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Fortschritt der Bauarbeiten an der Hanfbachtalstraße

Von den drei Einträgen, die ich zu den Bildern machen kann, die am 10.2.'24 - einem Samstag Morgen mit ganz viel Frühnebel im Hanfbachtal - entstanden sind, ziehe ich glaube ich diesen hier als erstes nach vorne. Denn: Er zeigt ein bisschen die Fortschritte, die die Stadt Hennef bei der Reparatur der abgerutschten Hanfbachtalstraße direkt hinterm Ortsausgang von Lanzenbach macht. Aber nur ein ganz kleines Bisschen, denn die restlichen Bilder sind alle vom Bagger und der Raupe, die da herum standen. Am Samstag hat hier eben einfach keiner gearbeitet und ich konnte mir das mal in Ruhe anschauen. Außerdem, wenn ich mit dem Auto hier vorbei komme und gezwungenermaßen in Richtung Rütsch abbiegen muss, obwohl ich eigentlich gar nicht nach Lichtenberg will, kann ich ja nicht ewig anhalten und den Verkehr aufhalten.


Jadenfalls, wie man sieht, ich bin mal wieder total ausgerastet was die Detail-Fotos der Baumaschinen angeht. Ich weiß auch nicht, mich haben als Kind schon immer Bagger und Gedöns fasziniert. Das ging so weit, dass ich die Eltern so lange genervt habe, bis ich endlich so einen kleinen Bagger mit funktionierender Schaufel und Rotation und allem für meinen Sandkasten bekommen habe. Das war cool! ;-) Jaja, die Terrorblagen, die immer alles innen Popo geschoben bekommen! Was meint ihr, weshalb ich so schlecht auf Kinder zu sprechen bin, ich kann mich noch sehr gut an mich selber erinnern! :-D (Was ist eigentlich aus dem Ding geworden? War wahrscheinlich irgendwann so durchgerostet, dass der Vater das mal wieder eigenmächtig entsorgt hat. Ich weiß auch, wo mein Sammel-Tick her kommt: Wenn man da nicht aufgepasst hat wie ein Luchs, war ja alles weg, was nicht niet- und nagelfest war! "Das brauchst Du doch nicht mehr!" Darf ich das bitte selber entscheiden? ;-))

An "richtigen" Baggern sind die "echten" Teile allerdings noch viel spannender. Besonders wenn diese in der Morgensonne glänzen, weil es nachts noch so richtig kräftig geregnet hatte. Diese Hydraulikverkabelungen und -kolben machen mich ganz wuschig! ;-) Ja, ne, so schlimm ist es noch nicht, aber spannend finde ich das schon, dass man so schwere Lasten - schon die Baggerschaufel wiegt ja sicher ein paar hundert Kilo - nur mit ein bisschen Hydrauliköl bewegt bekommt. Und dass das nicht stattdessen die Schläuche sprengt.


Auf dem letzten Bild da oben sieht man dann auch tatsächlich den Hanfbachtalstraßenreparaturmaßnahmenfortschritt. (Deutsch ist manchmal so eine geile Sprache! :-D) Ich weiß, ich weiß, ein einziges Bild wird dem Ganzen irgendwie nicht ganz gerecht, aber mehr wollte ich da jetzt auch nicht machen. Ich befand mich eh schon auf einer Baustelle, auf der ich als Privatperson ja eher nichts zu suchen habe und bevor ich a) was kaputt mache, z.B. b) mich selber, indem ich den Berg runter falle, weil ich wieder mehr auf die Belichtung achte als auf das Terrain, habe ich es dann doch lieber gelassen. Aber man kann schon gut erkennen, dass die da die halbe Straße neu machen müssen und den Hang darunter komplett wieder angeschüttet haben. Wenn das mit den feuchten Wintern so weiter geht, gefolgt von Sturm und Wind, der die Bäume ausreißt, wird das wahrscheinlich noch an anderen Stellen nötig werden. Da gibt es ja noch einige Kandidaten die Straße entlang. Wobei es ja so ein bisschen so aussieht, als würden die direkt ein ganzes Stück mehr machen, als tatsächlich beschädigt war. Wahrscheinlich hat sich bei der Begehung herausgestellt, dass das auch nötig ist.

Ich wundere mich ja noch immer ein bisschen, dass die Stadt so schnell eine Tiefbau-Firma gefunden hat, die das mal eben dazwischen schiebt. Schließlich gibt es auch im Bereich Baggerführer einen gewissen Fachkräftemangel. Jetzt nicht mehr als anderswo, aber. Wahrscheinlich haben die eine entsprechende Prämie bieten müssen, die Straße ist ja einigermaßen wichtig, wenn man Richtung Dahlhausen/Uckerath oder auch weiter nach Rheinland-Pfalz, zB Asbach, will. Ist schon eine gewisse Behinderung, wenn man jetzt oben über die B8 muss, die ist ja eigentlich immer verstopft.



Aber zurück zum Bagger. Wie man sieht, es handelt sich um ein Markenprodukt, das auch Kühlprodukte für Küchen herstellt. Ich hoffe, dass der Bagger nicht so schnell verreckt wie die beiden Kühlschrank-Modelle, die wir von denen hatten. Ich mein, der von meiner Mutter lebt ja schon seit 20 Jahren, vielleicht liegt es ja doch an unserer Behandlung. Kann ich mir aber nicht vorstellen. Den jetzigen von der Konkurrenz misshandeln wir genau so, der beschwert sich nicht so. Müsste allerdings mal wieder sauber gemacht werden. Zeit für einen Hausputz! ;-)

Dann irgendwann hatte selbst ich genug sinnlose Fotos von Baumaschinen im Kasten und habe mich wieder auf den Rückweg gemacht. Wieder, weil - wie gesagt - ich war ja eh schon auf dem Rückweg von meiner morgendlichen Fotoorgie. Seit ich die Canon habe, hält mich irgendwie nichts mehr zurück. Die vollformatige Nikon nehme ich ja hauptsächlich, wenn ich Fotos machen will, die was besonderes sind, während ich das Alltägliche jetzt so ziemlich immer mit der Crop-Fektor-Canon gemacht habe. Mal sehen, ich hoffe ja noch immer, dass die Versicherung sich bereit erklärt, dass meine D610 repariert wird, dann hätte ich noch eine funktionierende Kamera im Haus. Ob ich dann noch mal so viele Fotos nach Hause schleppe?! :-D


Und mit diesen Gedanken und den Bildern von Absperr-Baken mit Lichtaufsatz beende ich den heutigen Eintrag dann mal. Mal sehen, wann der online geht. Wahrscheinlich erst nach Karneval. Ich habe ja noch die Hoffnung, dass das Wetter besser wird und ich mir morgen mal ein bisschen den Zoch angucken kann. Weiß noch nicht, welche Analoge ich da gerne mitnehmen würde. Kommt auf die Menge des Regens von oben an. Vielleicht was kleines, kompaktes, mal so zur Abwechslung? Da sind weniger Ritzen dran, wo das Wasser rein kann.

Steinhaufen am Eulenberg, morgens um 11

Karneval war lang, der Kühlschrank war leer. Deswegen habe ich mich heute auf den langen und beschwerlichen Weg nach Uckerath gemacht, wo sich beide Discounter direkt gegenüber liegen, so mehr oder weniger, und auch noch die Drogerie und der Supermarkt. Einzig Ungünstige daran ist, dass man noch immer nicht die Hanfbachtalstraße entlang kann, weil: Baustelle. Vor dem Großeinkauf habe ich dann aber noch schnell einen Abstecher zum Eulenberg gemacht. Und da viel zu viele Fotos gemacht. Sind dieses Mal viele mit dem 24/2.8er dabei und man sieht den Unterschied ja schon ja sehr deutlich; Das 50/1.4er ist deutlich schärfer und hat sehr viel weniger Chromafehler. Bei schlechtem Wetter fiel das bisher nicht so auf. Einzig im Bereich Makro hat das 24er die Nase vorne. Das scheint eh eher für nahe Entfernungen gerechnet zu sein; Landschaften sehen im allgemeinen etwas wichgezeichnet aus, während der Sweetspot so bei 2 bis 5 Metern zu liegen scheint. Selbst im Makrobereich machts gute Bilder, auch wenn da ein wenig abblenden sicher helfen würde, was ja aber leider nicht geht.


Wie immer bin ich runter an den Kratersee und habe mir Schuhe und Hose voll gesaut. Nach dem vielen Regen die letzte Zeit ist der Weg da runter eigentlich nur noch eine Rutsche. Und aus der Kraterwand sind diverse Steine heraus gebrochen, die sich gut fotografieren ließen. Hier ist dunkel, da kann man schön die Blende weit öffnen. Und außerdem ist es hier auch noch immer feucht, sodass alles diesen leichten Glanz bekommt.


Ansonten war entsetzlich blauer Himmel, der sich vor allem auch noch im See gespiegelt hat. Da konnte ich auch wiedermal nicht widerstehen. Viel zu viele Bilder, wie gesagt, weshalb es auch immer diese zwei Reihen von Viererpäckchen gibt, heute. Weil, sonst wird der Eintrag wieder viel zu lange. Was auch der Grund ist, dass ihr für einen "Erweiteren Eintrag" noch mal klicken müsst. Da kommen dann auch die aufeinander gestapelten Steine, die ich im Titel versprochen hatte. KLICK! ;-) "Steinhaufen am Eulenberg, morgens um 11" vollständig lesen

Rosenmontag in Hennef, Ausgabe 2024

Rattata! Rattata! Tätäää! Wenn der Karnevalsmuffel (ich) zum Rosenmontagszug geht, ist das ja hauptsächlich aus zwei Gründen: 1.) Man kann so gut seine Schritte zusammen bekommen. 2.) Man kann ganz hervorragend Fotos machen. Beides wurde heute durch gutes Wetter unterstützt. OK, zuerst war es noch was wolkig, aber je länger der Zug ging, desto besser wurde es.


Und was die Fotos angeht: Ich habe mich wie immer versucht, wo weit zurück zu halten, dass nur die Leute erkennbar auf den Bildern sind, die eh prominent im Zug mit gelaufen/gefahren sind. Da kann man wohl davon ausgehen, wenn die oben auf dem Wagen stehen, dass die damit einverstanden sind, dass sie im Internet landen. Bei den anderen habe ich wie immer die Gesichter unkenntlich gemacht. Insbesondere bei den Kindern. Da muss man schon vorsichtig sein.


Mehr Fotos gibt es im "erweiterten Artikel". Jaaahaaa, ich hab schon wieder zu viele gemacht! Aber das ist ein Risiko, dass man eingehen muss, wenn man diesen meinen Blog besucht! KLICK! "Rosenmontag in Hennef, Ausgabe 2024" vollständig lesen

Schwarz-weiß und analog, Sonderausgabe: Sundern-Stockum im Sauerland, Teil 2

Kentmere 400 @ 800 #9, 2.-4. Februar 2024
  • Nikon F90x, AF Nikkor 50mm 1:1.4, AF Nikkor 85mm 1:1.8, AF AI Nikkor 35mm 1:2, AI Nikkor 200mm 1:4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock, 13:15 Minuten, 19,5°C, Adofix Plus 1+5 (frisch), 4:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Beginnen wir diesen kleinen, zweiteiligen s/w-Einschub heute mal mit Feuer! (1/160s, f/4, 50mm.) A hatte den vorhandenen Kamin angelegt und die lodernden Flammen fand ich durch den Funken-Schirm sehr spannend. 1/160s ist ja schon einigermaßen schnell, aber die Flammen sind trotzdem total verwischt. Sieht man mal, wie schnell die hin und her züngeln. Hätte vielleicht doch noch eine Blende runter nehmen sollen. Aber dann wäre das mit der Tiefe nicht so rüber gekommen.

Hundis waren auch wieder mit dabei. (1/60s, f/2,8, 50mm.) Hier konnte ich nicht anders und musste die Blende weiter öffnen. Es war indoors doch selbst für den gepushten Film einigermaßen dunkel. Gut, ich hätte - wie an der Digitalen - den Blitz benutzen können, der geht ja auch einwandfrei an der F90X, aber ich wollte einfach nicht. Blitz macht die Bilder immer so harsch, während eine weiter geöffnete Blende bei vorhandenem Licht alles weicher zeichnet. Außerdem soll man ja keine schlafenden Hunde wecken, schon gar nicht mit Blitzlicht! ;-)


Ein weißes Hundi wird immer von einem schwarzen Hundi begleitet, so meine Erfahrung. (1/25s, f/1,4, 50mm.) Hier musste ich es dann aber echt auf die Spitze treiben und hatte am Ende trotzdem gerade so noch eine Belichtungszeit, die ich vielleicht nicht verwackle. Schwarze Hunde sind schwieriger zu fotografieren, da sie einfach weniger Licht zurück werfen. Aber unter den Umständen ist das Bild erstaunlich gut geworden. Normalerweise versuche ich ja, Portraits bei f/4 zu machen, aber hier wirkt weit offen auch ganz gut!

Das vom Dach herunter laufende Regenwasser musste übrigens durch diesen Wasserspeier mit Drachenkopf. (1/400s, f/5,6, 50mm.) Durch die etwas weiter geschlossene Blende ist der Hintergrund zwar noch unscharf, hat aber mehr dieses Nebel-Feeling, das sehr gut zum Wetter passt. Boah, watt hattat geregnet, ich sach sie! (Ich fang jetzt nicht wieder an mit der Tatsache, dass eine wärmere Atmosphäre auch mehr Wasser aufnehmen kann. Der Januar war schon wieder viel zu warm. Hatte ich aber glaube ich schon mal erwähnt.)


Am Ende der Veranstaltung hatte ich noch einige Bilder auf dem Film frei, aber keinen Bock, groß in den Regen raus zu gehen. Deswegen habe ich den Garten bearbeitet und hier als erstes Mal diese Lampe mitgenommen. (1/60s, f/5,6, 50mm.) Im Hintergrund kann man schon den Fußball erahnen, der gleich auf dem nächsten Bild sein wird. Nett finde ich die Reflexionen in der Abdeckung der Lampe. Während dieser 5 Fotos, die ich hier draußen gemacht habe, bin ich übrigens schon fast komplett nass gewesen. Sauwetter, sagte ich das schon?

Der Fußball war zwar nicht mein nächstes Opfer, aber die hochkanten Fotos habe ich unten gesammelt. (1/50s, f/5,6. 50mm.) Erstaunlich, dass ich den Ball so gut platziert bekommen habe, denn das Bild ist halb blind entstanden. Also, einmal wegen Regen auf der Brille, aber auch, weil ich die Kamera einfach nach dem Scharfstellen noch ein paar Zentimeter nach unten bewegt habe. Wollte mein Klamotten nicht versauen und mich da in den Matsch legen. Hat geklappt. Gut! ;-)


Dem Reiher bin ich dann auch mal ganz nah auf die Pelle gerückt. (1/50s, f/4, 50mm.) Der sieht ja schon ein ganz kleines bisschen mitgenommen aus. Rost und Zeit haben ihm schon ein bisschen zugesetzt. Ein Glücksfall für mich, denn so wird das Motiv interessanter und bekommt mehr Struktur. Im Gegensatz zum Hintergrund, der schon recht krass unscharf ist. Gefällt mir.

Das kleine Häuschen nebenan ist glaube ich als Lagerraum genutzt worden. (1/50s, f/5,6, 50mm.) Ich meine, da hätte er jedenfalls die Tischtennisschläger raus geholt. Ich habe ehrlich gesagt nicht versucht, ob die Türe offen war, denn es war so nass, ich wollte keine unnötigen Wege gehen, auch wenn es nur so 5 Meter waren. Ich mein, man sieht in den Bildern ja, wie nass es war!


Dann habe ich mir mal den Kranz vor der Tür vorgenommen. Der ist leider etwas weich geworden, finde ich. (Unbekannte Zeit, f/2,8, 50mm.) Ist schade, der hätte schon was schärfer sein können. Habe da mit f/2,8 arbeiten müssen, denn vor der Tür war es sehr, sehr dunkel. Leider habe ich mir die Zeit nicht aufgeschrieben, aber ich meine mich zu erinnern, dass ich hier nicht weit über die 1/50s raus gekommen bin.

Und als allerletztes noch die Kapelle auf dem anderen Hügel, auf dem wir nicht gewesen sind. (1/250s, f/8, 200mm.) Etwas, was wir uns fürs nächste Mal aber fest vorgenommen haben. Ich mein, wir hätten es auch jetzt schon erledigt, aber habe ich das Wetter erwähnt?! Mehrfach? Dann ist ja gut! ;-)

Und mit diesem s/w-Eindruck aus Sundern-Stockum kehren wir zurück zum Standardprogramm. Mal sehen, wie das Wetter morgen so wird. zZt pisst es hier im Rheinland ja auch mal wieder wie Hund, ich weiß nicht, ob ich morgen zum Rosenmontagszug will oder ob mir das zu nass ist. Schaumama...

Schwarz-weiß und analog, Sonderausgabe: Sundern-Stockum im Sauerland, Teil 1

Kentmere 400 @ 800 #9, 2.-4. Februar 2024
  • Nikon F90x, AF Nikkor 50mm 1:1.4, AF Nikkor 85mm 1:1.8, AF AI Nikkor 35mm 1:2, AI Nikkor 200mm 1:4
  • Entwicklung: Fomadon P Stock, 13:15 Minuten, 19,5°C, Adofix Plus 1+5 (frisch), 4:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Weil es sich gerade anbietet, schiebe ich mal einfach die Fotos vom letzten Wochenende dazwischen. Dann liegen die auch nicht wieder ein halbes Jahr in der Pipeline. Ich muss echt mal dazu übergehen, die schneller zu verwenden. Nach der langen Zeit erinnere ich mich sonst an nichts mehr. Muss mir nur noch ein System ausdenken, dass ich mich dran erinnere, dass ich diese Bilder schon im Blog habe, nicht, dass ich versuche, die noch mal einzustellen! ;-) Was mich jetzt aber dazu gebracht hat, die zeitnah hier rein zu bringen, ist der leichte Push um eine Stufe, den ich mit dem "neuen" Entwickler, dem Fomadon P, vorgenommen habe. Habe noch nie mit D-76-ähnlichem Zeugs gepusht, aber wie man sieht, ist das Ergebnis echt nicht schlecht. Der 400er Kentmere ist ja auch so schon recht rauscharm für seine Empfindlichkeit und das Push bringt die Körnung nur mäßig stärker hervor. Gefällt mir ganz gut. Ich habe den Kontrast dieses Mal nur leicht über das hinaus erhöht, was das Scanner-Programm vorgeschlagen und ich entsprechend auf sinnvolle Werte runter korrigiert habe. (Voller Input-Umfang, Gamma bei 1,25, zB. So benutzte ich das fast immer. Durch die 16-Bit-Tiefe - von denen so 12-14 vielleicht real sind - lässt sich im Gimp nachträglich sehr viel besser einstellen, was man haben will.)

Sundern, jedenfalls, hat eine hübsche Kirche, deren Kirchturm ein ganz kleines bisschen schief ist, wie man hier gut sehen kann. (1/1250s, f/8, 35mm) Bei den Bildern auf unserem kleinen Geocaching-Rundgang habe ich glaube ich tatsächlich nur das 35er benutzt. Das passt meiner Meinung nach immer unheimlich gut zum Medium s/w-Film. weiß auch nicht, warum ich diese kleine Brennweite so ins Herz geschlossen habe.

Unten an der Kirche ist auch noch eine sehr hübsche kleine Eingangstür, die ich nicht links (oder rechts?) liegen lassen wollte. (1/160s, f8, 35mm.) Ich mache ja gerne sinnlose Fotos von Einganstüren. Aber diese hier ist wirklich ganz hübsch mit dem Glas-Gedöns oben drüber. Das ist auf s/w-Film natürlich eher grau in grau. Hat aber was, finde ich.


Nicht so spannend wie erhofft ist hingegen das Bild vom Kreuz vor der Kirche geworden. (1/500s, f/8, 35mm.) Ich habe zwar genau wie gewollt links die Kirche und rechts die Kapelle auf dem Hügel im Hintergrund, aber irgendwie ist das Bild einfach nicht interessant genug. Ich versteh's auch nicht wirklich, aber so ist es halt. Ich mein, es ist jetzt nicht wirklich schlecht, aber es hat nicht diesen Effekt wie die ersten beiden.

Bei den beiden Sauerländern hinter der Schule habe ich vergessen, die Belichtung anzupassen; so hat die Kamera im A-Modus natürlich bei mittenbetonter Messung viel zu viel Schatten in die Gesichter gemacht. (1/2000s, f/8, 35mm.) Ist mein Fehler, ich habe es sogar in dem Moment gemerkt, als ich mir die Werte aufgeschrieben habe. Hätte natürlich noch ein Bild machen können, aber das ist dann ja auch Verschwendung. Das Ergebnis hat mich allerdings auch ein bisschen überrascht. Die Silhouetten sind nämlich erstaunlich interessant geworden. Die Bemalung der Gesichter ist gerade noch so zu erkennen und wenn man im GIMP am Helligkeits-Regler auf Stufe 11 dreht, kann man sogar noch was erkennen. Der Beweis, dass der Kentmere die dunklen Stellen nicht so absaufen lässt wie der günstigere Foma. Selbst bei Push-Entwicklung ist da noch was drin.

Hinter der Schule gab es ein Beach-Volleyball-Feld. (1/4000s, f/2,8, 35mm.) Hier bin ich mit der Blende dann mal in Bereiche gegangen, die ich sonst auch verwende, da ich die Zweige im Vordergrund gerne unscharf gehabt hätte. Hat auch etwas geklappt, aber weniger als ich gehofft hatte. Ist nicht viel weniger unscharf als durch das Filmmaterial sowieso vorgegeben. Vom Motiv her ist es jetzt auch nicht so spannend, außer dass das wieder so ein deprimierendes Bild - verlassener Sportplatz, die Jubelschreie lange verhallt - ist, für das mein Bruder mich zum Psycho-Doc schicken wollen würde! ;-)


Dann habe ich noch Stein von vor dem alten jüdischen Friedhof mitgenommen, der dazu aufruft, sich gegenseitig mehr zu lieben und weniger zu hassen; eine Botschaft, die ich voll unterstützen kann! (1/500s, f/2,35mm.) Nur, dass der böse Wauwau Pipi dran gemacht hat, das stört dann schon ein bisschen. Andererseits gibt das der Aussage direkt noch mal mehr Nachdruck, dass wir uns alle mehr anstrengen sollten. Und den Wauwau vielleicht beim nächsten Mal auf der anderen Seite des Weges pinkeln lassen sollten! ;-)

Auf dem Friedhof selber stehen ja nur noch so drei oder vier Steine herum, von denen ich mir den dunkelsten ausgesucht habe. (1/500s, f/2, 35mm.) Mit ebenfalls ganz offener Blende bekommen wir hier sehr hübsches Hintergrund-Bokeh. Frage mich, was aus der Familie Stern geworden ist. 1920 ist ja schon recht nah an dieser vermaledeiten Nazi-Zeit dran. Wahrscheinlich würde man im Dorf unten irgendwo noch einen Stolperstein finden. :-/ (Wobei ich auf der Seite vom WDR jetzt keinen mit dem Namen finde. Vielleicht haben sie es raus geschafft...)


Ansonsten hatte ich ja schon festgestellt, dass es sich hier um eine sehr katholische Gegend handelt: Überall Kreuze und Jesusse, so auch hier unter dem alten, verzweigten Baum. (1/250s, f/4, 35mm.) War auch recht dunkel hier zwischen den Bäumen, dass ich bei f/4 und ISO 800 trotzdem nur auf 1/250s gekommen bin. Ist das jetzt eigentlich auch schon wieder so ein Depri-Foto? Ich weiß nicht, ich steh halt drauf. s/w hat ja heutzutage immer dieses leichte Trauerflor-Feeling. Versteh ich gar nicht, muss an den modernen Sehgewohnheiten mit total übersättigten Farben liegen.

Apropos katholisch: Da standen dann auch noch diverse Madonnen in der Gegend rum. (1/400s, f/2, 35mm.) Auch hier war es dunkel, aber der Film ist schnell. Mit weit geöffneter Blende auf die kurze Entfernung sehr schöne Hintergrundunschärfe. Einer der Gründe, weshalb ich das alte 35er so gerne habe: Es stellt die Subjekte recht gut frei. Liegt wahrscheinlich daran, dass es so nah am Übergang zum Weitwinkel liegt. Es hat eine gewisse Tiefe in der Schärfeebene, selbst weit offen und nah, zeichnet der Hintergrund dann aber doch ziemlich weich. Also, mir gefällts, auch wenn ihre betenden Hände schon sehr unscharf geworden sind. Aber ich habe ja auch auf ihre Augen gezielt.

An Bänken gehe ich ja auch nur selten vorbei. (1/500s, f/4, 35mm.) Besonders wenn sie vor einer Kirche stehen, die man durch eine winterlich kahlen Heckeerspähen kann. Nettes Bild. Die Bank könnte sich allerdings noch ein ganz kleines Bisschen mehr vom Hintergrund abheben. Hätte ich die Blende weiter öffnen sollen. Ich fürchte, es liegt einfach am fehlenden Kontrast. Wenn es nicht so schrecklich bedeckt und regnerisch gewesen wäre, hätten die Schatten vielleicht noch was Kontrast ins Spiel gebracht. Aber dann hätte ich auch kaum den eh schon schnellen Film noch um eine Stufe pushen können (was ich ja hauptsächlich für indoors gemacht hatte, für die Raider).

Vor der Kapelle findet man dann noch diese Szene einer aufgebahrten Person in Bronze gegossen. (Unbekannte Belichtungs-Werte, 35mm.) Da ich mich als eher protestantisch sozialisierter Mensch in der Bildsprache dieser katholischen Dinger nicht so auskenne, habe ich keine Ahnung, wer hier dargestellt ist. Ich nehme mal an, dass Jesus gerade den Lahmen wieder gehen lässt? Ich weiß es nicht. Das Bild ist ansonsten ganz OK, leicht schief, wie immer.


Die Kapelle ist ebenfalls eigentlich nicht so schief, das liegt mal wieder an mir. (1/1250s, f/4, 35mm.) Hier kann man aber schön sehen, was für ein gruseliges Wetter wir hatten. Da kommt echt nicht viel Licht durch den Wolkenschleier. Weshalb die Bilder auch alle ein bisschen "flach" aussehen: Keine Schatten. Ansonsten ist es aber ganz OK, finde ich. Könnte halt gerader sein. Und ich hab es wohl etwas schief auf dem Scanner liegen gehabt und dann den weißen Streifen links nicht abgeschnitten. Hab ich da jetzt noch Lust zu, das zu korrigieren? Nö. ;-)

Nachdem wir die Dose gefunden hatten, sind wir den anderen Weg zurück gegangen, wo ich dann noch diese Madonna in ihrer Nische gefunden habe. (~1/10s, f/2, 35mm.) Hart an der Grenze dessen, was ich noch ohne Stativ hin bekomme. Bin echt verwundert, dass das tatsächlich komplett scharf geworden ist. Keine Verwacklung. Zeichen und Wunder. Wobei ich den Eindruck habe, dass die F90x tatsächlich sehr ruhig auslöst. Der Spiegel schlägt sehr weich an. Ist halt eine Qualitäts-Kamera. Und die richtige Atemtechnik hilft auch! ;-)

Dann war da dieser riesige Frosch auf seinem Stuhl, der in die Landschaft geschaut hat. (1/125s, f/4, 35mm.) Joah, kann man machen. Fragen sich dann aber alle, die dran vorbei kommen und sich in der Gegend nicht auskennen: Was soll das? Was macht der da? Hat der eine tiefere Bedeutung? Ich mein, der ist schon ziemlich cool gemacht, muss ich ja zugeben. Aber er wirft halt auch Fragen auf. In s/w kommt er aus dieser Perspektive glaube ich am Besten rüber. Sitzt da, als würde er sein Reich bewachen. Ist er vielleicht der Froschkönig? :-D


Zurück im Dorf habe ich dann noch diesen Jesus gefunden. (1/60s, f/4, 35mm.) Hier kam mir dann der schnelle und gepushte Film zupass, denn mittlerweile war es dann doch schon später am Nachmittag und es wurde entsprechend immer dunkler. Ich mein, schaut euch diese Belichtungszeit an.

Vorher am Denkmal noch den großnasigen Typ mit Stahlhelm und seine Kollegen abgelichtet. (1/400s, f/2, 35mm.) Ich finds noch immer extrem creepy. Und hier spielt das Medium s/w-Film auch noch direkt mit rein, in bunt sahen die drei zwar schon sehr creepy aus, aber hier auf Film, uiuiui, ich weiß nicht. Das gibt dem ganzen "nie wieder Krieg" doch direkt mal ein Gesicht!

So, an dieser Stelle mache ich dann mal den Bruch und veröffentliche die restlichen veröffentlichbaren Fotos morgen. Meine Finger werden langsam lahm.