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Schwarz-weiß und analog, Teil 338: Pleistal mit dem AI-S 50/1.4

Kentmere 100 #18, März 2026
  • Nikkormat FT, AI-S Nikkor 50mm 1:1.4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock #3 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #22+#23 (?), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Wird mal wieder Zeit für einen s/w-Artikel: Heute geht es ins schöne Pleistal, ich hatte das 50/1.4 AI-Nikkor auf der Nikkormat und das ist auch eigentlich alles, was man braucht! Wenn ich mich recht erinnere, ist das auch so langsam das Ende vom Film. Noch mal so ein Dutzend Fotos, vielleicht ein, zwei mehr, die alle miteinander ganz nett geworden sind. Frühlingswarmes Wetter mit viel Sonnenschein ist gut zum Fotografieren. Mit der Brennweite konnte ich allerdings nicht die Rehe aufnehmen, die da auf den Feldern herum hüpften!

Am Parkplatz hat uns als erstes Mal der Herr Jesus begrüßt. (1/250s, f/4.) Allerdings war er nicht in der Lage, uns die Hand zu geben. Schade eigentlich. ;-) (Diese christliche Obsession mit Mord und Todschlag werde ich nie so ganz verstehen. Konzentriert euch doch mal weniger auf die Kreuzigung, sondern auf das Wunder der Wiederauferstehung! Aber das ist ein anderes Thema. Das führt jetzt wieder zu weit.)

Die alten Disteln vom letzten Jahr sind auch immer ein gern genommenes Motiv. (1/500s, f/8.) Vor allem, weil der mehr oder weniger einheitliche blaue Himmel im Hintergrund ein guter Test dafür ist, was das Objektiv zu Vignettierung sagt. Bei f/8 jedenfalls nicht viel, wie man sieht. Praktisch null vorhanden.


Das Gebäude von der alten Mühle, in der jetzt Restaurant und Standesamt drin sind, darf natürlich auch nicht fehlen. (1/500s, f/8.) Und ich kann noch immer die Kamera nicht gerade halten! Man, man, man! Der Himmel sieht ein bisschen diesiger aus, als er es tatsächlich war. Liegts am Film, der das Blau so sehr grau rendert?

Wenn ich Bänke sehe, verschwende ich ja mindestens ein Bild dafür! (1/1000s, f/2.8.) Auch weiter offen sehen wir keinerlei Abschattungen an den Ecken. Ganz weit öffnen konnte ich das Objektiv hier leider nicht, es war viel zu hell. Hätte auch die Bank zu unscharf gemacht. So geht das gerade noch. Auf die Entfernung ist die Schärfeebene doch recht dünn, selbst wenn man zwei Stufen abblendet. Und das war bei dem vielen Licht schon ein Wunder, dass das ging, die Bank ist dementsprechend auch ein bisschen über, der Hintergrund viel! ;-) Aber macht trotzdem (oder gerade deswegen?) einen interessanten Eindruck.

Ein einsamer Wanderer auf der Chaussee nach Nirgendwo. (1/250s, f/8.) Naja, stimmt nicht, in die Richtung liegt irgendsoein Stadtteil von St. Augustin. Müsste ich jetzt wieder auf die Karte gucken, ich kann mir ja keine Namen merken, auch nicht die von geographischen Gegebenheiten. Weit abgeblendet werden jedenfalls alle Bäume scharf, auch wenn ich auf den vordersten fokussiert hatte. Gefällt mir ganz gut, das Bild. Hätte den Weg vielleicht noch ein gaaaan kleines Bisschen nach rechts schieben sollen. Aber dann sieht man die Baumflucht nicht mehr so gut. Man kann nicht alles haben.


Büschel von Sumpfgras im Gegenlicht. (1/1000s, f/5,6.) Mein Flare-Test. Außerdem kann ich so überprüfen, wie viel Kontrast der leichte Nebel im hinteren Linsenelement weg nimmt. Aber geht, beides ist erstaunlich gut: Keine Flares, keine merklichen Nebelerscheinungen. Gefällig. Und insgesamt ein nettes Motiv. Da habe ich aber auch längere Zeit mit mir gerungen, welche Belichtung ich da am besten nehme.

Auf unserem Weg durchs Pleistal kamen wir dann auch irgendwann an der ICE-Strecke mit ihren Mauern und Zäunen raus. (1/1000s, f/4.) Hach, endlich noch mal f/4, meine eigentliche Lieblingsblende. Habe mich da so dran gewöhnt, das meiste bei f/4 zu machen. Das fing eigentlich mal damit an, dass man da meist noch nicht den Schmutz auf dem Sensor sehen kann, und dann ist es nicht mehr weg gegangen. Eigentlich würde man solche shots ja eher bei f/8 machen oder gar noch weiter geschlossen, wenn es der Film zulässt, aber. Nicht bei mir! No Sir! ;-) (Wobei ich ja in letzter Zeit doch sehr variable geworden bin, was das Thema angeht.)

Für den Motor brauchte ich dann auch mehr Tiefe, deswegen auch gleich wieder am Blendenring geschraubt. (1/250s, f/8.) Für dieses Bild bin ich extra so halb über den Zaun geklettert. Wenn mich die Bahn erwischt, bin ich selber schuld, ich weiß. So ein ICE, wenn er da mit 200 Sachen durch den Tunnel ballert, macht schon ziemlich Wind. Oder was für eine Geschwindigkeit haben die da an der Stelle, wenn die gerade noch durch den Bahnhof in Siegburg sind?


Dann waren wir auf der anderen Seite, konnten den Blick ins Pleistal genießen und stattdessen mache ich Bilder vom Jagdhochsitz. (1/1000s, f/4.) Im Hintergrund die Plattenbauten in St. Augustin. Aber zum Glück kann auch der beste Jäger nicht so weit schießen, da bräuchte man schon eine kleine Haubitze! ;-) Jaja, ich soll nicht immer so auf den Jägern rum hacken, in einer Welt ohne Bär und Luchs muss einer ja die Rehe und Wildschweine klein halten. Aber! Außerdem mag ich kein Wild. Also, Wildschwein ließe ich mir ja noch gefallen, aber da war gerade der Jahrestag von Tschernobyl, der uns alle daran erinnert hat, dass 137Cs gerade mal 1⅓ Halbwertzeiten hinter sich hat... In Bayern soll es noch Stellen geben, da leuchten die Bachen in dunklen Nächten noch immer! :-/ Und da quaken irgendwelche Quacksalber was von der Notwendigkeit der Atomkraft. Wie schnell wir doch kollektiv vergessen. Aber ich schweife mal wieder ab.

Ein paar Meter weiter ist der alte Kletterpark. (1/250s, f/8.) Ist der jetzt eigentlich geschlossen? Die Webseite existiert noch immer, funktioniert aber in modernen Browsern nur noch bedingt. Sieht nach Frontpage aus! ;-) Aber da stehen nach wie vor Telefonnummern und alles drin, wo man sich anmelden könnte. Keine Ahnung. Ich weiß nicht, die Bretter da oben sehen jetzt nicht mehr so vertrauenswürdig aus.

Und die Tür sieht auch so aus, als wäre die seit Jahren nicht mehr geöffnet worden. (1/500s, f/1,4.) Aber immerhin ist es im Wald dunkel genug, die Blende mal ganz zu öffnen und dabei nicht mal die maximale Warpgeschwindigkeit der Kamera auszureizen! Bei den paar Zentimetern, die ich von der Türklinge weg war, ist die schon wieder unscharf. Aber dafür im Hintergrund praktisch keinerlei Strukturen mehr zu erkennen. (Übrigens auch kein Lichtabfall zu den Ecken hin. Ich weiß nicht, wie die dieses Objektiv gebaut haben! Nikon wusste offenbar auch schon vor 40, 50 Jahren, wie man Objektive baut. 50er sind ja wohl angeblich nicht so kompliziert, aber es gibt da doch Unterschiede, wie man sehen kann.)


Auf dem Rückweg sind wir dann noch am Hennes seinem Bruder vorbei gekommen. (Unbekannte Zeit, f/4.) Bei einer manuellen Kamera vergessen aufzuschreiben, welche Zeit ich da eingestellt hatte, ist schon eine Kunst für sich, vor allem, weil ich das bei allen anderen ja geschafft habe. Dem Wetter nach wird das aber wohl 1/1000s gewesen sein. Ist ja aber auch nicht so wichtig. Hübsche Hörner, jedenfalls, die Sie da haben; es wäre doch schade, wenn denen was zustoßen würde! ;-)

Und dann noch die blühende Weide, das A*schloch! (1/250s, f/8.) Ich habe dieses Jahr eigentlich seit Ende Dezember wieder nur von Loratadin und Wasser gelebt! Es wird echt jedes Jahr schlimmer. Ob das am Klimawandel liegt, dass jetzt irgendwie immer alles gleichzeitig, viel zu früh und ohne Unterbrechung blüht, oder doch eher an meinem Älterwerden, kann ich nicht sagen, aber es geht mir mächtig auf den Zeiger! Da können die noch so harmlos tun, die Kätzchen! ;-)


Und das war das, der Film ist zu Ende und nächstes Mal geht es weiter mit der kleinen Dignette, die ich auch von irgendeinem Flohmarkt hatte. Die hat auch erstaunlich gut funktioniert. Man kann von sowas kleinem jetzt natürlich nicht die gleiche Bildqualität erwarten wie von diesem Nifty Fifty Nikkor. Aber. Trotzdem. Ich mein, die Leute haben damals in den 50er, 60er Jahren schließlich auch damit gelebt, da wird das ja wohl gut genug für unsere digital verwöhnten Augen sein! ;-) Außerdem hatte ich da einen Foma 200 drin, der ist viel kontrastiger, das passt gut.

Bonner Tauben (mit 70-210/4 Minolta)

30.4.: Donnerstag waren wir morgens in Bonn, J hatte einen Termin und ich hab sie gefahren. Danach dann mit dem neu erworbenen Minolta-Tele-Zoom durch die Stadt, aber nur kurz: Wir hatten noch andere Dinge zu tun. Man kann ja nicht den ganzen Tag nur durch die Gegend rennen und Fotos machen. Leider! ;-)


Die Tauben boten ein geeignetes Motiv. So früh am Morgen sind in der Stadt noch kaum Leute unterwegs, die Läden machen neuerdings ja alle immer erst um 10 auf. Wenn man ganz viel Glück hat, findet man wen, der schon im 9 öffnet. Wie etwa den Spieleladen in Beuel. Warum der eine ganze Stunde früher öffnet als die Kollegen in der Stadt, ich weiß es nicht? Vielleicht ist hier draußen mehr Anwohner-Shoppen, während die in der Stadt eher auf die Touristen warten? Keine Ahnung. Jedenfalls sind wir noch, nachdem wir das Auto wieder aus der Tiefgarage ausgelöst hatten - gerade mal eine halbe Stunde, vielleicht 40 Minuten waren wir da drin, das hat sich gar nicht gelohnt -, noch rüber nach Beuel.


Da blühen am Rhein die Kastanien. Und noch mehr Tauben werfen sich in Pose, sodass ich gedacht habe: "Na, dann weiß ich ja auch, unter welchem Thema ich diese Bilder veröffentlichen kann. Tauben sind ja eigentlich ganz nette Tiere, wenn die nicht so hektisch wären. Und manchmal etwas dreist: Die klauen ja alles, was nach Essen aussieht, einem auch teilweise direkt vor der Nase weg. Wobei, nicht so schlimm wie Möwen. Ach, Möwen. Würde gerne noch mal in Hvide Sande am Hafen sitzen und Fish & Chips essen... Wäre jetzt genau die richtige Zeit dafür...


Anyways. So bleibt mir nur der Blick auf die Bonner Tauben. Der Rhein ist jetzt nur eine mäßige Entschädigung für die Nordsee, aber immerhin etwas. Nachdem wir dann auch hier fertig waren, sind wir schnurstracks auf den Heimweg. Weil, wie gesagt, vor dem Maifeiertag musste noch Arbeit erledigt werden. Der kommt übrigens chronologisch als nächstes, aber nach den vielen Artikeln, die ich noch vorbereitet in der Pipeline habe, keine Ahnung, wann das tatsächlich geschieht! ;-)

Lanzenbacher Spaziergang, um den Kopf frei zu kriegen

17.4.: Es wird langsam Sommer, auch wenn es noch so tut, als wäre Frühling. Das schwülwarme Westwindwetter, das das Rheinland ja immer dominiert, macht sich bemerkbar. Hauptsächlich in Form von Kopfschmerzen. Um den Blutdruck in die Höhe zu treiben, nachdem eine mittagliche Siesta das genaue Gegenteil bewirkt und keine Besserung gebracht hatte, bin ich gegen Abend noch mal raus und habe eine Runde um das Dorf gedreht. Das hat zumindest etwas geholfen. Da ich abends noch mit M eine weitere Podcast-Folge aufnehmen wollte, musste ich zumindest ansatzweise einen freien Kopf haben.


Ich weiß ja nie: Ist es wirklich das Wetter, die Allergien oder einfach nur die Tatsache, dass mich die Flugzeuge nachts wach halten? Oder eine Kombination aus alle dem? Unangenehm, jedenfalls, und im Sommer wird das auch immer schlimmer, im Winter lässt es nach. Ich nehme daher an: Ja, eine Kombi als allem.

Aber genug gekümt. Hier ein paar Bilder von unterwegs. Es sind mal wieder so viele geworden, dass ich die ganzen Blüten auch noch über einen erweiterten Eintrag verteilen musste. Schließlich will ich ja nicht schon wieder verantwortlich sein, wenn das ganze Internet implodiert. ;-)


Wie man sieht, Mitte April blühen nicht nur die Obstbäume, sondern auch die Rapsfelder. Das, nun ja, "duftet" heftig. Raps riecht ja schon von sich aus ein bisschen, als würde man am frisch geöffneten Honigglas schnüffeln, nur schärfer. Das ist fast, wie wenn ich an der Parfümerie vorbei gehe und da die Alkoholschwaden raus wabern, davon krieg ich ja auch immer Kopfschmerzen. Also vielleicht ist auch der Raps schuld. Meine Stirnhöhlen sind halt im Arsch. Anatomisch auch sehr interessant! ;-)

Weiter geht es im "erweiterten Eintrag". Klick! "Lanzenbacher Spaziergang, um den Kopf frei zu kriegen" vollständig lesen

Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G - Teil 2: Die Reparatur

Ich dachte schon, die Post kommt gar nicht mehr, aber am Donnerstag steckte plötzlich dann doch noch der Umschlag mit dem lang ersehnten Ersatzteil im Briefkasten. Da kann der Versender glaube ich nichts dafür, dass das so lange gedauert hat, der hatte das nämlich bereits Montagmittag in die Post getan. Und aus Stuttgart ist es jetzt ja nun eigentlich doch nicht so weit hier hin. Lässt die Post sich mit einem "Maxibrief" heutzutage also doch ein bisschen mehr Zeit. Gut, als Päckchen würde es auch das doppelte kosten.


Aber jetzt zum Inhalt: Ich hatte ja bereits am Sonntag, als ich das Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G vom Flohmarkt mitgebracht hatte, das passende Ersatzteil ausgespäht und dann auch sofort bestellt, als der Preis günstig war. Oben drauf gab es noch dieses farbschönen Schraubendreher, der tatsächlich sehr gut auf die japanischen Schrauben passt, die dieses Objektiv zusammenhalten. (Wobei, das Ding kommt aus Thailand, glaube ich. Für diese Kit-Objektive scheut Nikon weder Kosten noch Mühen! ;-) Keine Ahnung, jedenfalls, ob das tatsächlich Feinmechanikschrauben sind, die einem japanischen Standard entsprechen, oder ob es billige, dem westlichen entsprechende sind.) Mit dem Ding habe ich es jedenfalls innerhalb kürzester Zeit geschafft, alle Schrauben aus dem Bajonett zu ziehen, die es im Tubus hielten, sowie die, die den Erdungs-Pin und die Kontaktleiste am Bajonett befestigten.


Das Schwierigste war, die kleine Feder vom Blendenhebelring und dann vom Bajonett zu lösen. Die ist fitzelig und sehr klein. Also, zumindest für meine armen alten Augen. Wobei "ab" jedoch sehr viel einfacher ging, als wieder "dran"! Die kleine Nase am Bajonett-Ring, die die Federöse eigentlich halten soll, war ein bisschen klein. Oder die Öse hatte sich geweitet, als ich sie abgefummelt habe. Jedenfalls wollte sie nicht halten und nach dem fünften Versuch habe ich sie mit etwas Nagellack angepappt! Ich lass mich hier doch nicht veräppeln! Passt jedenfalls und tut seinen Dienst.


Danach nur noch wieder rückwärts zusammensetzen und dabei die Schrauben nicht vertauschen. Ich hätte ein zweites Töpfchen benutzen sollen. Ich weiß nicht, ob es an den Schrauben liegt oder daran, dass ich was anderes nicht wieder richtig zusammengesetzt habe, oder ob es einfach dieses (3d-gedruckte?) Teil ist, das nicht genau die Originalmaße hat, aber es ist schon recht eng, wenn ich es auf eine Kamera drauf drehe. Nicht bedenklich oder irgendwas, nur einfach, wie soll ich sagen? Eng! Ich hoffe jedenfalls, dass das so jetzt hält.

Zum Test habe ich es jedenfalls auf die D100 geschraubt. Das ist meine einzige Nikon F-Mount-Kamera mit DX-Sensor. Außerdem ist es bei dem alten Stück und in diesem Abnutzungszustand auch nicht ganz so schlimm, wenn es Probleme geben sollte. Hier also ein paar Testbilder. (Bin immer wieder überrascht, wie hübsch und kontrastreich die Farben aus dem alten CMOS-Sensor sind!)


Wie man sehen kann: Alles funktioniert soweit. Ich muss die Tage mal damit durchs Dorf laufen und ein paar mehr Fotos machen. Der erste Eindruck für ein Kit-Zoom ist jedenfalls interessant: Der Makro-Bereich ist definitiv vorhanden und nutzbar. Das Objektiv stellt schnell und einigermaßen lautlos scharf. Die Verzerrungen halten sich einigermaßen in Grenzen. Und es scheint auch nichts weiter verzogen zu sein, was ich ja befürchtet hatte, denn durch irgendeinen Unfall muss der Bajonett-Anschluss ja kaputt gegangen sein!


Fazit: Insgesamt freue ich mich echt, dass ich dieses Objektiv dann doch noch mitgenommen habe, obwohl es ja eigentlich kaputt war. Auf der D100 kann ich das volle Potenzial noch nicht abschätzen, denn mit 6 MP ist die doch ein bisschen beschränkt. Obwohl das eigentlich die richtige Kamera dafür ist: Das Objektiv hat ja auch VR und da man die D100 ja lieber nicht auf mehr als ISO 400 einstellen sollte, sind lange Belichtungszeiten an der Tagesordnung. Das VR scheint auch zu funktionieren. Ob es tatsächlich 4 Blendenstufen bringt, ist natürlich eine Frage. Der werde ich dann die Tage mal nachgehen! Bis dahin: Wieder einen Totgeglaubten wiederbelebt! ;-)

Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G - Teil 1: Der Defekt

Beim Flohmarkt in Hennef hatte ich zu der Nikon F80, die ich ja bereits hier vorgestellt habe, dieses eigentlich ganz gut erhaltene Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G sozusagen als Dreigabe dazu bekommen. Das hat offensichtlich mal einen schlag abbekommen, seitlich am Filterring sieht man einen Einschlag. Und das wird wohl auch der Grund sein, wieso das Bajonett keine "Flügelchen" (oder "Nasen") mehr hat: Dieses Budget-Kit-Objektiv ist vollständig aus Plastik - also, die Linsen sind glaube ich schon aus Glas, die Schrauben und Federn auch aus Metall, und die Elektronik aus was auch immer Elektronik so ist, aber der Rest: Plastik! Und wohl nicht das stabilste Plastik. Sonst wären wohl kaum alle drei Flügel ab! (Gut, ich weiß nicht, von wie weit oben der Vorbesitzer das im montierten Zustand hat auf den Asphalt fallen lassen. Das zumindest stell ich mir vor, wie das passiert ist.)


Aber: Fear not! Ich habe es mit genommen in der vollen Absicht, es wieder funktionstüchtig zu bekommen. Die Linsen sehen nämlich eigentlich ganz gut aus. Keine Kratzer, kein Nebel, ein Pilz, alles in bestem Zustand. Wie sehr das Teil dejustiert ist, weil es einen Schlag auf die Seite bekommen hat, kann ich natürlich nicht sagen. Aber ich hoffe mal einfach, dass die meiste Energie vom abbrechenden Plastik geschluckt wurde und sich intern nicht allzu viel gegeneinander verschoben hat.

Gut, wie viel Qualität kann man von diesen Kit-Zooms erwarten? Ich habe keine allzu hohen Erwartungen. Das entsprechende Canon-Objektiv ist OK, für den Preis, aber halt auch nicht mehr. Das Z-Objektiv, das mit der Z fc kam, ist durchaus brauchbar, deckt einen ähnlichen Bereich ab und wird optisch wahrscheinlich auch sehr ähnlich sein, ist aber ein ganzes Stück neuer und mit diesem Einfalt-Mechanismus vor allem sehr viel kompakter. Andererseits, durch das sehr viel niedrigere Auflagemaß musste das sicher noch mal komplett neu durchgerechnet werden. Keine Ahnung, wieviel Gemeinsame Grundlage da noch zu diesem DX F besteht.


Aber das alles plane ich herauszufinden, wenn ich es repariert habe. Noch auf dem Parkplatz habe ich bei ehBlöd nach dem passenden Ersatzteil gesucht und zwei Versender gefunden, die ein entsprechendes, deutlich als "nicht original" gekennzeichnetes Teil angeboten haben. Beide habe ich auf die Beobachtungsliste gesetzt. Als ich dann zurück zu Hause war, hatte ich bereits einen Preisvorschlag von einem der beiden erhalten, der auch gleich noch einen passenden Schraubendreher dazu legt - praktisch. Für 7,05 Euro bestellt, inkl. Versand. Da mecker ich jetzt nicht, auch wenn das Teil aus Plastik wahrscheinlich in der Herstellung einen Bruchteil kostet. Aber die Leute müssen ja auch von irgendwas leben! Und wenn es Idioten wie ich sind, die Ersatzteile für mäßige Kit-Objektive kaufen! ;-)

Ich berichte jedenfalls, sobald ich es gefixt habe!