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Karfreitäglicher Post-Orgien-Spaziergang

3.4.: Nach der Osterorgie bei meinem Bruder und dem damit verbundenen Futtern hatte ich abends noch den Drang, ein paar Schritte zu tun. Weil. Also die Kamera geschnappt und raus vor die Tür. Bin auf dem Weg zum Hausberg hinten rum gegangen und als erstes mal an einigen blühenden Gemüsen vorbei gekommen. (Frühling ist die Zeit, in der es hier im Blog nur so von Blüten wimmelt!)


Wie man an den Belichtungszeiten sehen kann, war es tatsächlich schon recht spät abends und bedeckt obendrein. Aber dafür sind die Bilder recht bunt geworden. Danke, Frühling! Ich habe dich über den Winter so lange vermisst! ;-)

Die Magnolien sind allerdings schon auf dem absteigenden Ast gewesen. Nachts gab es ein paar Mal Frost und das mögen die ja gar nicht so gerne. Trotzdem habe ich hier noch diese eine erwischt gehabt. (Mittlerweile - 14.4. - sind die ja alle mehr oder weniger verschwunden oder haben zumindest ein heftiges Blattabwurf-Riesel-Syndrom entwickelt. Der Frühling geht schon wieder dem Ende entgegen, bald ist Mai!)


Am Spielplatz waren keine Blagen (und auch keine Eltern, die mich wieder für einen Perversling hätten halten können), sodass ich das herumliegende Spielzeug ungestört vor die Lupe nehmen konnte. Schön bunt in der eher gedämpften Abendsonne. Das sind ja wieder Bilder, die ich auch gerne in s/w gemacht hätte. Aber dann heißt es wieder, ich wäre deprimierend! Ts! Kunstbanausen! ;-)

Im "erweiterten Eintrag" gibt es noch einen ganzen Haufen weitere Bilder. Wie gesagt, ich bin den Hausberg hinten rum rauf gestiegen. Wobei, das ist ja gar nicht der Hausberg, der mich nach Söven führt, sondern der andere mit Hofen drauf, also die andere Seite vom Rosental. Aber egal: KLICK! "Karfreitäglicher Post-Orgien-Spaziergang" vollständig lesen

Provisiorische Reinigung Porst Weitwinkel 28mm 1:2.8

Mit der Porst compact reflex OC-N kam ein Porst Weitwinkel 28mm 1:2.8. Dieses war sehr sehr pilzig in den hinteren Linsen, sodass da erst mal eine kleine Reinigung anstand. Weil das Wetter an jenem Tag (4.4.) so schön war, habe ich mich in den Garten gesetzt, nachdem ich all meine Werkzeuge zusammengeklaubt und in meine alte Schultasche gesteckt hatte. (Habe letztens beschlossen, dass ich dieses Leder-Umhänge-Taschen-Dings tatsächlich mal wieder verwenden sollte, nachdem es seit Uni-Tagen im Keller gelegen hat. Müsste mal raus bekommen, was man da für ein Lederpfelegmittel drauf anbringen müsste, um die Kratzer etwas zu kaschieren. Normale Schuhcreme würde wahrscheinlich zu sehr an die Klamotten abfärben, nehme ich an? Aber ich schweife mal wieder ab...)


Wie man auf den Bildern sehen kann, war der Pilzbewuchs schon ziemlich fortgeschritten. Einer der Gründe, weshalb ich den Herrn am Flohmarktstand so lange bequatscht habe, bis er mir die Kamera so gegeben hat, ohne dass ich was zahlen musste. (Die Kamera selber gibt noch immer keinen Ton von sich, ich nehme an, da hat die Elektronik einen Schlag bekommen. Aber das vollmechanische Objektiv lässt sich ja vielleicht retten.) Neben dem Pilz ist auch die Blende sehr träge bis unbenutzbar. Aber das ist bei älteren Objektiven ja öfter so und nicht ursächlich zusammenhängend. Wobei, die Ursache ist bei beiden "falsche Lagerung". Der Pilz kommt davon, wenn es zu feucht und stickig ist, also nicht gut belüftet wurde, die fettige Blende kommt eher von zu hohen Temperaturen, bei denen sich das Fett im Fokus-Schneckengang verflüssigt. Wobei manche das auch einfach so machen, wenn sie alt werden. Siehe Minolta AF.

Habe also als erstes mal den Zirkel gegriffen, den J mir zur Verfügung gestellt hat. Der alte von E ist zwar auch benutzbar, aber so antik, dass ich ihn ungerne kaputt machen möchte. Außerdem ist dieser hier an beiden Seiten mit einer Nadel versehen, das hilft beim Schrauben ungemein. Den anderen hatte ich ja mit einer alten Büroklammer um-macgyvert, aber das war eher suboptimal. Eigentlich bräuchte ich mal ein korrektes Tool, um diese Schraubringe zu lösen, aber keine Ahnung, wo man sowas bekommt.


Nachdem ich die hintere Linsengruppe einfach raus schrauben konnte, habe ich den Zirkel jedenfalls für die kleinen Ringe gut verwenden können, die die einzelnen Linsen halten. Immer gut drauf achten, in welche Richtung die gehören. Und dann wie immer erst mal in Wasserstoffperoxid gespült, um die Sporen zu killen, danach mit Isopropanol alles weitere umgebracht, was den Erstschlag überlebt hat. Außerdem verdampft der Alkohol schön und lässt das Glas wieder glänzen. Nachdem ich dann alles wieder zusammengesetzt hatte, habe ich festgestellt, dass jetzt Feuchtigkeit zwischen den hintersten beiden Linsen steckte und einen nebeligen Beschlag bildete. Also noch mal alles auseinander genommen und die Linsen richtig getrocknet.

Danach habe ich mich den Blendenlamellen zugewandt und erst mal eine *plink* durch den halben Garten geschossen! Ja, scheiße, wenn man so blind ist wie ich und dann 10 Minuten suchen darf. Außerdem stellte sich heraus, dass die Demontage des Blenden-Gehäuses völlig überflüssig war, denn denn die Lamellen selber waren eigentlich mehr oder weniger sauber. Ja gut, wenn ich schon hier bin, reinige ich die auch - besonders die eine, die ins Beet geflitscht war. Aber das eigentliche Problem ist weiter unten im Tubus: Das Fett aus dem Schneckengang scheint in die tiefer liegende Mechanik eingesickert zu sein, also in den Ring, an dem der Blendenhebel befestigt ist, und in angrenzende Gebiete. Da war es jedenfalls sehr ölig, was man auch auf dem Bild sehen kann. Habe mit etwas Alkohol auch hier das gröbste gereinigt, aber um das richtig ans Laufen zu bekommen, müsste ich das ganze Teil auseinander nehmen und da hatte ich im Garten echt keine Lust drauf. Wer weiß, wo die Blendenklickkugel dann landet! Nee, echt nicht, das will ich eigentlich schon drinnen nicht machen!


Um die Blende etwas leichtgängiger zu machen, habe ich stattdessen etwas Kontaktreiniger hinzugefügt, der verflüssigt das Fett hoffentlich ein bisschen. Das ist keine dauerhafte Lösung, aber immerhin konnte ich so ein paar Testfotos machen. Ich habe mit ja kürzlich und für günstig einen PK-Adapter-Ring für EOS besorgt. (Weil: Ist nicht so klobig wie noch ein großer Adapter direkt auf E-Mount. Einen EOS-E-Adapter habe ich ja schon. Jaja, Adapter-Stacking! :-D) Aber auf der Canon EOS 700D brauche ich zB nur den einen einzigen Adapter und die lässt mich im Live View auch eine Vergrößerung machen, sodass ich besser scharf stellen kann, sodass ich heute (14.4.) mal ein paar Testfotos damit nachgeholt habe, nachdem ich damals keine Zeit dafür hatte. Nix dolles, auch nur Garten wie immer:


Aber das Ding kann was, selbst auf dieser Crop-Kamera (effektive Brennweite ~45mm) mit der eher geringen Auflösung. Wenn ich es geschafft habe, die Barthaare vom Moopsie-Socken-Kater richtig scharf zu bekommen, sind die richtig gut abgebildet! Überhaupt hinterlässt das Objektiv auf der Canon einen recht farbenfroh-bunten Eindruck. (Die Gegenlicht-Bilder habe ich weggelassen, das mag es nämlich - erwartungsgemäß für so eine alte Optik - gar nicht!) Aber ich denke, die halbe Stunde, die ich da an Reinigungs-Arbeit rein gesteckt habe, hat sich echt gelohnt! Die Bilder sind richtig gut geworden. Ich frage mich, wer das damals tatsächlich für Porst gebaut hat. Scheint ein besserer Hersteller gewesen zu sein. Gut, weiß man nicht wirklich, diese kleinen Weitwinkel-Festbrennweiten waren Ende der 1970er auch kein Hexenwerk mehr!

(Habe mir keine Blenden aufgeschrieben, aber: Die Obstblüten sind offen bei f/2,8, der Kater bei f/4, die Tulpe bei f/5,6, ebenso das tränende Herz, während das Gewächshaus f/8 hatte - alles ohne Gewähr. ;-))

Schwarz-weiß und analog, Teil 334: Porst Happy Fail ;-)

Fomapan 200 #6, 29. März 2026
  • Porst Happy
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+50 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #1 (neu), 3:30 Minuten, Adoflo II 1+200
Weil die Testbilder so witzig geworden sind, ziehe ich die jetzt mal einfach vor: Die Happy ist really unhappy! ;-) Deswegen das kleine Wortspiel im Titel. Von den 12 Bildern, die auf einen 120-Film in 6x6 cm passen, sind tatsächlich drei was geworden. Die Restlichen reden wir nicht drüber, wobei die teilweise wiedermal einen sehr spannenden Doppelbelichtungseffekt haben, obwohl ich gar nicht doppelt belichtet habe. Zum Beispiel bei der Kirche, die senkrecht und waagerecht auf dem Film ist! Witzig! Ach ja, und außerdem: Der Foma 200 aus dieser Charge hat diese seltsamen Flecken in der Körnung. Keine Ahnung, ich hätte den damals einfach mal umtauschen sollen. Richtig ist das so nicht...

Das erste Bild zeigt den Hexenturm und man kann gut sehen, wie sehr diese einzelne Plastiklinse an den Ecken verzerrt. Insgesamt aber nicht schlimmer als die alten Box-Kameras. Die Happy kann man immerhin fokussieren! Luxus! ;-)


Am Ende des Filmes waren wir unten am Siegwerk, wo die alten Gleise noch immer vor sich hin rotten. Die beiden Bilder, die ich da gemacht habe, sehen sogar richtig gut aus (wenn man mal vom Lichtleck auf dem zweiten absieht). Das mit dem Fokussieren funktioniert also sogar ganz gut, obwohl ich da nichts gemessen, sondern alles geraten habe! Der alte Schaltkasten ist nicht ganz in Focus, aber bei mindestens f/8 merkt das keiner. Stimmt, habe ich mir eigentlich gar keine Blenden aufgeschrieben gehabt? Hm, nee, scheinbar nicht. Sowas!

Das Weichenumstellhebeldingsbums ist ein bisschen schief, aber das macht nichts. Und die in den Busch führenden Gleise gefallen mir richtig gut. Die Plastiklinse hat hier schwere Probleme mit dem Gegenlicht, der Kontrast ist nur so hoch, weil ich hier nach dem Scan etwas nachgeholfen habe. Im Negativ sieht das alles etwas flacher aus.

Was man von diesen drei Bildern, die was geworden sind, sagen kann, ist: Man kann hier den ersten Grund sehen, wieso diese Kamera gerne von einer bestimmten Gruppe von Fotografen benutzt wurde. Sie ist Simpel und mit dem Potenzial, interessante Bilder einzufangen. Und jetzt kommen wir zu dem anderen Grund: Dieses Teil hat einfach manchmal Ladehemmungen und ich nehme an, die sind mit dem Alter einfach häufiger geworden. Und dann kommen Bilder dabei raus, die - sagen wir mal - künstlerisch anmuten. Deswegen habe ich die restlichen von diesem Film alle mal nacheinander hier rein gehauen:


Dass man darauf überhaupt irgendwas erkennen kann, liegt hauptsächlich daran, dass der gute alte Epson Scanner tatsächlich einiges da raus holen kann. Dann gaaaanz viel GIMP und Kurven und Gedöns und dann kann man immerhin erkennen, was ich mir dabei gedacht hatte. Und wie gesagt: Sehr spannende, künstlerisch wertvolle Bilder! :-D Naja. Nicht wirklich. Aber ihr könnt ja mal raten, was ich da jeweils aufnehmen wollte! ;-)

Testbilder Entwickeln - Porst Happy Fail

Mal wieder eine ganz normale Entwicklung. Außer, dass ich einen 120 Film in der Dose hatte, den ich mit der Porst Happy belichtet hatte, die ich auf einem der letzten Flohmärkte mit genommen hatte. Weil ich ja bei dem Fomapan 200 aus dieser Charge weiß, dass die Filme alle so sehr seltsame Flecken haben, hatte ich den zum Testen verwendet. Ich hatte ja von Anfang an keine allzu großen Erwartungen an dieses Teil. Daher hab ich den Film dann auch einfach in Rodinal gestellt, weil, dann verschwende ich keinen "guten" Entwickler daran ;.)


Habe ja schon ewig keine 120er Filme mehr entwickelt; hatten die schon immer sooo viel türkise Farbe drauf, die man erst runter spülen muss? Ich hab den Film drei mal durchgespült, bevor ich Entwickler eingefüllt habe, trotzdem kam der nachher noch mit einem leichten Blaustich da aus der Dose getropft. Gut, da der Rodinalnachbau vom Foma eh schon wieder gut durchoxidiert und somit braun ist, kann ich mich auch täuschen, aber.

Ich habe mir übrigens im Netz eine alte Jobo-Dose gekauft, aber echt eine richtig alte, nachdem ich diesen Film schon wieder völlig verzweifelt versucht habe, in die Paterson-Spule zu fummeln. 120 ist immer etwas störrisch, weil der so dick ist und der Foma schon etwas überlagert ist mittlerweile, wegen der Flecken habe ich den für nichts mehr benutzt außer Tests. Bin mal gespannt, ob das mit der Jobo-Dose besser geht. Aber das ist eine gaaaanz seltsam-altmodische, bei der das unter Spulen-Element fest mit der Achse verbunden ist und die anderen beiden auf bestimmten Höhen eingehakt werden können. Aber immerhin kann die auch 16mm Film, falls ich da mal Lust zu habe. Was erzähl ich das eigentlich alles hier, das gehört in einen eigenen Eintrag! ;-)


Langer Rede kurzer Sinn: Die Bilder aus der Happy sehen eher unhappy aus! Das erste und die letzten beiden waren OK, bei den anderen hat der Shutter versagt und viel zu lang belichtet. Mit ganz viel digitalen Tricks habe ich nach dem Scannen noch "Bilder" da raus bekommen, aber nein, ich glaube, da muss ich erst mal schauen, ob ich den Verschluss ein bisschen fixen kann. Was ich nicht glaube, weil ja alles aus Plastik ist und man da wahrscheinlich zerstörungsfrei gar nicht dran kommen kann! Naja, aber immerhin ein hübsches Vitrinenstück! ;-) (Auch nicht wirklich, weil dreckig!)

Siegburger Street Food

29.3.: Was macht man, wenn man an einem Tag schon zwei Flohmärkte hinter sich hat? Richtig: Man fährt auf dem Rückweg noch durch Siegburg und verprasst all das Geld, das man gespart hat, indem man sich nichts gekauft hat, auf dem Street Food Festival! ;-) War aber auch mal wieder zu lecker! Wir hatten das auch nur mehr oder weniger zufällig per Internet gesehen, dass das überhaupt an dem Wochenende war.


Und so haben wir an einem der Stände was Indisches gegessen. War sehr, sehr lecker! Aber vertragen habe ich das nicht, den ganzen Abend hatte ich Sodbrennen. Ich kann ja langsam gar nix mehr essen, vor allem nichts mit viel Scharf und Curry und exotischen Gewürzen. Vielleicht sollte ich mal die Frau Ärztin fragen, aber die gibt mir dann wahrscheinlich wie allen anderen ebenfalls eine große Packung Pantropazol, das scheint ja mittlerweile jeder zu schlucken. Tun die irgendwas ins Futter, um die Verkäufe von dem Zeug anzukurbeln? Ich glaube, da versuche ich es dann doch eher mal mit Mäßigung und verzichte auf den ganzen Kram, den ich nicht mehr vertrage.

Ansonsten habe ich die kleine Plastikkamera, die ich in Hennef beim Flohmarkt eingesammelt hatte, die direkt mal mit einem Film bestückt und den hier verschossen. Da ist aber nur marginal was besseres als nicht viel bei rum gekommen, wie wir sehen werden. Trotzdem faszinierend, mit sowas Bilder zu machen.


Als Nachtisch haben wir dann noch Churros gefressen, bis sie uns wieder an den Ohren heraus kamen. Vielleicht kamen Teile meiner Magenschmerzen auch da her, muss ich ja zugeben. Fett und Zucker! Hmmm! ;-) Danach sind wir dann recht zügig heim, war ja schließlich auch ein langer Tag, wie man daran sehen kann, dass ich da drei Einträge draus machen konnte, und da sind noch nicht mal die über die Kameras dabei! ;-) Sorry, wenn das hier übrigens alles ein bisschen durcheinander kommt in letzter Zeit, ich habe einfach zu viele Pötte auf dem Herd! Und dann will die Frau auch immer noch Spiele spielen! :-D