppeln! ;-)) Außerdem hat er ein helles IPS-Panel, leider nur edge lit, aber bei dem Preis muss man auch Abstriche in Kauf nehmen. (Ich bin eh so blind mittlerweile, dass ich solche Details nicht mehr wirklich wahrnehme.) Aber als wichtigstes Kriterium für mich: Er kann (laut Datenblatt) 127% sRGB-Farbraum anzeigen und sogar mit 95% beinahe den komplette DCI-P3. Letzters ist jetzt nicht so wichtig, aber alle meine Bilder, die aus jeder meiner Kameras heraus purzeln, sind sRGB und ich kann die jetzt endlich mal so sehen, wie Gott das vorgesehen hatte. Oder Sony/Nikon/Canon, oder wer dafür zuständig ist. ;-) Ach ja, und UHD, das versteht sich aber glaube ich von selber, oder? Eine schöne Dreingabe sind dann noch die 160Hz (alles über 60Hz veranlasst die Grafikkarte allerdings, auch gleich mal 1/3 mehr Watt zu verbraten, zumindest unter Linux. Keine Ahnung, was der Windows-Treiber so treiben täte.)


Die Helligkeit ist hingegen mit 350cd/m² nicht deutlich höher als beim alten, der Kontrast ist sogar mit 1:1000 eine Größenordnung kleiner. Da das aber echte 1:1000 sind und nicht diese gelogenen "dynamischen" Angaben, die vor 20 Jahren so in waren, ist das auch nicht wirklich schlechter. Zum Texte in einen Webbrauser schreiben reicht es allemal. Und die Bildbearbeitung, die ich bisher damit betrieben habe, hat sich auch als um Klassen besser heraus gestellt. Die Bilder wirken plötzlich alle so bunt und lebendig! Aber vor allem BUNT! Also, BuNt!!!1 ;-) Muss am IPS liegen.

Das Display unterstützt des Weiteren auch noch HDR400 und hat eine Response Time von 1ms. (Muss es ja auch bei 160Hz.) Das sind aber alles so Sachen, die mehr interessant für die Gamer da draußen sind, für mich zum Bildbearbeiten ist halt hauptsächlich der riesige Real Estate (wir wir das früher nannten, heißt das noch so?) interessant, der mir jetzt in Gimp zur Verfügung steht. Umgekehrt ist es schon ein ganz seltsames Gefühl, wenn ein 24MP-Bild bei 66% Skalierung bereits keine Ränder mehr aufweist! Früher musste ich da so weit raus scrollen, jetzt sehe ich fast auf Anhieb die Pixeleben und dann wundere ich mich, "wie, schon 100%?" Das ändert meinen Workflow mehr, als ich gedacht hätte.


Ich weiß, seinen Monitor abzufotografieren verhält sich zur Realität ungefähr so wie das Centerfold im Playboy: Hat nix miteinander zu tun. (Gibt es das eigentlich noch? Ich kenn' das ja eh nur aus Erzählungen...) Aber: Die Handy-Kamera sieht so gerade noch eine leichte Pixel-Struktur und macht ein kleines bisschen Moiré. Wenn ich mit meine alten Augen da vor sitze, muss ich ganz nah ran gehen. Dann sehe ich noch immer keine Pixel, weil meine Altersweitsichtigkeit das verhindert, und nehm ich die Brille ab, ist die Hornhautverkrümmung schlimm genug, dass ich auch keine Pixel sehe. Für mich erschienen runde Buchstaben also tatsächlich rund. Hatte ich auch noch nie. ;-)

Schön ist übrigens, dass die Gigabytes sowohl ein HDMI- als auch ein DP-Kabel beilegen. Ich brauche zwar nur eines davon, aber immerhin hat man so die volle Auswahl an Anschlussmöglichkeiten. Habe mich dann für DisplayPort entschieden, wegen der Bandbreite? Weiß nicht. Bei vollen 160Hz braucht man wohl beide HDMI-Anschlüsse, oder? Ich weiß nicht, ich hab das modernere Format genommen. Geht einfach. Und sieht gut aus. Wollte das auch nur nebenbei positiv erwähnen. ;-)

Fazit: Ob die anfängliche Begeisterung anhalten wird, werde ich sehen, wenn ich das Teil länger benutzt habe. Schwierig ist für mich, dass ich noch den anderen (BENQ) Monitor daneben stehen habe und der sieht richtig Örgs aus im Vergleich. Aber als Zweitdisplay OK. Da ich den Desktop jetzt aber auf 125% skaliert habe - im Gegensatz zu Windows funbktioniert das unter Linux auch reibungslos, obwohl ich hier noch Xorg laufen habe und fröhlich Qt- und gtk-Anwendungen mische ;-) -, damit ich die kleinen Fonts besser lesen kann, ist das auf dem 1080p-Display halt alles zu groß! Auf dem 2160p sieht es jedoch großartig aus! Bisher bin ich zufrieden. Wer was anderes, als die rudementäre Ausstattung braucht (Tuner, Lautsprecher, Schnickschnack), ist hier wahrscheinlich falsch. Wer aber einfach nur ein modernes Display sucht, so wie ich, um das alternde zu ersetzen, wird sich wohl verwundert die Augen reiben, dass sowas heutzutage möglich ist! ;-)

Thesauros

Heute mal wieder ein Spiele-Review: Thesauros (Griechisch für "Schatz")! Schon wieder so ein langes Spiel aus der Worker-Placement-Richtung. Das Setting: Irgendwo am Meer (warm, sonnig, mediterran) hat man sowas wie ein Bergungsunternehmen und kann mit seinen Schlauchbooten aufs Meer fahren, um dort Schätze zu heben oder alternativ auch die Touristen zu bespaßen. An Land kann man dann noch diverse Fähigkeiten und Ausrüstung ausbauen, sowie die lokalen Behörden bestechen. Also alles ganz normal, soweit. ;-)


Man beginnt das Spiel mit einer Chef-Spielfigur (tatsächlich ein Experte in allem - wer es schon mal mit echten Chefs zu tun hatte, merkt direkt: Alles Science Fiction! ;-)) und zwei Arbeitern in seinem Pausenraum. Dazu bekommt man noch so um die 50$ als Startkapital (je nach Schwiergkeit bzw. Einführungsspiel), welche man auf seine fünf Kassen aufteilen muss: Löhne und Gehälter (lila), Forschung und Entwicklung (blau), allgemeine Kosten (rot), Missionen (türkis) und - ganz wichtig - die schwarze Kasse fürs Schmiergeld, in die die anderen Spieler nicht einfach so rein schauen können, weil es dafür diese praktische kleine schwarze Kiste gibt. Wichtig ist, dass man am Anfang in allen Kassen genug Kohle bunkert, um über das Jahr zu kommen, ohne zwischen den Konten hin und her transferieren zu müssen, denn das kostet leider Bankgebühren - also wie im echten Leben.

Ansonsten unterteilt sich das Spiel in 3x3 Aktions-Phasen, in denen man seine Arbeiter los schicken kann, um den Laden am Laufen zu halten und Einnahmen zu generieren, bzw. neue Ausrüstung anzuschaffen oder zu entwickeln, mehr Arbeiter anzuheuern, Schatzkarten auf dem Flohmarkt zu erwerben, oder auch, um mit dem einen Boot, das man am Anfang hat, auf See zu fahren und dort Schätze zu suchen, auf der Insel den Metalldetektor anzuwerfen, Touristen zu bespaßen oder einfach nur Thunfische zu angeln. Wenn man absolut keine Verwendung für seine Mitarbeiter hat, schickt man sie in die Muschelfarm, dann generieren sie wenigstens so viel Einkommen, dass man sie am Ende auch bezahlen kann. Das ist nämlich eine weitere Sache, mit der man sich als Kleinunternehmer wie im echten Leben konfrontiert sieht: Diese schrecklichen Mitarbeiter wollen auch noch bezahlt werden. Wichtig ist übrigens: Wenn man seinen Arbeiter zusammen mit dem Chef in eine Warteschlange einreiht, kann dieser wertvolle Kenntnisse erhalten (symbolisiert durch die Mütze, die er dann aufgesetzt bekommt) und von nun an auch den Chef-Bonus in diesem Gebäude abgreifen! Denn, wie schon angedeutet: Der Chef ist ein Experte auf jedem Gebiet und es ist immer wichtig, den Azubis auch was beizubringen! ;-)


Wem diese Erklärung schon zu viel war, es wird noch besser: Worauf natürlich alle total scharf sind, das sind die Schätze! Die bringen nämlich richtig viel Geld und Ansehen, wenn man sie im Museum ausstellt. Dafür muss man aber teilweise erst mal die passende Ausrüstung anschaffen (Sonar, Tauchausrüstung, etc.) und manchmal auch noch an den lauernden Haien vorbei (Harpune nicht vergessen). Diesen ganzen Krams muss man sich natürlich auf sein Boot laden, bevor man damit in See sticht, sonst hat man nachher nicht alles dabei, was man braucht und muss sich teuer ein Wasserflugzeug chartern, um auf hoher See Klamotten und Personal auszutauschen. Wem ein Boot nicht reicht, kann sich natürlich auch noch weitere anschaffen, für das nötige Kleingeld natürlich!

Hat jeder Spieler seine Arbeiter verteilt, wird der Reihum jede der Warteschlangen abgearbeitet. Manche Warteschlangen sind länger, manche kürzer und manche haben gar nur einen einzigen Warteplatz. Es spielt hier nur die Reihenfolge der Gebäude und er Arbeiter innerhalb der Schlange eine Rolle, nicht die eigentliche Spieler-Reihenfolge. Diese ist nur beim Platzieren wichtig. Sind alle Aktionen abgearbeitet, wird noch nachgeschaut, wer alles einen Umschlag bei den Behörden eingeworfen hat, um die neue Spielerreihenfolge zu bestimmen. Wer das meiste Geld aus seiner schwarzen Kasse verballert, ist in der nächsten Runde erster Spieler, usw. Dann muss noch das Personal bezahlt werden und es beginnt die nächste Runde.


Das Spiel endet, wenn entweder alle Spieler drei mal drei Runden gespielt haben oder falls vorher schon sämtliche Räume im Museum mit Schätzen belegt sind. Am Ende gewinnt derjenige, der den besten Ruf hat. Das ist nicht unbedingt derjenige mit dem meisten Geld am Ende, sondern der, der es am geschicktesten investiert hat! Da zählen zum einen die Schätze im Museum, aber auch die Technologie-Karten bringen Punkte, die Haie, die man auf der Schatzsuche erlegt hat, die Schatzkarten im eigenen Besitz und welchen Ruf man bei den Behörden hat (sprich, wer sich auf den ersten Platz der Spielerreihenfolge geschmiert hat).

Was macht des Spiel jetzt anders als andere Worker Placement Spiele? Durch die unterschiedlichen, in jeder Rund aufgedeckten Karten im Technologie-Gebäude sowie die zufälligen Schatzkarten wird das Spiel dynamischer, als wären diese Elemente statisch. Zum anderen ist die Konkurrenz untereinander recht hoch, denn wenn eine Warteschlange voll ist, kann man diese Aktion in dieser Runde nicht mehr machen. Auch im Museum herrscht starker Konkurrenzdruck. Dabei wird es aber nie wirklich frustrierend schwierig. Die verdeckte Auktion um die Starspieler-Position erhöht den Nervenkitzel zusätzlich noch ein bisschen. (Ich habe dieses Spiel bisher aber nur im Zwei-Spieler-Modus gespielt, vielleicht erhöht sich der Konkurrenzdruck mit 3 oder 4 noch mehr und es kippt. Da es aber eine Rückseite des Spielplans für 3+4 Spieler gibt, denke ich mal, dass diese Modi entsprechend angepasst sind, dass es auch hier nicht zu allzu hohem Frust kommt.)


Für wen ist das Spiel was? Also, erst mal für mich! Ich mag diese WP-Spiele ja, in denen man seine Leute über das Spielfeld verteilt und diverse Aufgaben erledigen kann. Das ist aber nicht jedermanns Sache. Wer gerne einen gewissen Druck durch die Mitspieler hat, ist hier auch gut bedient. Ich habe ja persönlich lieber Spiele, die ein bisschen mehr ge-sandbox-t sind, soll heißen: Bei denen sich die Entscheidungen anderer Spieler wenig bis gar nicht auf die eigenen Entscheidungen auswirkt. Hier sind wir eher so im mittleren Bereich, würde ich mal behaupten, das geht noch, dass es nicht zu verbalen Streitigkeiten am Spieltisch kommt, aber verursacht schon ein bisschen Stress bei mir. Gehört aber zum Konzept dieser Sorte Spiele durchaus dazu, insofern beschwere ich mich nicht zu sehr. Ganz ohne Konkurrenz geht es im echten Leben ja auch nicht vonstatten.

Das Alter der Spieler sollte hier - wie bei den meisten komplexeren WP-Spielen - schon ein bisschen höher angesetzt werden, ich sag mal, 12-14 sollten die Blagen schon sein. (Die Kiste sagt sogar "ab 14". Kommt halt auf die Blagen an.) Die Anleitung ist lang und ausführlich, klar strukturiert und durchdacht. Was ganz gut ist: Die englische Anleitung liegt auch in der Kiste und so kann man hier hin und her wechseln, wenn man etwas nicht klar sein sollte oder undeutlich formuliert ist. (Lost in translation passiert halt auch schon mal selbst den Profis beim Übersetzen von Betriebsanleituungen!) Ansonsten hilft das Internet. Das Spielmaterial ist hübsch designt, die Spielfiguren alle aus Holz: Gut. Für den Preis erhält man also ein durchdachte und interessantes Spiel. Es gab wohl Leute, die in den einschlägigen Foren darüber lamentiert haben, dass man die Haie/Fische/Hummer killen kann/muss, das Spiel ist also scheinbar nichts für Veganer! ;-) Persönlich kann ich das Setting eines Spiels mental aber doch von der Realität trennen. (Nur weil ich hin und wieder einen Bond-Film gucke, geh ich ja auch nicht raus und schaller der Frau eine, wenn die nicht macht, was ich will. Die 1960er waren doch schon eine ganz andere Zeit, wundert mich, dass die da heutzutage keine Trigger-Warnung dran machen müssen! Aber das nur am Rande. ;-))

Fazit: Schön gestaltetes Spiel mit erhöhter Konkurrenz. Mir gefällt es gut, erreicht aber nicht die besten Plätze. (Liegt auch daran, dass wir so viele verschiedene Spiele im Bereich Worker Placement haben, dass die oberen Plätze einfach auch einen hohen Konkurrenzdruck haben!) Für das, was es ist, ist es aber sehr gut. Wer das Thema mag und eine erweiterte Spielmechanik sucht, kann zugreifen.