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Hinterer Hausberg, hauptsächlich hochkant

Gestern Mittag habe ich dann mal den Batteriegriff mit auf einen kleinen Spaziergang um den anderen, dritten Hausberg genommen. Bin mal nicht die Höhenstraße hoch, sondern erst mal unten durchs Dorf und dann rechts hoch in Richtung Hofen.

Der Sinn der Übung bestand aus zwei Zielen: Einerseits ein bisschen mit dem besagten Batteriegriff spielen, was im Ergebnis zu hauptsächlich hochkanten Bildern geführt hat. Und andererseits den Fokus des 50/1.8G ein bisschen zu justieren. An der D610 hatte ich den ja am Ende ziemlich genau eingestellt, aber bei der D800 muss ich das jetzt noch mal neu machen. Das ist eines dieser Probleme, die ich mit den G-Objektiven habe: Wenn die nicht genau auf die Kamera abgestimmt sind, zielen sie leicht daneben. Dieses hier hat ja einen gewissen Backfocus, der sich darin äußert, dass ich jetzt in der Kamera erst Mal -10 als Korrektur eingestellt habe. Was aber glaube ich noch nicht ganz ausreichend ist. Müsste mal mit Stativ und Life View kontrollieren. Bei dem Sauwetter aber nicht unbedingt mal eben so erledigt. (Ich möchte das nämlich wie damals bei der D610 draußen erledigen, bei Licht und vor Allem Entfernungen, die ich im Allgemeinen verwende.)


Aber zu den Bildern: Wie man sieht, bin ich mal wieder an unserem alten Wasserpumpwerk vorbei, um auf den Berg zu gelangen. Da es die ganze Nacht geregnet hatte und es gegen Mittag einigermaßen aufriss, sodass immer mal wieder die Sonne zwischen den Wolken heraus kam, ergaben sich recht interessante Kontraste. Nasse Dinge sehen ja immer ganz besonders kräftig aus. Das wirkt sich auch auf die Fotos aus. Andererseits, ich habe diese hier gestern Abend noch am Notebook bearbeitet und ich habe das Gefühl, dass ich es mal wieder ein ganz kleines bisschen mit dem Kontrast übertrieben habe. Hier im Mittagspausen-Büro sieht das mal wieder ganz anders aus. Ich brauche doch mal einen kalibrierten Monitor.

Jenseits der Hochspannung gab es jedenfalls Pferde zu sehen. Hier hat der Autofokus sich leider ein bisschen zu sehr auf den Zaun davor konzentriert. Außerdem waren die mit dem 50er dann doch ein bisschen weit weg. Unter den herabhängenden Ästen machen sie trotzdem einen ganz guten Eindruck.


Die folgenden Bilder sind hauptsächlich zur Fokusjustage gedacht gewesen - besonders das bei f/2 -, stellten sich im Nachhinein aber auch mal wieder als ganz brauchbar heraus. Gerade die aufgerissene Wunde am Baum mit den vielen verschiedenen Strukturen im Holz hat es mir irgendwie angetan. Und die fast weit offene Kette am Pfosten ja sowieso, die ist bestimmt auch nicht zum ersten Mal hier drin. Ihr wisst ja, wie sehr ich auf einen weichgezeichneten Hintergrund stehe! ;-)

Während ich mich mit solchen Trivialitäten beschäftigt habe, überholten mich von hinten zwei Pferde mit Reiter. Als sie dann oben um die Ecke bogen, um dem Weg zu folgen, und sich somit direkt neben den aufgestapelten und gut verpackten Strohrollen des letzten Sommers befanden, habe ich auch mal davon das ein oder andere Bild gemacht. Die beiden mögen es mir verzeihen, aber selbst in der 4k-Version sind sie nicht zu identifizieren. Wie gesagt, ich hatte nur das 50mm dabei. Ich fand halt nur, es wäre ein nettes Motiv, das für die Nachwelt festzuhalten wäre.


Überhaupt, die Rollen hatten es mir angetan. Die habe ich erst Mal aus jeder verfüg- und erreichbaren Richtung abgegrast. Besonders spannend finde ich die eine, bei der die Plastikfolie eingerissen ist und das Stroh heraus quillt. Aber auch sonst, in der tiefen Sonne des Herbstes glänzten sie recht hübsch. Und solange ich noch nicht zu viel Dreck auf dem CCD habe, kann ich es ja auch mal riskieren, auf f/11 abzublenden. Mal was ganz anderes, als ich es sonst mache!

Dann an den Feldern entlang weiter und das ein oder andere Detail des mich begleitenden Zauns mit genommen. Während auf der anderen Seite noch immer Strohrollen herum lagen. Wie man sieht, das Wetter war sehr wechselhaft, denn hier droht schon der Regenschauer über den blauen Ballen, der mich gleich schon einholen sollte. Und so musste ich meine Fotosession an dieser Stelle, kurz nachdem ich das Tor und noch eine Zaunkette abgelichtet hatte, unterbrechen. Ich wollte nicht den Regen in die Kamera bekommen. Dafür war sie dann doch wieder zu teuer.


Fotos habe ich dann erst wieder unten im Dorf gemacht, nachdem ich die Kamera den ganzen Weg den Hang herunter in der Tasche unter meiner Regenjacke gelassen hatte. Gut, da war jetzt auch nicht viel an Motiven. Es geht da ja einfach nur die geteerte Straße den Berg runter, links und rechts nur Felder, im Herbst und bei Regen wirklich nicht so spannend. Aber jenseits des Spielplatzes habe ich dann noch mal Lora fotografiert. Der alte Papagei sieht mittlerweile schon sehr mitgenommen aus. Der müsste mal dringend eine Runde in der Waschmaschine drehen. Aber da sieht man mal, wie gut die Kunstfasern mit Wind und Wetter zurecht kommen. Außer, dass er halt schmutzig ist, hat der Papagei nicht wirklich Probleme: Kein Lochfraß oder kaputte Stellen, selbst die Farben sind noch ziemlich gut erhalten.

Am Ende dann noch die Kastanie am Boden mitgenommen. Ja, Lora sitzt in einem Kastanienbaum. Wahrscheinlich hat die wieder so heftig geschaukelt, dass die Kastanie runter gefallen ist! ;-)


Und jetzt? Werde ich mal ein kleines Frühstück zu mir nehmen. Raus geht es heute wahrscheinlich nicht, ich habe Kopfschmerzen. Im Gegensatz zu Lora kann ich mit Wind und Wetter nämlich nur bedingt umgehen. Außerdem ist draußen noch immer Herbstwetter und noch mehr Herbstfotos brauche ich dann auch wieder nicht. (Im Gegensatz zu einer neuen Tastatur. Nach 15 Jahren ist das alte Microsoft-Ding langsam so ausgelutscht. Müsste die mal komplett auseinandernehmen und mit Kontaktreiniger bearbeiten, danach die einzelnen Tasten fetten und schließlich die Füßchen erneuern, die federn gar nicht mehr. Aber werde ich ja wahrscheinlich eh wieder nicht machen, solange sie nicht ganz ausfällt.)

Schwarz-weiß und analog, Teil 248: Tomb Raider Meeting 2023 - s/w

Kentmere 400 #5 + #6, Juni 2023
  • Nikon F90X, Nikkor AI 35mm 1:2, Nikkor AF 85mm 1:1.8
  • Entwicklung: Kodak D-76 Stock, 15:00 Minuten (9:30 + 60%) 20°C, Adofix Plus 1+7 (3.+4.), Adoflo II 1+200
Es war im vergangenen Juni, als wir das letzte Mal in Bad Grund waren, um ein Tomb Raider Meeting abzuhalten. Ein paar der digitalen Fotos von damals hatte ich ja bereits in 1, 2, 3 Teilen hier rein gestellt, heute folgen nun die analogen. Viel dazu zu sagen werde ich nicht haben, das meiste sind Schnappschüsse am Wegesrand. Leute sind auch keine zu sehen. Aber es sind immerhin 17 Stück geworden, verteilt über zwei Kentmere 400. Insofern... Ach ja, und alle sind mit dem 85mm AF oder dem 35mm AI gemacht, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich habe allerdings zu keinem die Belichtungsdaten aufgeschrieben.

Fangen erst mal mit dem weißen Hundi an. Wie man sieht, es wartet drauf, dass jemand das Spielzeug wirft! Eigentlich ein ganz hübsches Köterli, wenn die nicht so müffeln würden. ;-) Und alle fünf Minuten um die Ecke gebracht werden wollten. Mein übliches Problem mit Hunden halt. Aber immerhin geben die meisten sehr interessante Fotomotive ab. Vom allgemeinen Schärfe-Eindruck gehe ich hier von f/4 aus, wobei ich mir aber nicht sicher bin. Könnte auch f/5,6 sein, es war schließlich sehr hell, aber die F90X hat ja genug Geschwindigkeits-Spielraum nach oben!


Die Bergbaumuseumswegweiserlore hingegen scheint mir recht weit offen gemacht zu sein, wie man am sehr weichen Hintergrund erkennen kann. Aber auch da kann ich mich täuschen, das 85er macht ja von sich aus schon recht cremige Bilder, wegen der mäßig langen Tele-Brennweite. Ich benutze dieses Objektiv viel zu wenig, merke ich immer wieder. Eigentlich sollte ich mal ein paar Tage nur damit rum laufen.

Das erste Bild, bei dem ich mir was anderes als das 85er aufgeschrieben habe, ist von einem der Hydranten im Dorf. Und zwar ist das wohl mit dem 35er gemacht. Auch hier denke ich mir immer wieder: Sollte ich mal viel öfter benutzen. Aber das Filter fällt ja immer ab, weil das Gewinde so im Popo ist. Trotzdem, die Bilder, die das macht, sind erste Klasse. Gerade auf Film mag ich diese Brennweite sehr.

Auch die Glocken hinter der Kirche habe ich wohl leicht geweitwinkelt, aber deutlich stärker abgeblendet. Trotz des Schattens hier schätze ich mal f/8. Aber ich kann mich auch hier täuschen, das ist ja an sich schon recht scharf, besonders sobald man in die mittleren Entfernungen kommt, so wie hier auf diesem Bild. Ich habe allerdings den Eindruck, dass sich das 35er und das 85er gegenseitig gut ergänzen. Kein Wunder, dass die meisten Normalbrennweiten-Zooms ungefähr dieses Bereich abdecken.


Auch das Kur-Cafe, so runtergekommen, wie es mittlerweile ist, habe ich mit dem 35er gemacht. Etwas schief, das stört mich ja direkt wieder, aber dem allgemeinen Eindruck tut das keinen Abbruch. Besonders witzig finde ich das "f", das da so schief hängt. Schade eigentlich, dass diese alten Gaststätten alle zu gemacht haben und jetzt dem Verfall preisgegeben sind. Andererseits hoffe ich ja, dass die Absperrung unten rum darauf hindeutet, dass hier bald mal wieder was passiert. Aber wenn die Besucher ausbleiben...

Und wo ich das kleine Weitwinkel gerade drauf hatte, habe ich den Blende wohl noch ganz auf gemacht und hinter mir die Briefkästen abgelichtet. Die Hatte ich glaube ich vor ein paar Jahren schon mal in digital. Müsste ich mal nachschauen. Aber in s/w und auf Film haben die eine ganz andere Wirkung von Verfall und Zahn der Zeit und so. ;-) Ich mag diese leicht deprimierenden Bilder ja ganz gerne. Passt zu mir, ich bin auch immer leicht deprimierend. :-D

Man wäre nicht im Harz, wenn einen nicht immer eine Hexe verfolgen würde. Selbst hier, mitten im Dorf, ist man nicht sicher vor ihnen. Das einzige Gegenmittel: Auf die Portrait-Brennweite wechseln und ein Foto machen! ;-) Frage mich allerdings, warum Hexen immer mit krummer Nase und überhaupt so stereotyp dargestellt werden. OK, damit man erkennt, dass es eine Hexe sein soll, aber, hallo? Body Shaming much?! Macht man doch nicht! Wo kämen wir denn da hin, wenn das jeder täte?


Nebenan der Bergmann jedenfalls wird nicht ganz so stereotyp dargestellt. Wenn der nicht seinen Hacke oder Hammer, oder was er da geschultert hat, hätte, ich würde ihn gar nicht als solchen erkennen. Na gut, der Helm ist ein Hinweis. Und dass wir uns in einem alten Bergbauort befinden auch. ;-)

Aus dem besagten Dorf hinaus sind wir dann irgendwann im Wald einer Herde Jungrinder begegnet. Eins kratzte sich gerade am Kinn. Rindvieh müsste man sein, die haben schon einen erstaunlichen Bewegunsgspielraum. Dafür, dass die irgendwo im Bereich von Tonnen wiegen, führen die manchmal recht grazile Bewegungen aus.


Auf dem Weg in den Wald haben wir die Gelegenheit genutzt und und die vielen verschiedenen Gesteine angeschaut, die hier auf diesem Lehrpfad aufgereiht sind. Hier sehen wir: Gips. OK, ist für den Durchschnittsmenschen jetzt wahrscheinlich so interessant wie Raufasertapete, aber ich finde es spannend zu wissen, was im Boden unter einem so alles lagert. Und Gips ist ja auch wichtig, wie sonst soll man die Löcher zu spachteln, die man in den Wänden hat, wenn man beim Zocken wieder den Controller geworfen, aber den Fernseher verfehlt hat? :-D

Sein Verwandter, der Riffkalkstein, stand übrigens ganz in der Nähe. Ist das eigentlich sein kleiner Bruder, der Gips? Immer diese Carbonate, man weiß es nicht! :-D Ja, ich bin alber. Aber ich hab ja sonst nicht viel zu sagen zu den Bildern, da ich mir ja keine weiteren Daten aufgeschrieben habe. Gut, ich könnte jetzt wieder das fröhliche Blendenraten betreiben, aber spannend ist das beim dritten Versuch dann auch nicht mehr. (f/4, sag ich mal.)


Oben am Berghang gab es dann diesen Wasserablauf zu sehen. Obwohl es viel geregnet hat dieses Jahr war der trotzdem staubtrocken. Ich würde gerne wissen, wie das zZt aussieht, wo es alle par Stunden schüttet wie aus Eimern. Frage mich, ob der Grundwasserspiegel dann endlich mal wieder ein bisschen gestiegen ist. Nicht, dass ich viel Hoffnung hätte.

Den Stolleneingang habe ich irgendwie ein bisschen verrissen. Manchmal löst die F90 so zackig aus. Das ist mit bei der D800 jetzt auch schon ein paar Mal passiert, die hat auch so einen zarten Auslöser. Je professioneller die Nikon-Kameras werden, desto geschmeidiger ist wohl der Knopf gelagert, der die Bilder macht. Jedenfalls hätte ich hier gerne ein paar Grad weiter nach unten gezielt, bevor es Schnapp-Surr gemacht hat.

Die Lore des SV Victoria hat einen besonderen Platz verdient:


Ziemlich geiles Bild, finde ich. Wie weit habe ich denn hier geöffnet? Bin ich bei f/4 geblieben, meiner Lieblingsblende? Wenn ja, das ganz leichte Drehen im Hintergrund gefällt mir extrem gut und ich glaube, das lässt sich eigentlich nur bei kleineren Blendenzahlen provozieren. Total geiles Bild jedenfalls, das wohl das beste auf der ganzen Rolle darstellt.

Kurz bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben, habe ich noch diesen Maulwurf am Schlüssel fotografiert. Ist das Ms Schlüssel? Möglich, ich glaube es. Bin dafür extra unter den Tisch gekrochen und die Leute haben schon wieder seltsam geguckt, was ich da treibe. Na, das eben! Cooles Bild!


Die geschlossene Würstchenbude ist dann schon auf dem Heimweg. Die steht kurz vor Limburg am Straßenrand. Habe die glaube ich noch nie geöffnet gesehen. Aber scheinbar scheint sie auch noch keiner weg geräumt zu haben. Eines Tages kommen wir hier mal vorbei, dann hat die offen, dann kauf ich mir 'ne Wurst! (Ich nehme an, dass die nur an Werktagen öffnet. Und da sind wir immer in die andere Richtung unterwegs auf dieser baulich getrennten Bundesstraße. Da kommt man da nicht ran.)

Zum Schluss, ein Windrad, um unsere Sauerländer zu foppen. :-D Ist schon ein recht prächtiges Exemplar. Habe ich das wirklich mit dem 85er gemacht? Ich hatte den Eindruck, dass das weiter weg stand. Hm, wahrscheinlich täusche ich mich auch da.

Und das war das letzte Bild, was ich guten Gewissens dem Thema TRM zuteilen kann. Danach waren wir dann praktisch ja fast schon zu Hause. Limburg ist ja nur noch ein Katzensprung von der rheinischen Heimat entfernt. Den Rest des Filmes gibt es daher in einer eigenen Abteilung zu sehen; ich habe ihn in St. Augustin verschossen.

MB-D12 (Nachbau)

Der Vorteil, wenn man sich eine alte Kamera praktisch neu kauft, ist, dass man auch die Zubehörteile relativ günstig bekommen kann. Noch günstiger sind dann die gebrauchten Teile von ehBlöd, aber am günstigsten sind die gebrauchten Nachbauteile.

Ich wollte schon immer mal den professionellen Look eines echten Fotografen imitieren. Und nichts schreit "Profi" so sehr wie ein Batteriegriff. Das ist zwar total tacky und pretentious, wenn man sowas an seiner Kamera dran hat, aber hey, ich wollte auch mal so richtig rum protzen! :-D Zum Glück sieht man nicht, dass es sich bei dem Teil, dass ich jetzt extrem günstig bekommen habe, nur um den chinesischen Nachbau des Nikon-Batteriegriffs MB-D12 handelt. Dieser hier hört auf den Namen BG-2H und wurde wohl unter verschiedenen Marken verkauft, unter Anderem Meike, Travor oder Fositan. Während man Meike vom Namen her als Dritthersteller vielleicht noch kennt - unter dem Namen werden auch Objektive verkauft, angeblich sogar ganz brauchbare -, sagt mir der Rest nichts. Ich nehme aber an, dass das eh alles aus der gleichen chinesischen Plagiatsfabrik kommt.


Dafür sieht dieser Griff aber ganz OK aus. Auch an dem gebrauchten Zustand habe ich erst mal nichts auszusetzen, selbst der kleine weiße Schutz-Deckel für die Kontakte war noch vorhanden. Vielleicht hat der Verkäufer auch einfach nur aus Vorsicht "gebraucht" dran geschrieben und es handelt sich tatsächlich um Neuware. Da spricht allerdings dagegen, dass ich weder eine Kiste noch eine Anleitung dazu bekommen habe. Gut, letztere ist jetzt auch nicht unbedingt notwendig: Auspacken, anschrauben, 8 AA-Batterien in die Halterung einlegen, rein schieben, fertig. Einzig, dass man den kleinen Hebel am Auslöser von der "Lock"-Position weg drehen muss, um das Teil dann auch tatsächlich verwenden zu können, hat mir keiner gesagt. OK, steht in der Anleitung vom originalen MB-D12, die man ja im Netz finden kann. Sieht also so aus, als wäre das ein 1-zu-1 Nachbau. (Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich behaupten, dass das originale Nikon-Teil ebenfalls in dieser gleichen chinesischen Fabrik zusammengesetzt, dann aber mit einer Nikon-Seriennummer und einem passenden Preisschild - doppelt so viel, aber mindestens - versehen wurde. Aber ich bin ja nicht böse![1])

Neben dem Proll-Faktor hat das Ding aber auch einen tatsächlichen Mehrwert: Ich kann einfach AA-Akkus oder -Batterien einlegen. Da der Akku, der mit der Kamera kam, ja doch schon ein bisschen gealtert ist - wegen schlechter Lagerung, wie ich vermute; an den Auslösungen kann es ja nicht liegen -, habe ich so die Möglichkeit, anderweitig für Strom zu sorgen. Denn schließlich kann man Doppel-As noch immer in jedem Supermarkt oder Discounter kaufen. Die kosten vor Allem so gut wie nichts. Und wenn ich die "guten" Nickel-Metallhydrit-Akkus (vom Lüdl) da rein mache, ist das Ding sogar einigermaßen hochstromfähig und sollte entsprechend für Wumms sorgen, wenn ich mal so einen richtigen Foto-Burst hinlege. (Problematisch ist nur die Tatsache, dass das Ladegerät maximal sechs Akkus auf einmal auflädt, nicht acht.)

Das alles jedenfalls für unter 30 Euro. Da kann man doch nicht meckern! Der originale Griff (und auch die meisten anderen Nachbauten, die ich so gesehen habe), gehen für das Zwei- bis Dreifache weg. Was nur fehlt, das wäre die Halterung für den nikoneigenen Zusatz-Akku EN-EL18, der heißt übrigens BL-5. Die Nikon-Bezeichnungen sind echt total undurchsichtig! Mit dem würde das Teil dann wahrscheinlich noch ein bisschen länger halten, die 6 fps erriechen und vor allem würde er auf dem eingebauten Chip die Anzahl der Auslösungen mit zählen und dadurch eine Voraussage abgeben können, wie viele Schüsse man noch hat. Das Teil ist aber echt teuer, kostet selbst ohne Akku gut das Doppelte vom Griff! Also eher nein. So viele Fotos mache ich im Allgemeinen ja nicht auf Einmal. Ich mein, ich bin selbst auf der Konferenz letztens mit einer Ladung im fragwürdigen Akku ausgekommen, eigentlich ist das also reine Spielerei! ;-)


Aber immerhin konnte ich mir so recht günstig einen meiner Kindheitsträume erfüllen. Ein Mal aussehen wie der echte Obermotz! Andere Leute fahren Porsche, ich kaufe mir einen Batteriegriff! :-D Und ein weiterer Vorteil: Wenn das Teil montiert ist, sieht man die abgeschrammelte Bodenplatte nicht mehr. ;-)

Jetzt muss ich mal testen, wie viele Bilder ich mit einer Akkuladung machen kann. Die jetzt eingelegten Akkus haben eine Nennkapazität von 2400 mAh. Das wäre ungefähr das, was der EN-EL18 auch hätte, allerdings bei 11 Komma nochwas Volt. Die acht Akkus kommen ja zusammen auf 9,6 Volt (Nennspannung; wenn sie frisch geladen sind, auch noch auf ein, zwei Volt mehr). Der Nikon-Akku soll für 3.500 Einzelbilder (an einer D6) gut sein; Forenbeiträge, die man mit Google findet, reden von 3.300, rechnen aber beide Akkus zusammen. Ich denke, mit den Discounter-Akkus krieg ich weder das eine noch das andere hin! Wenn da 2400 mAh drauf steht, gehe ich mal davon aus, dass die nutzbare Kapazität vielleicht die Hälfte ist, besonders da die ja auch nicht mehr neu sind und auch bisher noch nie als komplettes Set aus 8 Stück zusammen verwendet wurden. Das würden dann aber noch immer so um die 1.000 Bilder sein - also ungefähr das, was man mit einem originalen EN-EL15, der in die Kamera gehört, hin bekommt, wenn man nicht allzu häufig das Life View verwendet und auch nicht ständig jedes einzelne Bild, das man gerade gemacht hat, am Bildschirm überprüft - und damit wäre ich durchaus zufrieden. Aber wir werden sehen, das dauert jetzt eine Weile, bis ich so viele Bilder gemacht habe! ;-)

Bis dahin gebe ich mit mit dem Protz-Proll-Faktor zufrieden! Nur passt das Teil jetzt endgültig nicht mehr in den Rucksack! Mist! ;-)

[1] Huuuuust! Ich hab mal gerade den Listenpreis für einen neuen MB-D12 auf der Nikon Webseite gefunden: Schlappe 430 Euro! Hallooo?!?

Siegburg im Regen

Siegburg, Regen, aber ich kann ja nicht weg gehen, ohne nicht wenigstens ein paar Bilder gemacht zu haben. Deswegen jetzt hier ein paar nasse Fotos von einem nassen Fotografen. Hat ganz schön geschüttet, musste echt aufpassen, nicht zu viel Wasser auf die Kamera zu bekommen. Die ist zwar gegen Wetter versiegelt, aber trotzdem schon besser, wenn die Feuchtigkeit in jede Ritze rein zieht.


An dem Brunnen auf dem Platz der ehemaligen Synagoge lagen von letzter Woche noch die Blumen und Kerzen rum. War auf Grund der gegenwärtigen politischen Lage auch definitiv mehr als sonst in den Jahren davor. Scheint also tatsächlich etwas mehr im Bewusstsein der Leute gestanden zu haben. Oder war sogar eine Veranstaltung hier? Wie das da alles im Regen rum liegt, ist allerdings auch ein bisschen deprimierend.

Als es dann so richtig nass von oben wurde, habe ich mich kurzfristig im Kaufhof untergestellt. Auch kaum zu glauben, dass sie den am Ende des Jahres dicht machen. Das war so eine Konstante hier in der Stadt, den gab es doch eigentlich schon immer. Bin ja mal gespannt, was aus dem Gebäude wird. Die hatten ja irgendwelche Pläne, die ich aber schon wieder vergessen habe.


Auf dem Rückweg noch einen kurzen Abstecher auf den Markt gemacht, um die Victoria wenigstens von hinten zu sehen. Die ist ja auch echt gestraft, nicht nur in der prallen Sommersonne, sondern auch im Novemberregen muss sie da rum stehen und alles über sich ergehen lassen. Und immer gute Mine zum Bösen Spiel machen.


Und jetzt wieder zu Hause. Zu der Beerdigung von der Nachbarin von der Mutter habe ich es dann leider nicht geschafft. Muss wohl eine ziemlich deprimierende Geschichte gewesen sein. War ja auch nun wirklich kein Alter, um unter den Müllwagen zu geraten! :-( Aber Kirche war wohl voll. Ich wurde also nicht unbedingt so direkt vermisst, nehme ich an. Muss ich nächste Woche mal am katholischen Friedhof vorbei fahren. Da war ich ja auch schon länger nicht mehr.

Winter is Coming: Die Kraniche ziehen nach Süden

Es ist so weit, es wird Winter: Die Kraniche verp*ssen sich. Und zwar in riesigen Scharen. So viele auf einmal, dass ich sie mit der Z fc, die gerade griffbereit auf dem Schrank lag, gar nicht alle drauf bekommen habe. Und das Normal-Zoom lag noch drinnen. Wollte nicht zwei Mal durchs Fenster ein und aus steigen, das sah beim ersten Mal schon grazil genug aus. Also, nicht. ;-)


Aber: Fotos von Viechern. Mit ein wenig Manipulation sehen die sogar ganz brauchbar aus. Und definitiv ist der Sensor der Z fc wieder ein bisschen sauberer, als er letztens noch war. Nicht perfekt, aber besser. Blöde spielgellose Kameras, da kann sich auch echt sämtliche Sauerei auf einmal ausbreiten und die Bilder verschandeln.

Egal. Viecher. Die machen einen ziemlichen Lärm, aus dem man gut heraus hören kann, warum die Viecher auf Lateinisch "Grus Grus" heißen. Wenn die bei dieser tief hängenden Bewölkung so niedrig fliegen, kann man die sogar durchs geschlossene Fenster hören. Frage mich ja, worüber die sich unterhalten. Wahrscheinlich, was sie in Spanien und Afrika so alles vor haben, wenn sie erst mal angekommen sind. Party und sowas!


Immerhin muss ich dann heute nicht noch mal raus, um Fotos fürs Blog zu machen. Die sind quasi heutzutage zu mir gekommen. ;-) Bleibt die Hoffnung, dass die nächstes Frühjahr auch wieder zurück kommen. Bei dem Klimawandel und Wetter-Katastrophen weiß man ja nie...