Skip to content

Minolta XG 2 mit Minolta MC W. Rokkor-HH 1:1.8 f=35mm

Wie immer: Ich tauche irgendwo auf, irgendwer drückt mir seine alten Kameras in die Hand! Erstaunlich! ;-) Dieses Mal am Start: Eine alte Minolta XG2. Mit der ich mich allerdings nicht groß aufhalten werde, denn von der Sorte hatte ich schon mal eine, siehe die andere XG-2, die ich aus dem Internet habe. Obwohl die sehr schön erhalten aussieht. Allerdings scheint die Elektronik etwas zu spinnen: Die Batterie war natürlich leer, sodass ich die hier erst zu Hause richtig testen konnte. Sie löst aus, irgendwie, aber nicht mit einer Geschwindigkeit, die man eingestellt hat. Und dann hat für mehrere Minuten der Spiegel gehangen, bevor er sich bequemt hat, wieder runter zu kommen. Ich nehme also an, die muss mindestens mal gereinigt, wenn nicht nur das, auch mal mit neuen Kondensatoren versehen werden. Das ist ja so eine Sache bei diesen ersten, voll-elektronischen Modellen aus den 1970ern. Die kommen so langsam in die Jahre...


Aber stattdessen möchte ich mich auf dieses liebreizende Minolta MC W. Rokkor-HH 1:1.8 f=35mm konzentrieren, das da vorne drauf ist! Das ist nämlich wirklich ein Spitzenobjektiv, das aus der Masse der SR/MC/MD-Objektive heraus sticht. Ein Objektiv am Übergang vom Weitwinkel zur Normalbrennweite, die gute alte Reporterbrennweite, aber mit einer Lichtstärke von f/1.8! Das ist schon was! Der Preis bei ehBlöd, den ich nachgeguckt habe, spiegelt das auch wieder: Zwischen 100 und 200 Euro, je nach zustand. (Deshalb noch mal ein großes Danke an M und A, die mir diese Kamera mit Objektiv einfach so überlassen haben!) Zusätzlich zum Wert dieser Optik sind auch die Reviews im Internet begeistert! Yay!

Nun soll man ja nicht alles glauben, was die KI so ausspuckt, deswegen plane ich auch, das gute Stück demnächst mal auf Herz und Nieren mit Adapter an der Alpha zu testen. Womit wir dann aber zum Problem kommen: Wie eigentlich immer bei alten Minolta-Objektiven aus den 1970ern und -80ern hat sich das Fett in der Fokusschnecke komplett in Öl zerlegt und kriecht jetzt praktisch überall hin. Also, wirklich überall! Ich habe, als ich das Teil zum ersten Mal in den Händen hielt, also am letzten Freitag, den Ölfilm auf den Linsen weg gewischt, damit ich sehen konnte, ob da irgendwelcher Pilzbefall in den Linsen ist. Und am Sonntag waren die schon wieder genau so schmutzig wie vorher! Was immer da drin verarbeitet wurde, es verhält sich schlimmer als WD40!


Das alles wäre nur ein nebensächliches Phänomen, wenn nicht mal wieder die Blende fest stecken würde. Also, man kann sie schließen, das Objektiv hat sogar einen eigenen kleinen Abblendknopf an der Seite, aber sie springt halt nicht wieder auf, weil die Lamellen so mit Öl versifft sind, dass da echt nichts mehr geht! Schlimm! Schlimm, schlimm! Hier steht also auf jeden Fall eine komplette Demontage an. Und ich habe Angst: Dieses Objektiv hat laut Netz 8 Elemente in 6 Gruppen, diesen Abblendmechanismus und ich muss auf jeden Fall den Schneckengang entfetten und neu schmieren. Das bedeutet: Alles muss raus! Das klingt kompliziert, trotzdem würde ich das bei einem billigen 08/15 dahergelaufenen M42 sofort in Angriff nehmen. Bei diesem hier, mit diesem potenziellen Restwert? Da überlege ich, ob ich es nicht vielleicht doch in die professionelle Reinigung gebe. Was das wohl kostet?


Aber es wäre halt schade, wenn ich so ein schönes Stück nachher nicht wieder zusammengebaut bekäme. Leider ist die DuRöhre auch nicht so hilfreich, da schlägt in letzter Zeit so viel Müll auf und die Suche ist voller AI-Slop, dass man die wichtigen Videos nicht mehr findet, solche, die einem erklären, wie man zB ein solches Minolta am besten auseinandernimmt und nachher wieder zusammensetz! Es ist echt die Seuche! Naja, mal sehen, vielleicht finde ich ja doch noch eine Möglichkeit, das selber zu regeln...

Vorm Huma (70-210/4 Minolta AF)

29.5.: Freitags ging es so langsam wieder bergauf mit mir und bergab mit der Körpertemperatur. Da J gerne das neue Spiel mit dem kleinen Doppelnull-Agenten spielen wollte, sind wir nach St. Augustin und dort in den Elektronikladen. Ein Wunder, dass die sowas überhaupt noch haben, denn CDs sind da ja nur noch sporadisch anzutreffen. Die haben ja mittlerweile mehr Vinyl als digitale Musik. Hatte ich ja letztens schon mal gesagt: Wenn man CDs kaufen will, muss man in Siegburg in der Müller-Drogerie gucken, die haben noch immer eine einigermaßen brauchbare Auswahl. Ansonsten gilt auch in diesem Bereich: Internet-Versandhandel. Schlimm! Schlimm, schlimm!


Bevor ich aber wieder rum nöle wie so ein Boomer, dass früher alles besser war, was ja so auch nicht stimmt, möchte ich doch lieber die Fotos vorzeigen. Hatte vor dem Aus-dem-Haus-Gehen das 100-200/4.5 gegen das 70-210/4 getauscht und dann auch nicht mehr von der Sony runter genommen. Das hat nämlich nicht nur einen größeren Brennweitenumfang, weniger Vignettierung und eine exquisite Schärfe, sondern zudem auch noch einen hervorragenden Makro-Bereich, der den Namen tatsächlich verdient. Hervorragend für Bilder von Blüten, was ja eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist. ;-) Oder eben so seltsame Früchtchen an seltsamen Bäumchen vor einer seltsamen Mall in einem seltsamen Teil einer seltsamen Stadt:


Aber umgekehrt kann man damit auch die Tauben auf der Leine mitnehmen. Die haben sich da oben in der luftigen Höhe ein bisschen lüften lassen; unten auf dem Beton ging zwar auch ein bisschen Wind, aber meiner Meinung nach lange nicht genug. (Mir ist ja immer warm. Ein Zeichen, dass es mir tatsächlich wieder etwas besser ging, denn als ich das Fieber so hoch hatte, war mir tatsächlich mal kalt! Ganz erstaunlich!)

Da es draußen jedenfalls schwülwarm war, haben wir uns da nur kurz aufgehalten, sodass es einigermaßen erstaunlich ist, dass ich da schon wieder so viele Fotos gemacht habe. Blumen halt, das ist das Problem. Die stehen da nämlich zu Hauf auf den Verkehrsinseln und Kreisverkehren der Gegend. Besonders die weißen Rosen, die roten Mohnblumen und die blauen Kornblumen hatten es mir angetan. Zusammen ergeben die eine französische Flagge. Oder eine Niederländische. Ja, OK, oder eine Luxemburger oder noch zig andere, ich werd sie jetzt nicht alle aufzählen! ;-)


Sind dann über die Brücke zurück zum Marktzplatz und da dann wieder in die Mall hinein, aber nicht ohne dem Namenspatron der Stadt noch einen Besuch abzustatten. Was hat sich der Künstler da eigentlich bei gedacht? Der Mann sieht sieht... katholisch aus! OK, passt ja vielleicht auch wieder. Mir ist der jedenfalls ein bisschen zu streng im Gesicht geraten. Und überhaupt sieht das ein bisschen nach Transporterunfall aus: Warum steckt der eigentlich im Felsen fest? Wieder bei Warp gebeamt, oder was? :-D


Danach waren wir noch im Bücherladen, aber da war ich dann schon wieder so platt und ausgelaugt, dass ich mich auf einen der Sessel gepflanzt habe und gewartet, bis J mit ihrem Shopping fertig war. Außerdem habe ich den braunen Pudel (?) beobachtet, wie er diese kleine, etwa ein Viertel so große Promenadenmischung beobachtet hat! Hunde, eh! Viecher!

Dann heim. Noch beim Netto in Dingsbums im Pleistal gehalten, aber es gibt noch immer keine Sonnenblumenkerne. Gestörte Lieferketten. Alle bekloppt da draußen. Irgendwer wirft im näheren oder mittleren Osten mit Bomben und hier gibt's keine Kerne mehr, weil scheinbar hierzulande ja keine mehr angebaut werden. Ich mein, nicht dass Bomben im Nahen Osten nicht an sich schon Scheiße wären, aber so politisch wollte ich jetzt gar nicht mal werden. Trotzdem, nur kurz: Die Welt gerät aus den Fugen, das Ende ist nah, kehrt um und tut Buße. Soviel zu Wort zum Sonntag (oder wann auch immer dieser Artikel erscheint).

Dritter Versuch: Sigma Zoom 75-300mm Reparatur

29.4.: Apropos brüchiges Plastik: Das letzte Mal, als ich versucht hatte, das Sigma Zoom 75-300mm [Versuch 1] [Versuch 2] von F zu reparieren, sah es eigentlich schon ganz gut aus - außer, dass ich die Schraubpfosten etwas ungleichmäßig und vor allem zu hoch wieder aufgebaut hatte. Das Bajonett saß dementsprechend schief und das ganze Objektiv war darüber hinaus ein bisschen kurzsichtig. Weil ich mal meinen Stapel an zu reparierenden Photographica verkleinern muss, habe ich mir das also geschnappt und ein bisschen mit dem Dremel bearbeitet.


Die Demontage von dem Ding ist ja nicht so schwer, danach habe ich die von mir aufgebauten Pfosten ein bisschen runter geschliffen. Leider ist dabei der eine schon wieder abgebrochen. Aber ich hatte jetzt keine Lust, schon wieder neues Miliput anzurühren, dann einen halben Tag zu warten, bis das ausgehärtet ist, dann wieder zu schleifen und ad infinitum weiter so. Ich hab einfach den Pfosten ebenfalls runter geschliffen und hoffe auf das Beste.


Um die allgemeine Kurzsichtigkeit dieses Objektivs ein bisschen zu korrigieren, habe ich dann beim letztendlichen Fitting auch noch einen der Ringe weg gelassen, die da drin verbaut sind. Das bringt zwar nur minimale Unterschiede, aber ich habe den Eindruck, jetzt passt es besser und macht in die Unendlichkeit fast gute Fotos. Muss ich noch genauer mit der A7 abstimmen.

Der große Nachteil ist allerdings, dass ich jetzt noch mehr Staub zwischen den Linsen habe, und zwar von dem runter gefeilten Milliput. (Zum Glück ist mir ja auch die Versiegelung da raus gefusselt, weil die sich mit ihrem Weichmacher gestritten hatte, sodass ich den Staub genau so gut durch Ein- und Ausfahren da raus bekomme, wie ich ihn auch rein kriege!) Und dass zwei der Schrauben wieder nicht mehr greifen wollten. Klar, auf der einen Seite ist ja auch der Pfosten wieder defekt. Da habe ich jetzt aber auf beiden Seiten ein bisschen Sekundenkleber rein gequetscht. Geht auch. Der hält hoffentlich auch das Gewicht dieses nicht ganz leichten Objektivs aus. Ich bin noch immer der Meinung: Das ist eine Fehlkonstruktion seitens Sigma gewesen. Das Ding ist viel zu schwer, hat viel zu viel Glas verbaut; vor allem, wenn man es auf die volle Zoom-Stufe ausfährt, wird es sehr kopflastig und beansprucht den Bajonettanschluss sehr heftig. Den also nur mit Metallschrauben in Plastik anzubringen, ist ein bisschen mehh... So teuer kann ein Metall-Tubus doch auch wieder nicht sein! Am besten wäre: Ein 3D-Drucker, der mir ein komplett neues Teil bauen könnte, das ich dann austauschen kann. Aber die Maße so genau hin zu bekommen, ist wahrscheinlich unmöglich.


Wie auch immer, das Ding funktioniert jetzt wieder, aber ob ich mich traue, das noch mal wieder mit in die Wildnis zu nehmen, bezweifle ich. Besonders, weil ich mittlerweile ja mehrfachen Ersatz habe: Das 70-210/4 von Minolta ist größtenteils ausreichend, das 100-200/4.5 Minolta ist schön für Portraits, und wenn es wirklich mal sehr langes Tele sein muss, dann nehme ich halt das ATX 80-400.

Jedenfalls, zum Beweis, dass man die ganzen Dreck, der jetzt da drin ist, unter normalen Umständen eher nicht sieht, hier ein paar Garten-Testfotos. Ihr kennt unseren Garten und dessen Chaos mittlerweile besser als ich! ;-)


Sieht doch eigentlich ganz gut aus, oder? Und das ist ja auch der Grund, weshalb ich dieses Objektiv trotz seiner Probleme nicht ganz aufgeben wollte. Es ist optisch nämlich eigentlich ganz in Ordnung! Nicht das schärfste, kein Vergleich zu den beiden oben erwähnten Minoltas, aber trotzdem durchaus befriedigend. Und es ist halt ganz praktisch. Wie gesagt, eigentlich schade drum, dass ich es wohl nicht mehr mit nehmen werde, weil ich Angst habe, dass es wieder "knack" macht und ich die ganze Prozedur wieder von vorne angehen muss! Obwohl, Milliput habe ich ja noch genug im Kühlschrank liegen! (Ich hoffe, das ist noch gut!) ;-)


So, und mit Katzenfotos verabschiede ich mich für heute. Wieder eine erfolgreiche Reparatur. Mehr oder weniger. Man kann halt nicht alles retten. Aber falls wir es tatsächlich jemals zu einem 3D-Drucker bringen sollten, wäre das ein Teil, das ich tatsächlich mal versuchen würde. Wie hoch ist die Auflösung von den Teilen heutzutage? Kann man da so kleine Schraublöcher herstellen? Ich habe da leider nur sehr begrenzte Ahnung von und das Machwerk in Hennef hat ja leider zu gemacht, weil die Miete zu hoch war - jetzt steht der Laden leer, was scheinbar lohnender ist? Seltsame Welt. Die Leute da hätte ich jedenfalls mal nach sowas fragen können, die hatten Ahnung (und mehrere Drucker). Naja, mal sehen...

Minolta AF 70-210mm 1:4 (32)

Auf dem Flohmarkt am 26.4. in Hennef (Stadt) habe ich nicht nur die F80 mit gebracht, sondern auch noch dieses wunderschön erhaltene Minolta 70-210mm 1:4 (32) abgegriffen, inklusive Neoprenbeutel und dieser wunderschönen (hust) braunen Fototasche. Auch recht günstig, alles zusammen als Bundle für 23€. Da kann man sich glaube ich nicht beschweren, alleine der Köcher-Beutel kostet ja neu schon um die 10, in der Größe vielleicht sogar mehr.


Bei dem 70-210/4 handelt es sich um eines der so genannten "Ofenrohre" (im Englischen auch "Beercan" genannt). Wenn man sich Form und Farbe so anschaut: Joah, passt. Dieses sepzielle Exemplar mit den durchgehenden f/4 wird im Netz recht hoch gehypt und kostet bei eBay eine Stange Geld, weshalb ich jetzt doch mal gespannt bin, ob der Hype hält, was er verspricht. Von Außen kann ich auf jeden Fall schon mal bestätigen: Das Gewicht verspricht schon mal viel Glas und einiges an Metall. Minolta-Objektive sind im Allgemeinen ja recht solide verarbeitet und das hier macht da keinen Unterschied.

Schön ist, dass sich die Sonnenblende, die dabei war, umgekehrt aufsetzen und so verstauen lässt. Ist zwar nicht so eine schöne Lösung wie so eine ein- und ausfahrbare, aber doch the next best thing. Deckel waren auch beide dabei, was will man mehr? Außerdem hat es kaum Abnutzungsspuren, es scheint also gut behandelt worden zu sein. Da in der Tasche ein Buch über die Minolta 7000 steckte, nehme ich an, dass es wohl aus einer ähnlichen Zeit stammen wird: Also so um das Ende der 1980er herum. (Die Wikipedia sagt: 1985.)


Warum ist dieses Objektiv so beliebt? Von dem, was ich gelesen habe, liegt es wohl daran, dass die anderen beiden Linsen in diesem Brennweitenbereich, das 1:3.5-4.5 und das 1:4.5-5.6, deutlich schlechter sein sollen. Das kann ich jetzt natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen, weil ich beide nicht habe. Möglich wäre es natürlich. Da ich auf dem Flohmarkt ja eh die Sony mit Adapter dabei hatte, war es natürlich ein Leichtes, das mal eben drauf zu schrauben und einen ersten Eindruck zu bekommen. Der war erst mal gut, genaueres würde ich dann zu Hause nachschauen. Man muss sich die Bilder schon in Groß anschauen, um überhaupt erkennen zu können, was so ein Optik leisten kann.

Bevor wir uns aber zu den Testbildern aus dem Garten gesellen, hier noch ein Foto von der Tasche und eins vom Buch, das mit dabei war. Jetzt fehlt mir nur noch die 7000 zu dem Buch! Ich habe ja nur die etwas modernere 7000i, die schon Dynax hieß. ;-) (Nicht, dass ich euch nicht mit Minoltas zuwerfen könnte!)


Dann habe ich das Objektiv am Nachmittag, nachdem ich mit der Reinigung der F80 fertig war, direkt noch mal auf den Adapter montiert und siehe da: Das Ding kann tatsächlich was! Für ein 40 Jahre altes Zoom-Objektiv definitiv eine Revolution! Es wiegt zwar wirklich gut was, aber das macht die Sony sogar nur noch besser handhabbar; die ist mir manchmal ja schon ein bisschen zu leicht. Da man bei 210mm auf 1,10m an seine Subjekte ran gehen kann, erhält man eine recht große Vergrößerung von 1:4 - der als "Macro" beschriftete Teil der Entfernungsskala ist in diesem Fall also tatsächlich mal sinnvoll! Die Auflösung ist gut bis sehr gut, die Schärfe kann was und der Kontrast ist erstaunlich. Ich bin ja ein Freund von Minolta-Optiken, aber diese hier ist mindestens so scharf wie das 100-200/4.5, das ich habe, aber ohne die manchmal störenden Vignettierungen an den Ecken. (Das 100-200 eignet sich gut für Portraits, finde ich, weil es den Blick in die Mitte drängt. Aber ich bin ja auch altmodisch! ;-) Nein, sorry, vintag! :-D) Das macht dieses hier deutlich weniger.


Das Bokeh ist gefällig und gleichmäßig. CA hält sich (für das Alter der optischen Rechnung) schwer in Grenzen und ist eigentlich so gut wie nicht vorhanden. Im Flieder kann man grüne Ränder im Hintergrund erkennen, die aber nicht zu störend sind. Unter normalen Bedingungen fällt das kaum auf, die Pixel Peeper werden trotzdem schreien! ;-) Hingegen ist die Schärfe schon erstaunlich. Man kann wirklich jedes einzelne Haar im Katzenfell zählen. Wenn ich das erste Bild nicht so verwackelt hätte. Vielleicht hätte ich mal Auto-ISO einstellen sollen! ;-)


Dann noch ein paar Bilder in die Unendlichkeit. Der Fokus müsste wahrscheinlich auch angepasst werden, da der Adapter ein bisschen zu hoch ist. Aber der allgemeine Eindruck ist auch bei Offenblende noch scharf genug. Bei f/8 kann man noch immer Sprossen am Funkmast zählen. Mit 210mm ist es jetzt nicht besonders lang, aber ich habe den Eindruck, dass man hier auch mit einer neueren Kamera mit höheren Auflösungen noch gut aus der Mitte croppen könnte, wenn man sowas wollte. Wirklich, dafür, dass ich ja eigentlich noch nie ein schlechtes Minolta in den Händen hatte, erstaunt mich dieses hier doch noch mal, dass die das damals geschafft haben, so ein massives Zoom zu bauen, das in den Bildern nachher (fast) gar nicht wie ein Zoom aussieht!


Fazit: Vielleicht hat das Internet ja doch mal recht! Ich müsste natürlich selber mal einen Vergleich mit den vermeintlich schlechteren 70-210ern machen, aber dafür müsste ich erst mal welche finden. Dieses Objektiv kommt auf jeden Fall in meine Tasche und wird uns in Zukunft häufiger begegnen. Das 100-200 werde ich trotzdem nicht weg geben. Das hat mehr vintage feeling mit seinen dunklen Ecken.

Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G - Teil 2: Die Reparatur

Ich dachte schon, die Post kommt gar nicht mehr, aber am Donnerstag steckte plötzlich dann doch noch der Umschlag mit dem lang ersehnten Ersatzteil im Briefkasten. Da kann der Versender glaube ich nichts dafür, dass das so lange gedauert hat, der hatte das nämlich bereits Montagmittag in die Post getan. Und aus Stuttgart ist es jetzt ja nun eigentlich doch nicht so weit hier hin. Lässt die Post sich mit einem "Maxibrief" heutzutage also doch ein bisschen mehr Zeit. Gut, als Päckchen würde es auch das doppelte kosten.


Aber jetzt zum Inhalt: Ich hatte ja bereits am Sonntag, als ich das Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G vom Flohmarkt mitgebracht hatte, das passende Ersatzteil ausgespäht und dann auch sofort bestellt, als der Preis günstig war. Oben drauf gab es noch dieses farbschönen Schraubendreher, der tatsächlich sehr gut auf die japanischen Schrauben passt, die dieses Objektiv zusammenhalten. (Wobei, das Ding kommt aus Thailand, glaube ich. Für diese Kit-Objektive scheut Nikon weder Kosten noch Mühen! ;-) Keine Ahnung, jedenfalls, ob das tatsächlich Feinmechanikschrauben sind, die einem japanischen Standard entsprechen, oder ob es billige, dem westlichen entsprechende sind.) Mit dem Ding habe ich es jedenfalls innerhalb kürzester Zeit geschafft, alle Schrauben aus dem Bajonett zu ziehen, die es im Tubus hielten, sowie die, die den Erdungs-Pin und die Kontaktleiste am Bajonett befestigten.


Das Schwierigste war, die kleine Feder vom Blendenhebelring und dann vom Bajonett zu lösen. Die ist fitzelig und sehr klein. Also, zumindest für meine armen alten Augen. Wobei "ab" jedoch sehr viel einfacher ging, als wieder "dran"! Die kleine Nase am Bajonett-Ring, die die Federöse eigentlich halten soll, war ein bisschen klein. Oder die Öse hatte sich geweitet, als ich sie abgefummelt habe. Jedenfalls wollte sie nicht halten und nach dem fünften Versuch habe ich sie mit etwas Nagellack angepappt! Ich lass mich hier doch nicht veräppeln! Passt jedenfalls und tut seinen Dienst.


Danach nur noch wieder rückwärts zusammensetzen und dabei die Schrauben nicht vertauschen. Ich hätte ein zweites Töpfchen benutzen sollen. Ich weiß nicht, ob es an den Schrauben liegt oder daran, dass ich was anderes nicht wieder richtig zusammengesetzt habe, oder ob es einfach dieses (3d-gedruckte?) Teil ist, das nicht genau die Originalmaße hat, aber es ist schon recht eng, wenn ich es auf eine Kamera drauf drehe. Nicht bedenklich oder irgendwas, nur einfach, wie soll ich sagen? Eng! Ich hoffe jedenfalls, dass das so jetzt hält.

Zum Test habe ich es jedenfalls auf die D100 geschraubt. Das ist meine einzige Nikon F-Mount-Kamera mit DX-Sensor. Außerdem ist es bei dem alten Stück und in diesem Abnutzungszustand auch nicht ganz so schlimm, wenn es Probleme geben sollte. Hier also ein paar Testbilder. (Bin immer wieder überrascht, wie hübsch und kontrastreich die Farben aus dem alten CMOS-Sensor sind!)


Wie man sehen kann: Alles funktioniert soweit. Ich muss die Tage mal damit durchs Dorf laufen und ein paar mehr Fotos machen. Der erste Eindruck für ein Kit-Zoom ist jedenfalls interessant: Der Makro-Bereich ist definitiv vorhanden und nutzbar. Das Objektiv stellt schnell und einigermaßen lautlos scharf. Die Verzerrungen halten sich einigermaßen in Grenzen. Und es scheint auch nichts weiter verzogen zu sein, was ich ja befürchtet hatte, denn durch irgendeinen Unfall muss der Bajonett-Anschluss ja kaputt gegangen sein!


Fazit: Insgesamt freue ich mich echt, dass ich dieses Objektiv dann doch noch mitgenommen habe, obwohl es ja eigentlich kaputt war. Auf der D100 kann ich das volle Potenzial noch nicht abschätzen, denn mit 6 MP ist die doch ein bisschen beschränkt. Obwohl das eigentlich die richtige Kamera dafür ist: Das Objektiv hat ja auch VR und da man die D100 ja lieber nicht auf mehr als ISO 400 einstellen sollte, sind lange Belichtungszeiten an der Tagesordnung. Das VR scheint auch zu funktionieren. Ob es tatsächlich 4 Blendenstufen bringt, ist natürlich eine Frage. Der werde ich dann die Tage mal nachgehen! Bis dahin: Wieder einen Totgeglaubten wiederbelebt! ;-)