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Gevabox (1951) - Innenleben und Ölung

Der Verschluss an dieser Gevabox ist mindestens langsam, wenn nicht sogar ein bisschen asynchron. Wie ich ja bereits gesagt hatte: Wenn man den Auslöser drückt, klappt "hinter" dem Shutter erst mal das ganze Fenster auf (als wäre die Kamera auf B eingestellt), dann löst der eigentliche Verschluss aus, der sich "davor" befinden, und am Ende schließt sich das Fenster wieder. Ein bisschen over-engineered, aber es scheint seine Dienste zu tun - wenn das Öl da drin nicht ausgetrocknet wäre. Deswegen habe ich im Wechselsack als erstes mal den Film entfernt, der da seit Urzeiten drin liegt - der alten DIN-Nummer nach zu urteilen seit den 1950ern!


Dann habe ich mir den Verschluss mal genauer unter die Lupe genommen. Da ich noch immer kein Feinmechanik-Öl habe, habe ich stattdessen mit einem Wattestäbchen ein bisschen vom guten Teslanol da drin verrieben, in der Hoffnung, dass das an die korrekten Stellen kriecht. Das hat neben den Benzinen und anderen Alkanen ja auch ein fettende Wirkung, weil das das Zeugs ist, das eigentlich in die Potis meiner Stereoanlage gehört. Ist wahrscheinlich völlig das Falsche und ich sollte endlich mal ein bisschen nicht kriechendes Feinmenchaniköl ran schaffen, aber. Es ist nun mal das, was ich zur Hand habe.


Und nach dieser Behandlung und mehrfachem Auslösen scheint die ganze Mechanik sich auch etwas gefangen zu haben und jetzt wieder zu funktionieren, wie es gedacht war, damals, 1951! Kaum zu glauben, dass sowas so lange überlebt und dann noch immer (mit etwas Hilfe) wieder zum Leben zu Erwecken ist!

Ansonsten, hier noch ein paar Ansichten vom Innenleben. Sieht jetzt nicht besonders spektakulär aus, aber das war damals ja auch schon keine High Tech. Mehr so untere Consumer-Klasse. Schließlich wollte Gaveart hauptsächlich den Verkauf der eigenen Filme ankurbeln und dafür den Massenmarkt erschließen. Dafür ist das Ding erstaunlich gut verarbeitet. Ich muss mal gucken, ob ich da noch ein bisschen Lichtdichtung anbringe, aber im Großen und Ganzen scheint sie eigentlich dicht zu sein - zumindest, wenn man sie in der Tasche verwendet, sollte kein Licht rein fallen können. Hoffentlich. Wir werden sehen! ;-)


Fazit: Eine meiner leichteren Übungen. Mal sehen, wie lange da dauert, bis das Teslanol verdampft ist und der Verschluss wieder fest steckt! ;-)