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Schwarz-weiß und analog, Teil 333b: Körniges Hennef - Ladenauslagen und Straßenmusiker

Foma 400 @ 800 #17, 31. Januar 2026
  • Olympus OM-2 s/p, Olympus Zuiko MC Auto-S 1:1.8 f=50mm, Auto Makinon 1:2.8 f=28mm, Olympus OM-System E. Zuiko Auto-T 1:3.5 f=135mm
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+25 11:30 19,5°C; Adofix 1+5 #22 (?) 7:00 19,5°C; Adoflo 1+200 1x
Weiter geht es mit meinen Bildern aus Hennef, die ich an einem regnerischen Tag gemacht habe, in der Absicht, den Film zu pushen, bis er so richtig schön kribbelt! ;-) Der Herr vom Fotoladen hatte da schon die Karnevals-Gedönse im Schaufenster stehen, unter anderem dieses Playmobil-Polizeiauto. (1/250s, f/5, 28mm.) Dadurch, dass das Plastik eh schon so eine Struktur hat, kommt das Korn gleich noch mal so heftig rüber. Genau so habe ich mir das vorgestellt. ;-) Zugleich haben wir ein paar leichte Spiegelungen in der Schaufensterscheibe; mit viel Phantasie kann man meine Hand sehen, die die Kamera hält.

Nebenan beim Schließ-Fachhandel habe ich noch die Schlüssel fotografiert, die in der Auslage lagen. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv. Wahrscheinlich auch 28mm.) Warum eigentlich so viele Schlüssel? Wo sind die dazugehörigen Schlösser hin? Ich glaube, die Frage habe ich mir damals schon gestellt, als ich die Bilder gemacht habe.


An der Sparkasse kam ich auch vorbei, da habe ich mal wieder ein (plattes) Fahrrad mit genommen. (1/250s, f/4, 28mm.) Immerhin ist es angekettet, ist ja auch wichtig. Schön: Die Regentropfen an den horizontalen Stangen. Hat schon sehr in der nicht vorhandenen Sonne geglänzt.

Ich war noch nicht fertig mit den Geschäften hier am anderen Ende von Hennef: Den türkischen Gemischtwarenladen, der jetzt in dem Laden drin ist, wo vorher der Herr B sein Fotogeschäft hatte, musste auch noch dran glauben. (Unbekannte Werte, unbekanntes Objektiv.) Die Äpfel sehen richtig appetitlich aus. Krieg ich direkt Hunger, obwohl die nur s/w sind. Sind das unten links Apfelsinen oder kleine Pampelmusen? "Grippen" sagt mir nix und ohne Farbe kann ich es dann doch nicht erkennen. 1,49 jedenfalls. ;-)

Da wir im Rheinland sind, kann man dem 1. FC nicht entkommen. Selbst ehemalige Hotspots/Telefonhäuschen sind damit zugekleistert. (1/500s, f/5,6, 135mm.) Den letzten größeren Titel von über 40 Jahren... ist das eigentlich was, worauf man stolz sein sollte? Frage für einen Freund! :-D Ich habs ja zum Glück nicht so mit dem Fußball, aber ich glaube, mich würde das deprimieren. Immerhin ist die letzte Meisterschaft fast so alt wie ich.


Und dann stand da am Markt ein Her mit Saxophon und blies recht heftig und laut und die Leute blieben stehen und warfen mit Centstücken. (1/320s, f/5,6, 125mm.) Hat sich echt Mühe gegeben und klang durchaus brauchbar. Aber ich mag ja Saxophone auch. Gibt ja auch Leute, die da genau so allergisch drauf reagieren wie ich auf die berühmte Quetschkommode, die man in den Innenstädten immer wieder antrifft. Anyways: Ich hab die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Foto gesnappt.

Am Markt gibt es auch noch einen anderen Markt mit Migrationshintergrund, dem habe ich dann auch direkt mal die Auslage weg fotografiert. (1/250s, f/5,6, 135mm.) Mit dem Tele sehen die Öbste auch direkt noch mal so verführerisch aus. Wo war noch mal der Unterschied zwischen Granatäpfeln und Passionsfrüchten? Die Farbe, oder wie war das? Auch hier, besonders in den dunklen Bereichen, sieht man hervorragend das Rauschen, auf das ich bei dieser Entwicklung so scharf war.

Nebenan gibt es ein (übrigens ganz interessant schmeckendes) Vietnam Deli, also so Fastfood-Imbiss-mäßig. (1/1000s, f/8, 135mm.) Die Leuchtreklame habe ich jedenfalls recht weit abgeblendet und zusätzlich schnell belichtet. Das Ergebnis: Ein fast vollständig freigestellter Schriftzug. Gefällt mir gut.

Auf dem Markt selber stehen da noch diese silbernen Kugeln rum, die im Regen ganz nass geworden waren. (1/160s, f/11, 135mm.) Hatte hier die Blende ebenfalls sehr weit geschlossen, um das Schaukelspielzeug im Hintergrund schärfer zu bekommen und habe dabei gar nicht gemerkt, dass mir ein Blag ins Bild gelaufen war. Bei Komposition mit Offenblendenmessung war das so unscharf, dass ich das nicht wahtgenommen habe. Merken: Immer wichtig, auch mal die Abblendtaste zu verwenden. Die hat ja jedes Olympus-Objektiv!


Zwischen Apotheke und Buchladen saß dieser dunkle Geselle im Baum. (Unbekannte Zeit, f5,6, 135mm.) Natürlich guckt der genau in dem Moment zu mir rüber und jetzt habt der Rabe keinen Schnabel, weil der in der absoluten Dunkelheit seines Gefieders untergeht. Oder guckte er gerade genau weg? Ich erinnere mich nicht und ich seh es auch nicht. ;-)

Neben der Apotheke dann noch ein Fahrrad. (1/160s, f/8, 135mm.) Hab viel mit dem Tele gearbeitet, stelle ich wieder fest. Das 135er ist aber auch wirklich eine meiner liebsten Brennweiten, besonders dieses hier von Olympus. Macht mit die besten Bilder, finde ich.

Apropos Vögel: An der Sieg saßen die Sittiche in den Bäumen, die habe ich gleich zwei Mal mit genommen. (Beide 1/500s, links f/3,5, rechts f/8, 135mm.) Schade, dass ich da keine längere Brennweite hatte. Die Viecher haben sich aber scheinbar so heftig entlang der Sieg vom Rhein hoch vermehrt, dass sie jetzt sogar hier in Hennef zu überwintern scheinen. Ich find die ja niedlich, aber eigentlich fallen die ja wohl auch unter "invasiv", oder? Ich mein, tun die was? Außer vielleicht Nisthöhlen besetzten, die dann den einheimischen Vögeln nicht mehr zur Verfügung stehen? Ich hab keine Ahnung. Die meisten Leute fragen sich sowas ja gar nicht, die finden die nur zu laut. Gut, kann man finden, aber ich mag Viecher. Besonders fliegende! ;-)


Gegen die Sittiche helfen jedenfalls auch keine Nachtruhe-Schilder, die machen Lärm, solange die Sonne scheint; das kann im Sommer auch mal länger als 22 Uhr sein! ;-) (1/1000s, f/4, 50mm.) Dahinter das Landschaftsschutzgebiet, ganz unscharf, aber erkennbar, mit dem Vogel drauf. Fand ich, passt zu dem Thema "Viecher" und "Lärm". :-D

Das Kiosk an der B88 hat auch Leuchtreklame, diese ist hier aber leider nicht so knallig raus gekommen wie das Deli-Schild. (1/500s, f/8, 135mm.) Ich hatte vor allem Angst, dass die Laufschrift auf dem Foto ganz zerbröseln würde, wenn ich so schnell belichte, aber das hat erstaunlich gut funktioniert. Hätte ich nicht erwartet, dass das so brauchbar zu lesen ist. Bei Bussen und Bahnen geht das immer nur so mäßig.

Ansonsten hing noch mehr Weihnachtsschmuck rum. (1/250s, f/16, 135mm.) Ende Januar! Tststs! Das geht ja gar nicht, Herr Hennef! Obwohl, ich glaub ja fast, der Stern hängt immer da, wenn ich so drüber nachdenke. Mal ganz weit geschlossene Blende, habe das Licht und den gepushten Film voll ausgenutzt. Das Ergebnis sich selbst mit dem Tele recht scharfe Geäste.

Beim Kronos hatte ich mich vermessen, das hätte deutlich mehr Zeit gebraucht. (125s, f/16, 50mm.) So säuft alles ein bisschen sehr ab. Aber immerhin sieht man die Spiegelungen in den Scheiben vom Rathaus.


Vor dem Schreibwarengeschäft mal wieder Glasbruch. (Unbekannte Zeit, f/4, 50mm.) Habe ich mal dokumentiert. Wieder so ein postapokalyptisches Foto. Obwohl, dann hätte jemand den Kronkornen mitgenommen! ;-)

Beim Telefon-SIM-Karten-Anbieter gab es dann noch Nüssen und Gedöns, die habe ich auch mal s/w gemacht. (1/250s, f/5,6, 50mm.) Einfach, weil ich dachte, das gibt mit dem Fluchtpunkt in der Sackgasse (so sieht es aus, obwohl es nicht stimmt) ganz interessant aus. Und ansonsten einfach, weil ich den Film ja voll kriegen will! ;-)

Apropos: Der Film wird dann beim nächsten Eintrag voll. Da geht es zurück zum Auto. Das heißt, es ist viel Bahnhof zu sehen.

Dignette - Testfilm entwickelt

Nachdem die Kamera dann gewartet war, wollte sie natürlich auch ausprobiert werden. Dazu hatte ich mir den alten russischen Belichtungsmesser geschnappt, dazu den Voigtländer Rangefinder, den man in den Coldshoe klemmen kann, und ab nach draußen. Das Wetter war ja die Tage recht gut und sonnig, aber ich hatte mich trotzdem für einen billigen Foma entschieden. Ich hatte allerdings keinen 100er mehr, der sich bei einer Kamera mit so langen Belichtungszeiten angeboten hätte, deswegen musste ich wohl oder übel einen 200er nehmen. Böse Zungen behaupten ja, dass das eh alles der gleiche Film wäre, der sich nur in der Länge der Entwicklungszeiten unterscheiden würde, aber ich finde, man sieht da doch schon recht deutliche Unterschiede in der Körnung. Oder ich bilde es mir nur ein, man weiß es nicht. ;-)


Nachdem der Film am Freitag voll war, hatte ich ihn am Samstag in der Suppe liegen und dann unter der Dusche hängen. Und auf den ersten Blick sieht alles OK aus. Gut, die Belichtung ist teilweise schon mehr als nur eine Blende off, aber das liegt daran, wenn man mehr oder weniger über den Daumen rät, wie man zu belichten hat. Alte Selenzellenmesser sind nun mal nicht unbedingt die genauesten Werkzeuge. Aber ich hatte einfach mal Lust darauf, mit den gleichen Utensilien wie ein Fotograf aus dem Jahr 1958 unterwegs zu gehen. Wie so ein Zeitreisender. ;-)

Primär ging es mir auch hauptsächlich darum, die Schärfe zu testen: Das Frontelement dreht ja komplett frei, weil der Vorbesitzer die Schrauben nicht wieder rein gemacht hat, von denen ich annehme, dass sie den Anschlag justieren würden, weshalb ich nur raten konnte, wo Unendlich und all die anderen Entfernungen auf der Skala wirklich sind. Dass ich jetzt so einen eher empfindlichen Film genommen habe, macht diese Arbeit nicht einfacher, denn ab f/8 ist bei 45mm ja nun kaum noch zu sehen, wo die Schärfeebene tatsächlich wäre. Vor allem, wenn man den Film erst mal nur nass unter der Dusche mit dem Handy ableuchtet. Aber es scheint so, als könnte ich evtl. tatsächlich ein paar brauchbar scharfe Fotos gemacht haben, was mich ehrlich gesagt schon fast ein bisschen überrascht. Die Kamera ist schließlich so runter genudelt, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie überhaupt noch Bilder produziert.


Ansonsten, wie gesagt, bin ich ganz zufrieden mit den Ergebnissen. ich hatte bei der Entwicklung dieses Mal 30 Sekunden länger im Fomadon P ziehen lassen, weil ich das so notiert hatte, aber ob das was geholfen hat, kann ich nicht sagen: Die Messungen mit dem externen Belichtungsmesser waren dann doch zu sehr all over. Ganz davon abgesehen, dass ich keine Ahnung habe, wie genau die Zeiten ablaufen, besonders die 1/50s. (Die 1/200s scheint ja recht präzise zu sein, bei der sind so 80% der Bilder entstanden, während ich die ganz langsamen 1/25s gar nicht benutzt habe, einerseits wegen der Verwackelungsgefahr, andererseits weil der Film dafür viel zu schnell war; bei f/16 ist bei der Kamera leider Schluss.) Aber der Leader sieht mir noch immer etwas dünn aus, vielleicht sollte ich 6:30 Minuten ins Auge fassen.

Aber insgesamt als Fazit: Die Stunde, die ich an dieser Kamera herum gebastelt habe, um sie wieder fit zu machen, hat sich alleine wegen des Erlebnisses gelohnt, das ich während meiner drei Sessions an verschiedenen Orten hatte. Und dass mit dem Filmtransport hat auch ganz OK geklappt, auch wenn ich zwei, drei mal Ladehemmung hatte. Nachdem ich den Film aber immer in der Patrone etwas gelockert habe, indem ich mal kurz am Rückspulknöpfchen gedreht habe, ging es ganz gut. Apropos, Zurückspulen ohne Hebel ist eine Tortur und ein Erlebnis, das ich mir wiederum eher sparen würde! ;-) Jedenfalls: Bin auf die Scans gespannt!

ERROR: Failed to open file: boot\initramfs

Wahrscheinlich fang ich jetzt schon an zu verkalken oder sowas, aber ich könnte mir die Haare raufen. (Davon habe ich ja immerhin noch einen ganzen Haufen, wenn auch in distingiert grau! ;-))

Aber von Vorne: Es begab sich aber zu der Zeit, dass ich mal wieder mein Desktop-System geupgedatet habe, weil, war mal wieder Zeit, der Firefox fing schon an zu schimmeln. Und unter Anderem hat sich das Gentoo dann eine neue Kernel Source gezogen und ich denk mir so, fein, endlich mal ein neuer Kern! Alles wie immer gemacht, .config rüber kopiert, kompiliert, module installiert, den verk*ckten Nvidia-Treiber nach geschoben, wie in der Steinzeit mit genkernel eine initrd gebaut, alles nach /boot kopiert und neu gestartet.


Ja, ne: Arschlecken!

Erstmal verdutzt gestaunt, mich eine halbe Stunde durch Dokus gefressen, dann beschlossen, mal endlich ins Bett zu gehen, weil, war ja schon 1 Uhr nachts und mal ein bisschen das Hirn zu entspannen und neue, frische Ideen zu generieren. Am Nächsten Tag stank aber noch immer die Kacke im Sumpf (aka UEFI, was ich ja auch noch nie verstanden habe, weil mir das viel zu automagisch ist). Hin und her und wie so ein Noob dracut und den ganzen dran hängenden Krempel installiert und im Kernel-Directory ein make install gemacht und geguckt und geschaut und nix is.

Erst mal was anderes, produktiveres gemacht. Der alte Kernel bootet ja schließlich ohne Probleme. Dann mal daPete gefragt - Grüße an dieser Stelle -, was er zu dem Thema meint. "Sieht aus, als hätte er den initrd-Parameter ignoriert?" Ja, das sehe ich auch so. Musste dann mal wieder gestehen, dass ich noch immer nicht Grub gelernt habe - wenn mir UEFI zu automagisch ist, dann ist Grub das genaue Gegentum! Wenn ich mich in Parametern und Optionen und Geschisse ertränken will, dann benutze ich Grub! ;-) Kam dann jedenfalls auf die Idee, dass man ja früher™ im Kern irgendwo angeben konnte, wo er die initramdisk finden könnte, wenn er sie nicht selber finden kann. Mal danach gegreppt und...


...was zum Ficus?! Hab ich das da rein geschrieben? Das hab ich nicht da rein geschrieben! Bin ich jetzt blöd, oder was?! CONFIG_CMDLINE bereinigt, make, make install, reboot, geht! Was zum?! Bootet direkt per BIOS am refind vorbei in die 6.18.18. Das musste ich noch kurz fixen, aber das war kein Akt.

Wieso stand das da drin? Wo kommt das her? Wer hat das da rein geschrieben? Ich habe wie immer die alte .config aus dem alten Kernel kopiert und nur die Unterschiede ausgefüllt. ("Nein zu allem, neumodischen Kram, brauch ich nicht!" :-D) Das muss das schon drin gestanden haben seit Anbeginn aller Zeiten und die alten <6.18 hat das nicht interessiert, wenn da nix zu finden war? Ich kann mich jedenfalls weder erinnern, das da rein gemalt zu haben, noch dass ich jemals Probleme damit hatte. Aber auch egal. Mal lebt, man lernt.

Dignette - kleinere Reparaturen

Ein paar Tage nach dem Erwerb dieser kleinen Kamera habe ich mich in den Garten gesetzt, die Sonne schien so schön, habe meine Werkzeuge mit gebracht, und versucht, dieses Stück Geschichte wieder ans Laufen zu kriegen. Als erstes habe ich mich der schlecht greifenden Kupplung zwischen Spannhebel und Filmspule gewidmet. Dazu habe ich als erstes den Bodendeckel entfernt, weil dieser sehr viel leichter zu lösen ist als der Deckel oben mit den Bedienelementen. Darunter versteckt sich aber nur die Mechanik mit dem Knöpfchen für das Aushaken der Walze (zum Rückspulen) und eine einzelne Feder, die die Welle hält und wieder zurück zieht, wenn man die Kamera aufzieht. Die hat auch in all den Jahren nichts von ihrer Spannkraft verloren. Ich hab sie trotzdem mal ab gemacht und überprüft, wobei mir aufgefallen ist: Ohne die Feder greift der Spannhebel viel besser! OK? Seltsam. Ich hab sie dann fürs Erste ab gelassen, denn das Eindringen in die Kamera von Oben ist doch ein bisschen schwieriger als man glaubt, was man auch an den Beschädigungen durch den Vorbesitzer sehen kann, die er bei seinem Demontage-Versuch hinterlassen hat.


Danach habe ich geschaut, ob ich vielleicht den Ring gelöst bekomme, der das mittlere Element im Objektiv hält. Auf dem Verschluss ist nämlich auf einer der Lamellen eine seltsame Ablagerung, die wie Harz aussieht. Die würde ich gerne entfernen. Wie auch wohl der Vorbesitzer das vor hatte, als er das Frontelement von sämtlichen Schrauben befreit hat. Ich habe keine Ahnung, wieso er das getan hat, wahrscheinlich um das Fokuselement komplett entfernen zu können. Es schlägt jetzt jedenfalls nicht mehr bei unendlich an. Oder die Skala ist nicht mehr an der richtigen Stelle, das kann natürlich auch sein. Das werde ich dann sehen, wenn alle Bilder unscharf sind, die ich gemacht habe! ;-)

Jedenfalls: Die Verklebung ist so stabil, dass auch ich da nicht rein komme. Das habe ich gar nicht erst ausprobiert, als ich die Kratzer gesehen habe, die da schon drin sind. Stattdessen habe ich mir gesagt: Der Verschluss geht auf und zu, es kann also nicht so schlimm sein! Und habe mich eher den nicht funktionierenden Zeiten gewidmet!


In Missachtung jeglicher Tipps, die man im Netz findet, wie man einen alten Vario-Verschluss wieder ans laufen kriegt, habe ich ein paar ganz kleine, wohl dosierte Stöße vom Kontaktreiniger in die Schlitze und löcher geträufelt und dann die Verschlusszeiten mehrfach hin und her gedreht, damit das Zeugs sich da drin gut verteilt, bevor es wieder verdampft. Und siehe da, das hat schon gereicht, die langsamen Zeiten laufen wieder! Cool! Damit ist die Kamera mechanisch zumindest in der Lage, Fotos aufzunehmen. Ob das mit dem Fokus und der Geschwindigkeit der Zeiten alles so stimmt, steht natürlich auf einem anderen Blatt und das werde ich auch erst herausfinden, wenn ich tatsächlich einen Film einlege und belichtet und entwickelt habe! Aber: Um zumindest einigermaßen zu wissen, ob unendlich da ist, wo unendlich dran steht, habe ich ein dünnes Papier genommen, in die Filmebene gelegt und das ganze bei B in die Sonne gehalten. Die Äste und Zweige der weit entfernten Bäume sahen so aus, als wären sie tatsächlich scharf, wenn das Frontelement ungefähr bei Unendlich steht. Wenn ich es weiter darüber hinaus gedreht habe, erschien es mir wieder unschärfer. Deutet darauf hin, dass Unendlich an der Stelle ist, wo die Skala es angibt. Zudem wurden die nahen Zweige und die Dachkante vom Gartenhaus schärfer, wenn ich in die andere Richtung gedreht habe. Scheint also ungefähr zumindest hin zu kommen! Wie ich immer so schön sage: Schaumama!


Danach blieb eigentlich nicht viel anderes zu tun, als ein bisschen Schaumstoff in die Schlitze zu schieben, in der Hoffnung, dass die Kamera dann wieder lichtdicht ist. Ich weiß nicht mal, ob da vorher überhaupt Dichtungsmaterial drin gewesen ist, aber es sieht so aus. Wahrscheinlich eine gewachste Kordel oder sowas, was man damals dafür verwendet hat. Im Schlitz konnte ich nämlich noch ganz verschwommen die Abdrücke von Kleber wahrnehmen, die ungefähr so aussahen, so leicht gedreht. Also einfach was von dem Zeugs da rein geklebt, das ich immer dafür verwende. Ist in diesem Fall ein bisschen dick, die Tür schließt jetzt nur noch so lala, vor allem, nachdem ich da noch einen Streifen an der Scharnierseite angebracht habe, aber es schließt und ich habe die Hoffnung, dass da jetzt kein Licht mehr rein kommt. Also, zumindest nur noch durch den Verschluss! ;-)

Fazit: Gut eine Stunde gebraucht. Ja, totale Zeitverschwendung, in der ich viel sinnvollere Dinge hätte tun können, aber hey: Wir alle brauchen ein Hobby! :-D

Sonntägliche Radtour bis zum Dondorfer See (hauptsächlich Viecher)

Es war hell und sonnig am Sonntag und ich habe mir irgendwann mal endlich einen Fahrradhelm gekauft, also raus! Habe mir die Canon geschnappt und raus! Raus raus raus! Endlich Frühling! Auch wenn es nur so 8-10° waren. Trotzdem einmal bis zum See und zurück. Teichhühner gucken!

Unterwegs aber noch alles mögliche andere Viehzeugs gesehen, unter anderem diese Katze, die da mal wieder auf dem Zaunpfahl saß. Das macht die öfter, aber dieses Mal habe ich sie endlich mit der Kamera erwischt. Moopsie! Frage mich, was die da im Gras hat rascheln hören, dass die da so gebannt rein starrt! Aber niedlich!


Am Dondorfer See dann mal wieder als erstes das übliche Übersichts-Postkartenfoto gemacht, als mir da plötzlich das rallenartige Teichhuhn ins Bild geschwommen kam. Schnell das Tele drauf gedreht und noch ein bisschen hinterher gelaufen. Niedlich auch das. Geradezu putzig! ;-) Aber ein weiterer Beweis: Es wird Frühling! (Nicht, dass die Viecher hier nicht auch im Winter rum schwimmen würden. Aber. FRÜHLING!!!112)

Dann weiter. Unten an der Ecke vor der Bahnunterführung stand ein Moped in der Sonne und glänzte vor sich hin. Ich habe es dann mal mit weit offener Blende genommen, auch wenn es dadurch gut eine EV über ist, aber die Unschärfe im Hintergrund war mir wichtiger. Und das Gras wirkt dadurch auch grüner. Überhaupt etwas blöd, dass ich auf der Canon ein 50/1.4 drauf habe, die dann aber bei 1/4000s Schluss macht. Jaja, immer diese Consumer-Geräte! ;-)


Eigentlich hatte ich an dieser Stelle ja Pferde im Unterstand erwartet, aber die liefen ein bisschen weiter den Weg runter über die Weide. Weil: Auch die freuen sich scheinbar, dass endlich Sonne und so. Wobei dieser Kollege hier eher so ein bisschen nach Frühjahrsmüdigkeit aussah. Dämmerte da auf der Koppel vor sich hin, hatte seine Hinterläufe eingehakt und alles. Und dann kommen die vermaledeiten Touristen und machen Fotos, sowas nee. Nebenbei noch Möwe und Rabe beobachtet. Warum hatte ich nicht die Sony mit dem 80-400 mit? Ach ja, Gewicht! Auf dem Fahrrad immer ein Faktor!

Dann der Blick nach Blankenberg. Und der Bauer hat diverse PV-Panele auf sein Dach gebaut. Macht ja auch Sinn. Wie viel Strom braucht eigentlich so eine Stallheizung und die Melkmaschine?


Weil es so besser passt, habe ich die Schwanfotos mal ein bisschen nach vorne gezogen. Die sind nämlich eigentlich viel weiter gegen Ende meines Heimweges entstanden, da war ich schon wieder mehr oder weniger in Hennef. (Das ist da auf dem Feld bei der Autobahnabfahrt West, oder wie heißt die nochens?) Aber die anderen passten irgendwie besser da unten hin. Was das da im Hintergrund ist, was sich da ins junge Korn drückt, kann ich nicht erkennen. Wahrscheinlich irgendeine Gans.

Wie man sieht, habe ich außerdem mehrfach mein eigenes Rad fotografiert. Weil mir gerade so danach war. Hatte halt gerade das Tele drauf, nachdem ich die Schwäne mitgenommen hatte. Da fiel mir das unscharfe Schild, das vor Hochwasser warnt, das längst weg ist, ins Auge. Man kann ganz gute Bilder mit dem Ding machen, auch wenn es aus den 1980ern stammt. Der Kamera-Sensor könnte halt schärfer sein.


Auf dem Heimweg hinter der Bahn dann noch entlang der Straße Richtung Warth und siehe da, die Zierkirschen blühen schon. Gut, der Baum steht da auch in voller Sonne, den ganzen Tag, mehr oder weniger. Klar, dass der der erste ist, der los legt. Fehlen nur noch die Bienchen.

Am Ende meines Ausflugs hatte ich gerade knapp 17½ Kilometer auf der Uhr - nicht gerade viel. Trotzdem sind meine Beine auch am Montag noch lahm. Ich muss dementsprechend dringend mal wieder ein bisschen mehr Rad fahren. So geht das ja nicht weiter. Hilft vielleicht auch mal gegen die Wampe! ;-)